Neue Anleger-Plattform Propvest aus dem Hause Exporo

Aktuell Capitalo sprach mit dem Vorstand Simon Brunke von Exporo über die neue Anleger-Plattform Propvest aus dem Hause Exporo. Das Gespräch führte Alexander Senger.
simon brunke
Unternehmen
Exporo AG
Thema
Anlage in Immobilien
Interview
Simon Brunke (Vorsitzender), Exporo AG
Datum
15.10.2021

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CAPITALO: Was ist PROPVEST?

Simon Brunke: PROPVEST ist eine Plattform für Privatanleger, die Anlagen in professionell verwaltete Immobilien anbietet. PROPVEST schafft dabei ein neuartiges Angebot, bei dem die Anlage in Immobilien sowie die professionelle Verwaltung über eine Plattform stattfindet – und das einfach, flexibel und digital.

CAPITALO: Warum hat sich Exporo zu dem Schritt entschieden, eine neue Marke zu starten?

Simon Brunke: Exporo ist als Marke für kurzfristige Investitionen in Projektentwicklungen gewachsen und bekannt geworden. Mit dem Beginn von Exporo Bestand in 2018 haben wir unser Produktportfolio um eine langfristig ausgerichtete Anlagemöglichkeit erweitert. Nachdem dieses Produkt sehr erfolgreich angelaufen ist, gehen wir mit dem Markteintritt einer neuen und eigenständigen Produktmarke den nächsten konsequenten Schritt in Richtung Weiterentwicklung unseres Angebots. Mit dieser eigenen Plattform möchten wir Privatanlegern nun das “beste” Anlageprodukt für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Immobilien inkl. Immobilien-Sparplan bieten, während wir bei Exporo weiterhin auf kurzfristige Finanzierungen von Immobilienprojekten setzen, die sich an risikoaffinere Investoren richtet. Die Plattform PROPVEST wird von der BaFin-regulierten EPH Investment GmbH betrieben und funktioniert unabhängig vom Exporo Finanzierungsgeschäft.

CAPITALO: Was bietet PROPVEST den Anlegern im Gegensatz zu Exporo neu an?

Simon Brunke: PROPVEST unterscheidet sich grundsätzlich von Exporos Finanzierungsprodukt, bei dem Projektentwicklern kurzfristiges Kapital zur Verfügung gestellt wird und die Anleger dafür eine hohe Verzinsung erhalten. Diese Anlageform ist allein aufgrund des Projektentwicklungsgeschäfts allerdings risikoreicher als die Investition in Bestandsimmobilien.

Anleger erhalten bei PROPVEST nun die Möglichkeit digital und diversifiziert in professionell verwaltete Bestandsimmobilien anzulegen. Dabei profitieren sie wirtschaftlich wie ein Eigentümer laufend von den Mietüberschüssen und zusätzlich von einer Wertsteigerung der jeweiligen Bestandsimmobilie. Anleger zeichnen digitale (tokenbasierte) Wertpapiere, welche von den Objektgesellschaften ausgegeben werden, die Eigentümer der jeweiligen Bestandsimmobilien sind.

Mit der komplett neuen Plattform PROPVEST erhalten die Anleger einen schlanken und digitalen Anlageprozess, neue Anlagemöglichkeiten wie den PROPVEST Immobilien-Sparplan und PROPVEST Select sowie eine deutlich besser mobil nutzbare Plattform.

CAPITALO: Welche Projekte werden auf PROPVEST angeboten?

Simon Brunke: Auf PROPVEST werden vermietete Bestandsobjekte von Kitas, über Wohn- bis hin zu Spezialimmobilien wie z. B. eine Polizeistation angeboten. Dabei haben wir uns insbesondere auf das sogenannte Mid-Cap-Segment im Markt fokussiert, d.h. Immobilien mit einem Wert zwischen ca. 5 und 15 Mio. €. Dieser Markt ist für Privatpersonen zu groß und für institutionelle Anleger zu klein. Geschulte Mitarbeiter im Real Estate Bereich prüfen jedes Objekt anhand von vorliegenden Rahmen-, Markt- und Investment-Daten. In einem mehrstufigen Prüfungsprozess werden branchenübliche Immobilien-Kennzahlen und Unterlagen fachlich geprüft im Vier-Augen Prinzip. Eine externe Bewertung wird ebenfalls durchgeführt.

CAPITALO: Wieso können wir von “hoher Diversifikation” sprechen?

Simon Brunke: Jeden Monat werden dem Anleger mehrere neue Bestandsimmobilien angeboten. Auch Investitionen in Immobilien, die sich bereits seit längerem im Management von PROPVEST befinden, sind über den eigenen Handelsplatz möglich. Da die Einstiegshürden durch die geringe Mindestanlagesumme besonders niedrig sind, kann der Anleger schnell eine hohe Diversifikation erreichen. Mit dem neuen PROPVEST Immobilien-Sparplan ist dies sogar automatisiert möglich, mit flexiblen regelmäßigen Sparraten schon ab 25 Euro monatlich. Zudem ist vorgesehen, dass mittelfristig mindestens fünf Projekte pro Monat auf dem Erstmarkt starten.

CAPITALO: Ist PROPVEST ein Robo Advisor für Immobilien?

Simon Brunke: Ja, der PROPVEST Immobilien-Sparplan ist ein Robo Advisor für Immobilien.

CAPITALO: Heißt das, dass der Anleger sein Risikoprofil vorab anlegen kann und ein Algorithmus Investmententscheidungen trifft?

Simon Brunke: Ja, der Anleger definiert seine persönlichen Anlagekriterien, wählt seinen monatlichen Sparbetrag und erstellt abschließend seinen Immobilien-Sparplan. Anschließend wird immer zum 15. eines Monats der Sparbetrag eingezogen und das freie Kapital automatisch in ausgewählte Bestandsimmobilien angelegt.

CAPITALO: Was ist der Unterschied zwischen dem Investmentplan eines offenen Immobilienfonds und PROPVEST?

Simon Brunke: PROPVEST kann Anlegern eine höhere Rendite als bspw. offene Immobilienfonds bieten, nicht zuletzt da bei den Fonds erhöhte Gebühren zu Buche schlagen. Auch das sehr digitale und bequeme Nutzererlebnis der PROPVEST Plattform ist ein Alleinstellungsmerkmal unseres Angebots. Im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds haben Anleger über PROPVEST jederzeit die volle Transparenz über ihr Portfolio. PROPVEST Anleger wissen genau, in welche Bestandsimmobilien sie investiert sind. Dies ist bei offenen Immobilienfonds in der Regel nicht so. Nicht zuletzt auch die hohe Flexibilität ist ein USP der neuen PROPVEST Plattform, da Anleger neben dem Immobilien-Sparplan über PROPVEST Select auch selbstständig ausgewählte Immobilienanlagen zu ihrem Portfolio hinzufügen können.

CAPITALO: Ist jeder PROPVEST-Anleger auch Eigentümer von Teilen der Immobilien? Wenn nein, was ist er/sie dann?

Simon Brunke: Eigentümer der Immobilie ist die Objektgesellschaft, die ins Grundbuch eingetragen wird. Diese Objektgesellschaft begibt tokenbasierte Schuldverschreibungen an die Anleger, über die sie an den Mietüberschüssen sowie an einer Wertsteigerung der Immobilie partizipieren. Die Anleger sind daher nicht Eigentümer der Immobilie, sondern investieren über tokenbasierte Schuldverschreibungen in die Eigentümergesellschaft der Immobilie. Also quasi wirtschaftlich wie ein Eigentümer. Einer der Hintergründe ist u.a., dass es noch kein digitales Grundbuch gibt. Das Eintragen (und wieder Austragen) von vielen hunderten Einzelinvestoren in das Grundbuch wäre aus Kosten- und aus Aufwandsgründen nicht darstellbar.

CAPITALO: Wie lange ist die Mindesthaltedauer für Anleihen bzw. wann kann der Anleger sein Investment veräußern und zu welchen Risiken/Kosten?

Simon Brunke: Die Mindesthaltedauer beträgt in der Regel 10 Jahre, entsprechend der Laufzeit der Anleihen. Vor Ablauf der Laufzeit haben die Anleger jedoch die Möglichkeit, ihr Investment auf dem Zweitmarkt zu veräußern. Dieser Zweitmarkt funktioniert wie ein schwarzes Brett, d.h. der Verkäufer stellt ein Angebot ein, zu dem er seine tokenbasierten Anleihen veräußern möchte und ein interessierter Käufer nimmt das Angebot an. Es besteht immer ein Risiko, dass man den gewünschten Kaufpreis nicht realisieren kann, da der Preis letztlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird.

Dass der Zweitmarkt grundsätzlich funktioniert und sehr gut angenommen wird, zeigt unsere Erfahrung mit dem Handelsplatz für Exporo Bestand (das nun durch PROPVEST ersetzt wird): Hier wurden in den letzten 3 Jahren ca. 10 Mio. Euro des Transaktionsvolumen über den Handelsplatz zu einem durchschnittlichen Preis von 100,5 % abgewickelt. Die Nachfrage entsteht vor allem dann, wenn der Käufer hohe Transparenz über das Angebot hat und daher auch bereit ist einen fairen Preis zu zahlen. Dies bieten wir den potenziellen Käufern.

Mit dieser eigenen Plattform möchten wir Privatanlegern nun das “beste” Anlageprodukt für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Immobilien inkl. Immobilien-Sparplan bieten.

Simon Brunke

Vorsitzender der Exporo AG