Ihr Geld im März 2021

Baukindergeld bis Ende März beantragen

Bis Ende März 2021 können Sie noch Baukindergeld beantragen. Eigentlich sollte Ende 2020 Schluss sein, doch die Laufzeit wurde um drei Monate verlängert, weil die Corona-Pandemie Familien die Beantragung erschwerte. Verteilt auf zehn Jahre können Sie pro Kind unter 18 Jahren (bei der Beantragung oder dem Kauf eines Eigenheims) 12.000 Euro Baukindergeld betragen.

Alte Energielabel werden durch neue ersetzt

Es gibt neue Energielabel für Elektrogeräte. Aus der Kategorie „A+++“ wird ab März 2021 eine „B“-Klasse. Laut Bundeswirtschaftsministerium soll die gesamte farbige Effizienzskala von A bis G wieder genutzt werden. Davon betroffen sind z. B. Waschmaschinen, Kühlgeräte, Geschirrspüler, Lichtquellen und Fernseher.

Die Energieeffizienz soll für Verbraucher wieder besser zu erkennen sein. Bei der alten Regelung soll es Probleme gegeben haben, die Bewertung nachzuvollziehen – oder die Pluszeichen nachzuzählen. Die Energielabels werden EU-weit verändert.

Veraltete Internetseiten fliegen aus der Google-Suche

Website-Inhaber aufgepasst: Google optimiert seine Suche für mobile Internetseiten. Das bedeutet: Ab Ende März werden Unternehmen, deren Webseiten nicht für die mobile Nutzung optimiert sind, nicht mehr auffindbar sein. (Schon seit ein paar Jahren bevorzugt Google Internetseiten, die für die Darstellung auf Smartphone-Displays optimiert sind.) Wer eine Firma mit veraltetem Internetauftritt hat, sollte seine Internetseite also dringend überarbeiten. Sonst wird die Seite in wenigen Wochen kaum mehr auffindbar sein.

Betroffen sind vor allem zahlreiche Handwerksbetriebe, die ihren Webauftritt hauptsächlich zur Kontaktaufnahme nutzen. Eigentlich wollte Google die neuen Suchregeln bereits im September 2020 einführen. Doch die Corona-Pandemie durchkreuzte diesen Plan und sorgte für Aufschub.

Für Firmen: Überbrückungshilfe III

Firmen können Anträge auf Überbrückungshilfe III stellen. Für die Zeit bis Ende Juni 2021 erhalten Unternehmen staatliche Unterstützung von monatlich bis zu 1,5 Millionen Euro. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Auszahlung übernehmen die Länder ab März. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Weitere Hilfen in der Corona-Krise

Die finanziellen Belastungen in der Pandemie sind für viele Menschen enorm. Um sie zu mildern, wurden neue finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt. Im Bundestag begann am 12. Februar die Beratung über die milliardenschweren Maßnahmen.
 
Folgende Pläne bestehen:

  • Kinderbonus: Wie schon in 2020 erhalten Familien auch in diesem Jahr einen Kinderbonus. Der Zuschlag auf das Kindergeld beträgt diesmal einmalig 150 Euro. Verrechnet wird der Betrag mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag. Besserverdienende profitieren deshalb nicht vom Kinderbonus. Auf die Grundsicherung wird der Bonus jedoch nicht angerechnet.
  • Kinderkrankentage: Die Zahl der Kinderkrankentage wird 2021 pro Elternteil und Kind von 10 auf 20 Tage verdoppelt. Alleinerziehenden stehen bis zu 40 Tage pro Kind zu. Eltern mit zwei Kindern haben demnach Anspruch auf maximal 80 Kinderkrankentage. Die Regelung gilt rückwirkend zum 5. Januar 2021.
  • Coronabonus: Unternehmen, die ihren Arbeitnehmern noch keinen Coronabonus zahlen konnten oder den Betrag von 1.500 Euro noch nicht ausgeschöpft haben, können das bis Mitte des Jahres nachholen: Die Frist wurde mit dem Jahressteuergesetz 2020 bis zum 30. Juni 202 verlängert. Der Betrag kann auf mehrere Teilleistungen aufgeteilt werden.
  • Hartz-IV-Bezieher: Erwachsene Hartz-IV-Bezieher erhalten einen Corona-Zuschuss in Höhe von 150 Euro. Außerdem bekommen sie Berechtigungsscheine ihrer Krankenkassen für kostenlose FFP2-Masken, die bis einschließlich 6. März 2021 in jeder Apotheke abgeholt werden können. Für Kinder und Jugendliche aus Familien, die Hartz IV beziehen, übernimmt das Jobcenter die Kosten für digitale Endgeräte, damit sie am Distanz-Unterricht ihrer Schulen teilnehmen können.
  • Unternehmen mit coronabedingten Verlusten können künftig ihre Einbußen in der Steuererklärung umfangreicher als bisher mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen.
  • Verringerter Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie von 7% bis Ende 2022.
  • Besonders belastete Klinikmitarbeiter sollen als Anerkennung in der Corona-Pandemie bis Ende Juni 2021 eine Prämie von bis zu 1.500 Euro pro Person bekommen.

So sparen Sie Sprit beim Autofahren

Das Benzin ist seit Jahresbeginn teurer geworden. Gründe dafür sind die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz und die neue CO2-Abgabe. Der Auto Club Europa (ACE) hat deshalb ein paar Spartipps formuliert:

  1. Richtiger Reifendruck: Mindestens einmal im Monat sollten Sie den Reifendruck messen. Wenn Sie mit 0,5 bar weniger Luft als vom Hersteller empfohlen unterwegs ist, müssen Sie mit einem rund fünf Prozent höheren Verbrauch rechnen.
  2. Auto entrümpeln: Je weniger unnötigen Ballast Sie transportierten, desto mehr Benzin sparen Sie.
  3. Klimaanlage überprüfen lassen: Ist die Klimaanlage falsch eingestellt, kann Sie das bis zu zwei Liter Benzin mehr auf 100 Kilometer kosten.
  4. Preise vergleichen: Vergleichen Sie die Tankstellen-Preise und tanken Sie zum richtigen Zeitpunkt. Morgens sind bedingt durch den Berufsverkehr die Preise am höchsten, ab dem Nachmittag sinken sie gewöhnlich. Günstig ist meistens der Zeitraum zwischen 18 und 20 Uhr. Der ACE bietet auch einen Spritpreis-Vergleichsrechner.

Die Preise steigen – Inflation, wie geht es weiter?

Die Preise sind in Deutschland überraschend stark angestiegen. Im Januar 2021 waren die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent höher als vor einem Jahr, so die Deutsche Bundesbank in ihrem letzten Monatsbericht. Zum Vergleich: Im Dezember lagen die Preise noch um 0,7 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus.

Die Geldmenge nimmt zu

Der starke Anstieg der Preise ruft Inflationssorgen hervor. Genährt werden diese Sorgen durch eine weitere Feststellung der Bundesbank: Die Jahreswachstumsrate der Geldmenge M3 kletterte bis Ende Dezember auf 12,3 Prozent. (M3 ist die Geldmenge, die aus Sicht der Europäischen Zentralbank, EZB, den entscheidenden monetären Einfluss auf die Preisentwicklung ausübt). Damit lag die Geldmenge mehr als doppelt so hoch wie zum Ende des Vorjahres. Wächst die Geldmenge um so viel schneller als die Gütermenge, wie das zuletzt der Fall war, müssten eigentlich die Preise ebenso nach oben schießen – jedenfalls nach der herkömmlichen Geldtheorie. Allerdings wird dabei unterstellt, dass die Banknoten pro Jahr unverändert oft zur Bezahlung von Gütern eingesetzt würden. Eine Annahme, die sich als falsch erwiesen hat.

Ein Nachholbedarf an Konsum

Doch es gibt weitere Gründe, die die Angst vor Inflation nähren. Zu nennen ist ein gewisser Nachholbedarf beim Konsum, der den Menschen unterstellt wird. Sobald es wieder möglich ist, werden sich demnach die Regale in den Kaufhäusern leeren, so wie sich die Restaurants und Freizeitbetriebe füllen werden. Und eine starke Nachfrage führt zu einer Erhöhung der Preise. Allerdings: Momentan sieht es nicht danach aus, als würden alle Hygieneregeln plötzlich über Nacht gekippt werden. Soviel konsumiert werden kann in absehbarer Zeit also vermutlich gar nicht. Das zeigt das Beispiel Restaurants, die ihre Kapazitäten auch bei einer Öffnung nicht ausschöpfen werden können.

Faktoren, die die Inflation dämpfen

Inflationsdämpfend ist auch, dass Preisbewusstsein und Wettbewerb in den Konsumgütermärkten, im Gastgewerbe oder bei Freizeitaktivitäten in Deutschland stark ausgeprägt sind. Das setzt einem Preisanstieg enge Grenzen. Ein zweiter Bremsfaktor für die Inflation ist die Entwicklung der Beschäftigung. Ende Januar 2021 waren 2,9 Millionen Arbeitslose registriert – fast eine halbe Million (oder rund ein Fünftel) mehr als ein Jahr zuvor. 

Bei einem derartigen Anstieg der Arbeitslosigkeit fallen Lohnforderungen gewöhnlich nicht allzu hoch aus. Zahlreiche – vom Lockdown getroffene – Betriebe haben Schwierigkeiten und kämpfen um das Überleben. Viele bestehende Jobs sind unsicher. Wer durch Lohnzurückhaltung seinen Arbeitsplatz bewahren kann, der tut das in der Regel auch.

Genau lesen lohnt sich

Als Gründe für den starken Preisanstieg nennt der Monatsbericht der Bundesbank im Wesentlichen drei Gründe:

  • die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung zu Jahresbeginn,
  • die Einführung der Maßnahmen des Klimapakets
  • sowie Änderungen bei der Berechnung der Preisentwicklungen. 

Diese Sondereffekte dürften keine dauerhaften Inflationstreiber sein. Zudem findet sich in einer Fußnote der Hinweis, dass „aufgrund der zum Jahresende wieder verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie … knapp ein Viertel der Preise geschätzt werden musste“. Das heißt, die Preise müssen sich in der Realität nicht notwendigerweise so verändert haben, wie es vermutet wurde.

Und unterm Strich?

Nimmt man das alles zusammen, sind die Preise zwar angestiegen und dürften im Jahresverlauf weiter ansteigen – im zweiten Halbjahr laut EZB vielleicht sogar gegen drei Prozent, im Jahresmittel wohl auf eine „Inflationsrate von unter, aber nahe zwei Prozent“. Das ist die Rate, die die EZB auf mittlere Sicht angestrebt.

Keine Zinswende in Sicht

Bei dieser Inflationserwartung, die der Absicht der EZB entspricht, wird sie kaum eine Zinswende mit wieder steigenden Zinssätzen einläuten. Sparer müssen demzufolge weiterhin mit negativen Realzinsen für Spareinlagen leben. Das ärgert einen zwar als Sparenden – hilft aber all jenen, die für einen Wiederbeginn nach Corona auf günstige Kredite angewiesen sind.

Alternativen für Sparer

Wer mehr mit seinem Geld machen möchte, kann seine Ersparnisse auch in Firmen (z. B. in Aktien, Fonds oder ETFs) investieren. Bei diesen Anlageformen muss man wenigstens nicht fatalistisch dabei zuschauen, wie das (angelegte) Geld stetig ein bisschen weniger wert wird. Die Chance, auf eine Vermehrung des Vermögens besteht. Allerdings gibt es diese Chance nur mit den bekannten Risiken.

Außerdem können Anleger auf die zuletzt stark steigenden Renditen für langfristige Staatsanleihen auf den Finanzmärkten setzen. Hier bestehen jedoch (Wechsel-)Kursrisiken. Vollständige Sicherheit und hohe Renditen gibt es eben nirgendwo. Jedenfalls momentan nicht.


Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.