Warum ein Kontowechsel sinnvoll sein kann

Mit einem Kontowechsel kann eine Ersparnis von mindestens 50 Euro erzielt werden. Daher sollten Sie in jedem Fall über einen Wechsel nachdenken. In der Regel ist eine mögliche Ersparnis aber sogar noch deutlich größer, weswegen Sie im neuen Jahr über einen Wechsel Ihrer Bank nachdenken sollten.

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Alexander Senger | Aktualisiert am 17. November 2021
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Die meisten Menschen beschäftigen sich nach der Eröffnung eines Girokontos kaum noch mit diesem Thema. Funktioniert die Nutzung problemlos, besteht in der Regel Zufriedenheit. Erfährt man plötzlich im Gespräch mit Freunden oder Bekannten, dass ihnen ihre Bank deutlich günstigere Konditionen bietet, wird man aufmerksam. Vielleicht ist das aktuelle Girokonto doch nicht das Richtige?

Kontowechsel kann Einsparungen mit sich bringen

Tatsächlich zeigen viele Erfahrungen, dass ein Kontowechsel eine deutliche jährliche Einsparung nach sich ziehen kann, teilweise sogar im dreistelligen Bereich. Sind Sie mit Ihrer derzeitigen finanziellen Situation unzufrieden und wünschen Sie eine Veränderung, sollten Sie aktiv werden. Empfehlenswert ist in jedem Fall ein Girokontovergleich, der online unkompliziert und schnell durchführbar ist. Er verhilft Ihnen, die für Sie individuell ideale Option herauszufinden.

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken, ob sie nicht vielleicht „blauäugig“ ihr Bankkonto eröffnet haben. Die häufigsten Gründe für einen Kontowechsel sind:

  • zu hohe Kosten
  • fehlendes Vertrauen
  • Interesse an einem anderen Geldinstitut, das zusätzliche Leistungen bietet

Einige Finanzfachleute empfehlen, über einen Girokontowechsel gut nachzudenken. Zwar ist er heute deutlich einfacher als früher, jedoch geht er immer noch mit Aufwand einher. So müssen beispielsweise im Fall eines Firmenkontos Geschäftspartner sowie Kunden informiert werden. Wenn Sie allerdings einen hohen Betrag durch den Wechsel einsparen können oder die Zusatzleistungen einer anderen Bank lukrativ sind, sollten Sie nicht zögern.

Gründe, warum ein Kontowechsel mittlerweile leichter ist

Um Bankkunden den Kontowechsel zu vereinfachen, brachte der Gesetzgeber im September 2016 neue Regelungen heraus. Sie nehmen Geldinstitute in die Pflicht, ihren Kunden auch in diesem Fall aufwendige Arbeiten abzunehmen. Dazu gehört,

  • dass Banken der sogenannten Kooperationspflicht unterliegen, d.h., sie müssen Hilfestellung auch beim Wechsel leisten;
  • die alte und die neue Bank müssen gemeinsam dazu beitragen, dass die Abwicklung unkompliziert vonstattengeht.

Sie haben das Recht, diese Hilfe bei sämtlichen Geldinstituten, die ein Girokonto anbieten, in Anspruch zu nehmen. Kunden können sich sowohl an eine Direkt- als auch eine Filialbank wenden. Grundvoraussetzung ist allein, dass es sich bei den Ansprechpartnern um deutsche Institute handelt.

In der Regel funktioniert der Kontowechsel nach einem einfachen Muster: Wird ein Girokonto eröffnet, besteht die Möglichkeit, entweder über ein ausgedrucktes Formular oder das Internet die sogenannte Kontowechselhilfe zu beanspruchen. Sie füllen ausschließlich die relevanten Dokumente aus, Ihre neue Bank erledigt alles Weitere.

Welche Aufgaben werden im Rahmen der Kontowechselhilfe übernommen?

Entscheiden Sie sich für die Hilfe durch die neue Bank, wird sie sich über die Daueraufträge sowie Lastschriften bei Ihrem vorherigen Geldinstitut informieren und ggfs. deren Übertragung vornehmen. Im Zuge dessen erhält sie Datenmaterial betreffend die Transaktionen und Lastschriftmandate der letzten 13 Monate.

Ihre ehemalige Bank muss dafür Sorge tragen, dass der Kontowechsel reibungslos verläuft. Dies beinhaltet unter anderem die Beendigung der Daueraufträge sowie Lastschriften im eigenen Haus ab einem bestimmten Datum. Selbstverständlich ist sie gleichfalls in der Pflicht, das Guthaben auf das neue Girokonto zu transferieren. Sind sämtliche Verpflichtungen erfüllt, wird es zum mit Ihnen vereinbarten Zeitpunkt geschlossen.

Auf Ihren Wunsch übernimmt die neue Bank verschiedene Verpflichtungen, darunter:

  • die Benachrichtigung wichtiger Personen, für die mit dem Kontowechsel Veränderungen einhergehen; dazu gehören zum Beispiel der Arbeitgeber, bedeutende Lastschriftnehmer oder Finanzpartner, die über die neue Kontoverbindung informiert werden müssen
  • die Neueinrichtung laufender Daueraufträge

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich selbst um derartige Aktivitäten zu kümmern. Die meisten Geldinstitute halten dafür Musterschreiben bereit, die Sie auf Anforderung erhalten. Sie können allerdings viel Zeit einsparen, wenn Sie diese Tätigkeiten in die Hände Ihrer neuen Bank legen.

In welchen Bereichen liegen die größten Differenzen bei Banken?

Überlegen Sie, einen Girokontowechsel aus Kostenersparnisgründen vorzunehmen, sollte Ihr Augenmerk beim Anbietervergleich vor allem auf folgenden drei Punkten liegen:

  • Kontoführungsgebühren: sie liegen beispielsweise bei Filialbanken zwischen drei und 15 Euro pro Monat; zahlen Sie für Ihr jetziges Konto den Höchstbetrag und rechnen Sie ihn auf ein Jahr um, ergibt sich ein nicht unerheblicher Betrag von 180 Euro
  • Transaktionsgebühren: oftmals werden sie selbst bei ganz alltäglichen Geldflüssen berechnet, darunter Daueraufträge, Lastschriften-Abwicklungen und Überweisungen; zwar handelt es sich um relativ geringe Gebühren im zweistelligen Cent-Bereich, über das Jahr gesehen summieren sie sich jedoch
  • Gebühren für Auslandsüberweisungen: die Mehrzahl der innereuropäischen Transaktionen muss ebenso behandelt werden wie Inlandsüberweisungen; handelt es sich aber beispielsweise um einen Geldtransfer nach Australien werden je nach Bank zwischen zehn und 50 Euro fällig
  • Karten- und Abhebungsgebühren: eine Zeit lang waren kostenlose EC-Karten die Regel, jedoch erheben immer mehr Filialbanken heute wieder Gebühren für deren Zurverfügungstellung; Kreditkarten, auch wenn sie über keine besonderen Leistungen verfügen, können Kosten zwischen 30 und 70 Euro jährlich nach sich ziehen
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Über den Autor Alexander Senger

Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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