
BBVA erhöht Festgeld-Zinsen auf bis zu 3,50 % p.a.
BBVA hebt die Zinsen für sein flexibles Festgeld zum 10. August 2026 über alle sechs Laufzeiten an. Das neue Topangebot liegt bei 3,50 % p.a. auf 60 Monate – 0,30 Prozentpunkte mehr als bisher. Auch der Kurzläufer über 6 Monate klettert von 2,65 % auf 2,85 % p.a. Damit dreht die spanische Großbank ihre Zinssenkung vom Juli vollständig zurück und liegt nun sogar über dem Niveau vom Frühsommer.
Die neuen Konditionen im Überblick
Die Anpassung gilt ab dem 10. August 2026, 8:00 Uhr, und betrifft das gesamte Laufzeitspektrum von 6 bis 60 Monaten. Am stärksten profitieren mittlere und lange Laufzeiten mit jeweils +0,30 Prozentpunkten. An den übrigen Produktmerkmalen ändert sich nichts: Die Mindestanlage bleibt bei 500 €, die Zinsgutschrift erfolgt weiterhin am Ende der Laufzeit, und für die Eröffnung ist nach wie vor ein kostenloses BBVA-Girokonto erforderlich.
| Laufzeit | Bisheriger Zinssatz | Neuer Zinssatz | Änderung |
|---|---|---|---|
| 6 Monate | 2,65 % p.a. | 2,85 % p.a. | +0,20 PP |
| 12 Monate | 2,85 % p.a. | 3,10 % p.a. | +0,25 PP |
| 24 Monate | 2,90 % p.a. | 3,20 % p.a. | +0,30 PP |
| 36 Monate | 3,00 % p.a. | 3,30 % p.a. | +0,30 PP |
| 48 Monate | 3,10 % p.a. | 3,40 % p.a. | +0,30 PP |
| 60 Monate | 3,20 % p.a. | 3,50 % p.a. | +0,30 PP |
Quelle: BBVA, Konditionsmitteilung vom 10.08.2026 (gültig ab 8:00 Uhr). Stand: August 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung im Festgeld-Markt
Die Erhöhung passt ins geldpolitische Bild: Die EZB hatte ihre Leitzinsen am 11. Juni 2026 erstmals seit September 2023 wieder angehoben, der Einlagensatz liegt seither bei 2,25 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 % (Stand: August 2026). Am 23. Juli folgte eine Zinspause. Banken, die Kundeneinlagen einwerben wollen, ziehen in diesem Umfeld sichtbar nach.
Im Capitalo-Vergleich rückt das BBVA Festgeld mit der Anpassung in die vordere Gruppe. Bei 12 Monaten schlägt der neue Satz von 3,10 % p.a. die derzeit stärksten deutschen Wettbewerber deutlich: OLB kommt auf 2,76 % p.a. (ab 5.000 €), PEAC Bank auf 2,75 % p.a. und Creditplus Bank auf 2,65 % p.a. (ab 1.000 €). Auch die Einstiegshürde spricht für BBVA – 500 € Mindestanlage sind im Marktumfeld niedrig.
Allerdings gilt das nicht über alle Laufzeiten: Bei 24 Monaten liegt Isbank mit rund 3,40 % p.a. (ab 2.500 €) und Morgan Stanley Europe SE mit rund 3,25 % p.a. (ab 1.000 €) weiterhin vor den neuen 3,20 % p.a. von BBVA. Hinzu kommt ein struktureller Unterschied: BBVA sichert Einlagen über den spanischen Einlagensicherungsfonds (Fondo de Garantía de Depósitos) bis 100.000 € pro Kundin und Kunde ab – EU-Standard, aber nicht das deutsche System. Die deutsche Niederlassung in Frankfurt am Main untersteht dabei der BaFin-Aufsicht.
Was das für dich bedeutet
Nach der Zinserhöhung verschiebt sich das Stärkeprofil des Angebots spürbar nach vorne. Konkret heißt das:
- Kurzläufer (6 Monate): 2,85 % p.a. statt 2,65 % – solide für Geld, das absehbar gebraucht wird, aber kein Spitzenwert im Markt.
- 12 Monate: 3,10 % p.a. – aktuell die stärkste Laufzeit im relativen Marktvergleich und der Hauptgrund, das Angebot überhaupt zu prüfen.
- Mittlere Laufzeiten (24–36 Monate): 3,20 bis 3,30 % p.a. – wettbewerbsfähig, aber bei 24 Monaten ziehen einzelne Anbieter vorbei.
- Langläufer (48–60 Monate): 3,40 bis 3,50 % p.a. – attraktiv, wenn du dich fünf Jahre binden willst und mit steigenden Zinsen nicht mehr rechnest.
Das Angebot passt zu dir, wenn du mit einer kleinen Summe ab 500 € einsteigen möchtest, die europäische Einlagensicherung akzeptierst und ein zusätzliches Girokonto nicht scheust. Im Capitalo-Score verbessert sich das Produkt mit der Anpassung von 3,4 auf 3,6 Sterne und damit von „Befriedigend“ auf die Note „Gut“ (Stand: August 2026).
Fazit
BBVA korrigiert seine Julisenkung nicht nur, sondern setzt bei allen Laufzeiten einen drauf. Mit 3,50 % p.a. auf 60 Monate und 3,10 % p.a. auf 12 Monate gehört das Angebot im August 2026 zu den kräftigeren am deutschen Markt, bei 24 Monaten bleibt hingegen Luft nach oben. Ob weitere Anbieter dem Schritt folgen, bleibt abzuwarten – ein Blick auf den Gesamtmarkt lohnt sich vor jeder längeren Bindung.
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Stand: August 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.