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Deutschland
Depot übertragen: Kostenloser Depotwechsel Schritt für Schritt
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Vor 3 TagenVor 3 Tagen aktualisiert
Stand: 17. April 2026
|
Depotgebühren ab· 0 EUR
Verglichen· 28+
Aktualisiert· 04/2026

Depot übertragen: Kostenloser Depotwechsel Schritt für Schritt

Ein Depotübertrag ist in Deutschland immer kostenlos. Deine Wertpapiere und Anschaffungsdaten werden vollständig übertragen. So funktioniert der Wechsel.

  • Immer kostenlos
  • Kaufkurse und -daten werden vollständig übermittelt
  • Automatisierter Prozess ohne Papierkram
Neues Depot findenJetzt Borker-Finder starten

Was du über den Depotübertrag wissen musst

Depot übertragen ist kostenlos und dauert maximal drei Wochen. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung, Steuertipps und aktuelle Broker-Prämien.

  • 💰 Kosten: Ein Depotübertrag ist in Deutschland kostenlos (BGH-Urteil 2004, Az. XI ZR 200/03)
  • ⏱️ Dauer: Maximal drei Wochen laut BaFin-Vorgabe, typisch ein bis zwei Wochen
  • ✅ Ablauf: Du beauftragst den Übertrag beim neuen Broker – der regelt alles mit der alten Bank
  • ⚠️ Steuerfalle: Einstandskurse nach dem Übertrag prüfen und Freistellungsauftrag anpassen

Was ist ein Depotübertrag?

Ein Depotübertrag – auch Depotwechsel genannt – ist der Umzug deiner Wertpapiere von einem Broker zu einem anderen. Dabei werden Aktien, ETFs, Fonds und andere Papiere elektronisch von der alten Depotbank zur neuen übertragen. Du musst also nichts verkaufen und nichts neu kaufen.

Die häufigsten Gründe für einen Depotwechsel: günstigere Gebühren, bessere Handelsplätze, ein breiteres Sparplan-Angebot oder eine attraktive Wechselprämie. Das Beste daran: Der Depotübertrag ist in Deutschland kostenlos – das hat der Bundesgerichtshof bereits 2004 entschieden.

Grundsätzlich gilt: Wenn du mit deinem aktuellen Broker unzufrieden bist oder woanders bessere Konditionen findest, lohnt sich ein Depotwechsel fast immer. Der Prozess ist einfacher, als die meisten denken.

Depot übertragen: Schritt-für-Schritt Anleitung

1

Neues Depot eröffnen

Bevor du den Übertrag startest, brauchst du ein neues Depot. Die Eröffnung dauert bei Direktbanken und Neobrokern in der Regel zwei bis fünf Werktage – inklusive Identitätsprüfung per Video-Ident oder PostIdent. Prüfe vorher, ob alle deine Wertpapiere beim neuen Anbieter handelbar sind.

Wenn du noch keinen neuen Broker ausgesucht hast, hilft dir unser Depot Vergleich bei der Auswahl.

2

Übertragungsformular ausfüllen

Nach der Depoteröffnung beauftragst du beim neuen Broker den Depotübertrag. Du füllst ein Formular aus – online oder als PDF – und gibst an: persönliche Daten, Depotnummern, Wertpapiere mit ISIN und Stückzahl sowie ob du einen Gesamt- oder Teilübertrag möchtest.

3

Abwarten – der neue Broker regelt den Rest

Dein neuer Broker kontaktiert die alte Bank. Die technische Abwicklung läuft über die zentrale Verwahrstelle Clearstream. Die BaFin hat 2022 eine klare Vorgabe gemacht: Ein Depotübertrag darf nicht länger als drei Wochen dauern. In der Praxis sind die meisten Überträge innerhalb von ein bis zwei Wochen erledigt.

4

Einstandskurse und Steuerdaten kontrollieren

Nach dem Übertrag solltest du sofort prüfen, ob die Einstandskurse korrekt übertragen wurden. Vergleiche die Angaben im neuen Depot mit deinen gesicherten Kaufabrechnungen. Vergiss auch nicht, einen Freistellungsauftrag beim neuen Broker einzurichten.

5

Altes Depot schließen (optional)

Du musst dein altes Depot nicht sofort kündigen. Wir empfehlen, es erst zu schließen, wenn alle Wertpapiere und Daten korrekt übertragen wurden. Bruchstücke im alten Depot werden in der Regel automatisch und kostenlos verkauft.

Tipp: Lade dir vor dem Übertrag alle Kaufabrechnungen aus dem Online-Banking deines alten Brokers herunter. Nach einer Kündigung hast du oft keinen Zugriff mehr auf das Postfach.

Was kostet ein Depotübertrag?

Kurze Antwort: Nichts. Der Bundesgerichtshof hat am 30. November 2004 (Az. XI ZR 200/03) entschieden, dass Banken keine Gebühren für den Depotübertrag erheben dürfen. Die Übertragung von Wertpapieren ist eine gesetzliche Pflicht der Bank, keine Sonderleistung.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn Wertpapiere im Ausland verwahrt werden und ein Lagerstellenwechsel nötig ist, können Kosten der ausländischen Verwahrstelle entstehen. Bei Wertpapieren, die innerhalb Deutschlands bei Clearstream liegen, ist der Übertrag grundsätzlich kostenlos.

Wie lange dauert ein Depotübertrag?

SzenarioTypische Dauer
Inländische Wertpapiere (Clearstream)1–2 Wochen
Verschiedene Lagerstellen2–3 Wochen
Ausländische Wertpapiere3–6 Wochen
BaFin-Vorgabe (Maximum)3 Wochen

Die Deutsche WertpapierService Bank (dwpbank) hat ausgewertet: Von 2,6 Millionen Depotüberträgen im Jahr 2021 dauerten nur 0,15 % länger als drei Wochen.

Aktuelle Warnung: Laut Branchenbeobachtern häufen sich Beschwerden über verzögerte Depotüberträge bei einigen Neobrokern – darunter monatelange Verzögerungen und fehlende Anschaffungsdaten (Stand: 2026). Wenn du einen Übertrag von oder zu einem Neobroker planst, rechne mit etwas mehr Geduld.

Depot übertragen: Broker im Vergleich

Diese Broker bieten kostenlose Depotführung und sind für einen Depotwechsel besonders interessant:

BrokerCapitalo ScoreOrderkostenETF-Sparpläne (kostenlos)Zinsen auf GuthabenWechselprämie
Scalable Capital95/1100,99 EUR2.7782,00 % (bis 100.000 EUR)25 EUR
Trade Republic90/1101,00 EUR2.5002,00 % (unbegrenzt)–
Traders Place90/110ab 0,95 EUR2.1321,75 %60 EUR
SMARTBROKER+88/1104,00 EUR1.6701,75 % (bis 100.000 EUR)–
ING86/1104,90 EUR + 0,25 %1.1980 %–
Consorsbank86/110ab 9,95 EUR1.5000 %–
Trading 21281/1100 EUR3.6002,50 %–
flatex79/1105,90 EUR1.8370 %500 EUR Guthaben

Stand: Februar 2026. Konditionen können sich ändern. Bewertung: Capitalo Score.

Einerseits locken Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital mit niedrigen Gebühren und Zinsen auf Guthaben. Andererseits bieten etablierte Direktbanken wie ING und Consorsbank oft stabilere Übertragungsprozesse. Wenn dir ein reibungsloser Depotübertrag wichtig ist, kann das ein entscheidendes Kriterium sein.

Hier findest du den vollständigen Depot Vergleich mit allen Anbietern.

Steuerliche Aspekte beim Depotübertrag

Die Einstandskurs-Falle

Der kritischste Punkt beim Depotübertrag ist die korrekte Übertragung deiner Einstandskurse (auch Anschaffungskosten). Diese bestimmen, wie viel Steuern du beim späteren Verkauf zahlst.

Die abgebende Bank ist verpflichtet, Einstandskurse und Kaufdaten über ein standardisiertes Format an den neuen Broker zu übermitteln. In der Praxis passieren dabei allerdings immer wieder Fehler – besonders bei Neobrokern, die 2025/2026 mit einer Welle von Übertragungen zu kämpfen hatten.

Was passiert bei fehlenden Einstandskursen? Nach § 43a Abs. 2 EStG nimmt die neue Bank pauschal 30 % des Verkaufserlöses als Anschaffungskosten an. Das bedeutet: Du zahlst auf 70 % des Verkaufspreises Steuern – deutlich mehr als nötig, wenn dein tatsächlicher Gewinn viel kleiner war.

Lösung: Reiche deine originalen Kaufabrechnungen beim neuen Broker ein. Falls du die Wertpapiere bereits verkauft hast, kannst du dir die zu viel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung zurückholen.

Freistellungsauftrag anpassen

Dein Freistellungsauftrag wird nicht automatisch übertragen. Du musst aktiv werden:

  1. Beim alten Broker: Freistellungsauftrag reduzieren oder löschen
  2. Beim neuen Broker: Neuen Freistellungsauftrag einrichten

Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 EUR pro Person (2.000 EUR bei Verheirateten). Ohne Freistellungsauftrag werden Kapitalerträge sofort mit 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag belastet.

Verlustverrechnungstöpfe übertragen

Bei einem Gesamtübertrag (alle Wertpapiere) kannst du deine Verlustverrechnungstöpfe mit übertragen lassen. Bei einem Teilübertrag bleiben sie beim alten Broker.

Es gibt zwei Töpfe: einen für Aktienverluste (nur mit Aktiengewinnen verrechenbar) und einen für sonstige Kapitalerträge (verrechenbar mit Dividenden, ETF-Gewinnen etc.). Gib beim Übertrag aktiv an, dass die Töpfe mit übertragen werden sollen.

Mehr zu steuerlichen Themen findest du in unserem Ratgeber Depot & Steuern.

Häufige Probleme beim Depotübertrag

Bruchstücke von ETFs und Aktien

Wenn du einen ETF-Sparplan besparst, sammelst du oft Bruchstücke an – zum Beispiel 12,73 Anteile statt genau 13. Die meisten Broker übertragen nur ganze Stücke. Die Bruchstücke werden beim alten Broker automatisch verkauft, und der Erlös wird dir gutgeschrieben.

Nicht übertragbare Wertpapiere

Manche Wertpapiere lassen sich nicht übertragen:

  • Derivate und Optionsscheine – viele Broker schließen diese von Überträgen aus
  • Ausländische Wertpapiere – ein Lagerstellenwechsel kann nötig und kostenpflichtig sein
  • Wertpapiere, die beim neuen Broker nicht handelbar sind

In diesen Fällen hast du drei Optionen: das Papier im alten Depot belassen, es verkaufen oder einen anderen neuen Broker suchen.

Kein Handel während des Übertrags

Während deine Wertpapiere „unterwegs“ sind, kannst du sie weder kaufen noch verkaufen. Das kann ein bis drei Wochen dauern. Daher gilt: Positionen, die du zeitnah verkaufen willst, übertrage nicht. Verkaufe sie vorher und transferiere das Geld separat.

Falls ETF-Sparpläne im alten Depot laufen, solltest du diese vor dem Übertrag stoppen. Andernfalls können Buchungen ins Leere laufen.

Depotwechsel-Prämien 2026

Einige Broker belohnen den Depotwechsel mit attraktiven Prämien:

BrokerPrämieBedingung
Scalable Capital25 EUR6 Trades à 150 EUR in 6 Monaten
flatex500 EUR OrderguthabenNeukunden (Aktionsangebot)
Traders Place60 EUR in ETF-AnteilenDepoteröffnung
justTRADE50 EURNeukundenaktion

Beachte: Prämien sind oft an Haltefristen und Mindestvolumen gebunden. Lies die Bedingungen genau durch, bevor du dich entscheidest.

Eine ausführliche Übersicht findest du in unserem Ratgeber Depotwechsel Prämien 2026.

Checkliste: Depot übertragen

Damit nichts schiefgeht, hier deine Checkliste:

  • Alle Kaufabrechnungen aus dem alten Depot herunterladen
  • Neues Depot beim gewünschten Broker eröffnen
  • Prüfen, ob alle Wertpapiere beim neuen Broker handelbar sind
  • Sparpläne im alten Depot stoppen
  • Übertragungsformular beim neuen Broker ausfüllen
  • Gesamt- oder Teilübertrag wählen (Verlustverrechnungstöpfe beachten)
  • Nach dem Übertrag: Einstandskurse prüfen
  • Freistellungsauftrag beim neuen Broker einrichten
  • Altes Depot erst schließen, wenn alles geprüft ist

FAQ: Depot übertragen

Ist ein Depotübertrag kostenlos?

Ja. Der BGH hat 2004 entschieden, dass Banken keine Gebühren für den Depotübertrag erheben dürfen (Az. XI ZR 200/03). Eine Ausnahme kann bei ausländischen Lagerstellen bestehen, wenn ein Lagerstellenwechsel erforderlich ist.

Wie lange dauert ein Depotübertrag?

Laut BaFin-Vorgabe maximal drei Wochen. In der Praxis dauern die meisten Überträge bei inländischen Wertpapieren ein bis zwei Wochen. Bei ausländischen Papieren oder komplexen Depotstrukturen kann es länger dauern.

Kann ich nur einzelne Wertpapiere übertragen?

Ja, ein Teilübertrag ist möglich. Du gibst im Formular an, welche Positionen (mit ISIN und Stückzahl) übertragen werden sollen. Beachte: Verlustverrechnungstöpfe werden nur bei einem Gesamtübertrag mit übertragen.

Was passiert mit Bruchstücken beim Depotübertrag?

Bruchstücke (zum Beispiel 0,73 ETF-Anteile) werden in der Regel nicht übertragen. Sie werden beim alten Broker automatisch verkauft, und der Erlös wird dir auf dein Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Werden Verlustverrechnungstöpfe beim Depotübertrag übertragen?

Nur bei einem Gesamtübertrag. Wenn du alle Wertpapiere überträgst und dies im Formular angibst, werden die Verlustverrechnungstöpfe ebenfalls zur neuen Bank übertragen. Bei einem Teilübertrag bleiben sie beim alten Broker.

Muss ich mein altes Depot kündigen?

Nein. Du kannst dein altes Depot auch nach dem Übertrag bestehen lassen – besonders sinnvoll, wenn dort keine Depotgebühren anfallen oder noch nicht übertragbare Wertpapiere liegen.

Kann ich während des Depotübertrags handeln?

Nein. Während die Wertpapiere übertragen werden, sind sie eingefroren und können nicht gehandelt werden. Übertrage daher keine Positionen, die du kurzfristig verkaufen möchtest.

Was tun bei falschen Einstandskursen nach dem Übertrag?

Kontaktiere den Kundenservice deines neuen Brokers und reiche deine originalen Kaufabrechnungen als Beleg ein. Falls du die Wertpapiere bereits verkauft hast, kannst du die zu viel gezahlte Steuer über deine Einkommensteuererklärung zurückfordern.

So bewerten wir Broker/Depot: Der Capitalo Score

Unsere Bewertungsmethodik

Warum wir anders bewerten

Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 110 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben. 

Unser Versprechen:

  • Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
  • Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
  • Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
  • Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben

Bewertungsskala (Schwellenwerte):

  • 99-110 Punkte: Hervorragend
  • 95-98 Punkte: Sehr gut
  • 77-94 Punkte: Gut
  • 55-76 Punkte: Befriedigend
  • 44-54 Punkte: Ausreichend
  • 22-43 Punkte: Mangelhaft
  • < 22 Punkte: Ungenügend

Bewertungskategorien

So setzt sich der Capitalo Score zusammen

Maximale Gesamtpunktzahl110 Punkte

Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.

7 Kategorien werden objektiv bewertet

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Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.