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Lexikon: RestschuldAktualisiert: 8. Mai 2026
Kurz & knapp: Die Restschuld ist die verbleibende Darlehenssumme nach einer Tilgungsphase. Bei einer Baufinanzierung mit 10-jähriger Sollzinsbindung ist sie der Betrag, den du anschließend neu finanzieren musst – und damit dein größtes Zinsänderungsrisiko. Je höher der Tilgungssatz, desto niedriger die Restschuld.

Was ist die Restschuld?

Die Restschuld bezeichnet den Teil deines Darlehens, der nach einer bestimmten Zeit noch offen ist. Bei einem Annuitätendarlehen – dem Standardmodell der Baufinanzierung – setzt sich deine monatliche Rate aus Zinsen und Tilgung zusammen. Mit jeder Rate sinkt die Restschuld; je weiter du tilgst, desto größer wird der Tilgungsanteil und desto kleiner der Zinsanteil.

Hierbei ist ein Punkt entscheidend: Nach Ablauf der Sollzinsbindung (üblicherweise 10–15 Jahre) ist die Restschuld nicht null. Sie muss neu finanziert werden – und genau dort liegt dein Kernrisiko.

Beispielrechnung: 350.000 € bei 3,75 % Sollzins

Wie stark der Tilgungssatz die Restschuld beeinflusst, zeigt diese Modellrechnung. Annahmen: 350.000 € Darlehen, 3,75 % Sollzins, 10 Jahre Zinsbindung:

TilgungssatzMonatsrateRestschuld nach 10 Jahren
1,0 %~1.385 €~307.600 €
2,0 %~1.677 €~265.200 €
3,0 %~1.969 €~222.800 €

Was die Tabelle zeigt: Eine Verdoppelung des Tilgungssatzes von 1 auf 2 % senkt deine Restschuld um über 42.000 €. Bei 3 % Tilgung sind es bereits 85.000 € weniger als bei 1 %. Das ist der Hebel, mit dem du dein Zinsänderungsrisiko aktiv steuerst.

Faustregel im Niedrigzins ist vorbei: Bei einem Sollzins ab 3 % gehört eine Anfangstilgung von mindestens 2 % zum guten Standard – darunter wird die Restschuld nach 10 Jahren gefährlich hoch. Wer es sich leisten kann, tilgt 3 % oder mehr.

Warum die Restschuld dein Kernrisiko ist

Stell dir vor, du hast 2026 mit 3,75 % abgeschlossen. Wenn 2036 die Zinsbindung ausläuft und der Marktzins inzwischen bei 5,5 % liegt, finanzierst du deine Restschuld zu deutlich teureren Konditionen. Bei einer Restschuld von 265.000 € (Tilgung 2 %) bedeutet das gegenüber dem ursprünglichen Zinssatz rund 4.600 € jährliche Mehrzinsen.

Daher gilt: Je niedriger deine Restschuld bei Ablauf der Zinsbindung, desto kleiner dein Zinsänderungsrisiko. Eine hohe Anfangstilgung ist deine wichtigste Versicherung gegen Zinssprünge.

Sondertilgung: Direkter Hebel auf die Restschuld

Sondertilgungen reduzieren die Restschuld direkt und sofort. Die meisten Baufinanzierungs-Verträge erlauben kostenlos 5 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr als Sondertilgung. Bei 350.000 € Darlehen sind das bis zu 17.500 € jährlich.

Ein Beispiel: Wenn du im siebten Jahr deiner Finanzierung eine Erbschaft von 30.000 € sondertilgst, sinkt deine Restschuld nach 10 Jahren um diese 30.000 € plus die ersparten Zinsen darauf. Über die nächsten 3 Jahre wären das bei 3,75 % zusätzlich rund 3.500 € weniger Zinsen.

Häufige Fragen

Wie erfahre ich meine aktuelle Restschuld? Im jährlichen Tilgungsplan deiner Bank oder in deinem Online-Banking. Auch jederzeit auf Anfrage.

Kann ich die Restschuld komplett ablösen? Während der Zinsbindung nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung. Nach Ablauf jederzeit zinsfrei – siehe § 489 BGB.

Was passiert mit der Restschuld am Ende? Du brauchst eine Anschlussfinanzierung – per Anschlussfinanzierung oder als Prolongation beim selben Anbieter.

Mehr zu den Mechanismen liest du im Capitalo-Glossar zu Tilgungssatz und Annuitätendarlehen. Wie du mit Sondertilgungen aktiv steuerst, zeigt der Ratgeber zur Sondertilgung.

Hinweis: Die Beispielrechnungen basieren auf vereinfachten Annahmen (konstante Zinsen, monatliche Annuität, keine Sondertilgungen) und dienen der Veranschaulichung. Reale Werte können je nach Vertragsdetails abweichen. Eine Baufinanzierung ist eine langfristige Verpflichtung – lass dich bei wesentlichen Entscheidungen individuell beraten.

Synonyme

Verbleibende Darlehenssumme
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