
Tagesgeld für die GmbH: Anbieter, Einlagensicherung und Steuer
Deine GmbH kann Liquidität auf Tagesgeld parken. Hier steht, welche Anbieter sie nehmen, was die Bank prüft und was nach Steuern vom Zins bleibt.
Tagesgeldkonto für die GmbH: das Wichtigste vorab
- 🏦 Kontoinhaber: Das Konto lautet auf die GmbH. 12 von 16 Firmentagesgeld-Angeboten nennen die GmbH ausdrücklich als Rechtsform, 11 davon auch die UG.
- ✅ Einlagensicherung: Die GmbH ist eigener Einleger und gesetzlich bis 100.000 EUR je Bank geschützt. 4 Angebote legen in Geldmarktfonds an und fallen nicht darunter.
- 💰 Steuer: Eine deutsche Bank behält auf die Zinsen 25 % Kapitalertragsteuer plus Soli ein. Die GmbH verrechnet das mit ihrer Körperschaftsteuer.
- ⚠️ Aktionszins: Er gilt bei den Angeboten mit Aktion 3 bis 5 Monate. Danach zahlen sie 0,10 bis 1,25 % p.a.
Ja, eine GmbH kann ein Tagesgeldkonto eröffnen, und Tagesgeld für die GmbH ist ein einfacher Weg, eine Liquiditätsreserve verzinst und täglich verfügbar zu halten. Kontoinhaber ist die GmbH selbst, nicht du als Geschäftsführer. Von den 16 Firmentagesgeld-Angeboten in unserem Vergleich führen 12 die GmbH ausdrücklich als zugelassene Rechtsform (Stand: 23.09.2026). Die gesetzliche Einlagensicherung schützt die GmbH bis 100.000 EUR je Bank. Auf die Zinsen zieht eine deutsche Bank Kapitalertragsteuer ab, die deine GmbH später mit der Körperschaftsteuer verrechnet.
Dieser Ratgeber beantwortet die Fragen, die nur eine GmbH hat. Wer eröffnet das Konto, was prüft die Bank, wie weit reicht der Schutz für Firmengeld, und wie wird der Zins besteuert? Den vollständigen Anbietervergleich findest du unter Firmentagesgeld vergleichen.
Kann eine GmbH ein Tagesgeldkonto haben?
Ja. Eine GmbH ist eine juristische Person und kann wie jede Privatperson Konten auf ihren eigenen Namen führen. Die Geschäftsführung eröffnet das Konto im Namen der Gesellschaft und legitimiert sich dabei als vertretungsberechtigte Person. Das Guthaben gehört der GmbH, die Zinsen sind Einnahmen der GmbH.
Daraus folgt eine klare Regel: Firmengeld gehört nicht auf dein privates Tagesgeldkonto, auch nicht „nur kurz“. Privat- und Gesellschaftsvermögen sind bei der GmbH getrennt. Wie du beides sauber auseinanderhältst, steht im Ratgeber Firmenkonto und Privatkonto trennen.
Für die UG (haftungsbeschränkt) gilt dasselbe, sie ist eine GmbH mit geringerem Stammkapital. Nicht jeder Anbieter führt sie aber. Beim ING Business Extra-Konto etwa steht in unseren Daten die GmbH, die UG nicht. Frag bei einer UG vor dem Antrag nach.
Was ist Firmentagesgeld?
Firmentagesgeld ist ein Tagesgeldkonto für Unternehmen: variabler Zins, keine feste Laufzeit, Zugriff auf das Geld an jedem Bankarbeitstag. Anders als beim privaten Tagesgeld nimmt nicht jede Bank jede Rechtsform. Manche Angebote setzen ein Geschäftskonto beim selben Anbieter voraus, einige legen das Geld gar nicht als Bankeinlage an, sondern in Geldmarktfonds. Beides steht im Kleingedruckten und hat Folgen für die Sicherheit.
Welche Anbieter GmbH und UG annehmen
Die Tabelle zeigt alle Firmentagesgeld-Angebote, bei denen die GmbH ausdrücklich als zugelassene Rechtsform hinterlegt ist, sortiert nach Capitalo Score (Stand: 23.09.2026).
| Produkt | Capitalo Score | Zins p.a. | Bedingung | Einlagensicherung | GmbH / UG |
|---|---|---|---|---|---|
| UnitPlus Business Tagesgeld | 90/125 | 2,83 % | dauerhaft variabel, ab 1.000 EUR, Geschäftstätigkeit ab 3 Monaten | keine, Geldmarktfonds (Sondervermögen) | ja / ja |
| Finom Zinskonto | 84/125 | 5,00 % | Aktionszins, Monat 1 bis 5, ab 100 EUR, danach 0,50 % | keine, Geldmarktfonds (Sondervermögen) | ja / ja |
| ING Business Extra-Konto | 82/125 | 3,75 % | Aktionszins, Monat 1 bis 4, bis 1.000.000 EUR, danach 1,00 % | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / nicht angegeben |
| Volkswagen Plus Konto Business | 80/125 | 2,00 % | dauerhaft variabel | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| FYRST Business Tagesgeld | 77/125 | 3,50 % | Aktionszins, Monat 1 bis 3, bis 100.000 EUR, danach 0,50 % | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| Vivid Business Zinskonto | 75/125 | 4,00 % | Aktionszins, Monat 1 bis 4, bis 1.000.000 EUR, danach 0,10 % | keine, Geldmarktfonds (Sondervermögen) | ja / ja |
| TIDE Firmentagesgeld | 74/125 | 4,50 % | Aktionszins, Monat 1 bis 4, bis 50.000 EUR, danach 1,25 % | 100.000 EUR (Niederlande) | ja / ja |
| ZinskontoBusiness | 71/125 | 1,00 % | dauerhaft variabel, bis 1.000.000 EUR | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| DKB Business Tagesgeld | 70/125 | 1,50 % | dauerhaft variabel, Konto bei der DKB nötig | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| TARGOBANK Business Tagesgeld | 65/125 | 2,00 % | Aktionszins, Monat 1 bis 4, danach 0,60 % | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| ProCredit Firmentagesgeld | 63/125 | 0,50 % | dauerhaft variabel | 100.000 EUR (Deutschland) | ja / ja |
| Holvi Renditezugang | 60/125 | 1,55 % | dauerhaft variabel, ab 20 EUR | keine, Geldmarktfonds (Sondervermögen) | ja / ja |
Drei Dinge fallen auf. Das UnitPlus Business Tagesgeld hat mit 90/125 Punkten den höchsten Capitalo Score, ist aber ein Geldmarktfonds-Produkt und keine Bankeinlage. Unter den klassischen Bankeinlagen liegt das ING Business Extra-Konto mit 82/125 Punkten vorn. Und der höchste Zins ohne Aktionsfrist bei einer Bankeinlage beträgt 2,00 % (Volkswagen Plus Konto Business). Die Aktionszinsen von 2,00 bis 5,00 % gelten nur für drei bis fünf Monate.
Für vier weitere Angebote (Postbank Business Tagesgeld, Dt. Skatbank Tagesgeld Business, GEFA TagesGeld Business, Tagesgeld Geschäftskunden der Triodos Bank) liegt uns keine Angabe zu den zugelassenen Rechtsformen vor. Das heißt nicht, dass sie keine GmbH nehmen. Frag dort vor dem Antrag nach.
Tagesgeldkonto für deine GmbH eröffnen: Unterlagen und Transparenzregister
Bei einer GmbH muss die Bank nicht nur die Person am Bildschirm prüfen, sondern die Gesellschaft und die Menschen dahinter. Das schreibt das Geldwäschegesetz (GwG) vor. Rechne mit diesen Unterlagen:
- Handelsregisterauszug oder Gründungsdokumente der GmbH. Die Bank kann das Register auch selbst einsehen (§ 12 Abs. 2 GwG).
- Ausweis der Geschäftsführung, die die GmbH bei der Eröffnung vertritt (§ 12 Abs. 1 GwG). Online-Anbieter prüfen ihn meist per Video- oder Post-Ident.
- Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten. Das ist jede natürliche Person, die mehr als 25 % der Anteile oder Stimmrechte hält oder die GmbH auf vergleichbare Weise kontrolliert. Findet sich niemand, gilt die Geschäftsführung als wirtschaftlich berechtigt (§ 3 Abs. 2 GwG).
- Nachweis der Eintragung im Transparenzregister oder ein Auszug daraus. Bei einem neuen Firmenkunden muss die Bank diesen Nachweis einholen (§ 12 Abs. 3 GwG). Fehlt der Eintrag, stockt die Eröffnung.
- Gesellschaftsvertrag und Gesellschafterliste, wenn die Bank die Beteiligungsverhältnisse nachvollziehen will.
Zwei Bedingungen der Anbieter kommen dazu. 6 der 12 Angebote aus der Tabelle setzen ein weiteres Konto beim selben Anbieter voraus. Wer dort noch keines hat, eröffnet zwei Konten statt einem. Und UnitPlus verlangt laut unseren Daten eine Geschäftstätigkeit von mindestens 3 Monaten, für eine frisch gegründete GmbH ist das Angebot also noch nicht offen. Den Ablauf einer Firmenkonto-Eröffnung Schritt für Schritt beschreibt der Ratgeber Geschäftskonto eröffnen. Ein passendes Referenzkonto findest du beim Geschäftskonto vergleichen.
Einlagensicherung für die GmbH
Die gesetzliche Einlagensicherung gilt auch für Kapitalgesellschaften. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) schützt ausdrücklich „Privatpersonen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften“. Ausgenommen sind unter anderem Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen und die öffentliche Hand.
Für deine GmbH bedeutet das:
- 100.000 EUR je Bank, einschließlich Zinsen. Die GmbH ist ein eigener Einleger, dein privates Guthaben bei derselben Bank zählt getrennt.
- Alle Konten der GmbH bei derselben Bank werden zusammengerechnet. Geschäftskonto und Tagesgeld bei einer Bank teilen sich die 100.000 EUR.
- Freiwillige Sicherung bei Privatbanken: Ist die Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands, sichert dieser Unternehmen über die 100.000 EUR hinaus. Die Grenze liegt seit 2025 bei 8,75 % der Eigenmittel der jeweiligen Bank, höchstens 30 Mio. EUR je Unternehmen, ab 2030 höchstens 10 Mio. EUR. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht.
- Laufzeit über 12 Monate: Unternehmenseinlagen mit längerer Laufzeit sichert der freiwillige Fonds seit 2023 nicht mehr. Für Tagesgeld spielt das keine Rolle, für langes Firmenfestgeld schon.
- Sparkassen und Volksbanken gehören nicht zur EdB, sondern haben eigene Sicherungssysteme.
Liegt mehr als 100.000 EUR auf der hohen Kante, verteile das Geld auf mehrere Banken oder prüfe, ob und bis zu welcher Grenze die Bank freiwillig gesichert ist. Die Details für alle Rechtsformen stehen im Ratgeber Einlagensicherung für Unternehmen.
Bankeinlage oder Geldmarktfonds: was im Vertrag steht
4 der 12 Angebote aus der Tabelle legen dein Geld nicht als Bankeinlage an, sondern in Geldmarktfonds: UnitPlus Business Tagesgeld, Finom Zinskonto, Vivid Business Zinskonto und Holvi Renditezugang. Ein Fondsanteil ist keine Einlage, die Einlagensicherung greift deshalb nicht. Geschützt ist das Geld auf andere Weise: Fondsvermögen ist Sondervermögen und wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt, es fällt bei deren Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse. Dafür gibt es bei Fondsanteilen keinen garantierten Betrag wie bei einer Einlage. Für den Geschäftsführer ist das kein Detail. Du solltest wissen, welche der beiden Anlageformen du für die GmbH unterschreibst.
Steuerliche Behandlung: Was die Bank einbehält und was die GmbH zahlt
Für Tagesgeldzinsen der GmbH gilt nicht die Abgeltungsteuer, wie du sie vom privaten Tagesgeld kennst. Die Zinsen sind Betriebseinnahmen und laufen in den Gewinn der GmbH. Trotzdem zieht die Bank zunächst Steuer ab.
Kapitalertragsteuer: Abzug an der Quelle, Anrechnung später
Auf Zinsen, die eine deutsche Bank oder die deutsche Zweigniederlassung einer Auslandsbank zahlt, behält sie 25 % Kapitalertragsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf ein (§ 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 EStG). Die Ausnahme für Kapitalgesellschaften in § 43 Abs. 2 Satz 3 EStG gilt für andere Ertragsarten, nicht für diese Zinsen.
Für die GmbH ist dieser Abzug keine endgültige Steuer, sondern eine Vorauszahlung. Sie gibt die Beträge laut Steuerbescheinigung der Bank in der Körperschaftsteuererklärung an. Das Finanzamt verrechnet sie mit der Körperschaftsteuer und erstattet, was zu viel war. Bis dahin fehlt das Geld aber in der Kasse, bei höheren Zinsbeträgen ein spürbarer Liquiditätseffekt.
Körperschaft- und Gewerbesteuer
Die eigentliche Steuer auf den Zins setzt sich so zusammen:
- Körperschaftsteuer: 15 % (§ 23 KStG, Veranlagungszeiträume bis 2027)
- Solidaritätszuschlag: 5,5 % der Körperschaftsteuer, zusammen also 15,825 %
- Gewerbesteuer: 3,5 % Messzahl mal Hebesatz deiner Gemeinde (§§ 11, 16 GewStG). Den Freibetrag von 24.500 EUR gibt es nur für natürliche Personen und Personengesellschaften, nicht für die GmbH.
Rechenbeispiel: 100.000 EUR zu 2,00 %
Deine GmbH legt 100.000 EUR ein Jahr lang zu 2,00 % p.a. an, dem höchsten Zins ohne Aktionsfrist bei einer Bankeinlage in der Tabelle. Hebesatz im Beispiel: 400 %. Vereinfacht, ohne Rundung und ohne sonstige Gewinne oder Verluste der GmbH:
- Zinsen brutto: 2.000,00 EUR
- Von der Bank einbehalten: 500,00 EUR Kapitalertragsteuer (25 %) plus 27,50 EUR Soli (5,5 % darauf)
- Körperschaftsteuer: 15 % von 2.000 EUR = 300,00 EUR
- Soli auf die Körperschaftsteuer: 5,5 % von 300 EUR = 16,50 EUR
- Gewerbesteuer: 3,5 % × 400 % = 14 % von 2.000 EUR = 280,00 EUR
- Steuerlast der GmbH gesamt: 596,50 EUR
- Zinsen nach Steuern: 1.403,50 EUR
Die 500,00 EUR Kapitalertragsteuer werden auf die Körperschaftsteuer angerechnet. Sie sind höher als die 300,00 EUR Körperschaftsteuer auf den Zins. Den Überhang verrechnet das Finanzamt mit der übrigen Steuer der GmbH oder erstattet ihn. Wie das in deinem Fall aussieht, klärt deine Steuerberatung.
Was sich 2027 und 2028 ändert
- Gewerbesteuer: Der Mindesthebesatz steigt ab dem Erhebungszeitraum 2027 von 200 % auf 280 %. Für GmbHs in Gemeinden mit sehr niedrigem Hebesatz wird der Zins damit teurer.
- Körperschaftsteuer: Sie sinkt ab 2028 um einen Prozentpunkt pro Jahr, von 15 % auf 14 % im Jahr 2028 bis auf 10 % ab 2032.
Firmengeld anlegen: Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds
Die Frage „wohin mit dem Firmengeld“ hat selten eine einzige Antwort. Sinnvoll ist eine Aufteilung nach dem Zeitpunkt, zu dem die GmbH das Geld braucht:
- Tagesgeld für die Reserve, die jederzeit verfügbar sein muss: Steuervorauszahlungen, Gehälter, unerwartete Rechnungen.
- Festgeld für Beträge, die du planbar sechs oder zwölf Monate nicht brauchst. Liegen bei einer Privatbank mehr als 100.000 EUR, bleib bei höchstens 12 Monaten Laufzeit, sonst entfällt die freiwillige Sicherung. Mehr dazu im Ratgeber Firmenfestgeld.
- Geldmarktfonds für größere Beträge, bei denen die Grenze der Einlagensicherung stört. Dafür ist es keine Einlage, und die Erträge folgen anderen steuerlichen Regeln als Bankzinsen. Sprich das vorher mit deiner Steuerberatung ab.
Die Frage „Tagesgeld oder Fonds“ ist ein Ausschnitt aus einer größeren: wie ein Unternehmen seine Liquidität insgesamt zwischen Geschäftskonto, Zinsanlage und Geldmarktprodukten verteilt. Wer das breiter aufrollen will, findet bei tagesgeldvergleich.net einen weiterführenden Überblick über Cash-Management-Lösungen für Unternehmen, der Business-Tagesgeld und Geldmarktfonds-Lösungen gegenüberstellt.
Fazit: Tagesgeld für die GmbH lohnt sich mit Plan
Tagesgeld für die GmbH ist unkompliziert, wenn du drei Dinge vorher klärst. Führt der Anbieter deine Rechtsform? Ist das Angebot eine Bankeinlage oder ein Geldmarktfonds? Und wie viel Geld liegt je Bank unter der Einlagensicherung von 100.000 EUR? Rechne beim Zins mit dem Wert nach der Aktionsphase und mit der Steuer, die davon abgeht. Im Beispiel oben bleiben von 2,00 % Zins nach Körperschaft-, Gewerbesteuer und Soli rund 1,40 %.
Die aktuellen Zinsen aller Angebote siehst du im Vergleich: Firmentagesgeld vergleichen.
Quellen
- Einkommensteuergesetz, § 43 (Kapitalerträge mit Steuerabzug), gesetze-im-internet.de, abgerufen am 23.09.2026
- Körperschaftsteuergesetz, § 23 (Steuersatz), gesetze-im-internet.de, abgerufen am 23.09.2026
- Gewerbesteuergesetz, §§ 11, 16 und 36 Abs. 5b, gesetze-im-internet.de und BGBl. 2026 I Nr. 197, abgerufen am 23.09.2026
- Geldwäschegesetz, §§ 3 und 12, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 23.09.2026
- Entschädigungseinrichtung deutscher Banken: Fragen und Antworten, abgerufen am 23.09.2026
- Bundesverband deutscher Banken: Statut des Einlagensicherungsfonds und Reform des Einlagensicherungsfonds (21.11.2024), abgerufen am 23.09.2026
- Deutsche Bundesbank: Einlagensicherung, abgerufen am 23.09.2026
Häufige Fragen zum Tagesgeld für GmbHs
Kann eine GmbH ein Tagesgeldkonto haben?
Ja. Die GmbH ist Kontoinhaberin, die Geschäftsführung eröffnet das Konto in ihrem Namen. Von 16 Firmentagesgeld-Angeboten in unserem Vergleich nennen 12 die GmbH ausdrücklich als zugelassene Rechtsform, bei 4 fehlt die Angabe (Stand: 23.09.2026). Für die Eröffnung brauchst du den Handelsregisterauszug, deinen Ausweis und einen Nachweis der Eintragung im Transparenzregister.
Welche Bank ist die beste für eine GmbH?
Das hängt davon ab, was du suchst. Den höchsten Capitalo Score unter den Angeboten für GmbHs hat UnitPlus Business Tagesgeld mit 90/125 Punkten, ein Geldmarktfonds-Produkt ohne Einlagensicherung. Unter den Bankeinlagen liegt das ING Business Extra-Konto mit 82/125 Punkten vorn. Den höchsten Zins ohne Aktionsfrist bei einer Bankeinlage zahlt das Volkswagen Plus Konto Business mit 2,00 % (Stand: 23.09.2026).
Welche Bank bietet aktuell 4 % Zinsen auf Tagesgeld für die GmbH?
Drei Angebote für GmbHs liegen bei 4 % oder darüber, alle nur befristet (Stand: 24.09.2026). Das Finom Zinskonto zahlt 5,00 % für 5 Monate. Das TIDE Firmentagesgeld zahlt 4,50 % für 4 Monate bis 50.000 EUR. Das Vivid Business Zinskonto zahlt 4,00 % für 4 Monate bis 1.000.000 EUR. Nach der Aktion zahlt das Finom Zinskonto 0,50 %, das TIDE Firmentagesgeld 1,25 % und das Vivid Business Zinskonto 0,10 %. Finom und Vivid legen in Geldmarktfonds an.
Was ist ein betriebliches Tagesgeldkonto?
Ein betriebliches Tagesgeldkonto ist ein Tagesgeldkonto, das auf ein Unternehmen lautet und Betriebsvermögen verwahrt. Die Zinsen sind Betriebseinnahmen und laufen in den Gewinn des Unternehmens, nicht in die private Steuererklärung. Bei einer GmbH ist jedes Konto der Gesellschaft betrieblich.
Zieht die Bank bei der GmbH Steuern von den Zinsen ab?
Ja. Eine deutsche Bank behält auf Tagesgeldzinsen der GmbH 25 % Kapitalertragsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf ein. Das ist eine Vorauszahlung: Die GmbH verrechnet den Betrag über ihre Körperschaftsteuererklärung und bekommt zu viel Gezahltes erstattet. Endgültig versteuert werden die Zinsen mit Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer.
Kann ich mehrere Tagesgeldkonten für meine GmbH eröffnen?
Ja, du kannst Tagesgeldkonten bei mehreren Banken eröffnen. Das ist sogar empfehlenswert, wenn dein Anlagebetrag 100.000 EUR übersteigt - denn die gesetzliche Einlagensicherung greift pro Bank. Durch die Verteilung auf mehrere Institute maximierst du deinen Einlagenschutz.

Geprüft und freigegeben von
Alexander Senger
Gründer & Geschäftsführer
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
Erfahrung
15+ Jahre Finanzbranche
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Diplom-Finanzfachwirt (FH)
Registrierung
§34c & §34d GewO
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