Kredit in der Elternzeit: Konditionen im Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Kredit in der Elternzeit ist möglich, aber erfordert gute Vorbereitung
- Elterngeld wird von Banken oft nur teilweise als Einkommen anerkannt
- Das Einkommen des Partners ist häufig der entscheidende Faktor
- Ein Rückkehrplan in den Job erhöht die Bewilligungschancen deutlich
- Einige Direktbanken sind in der Elternzeit aufgeschlossener als Filialbanken
In der Elternzeit stehen viele Familien vor finanziellen Engpässen. Ein Kredit kann helfen – wenn du weißt, wie du die Bank überzeugen kannst. Wir erklären, was möglich ist und wie du deine Chancen maximierst.
Die Geburt eines Kindes ist wunderschön – und teuer. Kinderwagen, Erstausstattung, vielleicht auch ein Umzug in eine größere Wohnung: In der Elternzeit fallen oft unerwartete Kosten an, während gleichzeitig das Haushaltseinkommen durch das reduzierte Elterngeld sinkt. Viele Eltern fragen sich: Bekomme ich in dieser Situation überhaupt einen Kredit?
Die Antwort lautet: Ja, aber es braucht Vorbereitung. Banken schauen sich sehr genau an, ob du den Kredit zurückzahlen kannst. Das Elterngeld selbst reicht meist nicht aus – aber kombiniert mit dem Einkommen deines Partners und dem Nachweis, dass du nach der Elternzeit wieder arbeiten wirst, sieht die Lage deutlich besser aus.
Besonders hilfreich ist es, wenn du deinen Arbeitsvertrag und eine Bestätigung deines Arbeitgebers vorlegen kannst, dass dein Arbeitsplatz gesichert ist. Damit signalisierst du der Bank: Meine Einkommenssituation verbessert sich bald wieder. Das ist ein starkes Argument.
Die besten Kredit-Anbieter für die Elternzeit im Vergleich
| Anbieter | Capitalo Score | Eff. Jahreszins | Monatsrate (24 Mon.) | Eignung in der Elternzeit |
|---|---|---|---|---|
| DKB Privatkredit | 87/100 | 6,29–6,79% | ab ca. 45 Euro/1.000 Euro | Gut – prüft Familieneinkommen |
| SWK Direkt-Kredit | 75/100 | 4,99–12,99% | ab ca. 44 Euro/1.000 Euro | Gut – flexible Prüfung |
| SKG RatenKredit | 78/100 | 5,59–11,79% | ab ca. 44 Euro/1.000 Euro | Mittel – Elterngeld bedingt anerkannt |
| Skatbank-Familienkredit | 78/100 | 3,87–5,33% | ab ca. 43 Euro/1.000 Euro | Gut – familienfreundlich |
| Commerzbank Ratenkredit | 76/100 | 2,99–6,39% | ab ca. 43 Euro/1.000 Euro | Eingeschränkt – stabiles Einkommen bevorzugt |
Alle Zinssätze bonitätsabhängig. Stand: April 2026
Voraussetzungen für einen Kredit in der Elternzeit
- Nachweis des Elterngeldes (Elterngeld-Bescheid)
- Einkommensnachweis des Partners (wenn vorhanden)
- Arbeitsvertrag und Bestätigung der Rückkehr nach der Elternzeit
- Positive SCHUFA-Auskunft
- Deutsches Girokonto und Hauptwohnsitz in Deutschland
Checkliste: Diese Unterlagen brauchst du
- Elterngeld-Bescheid (aktuell)
- Letzten 3 Gehaltsabrechnungen vor der Elternzeit
- Aktueller Arbeitsvertrag
- Bestätigung des Arbeitgebers über Wiederaufnahme der Arbeit
- Kontoauszüge der letzten 3 Monate
- Einkommensnachweise des Partners
- Personalausweis
Tipps: So erhöhst du deine Bewilligungschancen
- Partner einbinden: Als gemeinsamer Kreditnehmer zählt das volle Partnergehalt – das ist der Gamechanger.
- Rückkehrplan dokumentieren: Hole dir eine schriftliche Bestätigung von deinem Arbeitgeber.
- Nicht zu viel beantragen: Höhere Chancen mit kleineren Kreditsummen, die du auch mit Elterngeld tragen kannst.
- Direktbanken bevorzugen: Direktbanken wie DKB haben oft flexiblere Prüfprozesse als Filialbanken.
- Smava-Vergleich: Nutze Smava, um mehrere Angebote gleichzeitig zu vergleichen und die besten Konditionen zu finden.
Kredit in der Elternzeit beantragen: So geht’s
- Unterlagen sammeln: Elterngeld-Bescheid, Arbeitsvertrag, Kontoauszüge
- Angebote vergleichen: capitalo.de/kredit/vergleich oder Smava nutzen
- Mitantragsteller klären: Partner als zweiten Kreditnehmer einbeziehen?
- Antrag online stellen: Vollständig digital, meist in 15 Minuten
- Auszahlung erhalten: Bei positiver Prüfung oft innerhalb von 2–3 Werktagen
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Häufige Fragen zum Kredit in der Elternzeit
Zählt Elterngeld als Einkommen bei der Kreditvergabe?
Elterngeld wird von den meisten Banken als Einkommen anerkannt, jedoch häufig nur teilweise oder gar nicht. Da es sich um eine befürchtete Untergrenze (Mindest-Elterngeld 300 Euro) und ein temporäres Einkommen handelt, bewerten viele Banken es konservativ. Einige Banken akzeptieren es zusammen mit dem Einkommen des Partners als ausreichende Grundlage.
Ist es möglich, in der Elternzeit einen Kredit zu bekommen?
Ja, es ist möglich, auch in der Elternzeit einen Kredit zu erhalten - allerdings ist die Genehmigung schwieriger als bei einem regulären Arbeitsverhältnis. Entscheidend ist, dass du ein Familieneinkommen nachweisen kannst, zum Beispiel durch das Einkommen deines Partners. Auch ein Nachweis, dass du nach der Elternzeit in deinen Job zurückgehen wirst, verbessert deine Chancen deutlich.
Welche Banken vergeben Kredite trotz Elterngeld?
Einige Direktbanken wie die DKB sowie Anbieter wie SWK Bank sind bekannt dafür, Kreditanträge auch in der Elternzeit zu prüfen. Es lohnt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen - am besten über einen unabhängigen Vergleich wie Smava, da die Kriterien je Bank stark variieren.
Hilft ein Mitantragsteller beim Kredit in der Elternzeit?
Ja, ein Mitantragsteller - zum Beispiel dein Partner - kann deine Chancen erheblich verbessern. Wenn dein Partner ein reguläres Einkommen hat, können Banken das Familieneinkommen gemeinsam bewerten. Das reduziert das Risiko für die Bank und führt oft zu besseren Konditionen.
Was passiert mit dem Kredit, wenn ich länger in Elternzeit bleibe?
Wenn du länger in Elternzeit bleibst als ursprünglich geplant, solltest du dies deiner Bank frühzeitig mitteilen. Viele Banken bieten in solchen Fällen eine Ratenstundung oder Anpassung der Raten an. Wichtig ist, nicht einfach aufzuhören zu zahlen - spreche offen mit deiner Bank, um Lösungen zu finden.