
Bank of Scotland erhöht Festgeldzinsen: Neue Konditionen ab sofort gültig
Die Bank of Scotland hat ihre Festgeldzinsen nach oben angepasst. Für alle gängigen Laufzeiten von 3 bis 12 Monaten steigen die Zinssätze um jeweils 0,2 Prozentpunkte — und das bei einem EZB-Leitzins, der seit Juni 2025 bei 2,15 % verharrt. Die neuen Konditionen gelten ab sofort.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Alle Laufzeiten angehoben: 3, 6, 9 und 12 Monate erhöhen sich um jeweils 0,2 Prozentpunkte
- Höchstzins: 2,70 % p.a. für 12 Monate (Stand: Juni 2026)
- Mindestanlage: 100 EUR
- Höchstanlage: 500.000 EUR
- Voraussetzung: Bank of Scotland Tagesgeldkonto als Referenzkonto erforderlich
- Einlagensicherung: Britische Financial Services Compensation Scheme (FSCS), bis 85.000 GBP
Neue Konditionen im Vergleich zu den alten Sätzen
| Laufzeit | Zins bisher | Zins neu | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 2,10 % p.a. | 2,30 % p.a. | +0,20 PP |
| 6 Monate | 2,30 % p.a. | 2,50 % p.a. | +0,20 PP |
| 9 Monate | 2,40 % p.a. | 2,60 % p.a. | +0,20 PP |
| 12 Monate | 2,50 % p.a. | 2,70 % p.a. | +0,20 PP |
Quelle: Konditionsmitteilung Bank of Scotland, Stand: Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung im deutschen Festgeldmarkt
Die Zinserhöhung kommt trotz eines unveränderten EZB-Leitzinses von 2,15 % (Stand: Juni 2026). Dass eine Bank die Konditionen in diesem Umfeld aktiv anhebt, ist kein Selbstläufer — und damit ein positives Signal für Sparer, die auf Planbarkeit setzen.
Im Capitalo-Vergleich zeigt sich: Das 12-Monats-Angebot der Bank of Scotland bei 2,70 % p.a. liegt im soliden Mittelfeld des deutschen Markts. Wer über Plattformen wie Raisin auch europäische Banken einbezieht, findet für 12 Monate Spitzenangebote bis rund 3,05 % p.a. (beispielsweise von der Signet Bank). Für Festgeld-Anleger, die Wert auf eine direkte Bankbeziehung ohne Vermittlerplattform legen, ist das Angebot der Bank of Scotland hingegen konkurrenzfähig.
Allerdings ist die Einlagensicherung ein Punkt, den du kennen solltest: Die Bank of Scotland ist eine britische Bank (Tochter der Lloyds Banking Group) und sichert Einlagen über das britische FSCS bis 85.000 GBP — nicht über die deutsche Einlagensicherung. Nach dem Brexit gilt für Neukunden das britische Sicherungssystem. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber eine Information, die zur Entscheidung gehört.
Für wen lohnt sich das Angebot?
Das Festgeld der Bank of Scotland passt zu dir, wenn:
- Du kurze bis mittlere Laufzeiten (3–12 Monate) bevorzugst und planbare Zinsen möchtest
- Du keine Plattform wie Raisin nutzen, sondern direkt eine Bankbeziehung eingehen willst
- Du bereits ein Bank of Scotland Tagesgeldkonto hast oder bereit bist, eines zu eröffnen
- Dir ein Zinssatz über dem EZB-Einlagesatz (2,00 %) ohne großes Risiko wichtig ist
Weniger geeignet ist das Angebot, wenn du ausschließlich auf Banken mit deutscher Einlagensicherung setzen möchtest — hier gibt es ebenfalls wettbewerbsfähige Alternativen im deutschen Markt.
Fazit
Die Zinserhöhung der Bank of Scotland ist ein solides Angebot für Festgeld-Sparer in Deutschland, die auf direkte Bankbeziehungen setzen. Mit 2,70 % p.a. für 12 Monate liegt das Bank of Scotland Festgeld im oberen Bereich direkt zugänglicher Angebote — ohne Notwendigkeit, einen Zinsmarktplatz zu nutzen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Anbieter im deutschen Markt nachziehen, solange der EZB-Leitzins stabil bleibt.
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Stand: Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.