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Depotübertrag: So wechselst du dein Depot in 5 Schritten
Brokerage

Depotübertrag: So wechselst du dein Depot in 5 Schritten

Ein Depotübertrag ist kostenlos, dauert 1–3 Wochen und lässt sich in wenigen Schritten erledigen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Alexander SengerAlexander Senger
Aktualisiert: 29. März 2026
|
8 Min.

Was du über den Depotübertrag wissen musst

  • 💰 Kostenlos: Banken dürfen laut BGH-Urteil keine Gebühren für den Depotübertrag erheben
  • ⏱️ Dauer: 1–3 Wochen bei inländischen Wertpapieren (laut BaFin-Vorgabe: max. 3 Wochen)
  • 📋 Einfach: Neues Depot eröffnen, Übertragungsformular ausfüllen – der neue Broker erledigt den Rest
  • ⚠️ Steuer-Tipp: Verlustverrechnungstopf wird nur bei vollständigem Übertrag mitgenommen

Du zahlst zu hohe Depotgebühren oder findest bei deinem aktuellen Broker nicht die ETFs, die du besparen willst? Dann wird es Zeit für einen Depotwechsel. Die gute Nachricht: Ein Depotübertrag ist einfacher, als die meisten denken – und dank eines BGH-Urteils aus dem Jahr 2004 auch komplett kostenlos.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Depot überträgst, wie lange der Wechsel dauert und welche steuerlichen Aspekte du kennen solltest.

Wann lohnt sich ein Depotübertrag?

Nicht jeder Broker passt dauerhaft zu deinen Bedürfnissen. Ein Depotwechsel lohnt sich besonders in diesen Situationen:

  • Zu hohe Gebühren: Dein aktueller Broker verlangt Depotführungsgebühren oder hohe Orderkosten. Bei vielen Neobrokern entfallen diese komplett.
  • Besseres ETF-Sparplan-Angebot: Du willst einen bestimmten ETF besparen, den dein Broker nicht anbietet.
  • Günstigere Orderkonditionen: Du handelst regelmäßig und zahlst pro Order deutlich mehr als nötig.
  • Schlechter Service: Du erreichst den Kundenservice kaum oder die App ist veraltet.
  • Wechselprämie: Manche Broker bieten attraktive Depotwechsel-Prämien an.

Grundsätzlich gilt: Wenn du bei den Depotkosten sparen kannst, ohne auf wichtige Features zu verzichten, ist ein Wechsel fast immer sinnvoll.

Depotübertrag in 5 Schritten – so geht's

Der eigentliche Prozess ist unkompliziert. Du musst dich vor allem um eines kümmern: das neue Depot eröffnen. Den Rest übernimmt in der Regel dein neuer Broker.

1

Neues Depot eröffnen

Wähle zuerst deinen neuen Broker aus. Vergleiche Gebühren, ETF-Angebot und Handelsplätze. Im Depot Vergleich findest du die besten Anbieter auf einen Blick. Die Depoteröffnung dauert bei den meisten Brokern nur wenige Minuten per Video-Ident.

2

Übertragungsformular ausfüllen

Nach der Depoteröffnung findest du beim neuen Broker ein Formular für den Depotübertrag. Dort gibst du die Daten deines alten Depots an – Depotnummer, BIC der alten Bank und welche Wertpapiere übertragen werden sollen.

3

Gesamtübertrag oder Teilübertrag wählen

Du kannst entweder alle Wertpapiere auf einmal übertragen oder nur einzelne Positionen. Wichtig: Den Verlustverrechnungstopf kannst du nur bei einem Gesamtübertrag mitnehmen.

4

Warten – der neue Broker kümmert sich

Dein neuer Broker kontaktiert die alte Bank und veranlasst den Übertrag. Du musst nichts weiter tun. Bei inländischen Wertpapieren dauert das in der Regel 1–3 Wochen.

5

Altes Depot kündigen (optional)

Sobald alle Wertpapiere übertragen sind, kannst du dein altes Depot schließen. Prüfe vorher, ob noch Bruchstücke oder ein Restguthaben vorhanden sind.

Tipp: Viele Broker bieten einen digitalen Depotwechselservice an. Dabei gibst du einfach deine alte Depotnummer ein und der Broker erledigt alles Weitere – inklusive Kündigung des alten Depots, wenn du das möchtest.

Was kostet ein Depotübertrag?

Kurze Antwort: Nichts. Dein Depotübertrag ist kostenlos.

Der Bundesgerichtshof hat 2004 in einem Grundsatzurteil (Az. XI ZR 200/03) entschieden, dass Banken für den Depotübertrag keine Gebühren verlangen dürfen. Die Begründung: Die abgebende Bank kommt bei der Übertragung lediglich ihrer gesetzlichen Pflicht zur Herausgabe der Wertpapiere nach. Das ist keine eigene Leistung, für die sie Geld verlangen könnte.

Gut zu wissen: Auch die aufnehmende Bank darf keine Gebühren für die Einlieferung erheben. Der gesamte Übertragungsprozess – egal ob Gesamt- oder Teilübertrag – ist für dich als Anleger kostenlos.

Eine Ausnahme gibt es: Bei Wertpapieren, die im Ausland verwahrt werden, können Fremdspesen der ausländischen Lagerstelle anfallen. Das betrifft vor allem exotische Einzelaktien, die nicht über die deutsche Clearstream abgewickelt werden. Bei gängigen ETFs und deutschen Aktien entstehen keine Zusatzkosten.

Wie lange dauert ein Depotübertrag?

Die BaFin hat klare Vorgaben gemacht: Ein Depotübertrag soll innerhalb von maximal drei Wochen abgeschlossen sein (laut BaFin-Vorgabe). Ist das nicht möglich, muss die abgebende Bank dich über den Grund der Verzögerung informieren.

In der Praxis sieht die Dauer so aus:

Szenario Typische Dauer
Inländische Wertpapiere (ETFs, deutsche Aktien) 1–2 Wochen
Gemischtes Depot (inländisch + ausländisch) 2–4 Wochen
Ausländische Wertpapiere (Nebenwerte, exotische Börsen) 4–8 Wochen
Bruchstücke Werden nicht übertragen – Verkauf nötig

Achtung: Während des Depotübertrags kannst du die betroffenen Wertpapiere nicht handeln. Plane den Übertrag daher in einer ruhigen Marktphase oder wenn du nicht kurzfristig verkaufen möchtest.

Was tun bei Verzögerung? Wenn nach drei Wochen noch nichts passiert ist, frage bei beiden Banken nach – der abgebenden und der empfangenden. Häufige Gründe für Verzögerungen sind fehlende Daten im Formular, ausländische Lagerstellen oder technische Probleme bei der Abstimmung zwischen den Verwahrstellen.

Depotübertrag und Steuern – das musst du beachten

Beim Thema Steuern kommt es darauf an, an wen du überträgst:

Übertrag auf eigenes Depot (gleicher Inhaber)

Das ist der Normalfall beim Depotwechsel. Steuerlich passiert hier gar nichts:

  • Kein Verkauf, keine Abgeltungssteuer
  • Alle Anschaffungsdaten (Kaufdatum und Kaufkurs) werden steuerneutral an den neuen Broker übermittelt
  • Dein neuer Broker kann damit korrekt rechnen, wenn du die Wertpapiere später verkaufst

Verlustverrechnungstopf

Hier gibt es einen wichtigen Unterschied:

  • Gesamtübertrag: Dein Verlustverrechnungstopf wird zusammen mit allen Wertpapieren an den neuen Broker übertragen
  • Teilübertrag: Der Verlustverrechnungstopf bleibt beim alten Broker und wird nicht mitübertragen

Wenn du angesammelte Verluste zur Verrechnung mitnehmen willst, musst du also das komplette Depot übertragen.

Freistellungsauftrag

Dein Freistellungsauftrag wird beim Depotwechsel nicht automatisch übernommen. Du musst beim neuen Broker einen neuen Freistellungsauftrag einrichten. Denke daran, den alten Freistellungsauftrag zu löschen oder anzupassen, damit du den Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (2.000 EUR bei Verheirateten, Stand: 2026) nicht doppelt vergibst.

Übertrag auf eine andere Person

Überträgst du Wertpapiere auf eine andere Person, kommt es auf die Deklaration an: Teilst du deiner Bank mit, dass es sich um eine Schenkung handelt, ist der Übertrag steuerneutral – es fällt keine Abgeltungssteuer an. Allerdings können Schenkungssteuer-Freibeträge relevant sein. Ohne diese Mitteilung behandelt die Bank den Übertrag automatisch als Verkauf, und es wird Abgeltungssteuer auf den Kursgewinn abgeführt. Für Details empfehlen wir unseren Ratgeber zu Depot und Steuern.

Typische Fallstricke beim Depotübertrag

Damit dein Depotwechsel reibungslos läuft, solltest du diese Punkte im Blick haben:

  • Keine Handlungsfähigkeit: Während der Übertragung kannst du die betroffenen Positionen weder kaufen noch verkaufen. Zeitkritische Positionen vorher separat regeln.
  • Bruchstücke: Anteile kleiner als ein ganzes Stück (z. B. 0,7 ETF-Anteile aus einem Sparplan) können nicht übertragen werden. Verkaufe sie vor dem Übertrag beim alten Broker.
  • Sparpläne: Bestehende Sparpläne werden beim alten Broker gestoppt, aber nicht automatisch beim neuen eingerichtet. Richte sie manuell neu ein.
  • Verlustverrechnungstopf: Wird nur beim Gesamtübertrag mitgenommen – bei einem Teilübertrag bleibt er zurück.
  • Freistellungsauftrag: Muss beim neuen Broker separat eingerichtet werden. Vergisst du das, werden Erträge zunächst voll besteuert (Rückholung über die Steuererklärung möglich).
Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

Mehr erfahren

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Inhaltsverzeichnis

  • Was du über den Depotübertrag wissen musst
  • Wann lohnt sich ein Depotübertrag?
  • Depotübertrag in 5 Schritten – so geht's
  • Was kostet ein Depotübertrag?
  • Wie lange dauert ein Depotübertrag?
  • Depotübertrag und Steuern – das musst du beachten
  • Typische Fallstricke beim Depotübertrag

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