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Krypto-Steuersoftware im Vergleich: Blockpit, CoinTracking, Koinly & Divly

Krypto-Steuersoftware im Vergleich: Blockpit, CoinTracking, Koinly & Divly

Blockpit, CoinTracking, Koinly und Divly kosten ab 39 EUR pro Jahr, und oft reicht schon der Steuerreport deiner Börse. Wir vergleichen Kosten, Limits und Reports und zeigen dir, wann du kein Tool brauchst.

Alexander SengerAlexander Senger
15. Juli 2026
Aktualisiert: 13. Oktober 2026
11 Min.

Was du über Krypto-Steuersoftware wissen musst

Blockpit, CoinTracking, Koinly und Divly kosten ab 39 EUR pro Jahr, und oft reicht schon der Steuerreport deiner Börse. Wir vergleichen Kosten, Limits und Reports und zeigen dir, wann du kein Tool brauchst.

  • 💰 Günstigster Einstieg: CoinTracking Starter für 39 EUR pro Jahr (bis 200 Transaktionen). Divly kostet ebenfalls 39 EUR pro Steuerjahr, deckt aber nur bis zu 100 Transaktionen ab
  • 🏆 DACH-Spezialist: Blockpit aus Linz mit Steuerreport ab 49 EUR pro Steuerjahr, Portfolio-Tracking kostenlos
  • ✅ Oft reicht die Börse: Anbieter wie Bitpanda oder Trade Republic liefern fertige Steuerreports als PDF. Bei einer Börse und wenigen Trades brauchst du kein Extra-Tool
  • 🇸🇪 Neu im Vergleich: Divly aus Stockholm mit Deutschland-Report ab 39 EUR pro Steuerjahr (bis 100 Transaktionen), einmalige Zahlung ohne Abo
  • ⚠️ Neue Transparenz: Seit Januar 2026 erfassen Krypto-Anbieter deine Transaktionen für die Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern (DAC8). Lückenlose Doku ist Pflicht, nicht Kür

Deine Krypto-Steuererklärung für mehrere Börsen und Wallets von Hand zusammenzurechnen, ist ungefähr so unterhaltsam, wie es klingt. Jede Transaktion braucht Datum, Menge, EUR-Wert und die richtige Verwendungsreihenfolge (FIFO). Genau diese Fleißarbeit übernimmt Krypto-Steuersoftware: Sie liest deine Transaktionen per Schnittstelle oder CSV-Datei ein, berechnet Gewinne nach deutscher Steuerlogik und spuckt einen Report aus, den du in die Anlage SO überträgst.

In diesem Vergleich schauen wir uns die vier wichtigsten Tools für deutsche Anleger an: Blockpit, CoinTracking Koinly und Divly, plus die Budget-Alternative wundertax. Und wir beantworten die Frage, die dir kaum ein Vergleich stellt: Brauchst du überhaupt eine Steuersoftware?

Warum 2026 kaum noch jemand ohne auskommt

Drei Entwicklungen haben Krypto-Steuersoftware von „nice to have" zu „mach das besser sauber" verschoben.

DAC8-Meldepflicht: Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz (KStTG). Krypto-Anbieter melden aggregierte Daten zu deinen Käufen, Verkäufen, Tauschgeschäften und Übertragungen an das Bundeszentralamt für Steuern. Die erste Meldung für 2026 erfolgt bis zum 31. Juli 2027. Dein Finanzamt weiß also, was du handelst. Wer seine Gewinne nicht oder falsch erklärt, fällt künftig automatisch auf.

Dokumentationspflichten: Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 verlangt für jede Transaktion eine lückenlose Dokumentation: Datum, Art und Menge, EUR-Umrechnung, Plattform und Verwendungsreihenfolge (FIFO).

Komplexität durch Alltag: Sobald du mehr machst als kaufen und halten (Sparplan, Coin-Tausch, Staking, mehrere Börsen), explodiert die Zahl der steuerlich relevanten Vorgänge. Ein Coin-zu-Coin-Tausch ist in Deutschland ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft, auch wenn kein Euro fließt.

Die steuerlichen Grundregeln (1-Jahres-Haltefrist, 1.000-EUR-Freigrenze, Staking nach § 22 Nr. 3 EStG) erklären wir ausführlich im Ratgeber Krypto-Steuern in Deutschland.

Die Tools im Vergleich

Blockpit, CoinTracking, Koinly, Divly und wundertax unterscheiden sich vor allem bei Preis, Transaktionslimit, Anbietersitz und kostenloser Nutzung. Die Preise stammen direkt von den Anbieter-Preisseiten.

Tool Kostenlos nutzbar Steuerreport ab Größere Pakete Sitz
Blockpit Portfolio-Tracking ohne Limit 49 EUR/Steuerjahr (50 Transaktionen) - 15 % Rabatt 99 EUR (1.000) · 149 EUR (3.000) · 229 EUR (10.000) Linz (AT)
CoinTracking Portfolio-Ansicht 39 EUR/Jahr (200 Transaktionen) Pro 129 EUR (3.500) · Expert 219 EUR (20.000) · 289 EUR (50.000) · 389 EUR (100.000) München (DE)
Koinly Tracking bis 10.000 Transaktionen 49 EUR/Steuerjahr (100 Transaktionen) Hodler 99 EUR (1.000) · Trader 199 EUR (3.000) International
Divly Portfolio-Tracking bis 25.000 Transaktionen 39 EUR/Steuerjahr (100 Transaktionen) - 15 % Rabatt mit Code CAPITALO15 99 EUR (1.000) · 199 EUR (10.000) · 399 EUR (100.000) Stockholm (SE)
wundertax Ausfüllen kostenlos, Zahlung bei Abgabe 34,99 EUR pro Steuererklärung (komplett) 3 Steuererklärungen für 89,99 EUR Berlin (DE)

Wichtiger Unterschied im Preismodell: Bei Blockpit, Koinly und Divly kaufst du eine Lizenz pro Steuerjahr, bei Divly ausdrücklich einmalig und ohne Abo. Gezählt werden bei Divly nur die Transaktionen des Steuerjahres, für das du zahlst. Bei CoinTracking deckt ein laufendes Abo mehrere Steuerjahre ab. Wer jedes Jahr einen Report braucht, rechnet hier anders als der Einmal-Aufräumer. Bei bis zu 1.000 Transaktionen kosten Blockpit, Koinly und Divly jeweils 99 EUR, bei bis zu 10.000 Transaktionen verlangt Divly 199 EUR und Blockpit 229 EUR.

Blockpit: der DACH-Spezialist

Blockpit kommt aus Linz und ist auf die Steuerlogik von Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert. Das Unternehmen hat 2020 den deutschen Anbieter Cryptotax übernommen und 2023 den Konkurrenten Accointing. Zum Start von DAC8 und KStTG hat Blockpit seine Deutschland-Reports überarbeitet. Das Portfolio-Tracking ist dauerhaft kostenlos, bezahlt wird erst, wenn du einen Steuerreport brauchst: ab 49 EUR für bis zu 50 Transaktionen pro Steuerjahr. Der Report ist auf die Anlage SO zugeschnitten und enthält die Haltefrist-Logik inklusive steuerfreier Veräußerungen nach einem Jahr. Aktion: 15 % Rabatt für Neukunden!

Für wen geeignet: Für Anleger, die einen deutschen Steuerreport ohne Interpretationsspielraum wollen. Besonders praktisch, wenn Bitpanda deine Hauptbörse ist: Dort kannst du deine Daten direkt an Blockpit übergeben. Weniger geeignet für Vieltrader mit zehntausenden Transaktionen, da wird die Lizenz mit bis zu 549 EUR teuer.

Zu Blockpit

CoinTracking: der Münchner Veteran

CoinTracking ist einer der ältesten Anbieter am Markt, betrieben von der CoinTracking GmbH aus München. Die Plattform ist funktional das umfangreichste Tool im Vergleich: zahlreiche Auswertungen, Steuerberater-Zugang und Unterstützung für praktisch jede Börse. Der Einstieg ist mit dem Starter-Paket für 39 EUR pro Jahr (200 Transaktionen) der günstigste im Feld, denn Divly verlangt denselben Preis schon für nur 100 Transaktionen. Dafür wirkt die Oberfläche stellenweise wie ein Cockpit aus einer anderen Zeit: mächtig, aber nicht hübsch.

Mein Tipp: Wenn du deine Steuer über einen Steuerberater machst, frag ihn vorher, mit welchem Tool er arbeitet. CoinTracking bietet ein eigenes Mandanten-System, mit dem viele Kanzleien direkt arbeiten. Das spart dir den Export-Import-Tanz.

Für wen geeignet: Für Vieltrader und Steuerberater-Kunden: Die Expert-Pakete kosten 219 EUR für 20.000 Transaktionen, 289 EUR für 50.000 und 389 EUR für 100.000. Das liegt unter den 399 EUR, die Divly für bis zu 100.000 Transaktionen verlangt, und deutlich unter den 549 EUR, die Blockpit ab mehr als 10.000 Transaktionen aufruft. Weniger geeignet für Design-Verwöhnte und absolute Einsteiger.

Zu CoinTracking

Koinly: der internationale Allrounder

Koinly ist das international bekannteste Tool und unterstützt besonders viele Blockchains und Wallets. Praktisch, wenn du viel on-chain unterwegs bist (DeFi, mehrere Wallets, exotische Coins). Das Tracking ist bis 10.000 Transaktionen kostenlos, der Steuerreport kostet ab 49 EUR pro Steuerjahr (100 Transaktionen). Deutsche Steuerregeln wie die 1-Jahres-Haltefrist bildet Koinly ab, der Report ist aber weniger stark auf deutsche Formulare zugeschnitten als bei Blockpit.

Für wen geeignet: Für Wallet-Hopper und DeFi-Nutzer mit vielen Blockchain-Anbindungen. Weniger geeignet, wenn du maximale Sicherheit bei deutschen Formularen willst. Da sind die DACH-Spezialisten näher dran.

Zu Koinly

Divly: der schwedische Steuerreport für Deutschland

Divly sitzt in Stockholm (Ragnaros AB, gegründet 2021) und liefert einen Steuerreport, der speziell auf Deutschland zugeschnitten ist, inklusive Unterstützung für Anlage SO und Anlage KAP. Die Plattform importiert Transaktionen nach eigenen Angaben von über 200 Börsen und Wallets und kennt über 10.000 Kryptowährungen. Das Portfolio-Tracking ist bis 25.000 Transaktionen kostenlos. Daten hochladen, bearbeiten und vorbereiten kannst du, ohne zu zahlen. Bezahlt wird erst, wenn du den Report brauchst. Capitalo-Leser erhalten mit dem Code CAPITALO15 15 % Rabatt.

Divly staffelt die Preise nach den Transaktionen des Steuerjahres, die Zahlung ist einmalig und ein Abo gibt es nicht.

Transaktionen im Steuerjahr Kostenlos Essentials Experten-Check Rundum-sorglos
Bis zu 100 0 EUR 39 EUR 99 EUR 599 EUR
Bis zu 1.000 0 EUR 99 EUR 199 EUR 699 EUR
Bis zu 10.000 0 EUR 199 EUR 399 EUR 799 EUR
Bis zu 100.000 0 EUR 399 EUR 699 EUR 999 EUR
  • Kostenlos: Portfolio-Tracking bis 25.000 Transaktionen, unbegrenzt viele Blockchains, Wallets und Börsen.
  • Essentials: deutscher Steuerreport mit automatischer Berechnung und Unterstützung bei Anlage KAP und Anlage SO.
  • Experten-Check: alles aus Essentials, dazu eine manuelle Prüfung deiner Transaktionen durch einen Divly-Experten mit Bericht über mögliche Probleme.
  • Rundum-sorglos: alles aus Essentials, dazu persönliche 1-zu-1-Videocalls und eine geführte Abgabe der Steuererklärung.

Für wen geeignet: Für Anleger, die einen deutschen Steuerreport pro Jahr ohne Abo wollen und bei Bedarf eine Expertenprüfung dazubuchen möchten. Weniger geeignet, wenn du Anbindungen an besonders viele Börsen und Wallets brauchst: CoinTracking nennt über 400, Divly über 200 (jeweils Anbieterangabe). Bei 100 bis 200 Transaktionen ist CoinTracking Starter zum gleichen Preis von 39 EUR die breitere Lösung.

Zu Divly (15 % Rabatt mit CAPITALO15)

wundertax: die Budget-Alternative für Wenig-Trader

wundertax ist keine Krypto-Software, sondern eine normale Steuererklärungs-Software mit Krypto-Abfrage: Ein Fragenkatalog führt dich durch deine Angaben und trägt die Gewinne in die Anlage SO ein. Für 34,99 EUR bekommst du die komplette Steuererklärung, bezahlt wird erst bei der Abgabe. Der Haken: Es gibt keine automatischen Börsen-Importe. Deine Gewinne musst du selbst berechnen oder aus dem Steuerreport deiner Börse ablesen.

Für wen geeignet: Für Anleger mit einer Börse, einer Handvoll Trades und einem fertigen Börsen-Report. Ungeeignet bei mehreren Börsen, Staking oder Coin-Tausch. Dann führt an einem echten Krypto-Tool kaum ein Weg vorbei.

Welche Börse liefert dir welchen Steuerreport?

Bevor du Geld für Software ausgibst, lohnt ein Blick auf deine Börse: Alle Krypto-Börsen in unserem Vergleich bieten einen Steuerreport-Export. Der Unterschied liegt im Format und in der Frage, wie viel Arbeit dir abgenommen wird.

Börse Steuerreport Formate
Bitpanda ✅ CSV, PDF + direkte Blockpit-Übergabe
Trade Republic ✅ CSV, PDF
BISON ✅ CSV, PDF
Coinbase ✅ CSV, PDF
Kraken ✅ CSV, PDF
Bitvavo ✅ CSV, PDF
21Bitcoin ✅ PDF, CSV
Robinhood ✅ Export vorhanden

Der PDF-Report deiner Börse reicht, solange alle deine Transaktionen auf dieser einen Plattform stattfinden. Sobald du Coins zwischen Börsen oder auf eigene Wallets transferierst, kennt keine einzelne Börse mehr deine Anschaffungskosten. Genau dann brauchst du ein Tool, das alle Quellen zusammenführt.

Welche Börse insgesamt am günstigsten handelt, zeigt unser Krypto-Gebühren-Vergleich.

In 4 Schritten von der Börse in die Anlage SO

Von der Börse in die Anlage SO kommst du in vier Schritten: Quellen sammeln, Tool verbinden, Report prüfen und Gewinne übertragen.

1

Alle Quellen sammeln

Liste jede Börse, jedes Wallet und jeden Dienst auf, über den du seit dem ersten Kauf Kryptowährungen bewegt hast. Lücken sind der häufigste Grund für falsche Berechnungen.

2

Tool verbinden

Binde Börsen per API-Schlüssel (nur Lese-Rechte vergeben!) oder CSV-Export an. Prüfe danach, ob der Anfangsbestand stimmt. Transfers zwischen eigenen Wallets dürfen nicht als Verkauf zählen.

3

Report prüfen

Kontrolliere Stichproben: Greift die 1-Jahres-Haltefrist? Sind Staking-Erträge als sonstige Einkünfte erfasst? Wirkt ein Gewinn unplausibel hoch, fehlen meist Anschaffungskosten.

4

In die Steuererklärung übertragen

Private Veräußerungsgewinne gehören in die Anlage SO, Staking- und Lending-Erträge ebenfalls (als sonstige Leistungen). Den Report selbst musst du nicht mitschicken, aber aufbewahren, falls das Finanzamt nachfragt.

Was ein Steuerberater für die Krypto-Steuererklärung kostet

Ein Steuerberater rechnet nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab, und die reine Einkommensteuererklärung kostet je nach Gegenstandswert ab 51,40 EUR netto.

Für die Erklärung selbst sieht § 24 StBVV 1/10 bis 6/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle A vor. Gegenstandswert ist die Summe deiner positiven Einkünfte, mindestens 8.000 EUR. Dafür beträgt die volle Gebühr 514 EUR, also 51,40 bis 308,40 EUR. Bei positiven Einkünften von 30.000 EUR sind es 94,60 bis 567,60 EUR.

Die Berechnung deiner Krypto-Gewinne kommt hinzu. Private Veräußerungsgeschäfte zählen zu den sonstigen Einkünften (§ 22 Nr. 2 und § 23 EStG). Für die Ermittlung des Überschusses bei sonstigen Einkünften nennt § 27 StBVV 1/20 bis 12/20 einer vollen Gebühr, bei 8.000 EUR Gegenstandswert also 25,70 bis 308,40 EUR. Gehen die Vorarbeiten über das übliche Maß erheblich hinaus, etwa bei tausenden Transaktionen auf mehreren Börsen, berechnet der Steuerberater stattdessen die Zeitgebühr: 16,50 bis 41 EUR je angefangene Viertelstunde, also 66 bis 164 EUR pro Stunde (§ 13 StBVV).

Alle Beträge sind netto, die Umsatzsteuer kommt hinzu (§ 15 StBVV). Abweichend vom Gebührenrahmen kann ein Steuerberater in Textform eine andere Vergütung vereinbaren (§ 4 StBVV) und muss dich darauf hinweisen. Lass dir bei vielen Transaktionen vorab ein Angebot geben.

Ein fertiger Steuerreport aus Blockpit, CoinTracking, Koinly oder Divly liefert dem Berater die Zahlen geordnet, und bei der Zeitgebühr zählt jede eingesparte Viertelstunde.

Für wen sich Krypto-Steuersoftware NICHT lohnt

Ehrlich gesagt: Ein beachtlicher Teil der Krypto-Anleger braucht gar kein kostenpflichtiges Tool. Du kannst dir die Ausgabe sparen, wenn einer dieser Fälle auf dich zutrifft:

  • Du hältst länger als ein Jahr und verkaufst dann erst: Gewinne nach der Haltefrist sind steuerfrei (§ 23 EStG). Es gibt schlicht nichts zu berechnen. Dokumentiere nur die Kaufdaten.
  • Deine Gewinne bleiben unter 1.000 EUR pro Jahr: Unterhalb der Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte fällt keine Steuer an. Achtung: Ein Euro darüber, und alles ist steuerpflichtig.
  • Du nutzt genau eine Börse mit fertigem Report: Ein PDF von Bitpanda, Trade Republic oder BISON plus wundertax oder ELSTER reicht dann völlig.

Software lohnt sich dagegen fast immer bei mehreren Plattformen, Coin-zu-Coin-Tausch, Staking oder wenn du vergangene Jahre aufräumen musst.

Kein Steuerberater-Ersatz: Dieser Ratgeber erklärt die Werkzeuge, ersetzt aber keine Steuerberatung. Bei größeren Beträgen, Altfällen oder Unsicherheit: Steuerberater mit Krypto-Erfahrung einschalten. Die Tools bieten dafür passende Exporte.

Häufige Fragen

Gibt es kostenlose Krypto-Steuersoftware?

Vollständig kostenlos bekommst du nur das Portfolio-Tracking: bei Blockpit ohne Limit, bei Divly bis 25.000 und bei Koinly bis 10.000 Transaktionen. Der eigentliche Steuerreport kostet bei allen Anbietern Geld, ab 39 EUR bei CoinTracking (Starter, 200 Transaktionen) und Divly (bis 100 Transaktionen). Kostenlos fährst du nur, wenn der Steuerreport deiner Börse ausreicht.

Blockpit oder CoinTracking: Was ist besser?

Blockpit punktet mit DACH-Steuerlogik und der Bitpanda-Anbindung, CoinTracking mit dem günstigeren Einstieg (39 vs. 49 EUR), den größeren Transaktionspaketen und dem Steuerberater-Zugang. Faustregel: wenige Trades und deutsche Formulare im Fokus, dann Blockpit. Viele Trades oder Steuerberater, dann CoinTracking.

Muss ich den Steuerreport ans Finanzamt schicken?

Nein. Du überträgst die berechneten Gewinne in die Anlage SO deiner Steuererklärung. Den Report bewahrst du auf und reichst ihn nur nach, wenn das Finanzamt Belege anfordert. Wegen der Dokumentationspflichten aus dem BMF-Schreiben vom März 2025 solltest du ihn griffbereit haben.

Was ist aus Accointing geworden?

Accointing wurde Ende 2023 von Blockpit übernommen und ist seit dem 31. Januar 2024 offline. Bestehende Daten ließen sich zu Blockpit migrieren. Falls dir eine Börse oder ein älterer Ratgeber noch Accointing empfiehlt: Die Empfehlung ist veraltet.

Das Finanzamt bekommt meine Daten ab 2026 automatisch. Muss ich trotzdem selbst erklären?

Ja. DAC8/KStTG verpflichtet die Börsen zur Meldung deiner Transaktionen, nimmt dir aber die Steuererklärung nicht ab. Die Meldung macht es dem Finanzamt nur leicht, fehlende Angaben zu bemerken. Deine Pflicht, Gewinne in der Anlage SO zu erklären, bleibt unverändert bestehen.

Welche Börse macht die Steuer am einfachsten?

Alle Börsen in unserem Krypto-Vergleich bieten Steuerreport-Exporte als CSV oder PDF. Am weitesten geht Bitpanda mit der direkten Blockpit-Übergabe. Solange du nur auf einer Plattform handelst und nicht stakst, kommst du damit ohne Zusatz-Tool aus.

Was kostet Divly und für wen lohnt es sich?

Divly kostet je nach Transaktionen im Steuerjahr 39 EUR (bis 100), 99 EUR (bis 1.000), 199 EUR (bis 10.000) oder 399 EUR (bis 100.000), einmalig und ohne Abo. Der Experten-Check mit manueller Prüfung durch einen Divly-Experten beginnt bei 99 EUR. Das passt zu Anlegern, die einen deutschen Report pro Jahr ohne laufende Kosten wollen. Mit dem Code CAPITALO15 erhalten Capitalo-Leser 15 % Rabatt. Wer sehr viele Börsen und Wallets anbinden muss, prüft zusätzlich CoinTracking.

Welche Alternative zu CoinTracking gibt es?

Die wichtigsten Alternativen für Deutschland sind Blockpit (Steuerreport ab 49 EUR pro Steuerjahr, DACH-Steuerlogik), Koinly (ab 49 EUR pro Steuerjahr, besonders viele Blockchains und Wallets) und Divly (ab 39 EUR pro Steuerjahr, einmalig ohne Abo). Wer nur eine Börse mit fertigem Steuerreport nutzt, braucht oft gar kein zusätzliches Steuertool.

Was kosten CoinTracking und Blockpit?

CoinTracking startet bei 39 EUR pro Jahr (Starter, 200 Transaktionen), Pro kostet 129 EUR (3.500 Transaktionen) und Expert ab 219 EUR (20.000 Transaktionen). Blockpit verlangt pro Steuerjahr 49 EUR (50 Transaktionen), 99 EUR (1.000), 149 EUR (3.000), 229 EUR (10.000) und 549 EUR darüber. Das Portfolio-Tracking ist bei Blockpit kostenlos.

Was kostet ein Steuerberater für die Krypto-Steuererklärung?

Nach der Steuerberatervergütungsverordnung kostet die Einkommensteuererklärung bei einem Gegenstandswert von 8.000 EUR zwischen 51,40 und 308,40 EUR netto (§ 24 StBVV). Für die Ermittlung der Einkünfte kommt je nach Auftrag 25,70 bis 308,40 EUR hinzu (§ 27 StBVV), bei sehr vielen Transaktionen die Zeitgebühr von 66 bis 164 EUR pro Stunde (§ 13 StBVV). Dazu kommt die Umsatzsteuer, und eine abweichende Vergütung kann in Textform vereinbart werden.

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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