
Hanseatic Bank SparBrief: Zinsen steigen auf bis zu 3,11 % p.a.
Die Hanseatic Bank erhöht die Zinsen ihres SparBriefs – und zwar gleich über vier Laufzeiten: 12, 24, 36 und 48 Monate klettern um bis zu 11 Basispunkte nach oben. Der Spitzenwert liegt nun bei 3,11 % p.a. auf 36 Monate. Für Sparerinnen und Sparer, die ein planbares Festgeldangebot bei einer deutschen Bank suchen, lohnt sich ein genauer Blick auf die neuen Konditionen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Spitzenzins: 3,11 % p.a. bei 36 Monaten Laufzeit
- Erhöhungen: +10 Basispunkte bei 12 und 24 Monaten, +11 Basispunkte bei 36 Monaten, +5 Basispunkte bei 48 Monaten
- Über drei Prozent: 24 Monate (3,06 %), 36 Monate (3,11 %) und 48 Monate (3,01 %) liegen jetzt durchgängig über der 3,00-%-Marke
- Lange Laufzeiten: 60 und 72 Monate bleiben unverändert bei je 2,00 % p.a.
- Mindestanlage: 2.500 EUR
- Einlagensicherung: Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) – Schutz weit über die gesetzliche Pflichtgrenze hinaus
- Gültigkeit: Stand Juli 2026
3,11 % p.a. auf 36 Monate — der neue Spitzenwert des Hanseatic Bank SparBriefs liegt deutlich über dem aktuellen EZB-Einlagensatz von 2,25 % p.a.
Konditionen im Vergleich: Alt vs. Neu
| Laufzeit | Bisheriger Zins | Neuer Zins | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 2,86 % p.a. | 2,96 % p.a. | +0,10 Pp. |
| 24 Monate | 2,96 % p.a. | 3,06 % p.a. | +0,10 Pp. |
| 36 Monate | 3,00 % p.a. | 3,11 % p.a. | +0,11 Pp. |
| 48 Monate | 2,96 % p.a. | 3,01 % p.a. | +0,05 Pp. |
| 60 Monate | 2,00 % p.a. | 2,00 % p.a. | unverändert |
| 72 Monate | 2,00 % p.a. | 2,00 % p.a. | unverändert |
Quelle: Konditionsmitteilung Hanseatic Bank, Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung im Festgeld-Markt
Im Capitalo-Vergleich positioniert sich der Hanseatic Bank SparBrief mit 3,11 % p.a. auf 36 Monate in der vorderen Gruppe der deutschen Festgeldanbieter. Zum Vergleich: pbb direkt bietet derzeit 3,25 % p.a. bei gleicher Laufzeit und liegt damit über dem Hanseatic-Wert. Die SWK Bank und Volkswagen Bank notieren bei rund 3,00 % p.a. für 12 Monate, für 24 Monate bei jeweils etwa 3,10 % p.a. – beide mit deutscher Einlagensicherung (Stand: Juli 2026).
Laut Capitalo-Analyse ergibt sich für ein Anlagebetrag von 10.000 EUR bei 3,11 % p.a. eine Jahreszinsgutschrift von rund 311 EUR – über die volle Laufzeit von 36 Monaten entspricht das gut 933 EUR (einfache Verzinsung, vor Abgeltungssteuer). Der EZB-Einlagensatz liegt aktuell bei 2,25 % p.a., die Hanseatic Bank übertrifft diesen Referenzwert beim 36-Monats-SparBrief also um knapp 90 Basispunkte.
Allerdings zeigt das Bild bei den langen Laufzeiten einen deutlichen Einbruch: Mit 2,00 % p.a. auf 60 und 72 Monate bleiben die Konditionen weit hinter dem Marktschnitt für diese Laufzeitklassen zurück. Wer sechs Jahre binden möchte, findet bei anderen Anbietern deutlich attraktivere Zinssätze.
Was das für dich bedeutet
Die Anpassung ist ein positives Signal für Sparerinnen und Sparer, die planbare Erträge bei einer deutschen Bank suchen. Das Angebot kommt in Frage, wenn du:
- mittlere Laufzeiten bevorzugst: Bei 24 bis 48 Monaten liegen die neuen Zinsen zwischen 3,01 und 3,11 % p.a. – wettbewerbsfähig im deutschen Marktvergleich.
- auf Sicherheit setzt: Die Hanseatic Bank ist BaFin-reguliert und Mitglied im Einlagensicherungsfonds des BdB, der deutlich über den gesetzlichen 100.000 EUR pro Person hinausgeht.
- eine konzerngebundene Direktbank bevorzugst: Die Hanseatic Bank gehört mehrheitlich zur Otto Group und ist gleichzeitig Teil des BNP-Paribas-Verbunds – zwei große, stabile Konzernhintergründe.
Wenn dir hingegen der maximale Zinssatz bei 36 Monaten wichtig ist, bietet pbb direkt mit 3,25 % p.a. aktuell mehr. Ein Blick lohnt sich vor der Entscheidung.
Fazit
Die Hanseatic Bank verbessert mit dieser Zinsanpassung ihre Positionierung im deutschen Festgeldmarkt spürbar. Mit 3,11 % p.a. auf 36 Monate und Zinsen über drei Prozent bei 24 bis 48 Monaten ist der SparBrief für mittlere Anlagehorizonte ein ernstzunehmender Kandidat. Für lange Laufzeiten ab 60 Monaten bleibt das Angebot mit 2,00 % p.a. hingegen schwach – hier lohnt der Vergleich. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Anpassungen folgen, sollte die EZB den Leitzins in den kommenden Monaten weiter verändern.
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Stand: Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.