
Förderung Hybrid 2026: Werden Plug-in-Hybride noch gefördert?
Plug-in-Hybride werden 2026 mit bis zu 4.500 EUR Prämie gefördert. Bedingung: max. 60 g CO2/km oder mind. 80 km elektrische Reichweite. Reine Hybride ohne Stecker sind ausgeschlossen.
Kurz & knapp: Ja, Plug-in-Hybride (PHEV) werden 2026 gefördert — mit bis zu 4.500 EUR Prämie. Bedingung: Dein Fahrzeug darf maximal 60 g CO2/km ausstoßen oder muss mindestens 80 km rein elektrisch fahren. Reine Hybride ohne Stecker (Mild-Hybrid, Voll-Hybrid) sind von der Förderung ausgeschlossen.
Welche Hybride werden 2026 gefördert?
Die neue E-Auto-Förderung 2026 unterscheidet klar zwischen Hybrid-Typen. Entscheidend ist: Hat dein Fahrzeug einen Stecker zum externen Laden? Nur dann kommst du für die Prämie infrage.
Plug-in-Hybride (PHEV) und Range-Extender (REEV) werden gefördert — vorausgesetzt, sie erfüllen die technischen Bedingungen. Das ist eine echte Kehrtwende: Die alte Umweltprämie hatte PHEVs zuletzt komplett ausgeschlossen.
Reine Hybride ohne Ladeanschluss gehen hingegen leer aus. Dazu zählen Mild-Hybride (48V-Systeme) und Voll-Hybride, die ihren Akku ausschließlich über Rekuperation laden.
| Antriebsart | Stecker | Gefördert? | Max. Förderung |
|---|---|---|---|
| Batterie-Elektro (BEV) | Ja | Ja | 6.000 EUR |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | Ja | Ja | 4.500 EUR |
| Range-Extender (REEV) | Ja | Ja | 4.500 EUR |
| Voll-Hybrid (HEV) | Nein | Nein | — |
| Mild-Hybrid (MHEV) | Nein | Nein | — |
Grundsätzlich gilt: Wenn dein Fahrzeug keinen Typ-2- oder CCS-Ladeanschluss hat, fällt es aus der Förderung heraus — unabhängig vom Hersteller oder Modell.
Die Bedingungen für Plug-in-Hybride
Nicht jeder PHEV wird automatisch gefördert. Dein Fahrzeug muss mindestens eine dieser technischen Voraussetzungen erfüllen:
- Maximal 60 g CO2/km nach WLTP-Messverfahren, oder
- Mindestens 80 km elektrische Reichweite laut Herstellerangabe (WLTP)
Diese Schwellenwerte gelten bis zum 30.06.2027. Danach könnten die Anforderungen verschärft werden — eine endgültige Regelung steht noch aus.
Darüber hinaus gelten dieselben Grundbedingungen wie für reine E-Autos:
- Nur Neufahrzeuge der Klasse M1 (Pkw)
- Nur Privatpersonen (keine gewerbliche Nutzung)
- Antrag über das BAFA-Portal nach dem Kauf
Gebrauchte Plug-in-Hybride sind nicht förderfähig — auch wenn sie die technischen Werte einhalten.
Förderhöhe PHEV vs. BEV im Vergleich
Die Basisförderung für Plug-in-Hybride liegt bei 1.500 EUR — genau die Hälfte der BEV-Förderung. Mit den Zusatz-Boni ergibt sich folgendes Bild:
| Komponente | BEV (rein elektrisch) | PHEV (Plug-in-Hybrid) |
|---|---|---|
| Basisförderung | 3.000 EUR | 1.500 EUR |
| Einkommens-Bonus (max.) | + 2.000 EUR | + 2.000 EUR |
| Kinder-Bonus (max.) | + 1.000 EUR | + 1.000 EUR |
| Maximum | 6.000 EUR | 4.500 EUR |
Der Einkommens-Bonus und der Kinder-Bonus gelten für PHEV und BEV gleichermaßen. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Basisförderung.
Rechenbeispiel: Du kaufst einen PHEV für 38.000 EUR und erhältst die maximale Förderung von 4.500 EUR. Dein Eigenanteil sinkt auf 33.500 EUR. Bei einem vergleichbaren BEV für 42.000 EUR mit 6.000 EUR Förderung zahlst du 36.000 EUR — also 2.500 EUR mehr trotz höherer Prämie.
Ob sich der Aufpreis für ein BEV rechnet, hängt von deinen Fahrgewohnheiten und Betriebskosten ab.
Dienstwagen-Versteuerung für Hybride
Auch bei der Dienstwagen-Versteuerung gibt es Unterschiede zwischen PHEV und BEV. Plug-in-Hybride werden mit 0,5 % des Bruttolistenpreises pro Monat versteuert. Reine E-Autos profitieren hingegen von der günstigeren 0,25-%-Regel.
Voraussetzung für die 0,5-%-Regel: Dein PHEV muss eine elektrische Reichweite von mindestens 80 km (WLTP) nachweisen. Erfüllt er das nicht, greift der reguläre Satz von 1 %.
Rechenbeispiel: Bei einem PHEV mit 55.000 EUR Bruttolistenpreis ergibt sich:
- 0,5 % (PHEV): 275 EUR/Monat geldwerter Vorteil
- 0,25 % (BEV): 137,50 EUR/Monat geldwerter Vorteil
- 1 % (Verbrenner): 550 EUR/Monat geldwerter Vorteil
Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % sparst du mit dem PHEV gegenüber einem Verbrenner rund 115 EUR Steuern pro Monat. Mit einem BEV wären es sogar 173 EUR.
PHEV oder BEV — was lohnt sich mehr?
Die Entscheidung zwischen Plug-in-Hybrid und reinem Elektroauto ist keine reine Förder-Frage. Beide Antriebe haben ihre Berechtigung — je nach Lebenssituation.
| Kriterium | BEV | PHEV |
|---|---|---|
| Max. Förderung | 6.000 EUR | 4.500 EUR |
| Dienstwagen-Steuer | 0,25 % | 0,5 % |
| Stromkosten (100 km) | ca. 5–7 EUR | ca. 4–6 EUR (elektrisch) |
| Benzinkosten (100 km) | — | ca. 8–10 EUR (Verbrenner) |
| Reichweite gesamt | 300–600 km | 600–900 km |
| Ladeinfrastruktur nötig | Ja | Optional |
Wann ein PHEV Sinn macht:
- Du fährst regelmäßig lange Strecken über 400 km
- Du hast keine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz
- Du brauchst die Flexibilität eines Verbrennungsmotors für Urlaub oder ländliche Gebiete
Wann ein BEV besser ist:
- Du fährst überwiegend Kurzstrecken unter 100 km pro Tag
- Du hast eine Wallbox zu Hause oder am Arbeitsplatz
- Du willst die maximale Förderung und den niedrigsten Steuersatz
Allerdings: Wenn du deinen PHEV überwiegend elektrisch fährst, sind die Betriebskosten nahezu identisch mit einem BEV. Lädst du jedoch selten und fährst hauptsächlich mit Benzin, verlierst du den Kostenvorteil.
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Alle Angaben ohne Gewähr. Die Förderkonditionen können sich ändern. Alle E-Auto-Förderungen im Überblick

Geprüft und freigegeben von
Alexander Senger
Gründer & Geschäftsführer
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
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