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Kreditkarte für Kinder: Prepaid, Debit & die besten Karten 2026
Kreditkarte

Kreditkarte für Kinder: Prepaid, Debit & die besten Karten 2026

Eine echte Kreditkarte gibt es erst ab 18. Für Kinder und Jugendliche eignen sich Prepaid- und Debitkarten auf Guthabenbasis – kostenlos ab 7 Jahren.

Alexander SengerAlexander Senger
Aktualisiert: 8. Juni 2026
|
9 Min.

TL;DR: Eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen gibt es in Deutschland erst ab 18 Jahren. Für Kinder und Jugendliche kommen Prepaid- und Debitkarten infrage – teilweise schon ab 7 Jahren. Die Karten funktionieren auf Guthabenbasis, eine Verschuldung ist nicht möglich. Eltern müssen dem Vertrag immer zustimmen. Gute kostenlose Optionen sind die DKB Visa Debitkarte (ab Geburt), das comdirect JuniorGiro (ab 7) oder die Bling Card (ab 7). 👉 Zum Kreditkarten-Vergleich.

Ab welchem Alter gibt es eine Kreditkarte?

Wenn du für dein Kind eine Kreditkarte beantragen möchtest, ist die Altersfrage entscheidend. Grundsätzlich gilt: Volle Geschäftsfähigkeit gibt es in Deutschland erst ab 18 Jahren. Bis dahin sind Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig (§ 106 BGB) – und dürfen sich nicht verschulden.

Was bedeutet das konkret? Dein Kind kann keine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen bekommen. Allerdings gibt es Prepaid-Kreditkarten und Debitkarten, die auf Guthabenbasis funktionieren. Da hier kein Kredit vergeben wird, sind sie auch für Minderjährige geeignet.

Die Altersanforderungen variieren je nach Bank:

  • Ab 7 Jahren: DKB, comdirect, Revolut, N26, Bling, ING, Postbank
  • Ab 12 Jahren: HypoVereinsbank, VR BasicCard, Postbank Card Plus
  • Ab 14 Jahren: Commerzbank Prepaid
  • Ab 18 Jahren: Echte Kreditkarten mit Kreditrahmen

Wichtig: Bei allen Angeboten für Minderjährige müssen die Erziehungsberechtigten dem Vertrag zustimmen. Das ergibt sich aus dem sogenannten Taschengeldparagraphen (§ 110 BGB), der Käufe nur mit Mitteln erlaubt, die dem Kind zur freien Verfügung stehen.

Altersübersicht: Welche Karte ab welchem Alter?

Die folgende Tabelle zeigt dir die wichtigsten Karten für Kinder und Jugendliche im Überblick – sortiert nach Mindestalter.

Anbieter Kartentyp Ab Alter Jahresgebühr Bargeld weltweit Fremdwährung Besonderheit
DKB u18 Girokonto Visa Debitkarte ab Geburt 0 € kostenlos 0 % Elternteil muss DKB-Kunde sein
comdirect JuniorGiro Visa Debitkarte ab 7 0 € kostenlos 0 % Automatischer Wechsel mit 18
Revolut <18 Debitkarte ab 7 0 € plan-abhängig plan-abhängig Eigene Kinder-App
N26 für unter 18-Jährige Mastercard Debit ab 7 0 € (Karte 10 €) kostenlos 0 % Neu seit Januar 2026
Bling Card Prepaid Mastercard ab 7 ab 35,88 € kostenlos 2 % Pädagogische Kinder-App
ING Kinder Visa Visa Debitkarte ab 7 0 € kostenlos eingeschränkt Elternteil muss ING-Kunde sein
Postbank Giro start direkt Postbank Card ab 7 0 € Cash Group nur EUR-Raum Plus Card ab 12 (18 €/Jahr)
HVB StartKonto Mastercard Debit ab 12 0 € kostenlos 1,75 % Echte Kreditkarte ab 18 möglich
Commerzbank Prepaid Visa Prepaid ab 14 0 € (bis 18) kostenlos 0 % Keine Gebühren bis 18

💡 Tipp: Falls du bereits Kunde bei einer Direktbank bist (DKB, comdirect, ING), ist die Kinderkarte dort meistens kostenlos inklusive – das ist oft die einfachste Lösung.

Prepaid, Debit oder echte Kreditkarte – was ist der Unterschied?

Bevor du eine Karte für dein Kind auswählst, solltest du die drei Kartentypen kennen. Die Unterschiede sind für die Sicherheit deines Kindes entscheidend.

Prepaid-Kreditkarte: Du lädst ein Guthaben auf die Karte – nur dieses Guthaben kann ausgegeben werden. Wenn das Geld aufgebraucht ist, geht nichts mehr. Eine Verschuldung ist damit ausgeschlossen. Prepaid-Karten tragen oft ein Visa- oder Mastercard-Logo und werden daher überall akzeptiert, wo Kreditkarten gelten.

Debitkarte: Hier wird jede Zahlung direkt vom verknüpften Girokonto abgebucht. Auch hier gibt es keinen Kreditrahmen, da nur das vorhandene Kontoguthaben verfügbar ist. Debitkarten von Visa oder Mastercard funktionieren weltweit – ein wichtiger Vorteil gegenüber der klassischen Girocard.

Echte Kreditkarte (Charge/Revolving): Ausgaben werden gesammelt und monatlich abgerechnet – oder in Raten zurückgezahlt. Hier wird tatsächlich ein Kredit gewährt. Diese Karten gibt es erst ab 18 Jahren und setzen eine positive Bonität voraus.

Für Kinder und Jugendliche kommen ausschließlich Prepaid- und Debitkarten infrage. Beide schützen vor Verschuldung. Wenn du mehr über die Unterschiede erfahren möchtest, hilft dir unser Ratgeber Debit vs. Kreditkarte weiter.

Kreditkarte für Kinder ab 7 Jahren

Ab dem siebten Lebensjahr können Kinder bei vielen Banken eine eigene Karte bekommen. In diesem Alter geht es vor allem darum, den Umgang mit Geld zu lernen – und digitales Taschengeld sicher zu verwalten.

DKB u18 Girokonto

Die DKB bietet ein kostenloses Girokonto mit Visa-Debitkarte sogar schon ab der Geburt an. Weltweit fallen keine Gebühren für Bargeldabhebungen und Zahlungen an – auch nicht in Fremdwährungen. Voraussetzung: Ein Elternteil muss selbst DKB-Kunde sein.

comdirect JuniorGiro

Ähnlich stark: Das JuniorGiro der comdirect gibt es ab 7 Jahren, ebenfalls mit kostenloser Visa-Debitkarte und weltweit gebührenfreiem Bezahlen. Der große Vorteil: Mit 18 wird das Konto automatisch zum Erwachsenenkonto umgewandelt – kein Wechsel nötig.

N26 für unter 18-Jährige

Seit Januar 2026 bietet auch N26 eine Mastercard-Debitkarte für Kinder ab 7 Jahren an. Die Karte wird über die N26-App der Eltern verwaltet. Kinder erhalten keine eigene App, aber die Karte funktioniert überall, wo Mastercard akzeptiert wird. Die Karte kostet einmalig 10 €, das Konto ist gebührenfrei.

Bling Card

Die Bling Card ist eine Prepaid-Mastercard speziell für Kinder – mit einer eigenen pädagogischen App. Eltern können hier Budgets setzen, Ausgabenkategorien definieren und in Echtzeit sehen, wofür das Geld ausgegeben wird. Allerdings kostet Bling ab 2,99 € pro Monat – damit ist sie die einzige kostenpflichtige Option in dieser Übersicht.

Kreditkarte für Jugendliche ab 12 bis 16 Jahren

Ab 12 Jahren wächst der Wunsch nach Eigenständigkeit – dein Kind möchte vielleicht online bestellen, im Ausland bezahlen oder mit dem Smartphone zahlen. Hier kommen zusätzliche Optionen ins Spiel.

HVB StartKonto (ab 12)

Die HypoVereinsbank bietet zum StartKonto eine kostenlose Mastercard Debit an, mit der Jugendliche weltweit kostenlos Geld abheben können. Beim Bezahlen in Fremdwährung fallen allerdings 1,75 % Gebühren an. Ab 18 Jahren ist der Wechsel zur echten HVB Mastercard möglich.

Commerzbank Prepaid (ab 14)

Ab dem 14. Lebensjahr gibt es die Prepaid-Kreditkarte der Commerzbank – bis zum 18. Geburtstag komplett kostenlos, ohne Gebühren für Abhebungen und Zahlungen. Eine solide Option für Jugendliche, die bereits etwas älter sind.

Apple Pay und Google Pay: Ab wann?

Für viele Teenager ist das Bezahlen mit dem Smartphone ein entscheidender Faktor. Hier die Übersicht:

  • Apple Pay: Generell ab 13 Jahren (Apple-Richtlinie)
  • comdirect, Bling: Technisch ab Kontoeröffnung, praktisch ab 13 (Apple-Policy)
  • N26: Ab 13, Eltern-Freigabe nötig
  • DKB, ING, Revolut: Erst ab 16 Jahren

Wenn dein 14-jähriges Kind unbedingt mit dem Handy bezahlen will, sind comdirect, Bling oder N26 die besten Optionen.

Erste echte Kreditkarte ab 18

Mit dem 18. Geburtstag ändert sich die Situation grundlegend. Dein Kind ist jetzt voll geschäftsfähig und kann eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen beantragen. Allerdings wird nun auch die Bonität geprüft – eine saubere SCHUFA-Auskunft ist Voraussetzung.

Für junge Erwachsene gibt es spezielle Angebote:

  • DKB: Das u18-Konto geht nahtlos in das reguläre Girokonto über. Drei Jahre Übergangsphase mit den günstigen Konditionen.
  • comdirect: Automatischer Wechsel zum Erwachsenenkonto – IBAN bleibt gleich.
  • Commerzbank Young Visa: Echte Kreditkarte für junge Erwachsene, kostenlos bei 300 € monatlichem Geldeingang.

Wenn dein Kind gerade 18 geworden ist und die erste eigene Kreditkarte sucht, findest du passende Angebote in unserem Ratgeber Kreditkarte für Studenten. Für den Antragsprozess hilft dir unser Guide Kreditkarte beantragen.

Worauf Eltern achten sollten

Eine Kreditkarte für dein Kind ist nicht nur ein Zahlungsmittel – sie ist auch ein Werkzeug für finanzielle Bildung. Laut einer Mastercard-Studie von 2023 überweisen bereits 32 % der Eltern ihren 10- bis 18-jährigen Kindern das Taschengeld digital. Der Trend geht klar in Richtung bargeldloses Bezahlen von klein auf.

Hier die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest:

✅ Ausgabenlimits & Eltern-Kontrolle: Die meisten Karten für Minderjährige bieten Funktionen zur Elternkontrolle: Tageslimits, Ausgabenkategorien, Echtzeitbenachrichtigungen. Bei der Bling Card und Revolut <18 ist die Kontrolle besonders umfangreich.

✅ Kosten transparent prüfen: Viele Kinderkarten sind kostenlos – aber nicht alle. Achte auf:

  • Jahresgebühr oder monatliche Kosten
  • Gebühren für Bargeldabhebungen (besonders im Ausland)
  • Fremdwährungsgebühren beim Bezahlen in anderen Währungen
  • Kosten für die Kartenbestellung oder Ersatzkarte

✅ Jugendschutzcodierung: Manche Karten haben eine Jugendschutzcodierung, die das Bezahlen altersungeeigneter Produkte verhindert – etwa an Zigarettenautomaten. Das kann ein sinnvolles Sicherheitsfeature sein.

✅ Übergang zum Erwachsenenkonto: Denke schon jetzt an den 18. Geburtstag: Bei DKB und comdirect läuft das Konto automatisch weiter. Bei N26, Revolut und Bling muss dein Kind mit 18 ein neues Konto eröffnen. Das kann lästig sein, wenn Daueraufträge oder Lastschriften laufen.

✅ Finanzbildung nutzen: Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine gute Gelegenheit, deinem Kind den Umgang mit digitalem Geld beizubringen. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, ist Schluss – das vermittelt ein klares Verständnis für Budgetierung.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter bekommt man eine Kreditkarte in Deutschland?

Eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen gibt es erst ab 18 Jahren. Prepaid- und Debitkarten auf Guthabenbasis sind jedoch schon ab 7 Jahren erhältlich – etwa bei der DKB, comdirect, Revolut oder N26. Voraussetzung ist immer die Zustimmung der Erziehungsberechtigten.

Kann mein Kind eine Kreditkarte ohne meine Zustimmung beantragen?

Nein. Minderjährige sind nur beschränkt geschäftsfähig (§ 106 BGB). Für den Abschluss eines Kartenvertrags ist die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten zwingend erforderlich – unabhängig vom Alter des Kindes.

Was ist der Unterschied zwischen Prepaid- und Debitkarte für Kinder?

Bei einer Prepaid-Karte wird Guthaben aufgeladen, das dann zum Bezahlen genutzt wird. Bei einer Debitkarte wird jede Zahlung direkt vom Girokonto abgebucht. Beide Varianten schützen vor Verschuldung, da kein Kreditrahmen existiert. Debitkarten setzen ein Girokonto voraus, Prepaid-Karten nicht.

Welche Kreditkarte für Jugendliche ist die beste?

Das hängt vom Alter und den Bedürfnissen ab. Für Kinder ab 7 Jahren empfehlen sich die DKB Visa Debitkarte oder das comdirect JuniorGiro – beide kostenlos und weltweit einsetzbar. Für pädagogische Features ist die Bling Card eine gute Wahl, kostet aber ab 2,99 €/Monat. Ab 14 Jahren ist die kostenlose Commerzbank Prepaid eine solide Option.

Braucht mein Kind eine SCHUFA-Auskunft für eine Prepaid-Karte?

Nein. Da Prepaid-Karten auf Guthabenbasis funktionieren und kein Kredit vergeben wird, ist keine Bonitätsprüfung über die SCHUFA erforderlich. Die Erziehungsberechtigten müssen lediglich dem Vertrag zustimmen.

Funktioniert Apple Pay für Kinder und Jugendliche?

Apple Pay ist grundsätzlich ab 13 Jahren nutzbar (Apple-Richtlinie). Allerdings setzen manche Banken das Mindestalter höher an: Bei DKB, ING und Revolut funktioniert Apple Pay erst ab 16 Jahren. Bei comdirect, Bling und N26 ist es bereits ab 13 möglich.

Was passiert mit der Kinderkarte, wenn mein Kind 18 wird?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei der DKB und comdirect wird das Kinderkonto automatisch zum Erwachsenenkonto umgewandelt – die IBAN bleibt gleich. Bei N26, Revolut und Bling endet die Kinderkarte, und dein Kind muss ein neues eigenes Konto eröffnen.

Wie viel kostet eine Kreditkarte für Kinder?

Viele Kinderkarten sind komplett kostenlos, etwa die DKB Visa Debitkarte, das comdirect JuniorGiro oder die Commerzbank Prepaid (bis 18). Kostenpflichtig sind die Bling Card (ab 2,99 €/Monat), die Postbank Card Plus (18 €/Jahr) und die einmalige Kartengebühr bei N26 (10 €).

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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Inhaltsverzeichnis

  • Ab welchem Alter gibt es eine Kreditkarte?
  • Altersübersicht: Welche Karte ab welchem Alter?
  • Prepaid, Debit oder echte Kreditkarte – was ist der Unterschied?
  • Kreditkarte für Kinder ab 7 Jahren
  • Kreditkarte für Jugendliche ab 12 bis 16 Jahren
  • Erste echte Kreditkarte ab 18
  • Worauf Eltern achten sollten

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