Zusammenfassung: Das Postbank Giro extra plus im Test
Das Postbank Giro extra plus erzielt im Capitalo-Test 97 von 130 Punkten und die Note „Gut“ (3,7 von 5 Sternen, Stand: Juli 2026). Die monatliche Kontoführungsgebühr liegt bei 10,90 Euro und entfällt vollständig, sobald mindestens 3.000 Euro monatlich bargeldlos aufs Konto fließen. Wird dieser Betrag nicht erreicht, summieren sich die Kosten auf 130,80 Euro im Jahr.
Ein starker Vorteil ist der vollständige Wegfall der Fremdwährungsgebühr sowie der Verzicht auf Gebühren bei Barabhebungen in der gesamten Eurozone. Zusätzlich sind sowohl die Postbank Card (Girocard) als auch eine echte Mastercard-Kreditkarte dauerhaft kostenlos im Konto enthalten – ein klarer Pluspunkt gegenüber vielen anderen Premium-Konten. Wer den hohen Mindestgeldeingang von 3.000 Euro erfüllt, profitiert zusätzlich von einem im Marktvergleich unterdurchschnittlichen Dispozins, einem bundesweiten Filialnetz und einer bewährten Infrastruktur.
Vorteile und Nachteile beim Giro extra plus
Vorteile
- Kostenlose Kontoführung ab 3.000 Euro Geldeingang: Wer diesen Betrag monatlich erreicht, spart die reguläre Jahresgebühr von 130,80 Euro komplett ein.
- Girocard und Mastercard dauerhaft kostenlos: Sowohl die Postbank Card (Girocard) als auch eine echte Mastercard-Kreditkarte sind ohne Jahresgebühr im Konto enthalten.
- Günstiger Dispozins: Mit 8,92 % p. a. liegt der Sollzins für die eingeräumte Kontoüberziehung deutlich unter dem laut Verivox aktuellen Marktdurchschnitt von rund 11,3 % (Stand: Juli 2026).
- Keine Fremdwährungsgebühr: Zahlungen in anderen Währungen als dem Euro sind ohne Fremdwährungsgebühr möglich.
- Kostenlose Bargeldabhebungen: In der gesamten Eurozone kannst du unbegrenzt und ohne Zusatzkosten an Automaten Bargeld abheben.
Nachteile
- Hohe Grundgebühr ohne Mindesteingang: Wird der geforderte Geldeingang von 3.000 Euro nicht erreicht, fallen 10,90 Euro pro Monat (130,80 Euro im Jahr) an.
- Kein automatischer Kostenlos-Bonus: Anders als reine Online-Konten ist das Giro extra plus nur bei ausreichendem Geldeingang kostenlos, nicht grundsätzlich gebührenfrei.
- Schwindendes Filialnetz: Die Postbank reduziert ihr Filialnetz bis Mitte 2026 von rund 550 auf etwa 320 Standorte – wer viel Wert auf persönlichen Filialservice legt, sollte die Erreichbarkeit vor Ort vorab prüfen.
Das Postbank Giro extra plus im Marktvergleich
| Anbieter & Produkt | Monatliche Gebühr | Dispozins | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Postbank Giro extra plus | 10,90 € (kostenlos ab 3.000 €) | 8,92 % | Girocard & Mastercard dauerhaft kostenlos, keine Fremdwährungsgebühr |
| DKB Girokonto | 4,50 € | 8,51 % | Digitale Vollbank mit günstiger Grundgebühr |
| Consorsbank Girokonto | 4,00 € | 9,65 % | Kombiniertes Banking mit Broker-Anbindung |
| Deutsche Bank AktivKonto | 6,90 € | 11,60 % | Großes Filialnetz, höherer Dispozins |
Im Juli 2026-Vergleich erreicht das Postbank Giro extra plus im Capitalo-Test 97 von 130 Punkten und die Note „Gut“ (3,7 Sterne). Das Konto punktet vor allem mit den kostenlos inkludierten Karten und dem im Marktvergleich unterdurchschnittlichen Dispozins, verlangt dafür aber einen hohen Mindestgeldeingang für die Kostenfreiheit. Wer einen umfassenden Überblick sucht, findet in unserem Girokonto Vergleich weitere Alternativen.
Was ändert sich für Postbank-Kunden 2026?
Die Postbank reduziert ihr Filialnetz bis Mitte 2026 von ursprünglich rund 550 auf etwa 320 Standorte – rund 230 Filialen werden geschlossen oder zu reinen Beratungscentern ohne Postdienstleistungen umgebaut. Für Nutzer des Giro extra plus, die regelmäßig den persönlichen Filialservice in Anspruch nehmen, kann sich das je nach Region künftig auf die Erreichbarkeit auswirken. An den digitalen Leistungen und Konditionen des Kontos selbst ändert sich dadurch nichts.
Für wen eignet sich das Premium-Konto?
Ideale Zielgruppen und Alternativen
Das Postbank Giro extra plus richtet sich primär an gut verdienende Angestellte und Vielreisende. Personen mit einem regelmäßigen monatlichen Einkommen von mindestens 3.000 Euro profitieren von der vollständigen Befreiung der Kontoführungsgebühren und sparen somit über 130 Euro im Jahr. Zudem ist das Konto ideal für Kunden, die häufig im Nicht-EU-Ausland unterwegs sind, da die Bank auf eine Fremdwährungsgebühr verzichtet und dauerhaft eine kostenlose Girocard sowie eine echte Mastercard bereitstellt. Auch als Gehaltskonto für Rentner mit entsprechend hohen monatlichen Bezügen ist es eine solide Wahl, da der Filialservice weiterhin genutzt werden kann.
Weniger geeignet ist das Modell hingegen für Studenten, Geringverdiener oder Personen, die ein bedingungslos kostenloses Konto suchen. Wer die 3.000-Euro-Grenze nicht erreicht, zahlt mit fast 131 Euro im Jahr unverhältnismäßig hohe Gebühren. In diesem Fall ist ein Girokonto für Studenten oder ein Konto mit einer niedrigeren Einstiegshürde die deutlich bessere Alternative.
So eröffnest du das Postbank Konto
Produktauswahl
Wähle auf der Website das Kontomodell aus und starte den digitalen Antrag für dein neues Konto.
Dateneingabe
Trage deine persönlichen Daten, deine Steuer-ID und deine Kontaktdaten in das Formular ein.
Legitimation
Führe das PostIdent-Verfahren entweder per Video-Chat direkt am Smartphone oder klassisch in einer Postfiliale durch.
Vertragsabschluss
Bestätige die Konditionen digital per SMS-TAN oder elektronischer Unterschrift.
Aktivierung
Nach der Bonitätsprüfung erhältst du deine Zugangsdaten für das Online-Banking bequem per Post.
Wie kann ich mein Postbank-Konto einsehen?
Nach erfolgreicher Eröffnung kannst du dein Giro extra plus jederzeit über das Online-Banking sowie über die Postbank Banking-App einsehen. Dort behältst du Kontostand, Umsätze und Kartenlimits im Überblick und kannst Überweisungen, Daueraufträge und den Dispositionsrahmen bequem verwalten.
Voraussetzung für die Eröffnung sind ein Mindestalter von 18 Jahren, ein fester Wohnsitz in Deutschland sowie eine positive Bonitätsprüfung. Weitere Tipps zum Thema findest du in unserem Ratgeber Girokonto wechseln Anleitung.
Experten-Einschätzung zum Giro extra plus
Lohnt sich der Abschluss?
„Dieses Modell ist ein klassisches Premium-Konto, das seine Stärken erst bei entsprechender Bonität und ausreichendem Geldeingang ausspielt. Wer den Mindestgeldeingang von 3.000 Euro pro Monat sicherstellen kann, erhält mit Girocard und einer dauerhaft kostenlosen Mastercard sowie einem vergleichsweise günstigen Dispozins von 8,92 % ein rundum überzeugendes Konto. Mit 97 von 130 Punkten und der Note „Gut“ zählt das Giro extra plus zu den solideren Premium-Angeboten im Markt – enttäuschend bleibt jedoch die hohe Grundgebühr, sobald der Geldeingang nicht erreicht wird. Für Durchschnittsverdiener gibt es auf dem Markt Alternativen mit niedrigerer Einstiegshürde.“
– Alexander Senger, Geschäftsführer Capitalo (Stand: Juli 2026)