
Zusammenfassung: Santander BestCard Premium
Die Santander BestCard Premium erreicht in unserem aktuellen Test einen Capitalo Score von 102 von 150 Punkten und erhält die Note „Befriedigend" (3,4 Sterne, Stand: Juni 2026). Damit positioniert sich das Produkt als solide Lösung für reiseaffine Nutzer im deutschen Markt. Der entscheidende Vorteil ist der vollständige Verzicht auf Fremdwährungsgebühren sowie die weltweit gebührenfreie Bargeldabhebung (bis zu 8-mal pro Monat). Mit Santander Girokonto fällt eine Jahresgebühr von 70,80 EUR an (ohne Girokonto: 118,80 EUR), die sich bei regelmäßigen internationalen Reisen durch das integrierte Versicherungspaket, den 7 % Reise-Cashback über Urlaubsplus und die wegfallenden Transaktionskosten schnell amortisieren kann. Wer eine leistungsstarke Kreditkarte für Reisen sucht, findet hier ein starkes Gesamtpaket.
Vorteile und Nachteile der Premium-Kreditkarte
Das Premium-Modell überzeugt in der Praxis mit einem klaren Fokus auf Reise- und Zusatzleistungen, bringt jedoch auch spezifische Kostenstrukturen mit sich. Fremdwährungsgebühren und Bargeldabhebungskosten zählen bei vielen Kreditkarten zu den größten versteckten Kostenpositionen – umso wichtiger ist es, Vor- und Nachteile genau abzuwägen (Stand: Juni 2026).
Vorteile
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben: Du zahlst an Geldautomaten im In- und Ausland absolut keine Gebühren der Bank – bis zu 8-mal pro Monat weltweit. Bei vielen Mitbewerbern werden hier schnell 4 bis 5 % des Abhebebetrags fällig.
- 0 % Fremdwährungsgebühr: Bei Zahlungen in Fremdwährungen entfällt der sonst übliche Aufschlag von oft bis zu 2 % komplett. Wer im Urlaub umgerechnet 2.000 EUR in einer anderen Währung ausgibt, spart somit direkt 40 EUR an Gebühren.
- 7 % Reise-Cashback über Urlaubsplus: Auf Reisebuchungen über das Urlaubsplus-Portal erhältst du 7 % Cashback zurück – ein echter Mehrwert für Vielreisende (Stand: Juni 2026).
- Umfassendes Versicherungspaket: Die Jahresgebühr beinhaltet 8 wichtige Reiseversicherungen, darunter Auslandskrankenversicherung, Mietwagen-Vollkasko, Kfz-Schutzbrief Europa und Flugverspätungsschutz, die dich und deine Familie auf Reisen umfassend absichern.
- Volle Flexibilität ohne neues Girokonto: Du kannst die Karte als Standalone-Lösung nutzen und einfach mit deinem bestehenden Referenzkonto verknüpfen. Ein Girokonto-Wechsel ist nicht nötig.
- Moderne Bezahlmethoden: Apple Pay und Google Pay sind vollständig integriert und ab dem 1. Tag nutzbar.
Nachteile
- Jahresgebühr: Mit 70,80 EUR pro Jahr (mit Santander Girokonto) bzw. 118,80 EUR (ohne Konto) fallen laufende Kosten an. Nutzer sollten die Kreditkarten-Kosten vorab genau kalkulieren.
- Teilzahlung ist voreingestellt: Die Karte ist als Revolving-Kreditkarte konzipiert. Die voreingestellte Teilzahlung zu einem effektiven Jahreszins von 16,43 % (Stand: Juni 2026) solltest du aktiv auf 100 % Vollzahlung umstellen, um teure Zinsfallen zu vermeiden.
- Kein Lounge-Zugang, kein Concierge: Klassische Premium-Features wie Airport-Lounge-Zugang oder Concierge-Service sind nicht enthalten – hier punkten teurere Premiumkarten stärker.
- Partnerkarte kostenpflichtig: Eine Zusatzkarte für Partner kostet 46,80 EUR pro Jahr.
Die Kreditkarte im Marktvergleich
Im direkten Marktvergleich (Stand: Juni 2026) zeigt sich deutlich, wo die Premium-Kreditkarte ihre Stärken ausspielt und wo andere Anbieter punkten. Das Premium-Modell ist besser für Vielreisende konzipiert, während andere Karten eher für preisbewusste Nutzer infrage kommen. Wir haben die Karte mit 3 relevanten Alternativen verglichen, um dir eine objektive Entscheidungsgrundlage zu bieten.
| Produkt | Jahresgebühr | Zinsen (Teilzahlung) | Capitalo Score | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Santander BestCard Premium | 70,80 EUR (mit Konto) | 16,43 % eff. p.a. (Stand: Juni 2026) | 102/150 – Befriedigend | 0 % Fremdwährungsgebühr, 7 % Reise-Cashback |
| awa7® Visa Kreditkarte | 0,00 EUR | 17,77 % eff. p.a. | 90/100 – Sehr gut | Dauerhaft ohne Jahresgebühr |
| PAYBACK Visa Kreditkarte | 29,00 EUR | Keine Teilzahlung (Charge) | 87/100 – Sehr gut | Punkte sammeln bei jedem Umsatz |
| bunq Pro Mastercard | 119,88 EUR | Keine Teilzahlung (Debit) | 70/100 – Gut | Fokus auf Nachhaltigkeit & App |
Die Santander BestCard Premium punktet vor allem durch die fehlenden Fremdwährungsgebühren, kostenlose Abhebungen und den 7 % Reise-Cashback. Die awa7® Visa Kreditkarte glänzt hingegen als komplett kostenlose Kreditkarte für den Alltag.
Welche Santander-Kreditkarte ist die beste?
Santander bietet drei BestCard-Varianten an: die BestCard Smart (ohne Jahresgebühr bei ausreichendem Umsatz), die BestCard Extra (58,80 EUR/Jahr) und die BestCard Premium (70,80 EUR/Jahr mit Girokonto). Für Vielreisende mit Bedarf an einem umfassenden Versicherungspaket und dem 7 % Reise-Cashback ist die BestCard Premium die stärkste Option. Wer hauptsächlich im Inland zahlt und keine Reiseversicherungen benötigt, fährt mit der günstigeren BestCard Smart oder Extra besser.
Für wen eignet sich die Premium-Karte?
Dieses Modell richtet sich an Kunden, die bereit sind, für Premium-Leistungen eine entsprechende Jahresgebühr zu entrichten (70,80 EUR mit Santander Girokonto, Stand: Juni 2026). Die Karte ist maßgeschneidert für spezifische Nutzerprofile, die von den exklusiven Features stark profitieren. Weniger geeignet ist sie hingegen für Sparer, die nur selten im Ausland unterwegs sind und primär im Inland bezahlen. In solchen Fällen amortisieren sich die Fixkosten schlichtweg nicht.
Ideal für:
- Vielreisende und Expats: Wer häufig außerhalb der Euro-Zone unterwegs ist, spart durch die 0 % Fremdwährungsgebühr bei jeder einzelnen Transaktion bares Geld. Bei einem jährlichen Reisebudget von 5.000 EUR in Fremdwährungen ergibt das eine Ersparnis von rund 100 EUR gegenüber Standardkarten. Hinzu kommt der 7 % Reise-Cashback über Urlaubsplus.
- Sicherheitsbewusste Urlauber: Das integrierte Versicherungspaket mit 8 Versicherungen bietet einen soliden Grundschutz für Reisen, ohne dass separate Policen abgeschlossen werden müssen. Ein Pluspunkt in puncto Kreditkarten-Sicherheit.
Weniger geeignet für:
- Kostenbewusste Gelegenheitsnutzer: Wer die Karte nur selten einsetzt, für den rechnet sich die Jahresgebühr nicht. Hier ist ein Blick in unseren Kreditkarten-Vergleich deutlich sinnvoller.
- Personen mit Neigung zu Ratenkrediten: Durch die voreingestellte Teilzahlung und 16,43 % effektiven Jahreszins besteht die Gefahr hoher Zusatzkosten, wenn die Vollzahlung nicht im 1. Monat aktiviert wird.
So beantragst du die Kreditkarte
Der Antragsprozess für die Santander BestCard Premium ist vollständig digitalisiert und nimmt nur rund 10 Minuten in Anspruch. Durch die medienbruchfreie Abwicklung entfällt der lästige Papierkram komplett, wenn du die Kreditkarte beantragen möchtest. Die Bank prüft deine Daten in der Regel sofort und gibt dir direkt eine Rückmeldung zur Machbarkeit. Damit sparst du dir den Weg in eine Filiale und kannst den Vorgang bequem von zu Hause aus anstoßen.
Online-Antrag starten
Fülle das digitale Antragsformular auf der Website der Bank aus. Halte deinen Personalausweis für den weiteren Prozess bereit.
Persönliche Daten eingeben
Hinterlege deine Wohnsitzadresse und dein bestehendes Referenzkonto. Ein neues Girokonto ist für die Nutzung nicht erforderlich.
Bonitätsprüfung
Die Bank führt eine Echtzeit-Abfrage durch, um deinen persönlichen Kreditrahmen von bis zu 10.000 EUR (Stand: Juni 2026) festzulegen.
Legitimation
Führe das Video-Ident-Verfahren bequem per Smartphone durch. Alternativ steht dir auch das klassische Post-Ident-Verfahren zur Verfügung.
Kartenversand
Nach erfolgreicher Prüfung erhältst du die physische VISA-Karte sowie die dazugehörige PIN in zwei separaten Briefen innerhalb von 5 bis 7 Werktagen.
Experten-Einschätzung zur Santander-Karte
Die Premium-Kreditkarte ist ein solides Paket für alle, die regelmäßig reisen und eine verlässliche Karte mit hohem Verfügungsrahmen suchen. Besonders die Kombination aus weltweit kostenlosen Bargeldabhebungen (8x/Monat), dem Verzicht auf Fremdwährungsgebühren und dem 7 % Reise-Cashback über Urlaubsplus ist in dieser Form selten auf dem Markt. Der Capitalo Score von 102 von 150 Punkten (Note: Befriedigend, 3,4 Sterne, Stand: Juni 2026) spiegelt die solide, aber nicht überragende Gesamtleistung wider – vor allem das Fehlen von Lounge-Zugang, Concierge-Service und der vergleichsweise schwache Kundenservice kosten Punkte. Dennoch solltest du die Zinskosten von 16,43 % effektiv bei der Teilzahlung stets im Blick behalten.
Alexander's Take
Als Gründer von Capitalo habe ich mir die Konditionen genau angesehen. Der Capitalo Score von 102 von 150 Punkten (Note: Befriedigend, 3,4 Sterne) zeigt: Die Karte liefert starke Reise-Grundleistungen, bleibt aber bei Airport-Perks und Kundenservice hinter echten Premium-Karten zurück. Im direkten Vergleich von Debit- und Kreditkarten zeigt sich die Stärke einer echten Credit Card bei der Kautionshinterlegung für Mietwagen. Einziger Wermutstropfen ist die voreingestellte Teilzahlungsfunktion. Mein Rat: Stelle diese direkt nach Erhalt in der App auf 100 % Vollzahlung um, dann ist die Karte ein hervorragender Begleiter für Reisende.
Alexander Senger, Geschäftsführer Capitalo (Stand: Juni 2026)


