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Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Pflicht, Kosten & die besten Konten 2026
Konten

Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Pflicht, Kosten & die besten Konten 2026

Alexander SengerAlexander Senger
Aktualisiert: 21. Juni 2026

Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Was du wissen musst

Als Kleinunternehmer brauchst du kein Geschäftskonto – aber es lohnt sich trotzdem. Wir erklären die Rechtslage, vergleichen die besten Konten und zeigen, worauf du achten musst.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 💰 Kostenlos möglich: Finom Solo (0 EUR) und Vivid Money Basic (ab 0 EUR) bieten vollwertige Geschäftskonten für Kleinunternehmer
  • ✅ Keine Pflicht: Kleinunternehmer brauchen kein separates Geschäftskonto – nur Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) sind dazu verpflichtet (laut § 7 Abs. 2 S. 2 GmbHG)
  • 📋 Kleinunternehmerregelung: §19 UStG befreit dich von der Umsatzsteuer – ein einfaches Konto ohne spezielle USt-Funktionen reicht oft aus
  • ⚠️ Bank-AGB beachten: Viele Banken verbieten die geschäftliche Nutzung von Privatkonten und können im Ernstfall kündigen

Transparenzhinweis. Einige Links auf dieser Seite führen zu Partnerangeboten. Wenn du darüber ein Konto eröffnest, erhalten wir eine Vergütung – für dich entstehen keine Mehrkosten. Unsere Bewertungen im Capitalo Score sind davon unabhängig.

Du bist Kleinunternehmer und fragst dich, ob du wirklich ein eigenes Geschäftskonto brauchst? Die kurze Antwort: Gesetzlich nein, praktisch fast immer ja. Selbst wenn die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG dir das Leben bei der Buchhaltung erleichtert, lohnt sich ein separates Konto für geschäftliche Zahlungen. Es schützt dich vor Bank-AGB-Problemen, erleichtert die Steuererklärung und macht dein Geschäft von Anfang an professioneller.

In diesem Ratgeber zeigen wir dir die besten Geschäftskonten für Kleinunternehmer in Deutschland. Wir haben 16 Konten nach objektiven Kriterien bewertet und die Top-Optionen für verschiedene Bedürfnisse zusammengestellt. Alle Konditionen stammen direkt von den Anbietern und werden regelmäßig aktualisiert (Stand: Juni 2026).

Die besten Geschäftskonten für Kleinunternehmer im Vergleich

Grundsätzlich gilt: Als Kleinunternehmer hast du andere Anforderungen als eine GmbH oder ein wachsendes Startup. Du brauchst kein Konto mit 500 inklusiven Buchungen und Firmenkartenmanagement. Was zählt, sind niedrige Grundgebühren, eine einfache Eröffnung und eine gute App. Wenn du stattdessen einen allgemeinen Geschäftskonto-Vergleich suchst, findest du dort alle Konten für jede Rechtsform.

Hier sind unsere Empfehlungen für Kleinunternehmer 2026:

Konto Anbieter Capitalo Score Monatliche Gebühr Überweisungen Highlights
Solo Finom 65/140 (Ausreichend) 0 EUR 0,30 EUR/Stk. Kostenloses Konto
Basic Vivid Money 80/140 (Befriedigend) 0 EUR* Unbegrenzt kostenlos Unbegrenzt kostenlose Buchungen, 0 EUR Geldautomaten
Complete FYRST 56/140 (Ausreichend) 10 EUR 75 inkl., dann 0,08 EUR Deutsche-Bank-Tochter, Kontokorrentkredit
Basic Finom 78/140 (Befriedigend) 8,99 EUR 0,03 EUR/Stk. Buchhaltungsintegration
Basic Qonto 85/140 (Gut) 9 EUR** 30 inkl., dann 0,40 EUR Deutsche IBAN + SEPA-Echtzeit kostenlos
Pro Holvi 140/140 (Hervorragend) 9 EUR (Jahresvertrag) Unbegrenzt kostenlos Integrierte Rechnungserstellung

*Vivid Money Basic: 6,90 EUR/Monat, ab 1 EUR monatlichem Geldeingang kostenlos (Stand: Juni 2026).

*Finom Basic: 8,99 EUR/Monat bei Jahresvertrag, 10,99 EUR bei monatlicher Zahlung (Stand: Juni 2026).

**Qonto Basic: 9 EUR/Monat netto (10,71 EUR brutto). Für Kleinunternehmer nach §19 UStG ist die Vorsteuer nicht abziehbar – effektive Kosten entsprechen dem Bruttopreis (Stand: Juni 2026).

Bester Wert für Kleinunternehmer: Vivid Money Basic

Für die typische Kleinunternehmer-Kombination aus niedrigen Gebühren und moderner App ist Vivid Money Basic mit 80 von 140 Punkten (Bewertung: Befriedigend) im Capitalo Score unser Preis-Leistungs-Tipp. Das Konto überzeugt mit unbegrenzten kostenlosen SEPA-Überweisungen, kostenlosem Geldabheben an allen Automaten und einer Fremdwährungsgebühr von nur 1 %. Bei einem monatlichen Geldeingang ab 1 EUR entfällt die Grundgebühr von 6,90 EUR komplett (Stand: Juni 2026). Für die meisten Kleinunternehmer bedeutet das: ein dauerhaft kostenloses Konto mit unbegrenzten Buchungen – und das ohne SCHUFA-Prüfung.

Bestes kostenloses Konto: Finom Solo

Wenn du ein garantiert kostenloses Geschäftskonto ohne Bedingungen suchst, ist Finom Solo die erste Wahl. Das Konto wurde explizit für Einzelunternehmer und Kleinunternehmer konzipiert und bietet eine virtuelle Debitkarte, ein Unterkonto und mobile Banking. Der Haken: Jede Überweisung kostet 0,30 EUR, und physische Karten gibt es erst im Basic-Tarif. Für Kleinunternehmer mit wenig Transaktionen (unter 15 pro Monat) trotzdem die günstigste Option mit maximal 4,50 EUR Kosten pro Monat.

Beste Wahl mit Bargeld und Kredit: FYRST Complete

Brauchst du Bargeldeinzahlungen oder einen Kontokorrentkredit, ist FYRST die beste Wahl. Als Tochter der Deutschen Bank hast du Zugang zum Cash-Group-Netzwerk mit über 7.000 Geldautomaten in Deutschland. Die Grundgebühr von FYRST Complete liegt bei 10 EUR/Monat (Stand: Juni 2026) und beinhaltet 75 kostenlose Buchungen, eine Debitkarte und eine Kreditkarte. Besonders für Kleinunternehmer mit Bargeschäft (Marktstand, Laden, Handwerk) ist FYRST damit die solideste Option.

Beste Wahl für digitale Solo-Selbstständige: Qonto Basic

Wenn du als Solo-Selbstständiger eine moderne Banking-App mit deutscher IBAN und kostenlosen SEPA-Echtzeit-Überweisungen suchst, ist Qonto Basic eine solide Wahl. Das Konto kostet 9 EUR/Monat (netto, Stand: Juni 2026) und beinhaltet 30 SEPA-Transaktionen. Danach fallen pro Überweisung oder Lastschrift 0,40 EUR an. Qonto punktet mit integrierter E-Rechnungs-Erstellung, OCR-Belegerfassung und API-Zugang für Lexoffice, sevDesk oder FastBill. Die Mastercard One Debit-Karte und zwei virtuelle Karten sind kostenlos inklusive. SEPA-Echtzeitüberweisungen bis 100.000 EUR sind unbegrenzt kostenlos.

Wichtig zur DATEV-Integration. Qonto Basic bietet nur einen Basis-DATEV-Export für deinen Steuerberater. Die professionelle DATEV-Schnittstelle mit RZ-Bankinfo und Belegbilderservice ist erst im Qonto Smart-Tarif (19 EUR/Monat) enthalten. Auch ein separater Lesezugriff für deinen Steuerberater kommt erst ab Smart. Wenn deine Steuerkanzlei mit DATEV RZ-Bankinfo arbeitet, plane das Upgrade direkt mit ein.

Qonto hat außerdem einen kostenlosen Starter-Tarif, der für Kleinunternehmer mit sehr wenigen Transaktionen als Einstiegslösung interessant sein kann. Mehr Details zum Anbieter, zur DATEV-Schnittstelle und echte Kundenerfahrungen findest du in unserem Qonto Test.

Höchste Gesamtbewertung: Holvi Pro

Holvi Pro erreicht in unserem Capitalo Score 140 von 140 Punkten (Bewertung: Hervorragend) und führt damit unser Score-Ranking an. Das finnische FinTech kostet 15 EUR/Monat (9 EUR bei Jahresvertrag) und bietet unbegrenzte SEPA-Überweisungen, unbegrenzte Team-Zugänge, vollautomatische Steuerrücklage, DATEV + lexoffice-Integration, Belegerfassung mit KI-OCR und ein komplettes E-Rechnungs-Tool mit Angebots- und Mahnwesen. Für Freiberufler und wachsende Solo-Dienstleister, die ein All-in-One-Finanztool wollen, ist Holvi die funktional stärkste Option im Vergleich — mit 15 EUR Grundgebühr aber nicht die günstigste.

Brauche ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?

Die wichtigste Frage zuerst: Nein, als Kleinunternehmer bist du gesetzlich nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. Diese Pflicht besteht laut § 7 Abs. 2 S. 2 GmbHG nur für Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG oder AG, die als juristische Personen eigene Konten benötigen. Das bestätigt auch das BMWK-Existenzgründungsportal: "Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, ein gesondertes Geschäftskonto zu führen."

Allerdings gibt es drei gewichtige Gründe, warum du trotzdem eines haben solltest:

1. Bank-AGB verbieten oft die geschäftliche Nutzung

Achtung: Kontokündigung möglich. Viele Banken schließen in ihren AGB die geschäftliche Nutzung von Privatkonten aus. Nutzt du dein Girokonto trotzdem für Geschäftstransaktionen, riskierst du eine Ermahnung, rückwirkende Gebührenerhöhung oder sogar eine Kontokündigung. Prüfe die AGB deiner Bank, bevor du dein Privatkonto geschäftlich nutzt.

2. Steuerliche Vorteile und Betriebsprüfung

Das Finanzamt erwartet, dass alle geschäftlichen Kontobewegungen lückenlos nachvollziehbar sind (gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, GoBD). Bei einer Betriebsprüfung musst du jede Buchung einem geschäftlichen oder privaten Zweck zuordnen können. Mit einem separaten Geschäftskonto geht das automatisch. Ohne Kontotrennung musst du mühsam jede einzelne Buchung erklären. Ein weiterer Vorteil: Die Kontogebühren sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

3. Professioneller Außenauftritt

Rechnungen mit einer geschäftlichen IBAN wirken professioneller als solche mit einem offensichtlichen Privatkonto. Besonders bei Geschäftskunden kann ein separates Geschäftskonto Vertrauen schaffen. Hinzu kommt: Seit Oktober 2025 sind Echtzeitüberweisungen für alle Banken in der EU verpflichtend (gemäß EU Instant Payment Regulation), was den Zahlungsverkehr für dein Kleinunternehmen zusätzlich beschleunigt.

Expertentipp: Steuerrücklage auf Unterkonto. Richte dir ein Unterkonto ein, auf das du automatisch 25-30 % jeder Einnahme überweist. So bist du für die Einkommensteuer-Vorauszahlung immer liquide – auch wenn du als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer abführen musst. Anbieter wie Vivid Money und Finom bieten kostenlose Unterkonten mit eigener IBAN. Qonto Basic hat keine Unterkonten – erst ab dem Smart-Tarif ist ein Unterkonto inklusive.

Kleinunternehmer, Kleingewerbe oder Einzelunternehmer – was bist du?

Die Begriffe werden im Alltag oft durcheinander geworfen. Für die Kontowahl ist die Unterscheidung allerdings relevant:

Begriff Definition Geschäftskonto-Pflicht
Kleinunternehmer Steuerlicher Status nach §19 UStG. Umsatz im Vorjahr bis 25.000 EUR und im laufenden Jahr bis 100.000 EUR (gemäß der Neufassung zum 1. Januar 2025). Keine Umsatzsteuer auf Rechnungen. Nein
Kleingewerbe Gewerbe unterhalb der Kaufmannsschwelle (< 600.000 EUR Umsatz oder < 60.000 EUR Gewinn/Jahr). Keine Handelsregisterpflicht. Nein
Einzelunternehmer Natürliche Person, die ein Gewerbe betreibt oder freiberuflich tätig ist. Oberbegriff für Kleingewerbe, Freiberufler etc. Nein
GmbH / UG Kapitalgesellschaft mit Handelsregistereintrag (§ 7 Abs. 2 S. 2 GmbHG) Ja

Kleinunternehmerregelung ab 2025 (§19 UStG)

Die Umsatzgrenzen der Kleinunternehmerregelung wurden zum 1. Januar 2025 angehoben: Vorjahresumsatz bis 25.000 EUR (vorher 22.000 EUR) und laufender Jahresumsatz bis 100.000 EUR (vorher 50.000 EUR). Als Kleinunternehmer stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung, darfst aber auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Für dein Geschäftskonto bedeutet das: Du brauchst keine speziellen USt-Funktionen im Konto – ein einfaches Konto mit Überweisungen und Debitkarte reicht völlig aus. Beachte aber: Da du keine Vorsteuer abziehen kannst, sind Netto-Preise vieler Anbieter (z.B. Qonto 9 EUR netto = 10,71 EUR brutto) für dich effektiv höher.

Übrigens: Kleinunternehmer und Kleingewerbe sind nicht dasselbe – du kannst beides gleichzeitig sein, aber auch nur eines. Ein Fotograf mit 15.000 EUR Umsatz ist Freiberufler und Kleinunternehmer, aber kein Kleingewerbe (da kein Gewerbe). Ein Etsy-Händler mit 10.000 EUR Umsatz ist Kleingewerbe und Kleinunternehmer. Wenn du mehr über die Kontowahl als Freiberufler erfahren möchtest, findest du dort unseren spezialisierten Ratgeber.

Worauf Kleinunternehmer bei der Kontoauswahl achten sollten

Nicht jedes Geschäftskonto passt zu jedem Kleinunternehmer. Die richtige Wahl hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Hier sind die wichtigsten Kriterien:

Grundgebühr und Transaktionskosten

Als Kleinunternehmer hast du typischerweise 10-30 Buchungen pro Monat – deutlich weniger als eine GmbH mit Mitarbeitern. Rechne die Gesamtkosten über ein Jahr durch. Das folgende Beispiel zeigt, wie unterschiedlich die Jahreskosten ausfallen können:

Profil Finom Solo (0 EUR) Vivid Money Basic (0 EUR*) Finom Basic (8,99 EUR) Qonto Basic (9 EUR netto) FYRST Complete (10 EUR)
10 Buchungen/Monat 36 EUR/Jahr 0 EUR/Jahr 107,88 EUR/Jahr 108 EUR/Jahr** 120 EUR/Jahr
25 Buchungen/Monat 90 EUR/Jahr 0 EUR/Jahr 107,88 EUR/Jahr 108 EUR/Jahr** 120 EUR/Jahr
50 Buchungen/Monat 180 EUR/Jahr 0 EUR/Jahr 107,88 EUR/Jahr 204 EUR/Jahr** 120 EUR/Jahr

*Vivid Money Basic: Bei mind. 1 EUR monatlichem Geldeingang kostenlos.

**Qonto Basic: Nettopreise. Für Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug entsprechen die effektiven Kosten 128,52 EUR / 242,76 EUR (brutto). Bei 50 Buchungen: 108 EUR Grundgebühr + 20 × 0,40 EUR × 12 Monate = 204 EUR (netto).

Die Rechnung zeigt: Vivid Money Basic ist für Kleinunternehmer mit regelmäßigen Einnahmen die günstigste Option, unabhängig von der Buchungszahl. Wer ein kostenloses Geschäftskonto ohne Bedingungen möchte, greift zu Finom Solo. Einen vollständigen Überblick über alle Geschäftskonto-Kosten findest du in unserem separaten Ratgeber.

Buchhaltungsintegration

Als Kleinunternehmer bist du zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) verpflichtet – nicht zur doppelten Buchführung. Trotzdem erleichtert eine Integration mit sevDesk, lexoffice oder FastBill die Arbeit erheblich. Finom, Qonto und Holvi bieten hier die besten Optionen: Finom und Qonto mit DATEV-Export und breiten API-Schnittstellen, Holvi mit integrierter Rechnungserstellung direkt im Konto. Wichtig bei Qonto Basic: die erweiterte DATEV-Schnittstelle mit RZ-Bankinfo ist erst im Smart-Tarif enthalten.

Bargeldservice

Online-Händler und digitale Dienstleister brauchen selten Bargeld. Wenn du allerdings einen Laden, Marktstand oder Handwerksbetrieb führst, brauchst du Zugang zu einem Geldautomaten-Netzwerk. FYRST (Cash Group mit 7.000+ Automaten) bietet hier die beste Option unter den digitalen Konten. Vivid Money ermöglicht kostenloses Geldabheben an allen Automaten in Deutschland. Qonto eignet sich für Bargeldbetriebe weniger – Bareinzahlungen sind nur über Umwege möglich.

Unterkonten für Steuerrücklagen

Auch als Kleinunternehmer zahlst du Einkommensteuer. Die Möglichkeit, Unterkonten mit eigener IBAN anzulegen, hilft dir, Steuerrücklagen sauber zu trennen. Vivid Money bietet unbegrenzte Unterkonten, Finom ab dem Solo-Tarif ein Unterkonto. Qonto bietet Unterkonten erst ab dem Smart-Tarif (19 EUR/Monat) – im Basic-Tarif musst du Rücklagen manuell trennen.

Geschäftskonto eröffnen: So geht's in 5 Minuten

1

Anbieter auswählen

Vergleiche die Konten anhand deiner wichtigsten Kriterien. Für die meisten Kleinunternehmer empfehlen wir Vivid Money Basic oder Finom Solo als Einstieg.

2

Online registrieren

Gib deine persönlichen Daten, deine Steuernummer und Angaben zu deiner Tätigkeit ein. Als Kleinunternehmer brauchst du keinen Handelsregisterauszug. Bei einem Kleingewerbe benötigst du zusätzlich die Gewerbeanmeldung.

3

Identität verifizieren

Die meisten Anbieter nutzen Video-Ident (5-10 Minuten) oder eIDAS-kompatible Verfahren. Du brauchst einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

4

Konto nutzen

Nach erfolgreicher Verifizierung ist dein Konto sofort aktiv. Bei einigen Anbietern dauert es 1-2 Werktage bis zur vollständigen Freischaltung.

5

Zahlungsströme umleiten

Teile deinen Kunden die neue geschäftliche IBAN mit und aktualisiere deine Rechnungsvorlage. Die meisten Banken bieten eine automatische Kontowechselhilfe nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG).

Benötigte Unterlagen für Kleinunternehmer:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Steuernummer (Finanzamt)
  • Gewerbeanmeldung (nur bei Kleingewerbe, nicht bei Freiberuflern)
  • Angaben zur Tätigkeit (Branche, voraussichtlicher Umsatz)
  • Ggf. Nachweis über Kleinunternehmerregelung (Bescheid vom Finanzamt)

Häufige Fragen zum Geschäftskonto für Kleinunternehmer

Ist ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer Pflicht?

Nein. Nur Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sind gesetzlich verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen (laut § 7 Abs. 2 S. 2 GmbHG). Kleinunternehmer, Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende dürfen ihr Privatkonto geschäftlich nutzen. Allerdings verbieten viele Banken dies in ihren AGB (laut Lexware und Verbraucherzentralen), weshalb ein separates Konto praktisch empfehlenswert ist.

Was kostet ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer?

Die Kosten reichen von 0 EUR (Finom Solo, Vivid Money Basic) bis über 50 EUR/Monat für Premium-Konten. Für die meisten Kleinunternehmer reicht ein Konto zwischen 0 und 10 EUR/Monat (Stand: April 2026). Die tatsächlichen Kosten hängen von der Anzahl deiner monatlichen Buchungen, Bargeldnutzung und benötigten Zusatzfunktionen ab. Die Gebühren sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

Kann ich mein Privatkonto als Geschäftskonto nutzen?

Rechtlich ja, aber viele Banken untersagen die geschäftliche Nutzung von Privatkonten in ihren AGB. Bei Verstoß droht eine Ermahnung, rückwirkende Gebührenerhöhung oder Kontokündigung. Außerdem erschwert die Vermischung privater und geschäftlicher Buchungen die Steuererklärung und eine mögliche Betriebsprüfung erheblich.

Was ist der Unterschied zwischen Kleinunternehmer und Kleingewerbe?

Kleinunternehmer ist ein steuerlicher Status nach §19 UStG (Vorjahresumsatz bis 25.000 EUR, laufend bis 100.000 EUR, ab 2025). Du bist von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Kleingewerbe ist eine Unternehmensform unterhalb der HGB-Kaufmannsschwelle (< 600.000 EUR Umsatz oder < 60.000 EUR Gewinn/Jahr) ohne Handelsregisterpflicht. Du kannst beides gleichzeitig sein – oder nur eines.

Brauche ich eine SCHUFA-Auskunft für ein Geschäftskonto?

Die meisten Neobanken und FinTech-Anbieter wie Finom, Vivid Money und Holvi führen keine SCHUFA-Abfrage bei der Kontoeröffnung durch. Traditionelle Banken wie die Deutsche Bank (FYRST), DKB oder Commerzbank prüfen in der Regel die Bonität. Wenn du negative SCHUFA-Einträge hast, wähle einen Anbieter ohne SCHUFA-Prüfung.

Kann ich als Kleinunternehmer ein kostenloses Geschäftskonto eröffnen?

Ja. Finom Solo ist dauerhaft kostenlos (nur Einzelgebühren pro Buchung von 0,30 EUR). Vivid Money Basic kostet 6,90 EUR/Monat, wird aber ab 1 EUR monatlichem Geldeingang kostenlos (Stand: April 2026). Beide Konten bieten die wichtigsten Grundfunktionen: SEPA-Überweisungen, Debitkarte und mobile Banking.

Sind Geschäftskonto-Gebühren steuerlich absetzbar?

Ja. Die monatlichen Kontogebühren, Buchungskosten und Kartengebühren deines Geschäftskontos sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Du trägst sie in deiner Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ein. Das gilt auch für Kleinunternehmer – die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG betrifft nur die Umsatzsteuer, nicht die Einkommensteuer.

Alexander Senger

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Gründer & Geschäftsführer

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.

Erfahrung

15+ Jahre Finanzbranche

Qualifikation

Diplom-Finanzfachwirt (FH)

Registrierung

§34c & §34d GewO

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Inhaltsverzeichnis

  • Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Was du wissen musst
  • Die besten Geschäftskonten für Kleinunternehmer im Vergleich
  • Brauche ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?
  • Kleinunternehmer, Kleingewerbe oder Einzelunternehmer – was bist du?
  • Worauf Kleinunternehmer bei der Kontoauswahl achten sollten
  • Geschäftskonto eröffnen: So geht's in 5 Minuten

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