Auf den Punkt: Welche Amex passt zu dir?
- Du willst keine Gebühr zahlen → Blue Card (Capitalo Score 73/100)
- Du sammelst PAYBACK-Punkte → PAYBACK Amex (72/100)
- Du reist viel und brauchst Lounge-Zugang → Platinum (61/100, 720 €/Jahr)
- Du reist gern, willst aber kein Premium-Preisschild → Gold Card (61/100)
- Du nutzt SIXT, FREENOW und stehst auf Lifestyle-Vorteile → Gold Card Rosé (64/100, Welcome-Bonus bis 30.06.2026)
Mehr Hintergrund zum American Express Anbieter-Profil — inklusive Trustpilot-Bewertungen — findest du auf unserer Brand-Seite. Im Folgenden geht es um die Vergleichstabelle, eine Auswahlhilfe nach Profil und ein ehrliches Pro/Contra je Karte — basierend auf unserem Capitalo Score aus zehn Bewertungskriterien.
Schnelle Auswahlhilfe: Welche Amex-Karte passt zu dir?
Drei Fragen, fünf Wege. So findest du in zwei Minuten heraus, welche American Express Karte deine ist.
Frage 1: Willst du eine Jahresgebühr zahlen?
- Nein → weiter zu Frage 2 (kostenlose Karten)
- Bis 200 €/Jahr ist okay → weiter zu Frage 3 (Premium-Einstieg)
- Mir egal, ich will das Beste → Platinum Card
Frage 2 (wenn kostenlos): Sammelst du bereits PAYBACK-Punkte?
- Ja → PAYBACK Amex (1 Punkt pro 3 € Umsatz, dazu der Welcome-Bonus von 1.000 Punkten plus 20-Euro-Amazon-Gutschein)
- Nein → Blue Card (Charge Card ohne Schuldenfalle, 24/7-Service)
Frage 3 (wenn Premium): Stehen Reisen oder Lifestyle im Vordergrund?
- Vielreisen + Versicherung → Gold Card (umfassende Reiseversicherungen, kostenlose Partnerkarte)
- Stadtleben + SIXT/FREENOW → Gold Card Rosé (Mobilitätsguthaben bis 290 €/Jahr)
- Beides → Platinum Card (Lounges weltweit, Concierge, 350 € jährliches Reiseguthaben)
Die Empfehlung ist eine Richtschnur. Im Folgenden findest du zu jeder Karte die konkreten Zahlen und ehrlichen Schwächen.
Alle 6 American Express Karten im Direktvergleich
| Karte | Jahresgebühr | Welcome-Bonus | Fremdwährung | Lounge | Versicherungen | MR / PAYBACK | Capitalo Score |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blue Card | 0 € | — | 2,00 % | nein | Reiseunfall | nein | 73/100 ★★★★ |
| PAYBACK Card | 0 € | 1.000 Pkte + 20 € Amazon | 2,00 % | nein | Basis | PAYBACK (1 Pkt/3 €) | 72/100 ★★★★ |
| Gold Card Rosé | 180 € | bis 55.000 MR-Pkte (bis 30.06.2026) | 2,00 % | nein | Reise + Einkauf | MR (1 Pkt/€) | 64/100 ★★★ |
| Green Card | 60 € | individuell | 2,00 % | nein | Reiseunfall | MR (1 Pkt/€) | 62/100 ★★★ |
| Gold Card | 240 € (Score-Stand, Aktionspreise prüfen) | bis 55.000 ExtraPunkte | 2,00 % | optional | Reise umfassend | MR (1 Pkt/€) | 61/100 ★★★ |
| Platinum Card | 720 € | bis 85.000 ExtraPunkte | 2,00 % | weltweit | Premium-Paket | MR (1 Pkt/€) | 61/100 ★★★ |
Quelle: Capitalo Score (10 Kriterien, max. 100 Punkte) und American Express, Stand Mai 2026. Eine Übersicht aller Produkt-Detailseiten findest du im American Express Produktkatalog. Welcome-Boni und Aktionen können sich kurzfristig ändern — vor Antrag direkt bei Amex prüfen.
Warum bewertet Capitalo eine Premium-Karte wie die Platinum schlechter als die Blue Card? Weil der Capitalo Score Kosten, Akzeptanz und Bargeldgebühren gleich gewichtet wie Premium-Features. Eine günstige Karte mit fairen Konditionen punktet im Score höher als eine teure Karte mit Lifestyle-Vorteilen. Für Vielreisende kann die Platinum trotzdem die richtige Wahl sein — der Score sagt dir nur, wo du finanziell sauber unterwegs bist. Eine ausführliche Übersicht aller Kreditkartenkosten erklärt die einzelnen Gebührentypen im Detail.
American Express Blue Card — die kostenlose Allround-Karte
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 0 € dauerhaft
- Kartentyp: Charge Card (automatische Vollzahlung, keine Sollzinsen)
- Kreditrahmen: 500 bis 10.000 €
- Apple Pay & Google Pay: ja
- 24/7-Kundenservice: Telefon + Chat
- Capitalo Score: 73/100 — Gut (3,7/5,0 ★)
Was sie stark macht: Die Blue Card ist die einzige Amex, die dauerhaft 0 € im Jahr kostet — und gleichzeitig eine echte Charge Card mit Schufa-relevanter Bonität, Kautionsfähigkeit bei Hotels und 24/7-Service. Du bekommst Apple Pay, Google Pay und eine Reiseunfallversicherung obendrauf. Für jemanden, der das Amex-Universum testen möchte, ohne sich finanziell zu binden, ist sie die logische Wahl.
Was sie schwach macht: Sobald du Bargeld brauchst oder ins Ausland fährst, wird es teuer. 4 % (mindestens 5 €) bei Bargeldabhebungen und 2 % Fremdwährungsgebühr sind im DACH-Vergleich nicht wettbewerbsfähig. Wer regelmäßig im Urlaub Bargeld abhebt, sollte zusätzlich eine reisefreundliche Karte mitnehmen.
Für wen? Einsteiger, die das Amex-Netzwerk und den Service testen wollen, ohne Gebühren zu zahlen. Nicht für Vielreisende.
PAYBACK American Express Card — die Punkte-Sammler-Karte
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 0 € dauerhaft
- Welcome-Bonus: 1.000 PAYBACK-Punkte + 20-€-Amazon-Gutschein
- PAYBACK-Punkte: 1 Punkt pro 3 € Umsatz (bei PAYBACK-Partnern doppelt)
- Kartentyp: Charge Card
- Apple Pay & Google Pay: ja
- Kreditrahmen: bis 10.000 €
- Kostenlose Partnerkarte: ja
- Capitalo Score: 72/100 — Gut (3,6/5,0 ★)
Was sie stark macht: Wer schon PAYBACK sammelt, hat hier den kürzesten Hebel. Bei jedem Einkauf — egal wo, weltweit — kommen automatisch PAYBACK-Punkte aufs Konto. Bei PAYBACK-Partnern wie REWE, dm oder Aral verdoppelt sich der Punkte-Ertrag. Dazu eine kostenlose Partnerkarte und ein 90-Tage-Rückgaberecht via Amex. Charge-Logik schützt vor der Schuldenfalle.
Was sie schwach macht: Die Umrechnung ist nüchtern: 1.000 € Umsatz bringen 333 PAYBACK-Punkte — das sind 3,33 € Gegenwert. Eine reine Cashback-Kreditkarte mit 1 % zahlt dir 10 € zurück. Wer nicht aktiv PAYBACK-Partner einkauft, sammelt langsam. Dazu kommt: 4 % Bargeldgebühr, 2 % Fremdwährungsgebühr, Bargeldservice erst nach 6 Monaten.
Für wen? PAYBACK-Sammler mit Schwerpunkt im PAYBACK-Universum (REWE, dm, Aral, real, Burger King). Wenn du eh schon die PAYBACK-App nutzt — diese Karte ist der Multiplikator.
American Express Green Card — der klassische Premium-Einstieg
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 60 € (laut Capitalo Score, aktuellen Preis vor Antrag prüfen)
- Kartentyp: Charge Card
- Membership Rewards: 1 Punkt pro Euro Umsatz
- Apple Pay & Google Pay: ja
- 24/7-Kundenservice: Telefon + Chat
- Capitalo Score: 62/100 — Befriedigend (3,1/5,0 ★)
Was sie stark macht: Klassische Amex-Optik, kein Girokonto erforderlich, kautionsfähig bei Mietwagen und Hotels. Du sammelst Membership Rewards-Punkte (1:1), die du später bei Airlines oder Hotels einlösen kannst.
Was sie schwach macht: Die 60 €/Jahr fallen erst weg, wenn du mehr als 9.000 € jährlich über die Karte umsetzt. Für die meisten Nutzer ist das keine realistische Schwelle. Dazu gibt es bei der Green Card weder Reiseversicherungen wie bei Gold/Platinum noch einen klaren Welcome-Bonus, der die Gebühr kompensiert. Bargeld- und Fremdwährungsgebühren entsprechen dem Amex-Standard (4 %, 2 %).
Für wen? Wer den Amex-Look will, aber nicht ins Gold-/Platinum-Segment will — und seine Karte tatsächlich für hohe Umsätze nutzt.
American Express Gold Card — die Reise-Klassikerin
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 240 € (laut Capitalo Score; aktuelle Aktionspreise auf amex.com sind oft günstiger — bitte vor Antrag prüfen)
- Welcome-Bonus: bis zu 55.000 ExtraPunkte beim Upgrade (Membership Rewards)
- Kartentyp: Charge Card
- Kostenlose Partnerkarte: ja
- Reiseversicherungen inklusive (Auslandskranken, Mietwagen, Reisestorno)
- Kreditrahmen: 500 bis 15.000 €
- Capitalo Score: 61/100 — Befriedigend (3,1/5,0 ★)
Was sie stark macht: Die Gold Card ist die meistempfohlene Reisekarte im Amex-Portfolio. Du bekommst ein umfassendes Reiseversicherungspaket (Auslandskrankenversicherung, Mietwagen-Vollkasko, Reisestornoversicherung), das im freien Markt schnell 100-150 €/Jahr kostet. Dazu eine kostenlose Partnerkarte für Familie oder Partner — bei vielen anderen Premium-Karten ein Aufpreis von 60-120 €. Membership Rewards-Punkte transferierst du zu Flying Blue, Miles & More, British Airways oder Hilton-/Marriott-Programmen. Im Cluster der Gold Kreditkarten ist sie eines der etabliertesten Modelle.
Was sie schwach macht: Im Ausland gilt das gleiche wie bei allen Amex-Karten — 2 % Fremdwährungsgebühr und 4 % Bargeldgebühr. Wer die Reiseversicherung nicht aktiv nutzt, zahlt die Jahresgebühr ohne klare Gegenrechnung. Und: Akzeptanz ~85 % in Deutschland heißt, du brauchst trotzdem eine zweite Karte für Bäckerei und Wochenmarkt.
Für wen? Wer 2-4 mal im Jahr ins Ausland fliegt und keine 720 € für die Platinum ausgeben will. Wer die Partnerkarte mitnutzt, holt sich einen Teil der Gebühr indirekt zurück.
American Express Gold Card Rosé — die Lifestyle-Variante
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 180 € (15 €/Monat)
- Welcome-Bonus: bis zu 220 € oder 55.000 MR-Punkte — Aktion bis 30.06.2026
- Mobilitätsguthaben: bis zu 290 €/Jahr (SIXT, FREENOW)
- LODENFREY-Guthaben: 80 €/Jahr
- Kartentyp: Charge Card
- Kostenlose Zusatzkarte: ja
- Capitalo Score: 64/100 — Befriedigend (3,2/5,0 ★)
Was sie stark macht: Die Rosé-Variante ist mehr als ein Farbtausch. Sie ist auf urbanes Lifestyle-Verhalten optimiert: Du bekommst SIXT- und FREENOW-Guthaben, das die Jahresgebühr fast komplett ausgleicht — wenn du diese Anbieter tatsächlich nutzt. Das LODENFREY-Guthaben ist ein Premium-Mode-Akzent. Membership Rewards funktionieren wie bei der Standard-Gold. Aktuell läuft ein Welcome-Bonus von bis zu 55.000 Punkten oder 220 € — noch bis 30. Juni 2026.
Was sie schwach macht: Wenn du nie SIXT oder FREENOW nutzt, sind 180 €/Jahr für eine Karte mit identischem Charge-Profil wie die Blue Card teuer. Die Karte ist keine Reise-Spezialistin — sie ist eine Stadtkarte. Im Ausland: 2 % Fremdwährungsgebühr, 4 % Bargeldgebühr.
Für wen? Stadtmenschen mit SIXT-Abo, FREENOW-Gewohnheit und Lust auf die rosa-goldene Metall-Optik. Wer die Guthaben aktiv abruft, fährt finanziell auf einer schwarzen Null.
American Express Platinum Card — das Premium-Flaggschiff (Amex Platin im Vergleich)
Die Eckdaten:
- Jahresgebühr: 720 € (60 €/Monat)
- Welcome-Bonus: bis zu 85.000 ExtraPunkte (Membership Rewards)
- Jährliches Reiseguthaben: 350 € (laut Capitalo-Datenbank)
- 24/7 Platinum Concierge Service
- Lounge-Zugang weltweit (Centurion Lounges, Priority Pass, Marhaba u. a.)
- Status-Match: Marriott Gold, Hilton Gold, SIXT Platinum
- Reiseversicherungspaket: Premium
- Kartentyp: Charge Card
- Capitalo Score: 61/100 — Befriedigend (3,1/5,0 ★)
Was sie stark macht: Die Platinum (auch als „Amex Platin“ gesucht) ist Amex-Premium pur. Lounge-Zugang weltweit über Priority Pass und die exklusiven Centurion Lounges. Concierge-Service rund um die Uhr — du rufst an, jemand bucht dir den Tisch im ausgebuchten Restaurant in Tokio. Umfangreiche Reiseversicherungen, Status-Match bei Marriott (Gold), Hilton (Gold) und SIXT (Platinum), ohne dass du eine Übernachtung dafür brauchst. Das 350-€-Reiseguthaben kompensiert einen Teil der Jahresgebühr — wenn du es jedes Jahr abrufst. Vergleichbare Premium-Optionen findest du im Cluster beste Kreditkarten zum Reisen.
Was sie schwach macht: 720 € im Jahr sind 720 € im Jahr. Wer weniger als 8-10 Reisen pro Jahr macht und die Lounges nicht regelmäßig nutzt, holt die Gebühr nicht zurück. Akzeptanz und Auslandsgebühren sind identisch zu allen anderen Amex-Karten (~85 %, 2 % Fremdwährung, 4 % Bargeld). Der Capitalo Score liegt bewusst niedrig — weil die hohe Gebühr und die schwachen Bargeldkonditionen den Score-Algorithmus stärker treffen als die Premium-Features ihn heben.
Für wen? Vielreisende mit mehr als zehn Trips pro Jahr, die Concierge und Lounges aktiv nutzen. Selbstständige und Unternehmer, die Reisevorteile beruflich absetzen können. Nicht für Wochenend-Touristen.
Centurion Card — der Mythos hinter der „schwarzen Amex“
Die schwarze Amex Centurion Card kannst du nicht beantragen. Sie ist invite-only — American Express schickt eine Einladung an Bestandskunden mit besonders hohem Umsatzvolumen. Die kursierenden Zahlen: Mindestumsatz von 250.000 bis 500.000 € pro Jahr über eine bestehende Amex Platinum, Mitgliedsgebühr im fünfstelligen Bereich.
Vorteile der Centurion gehen über die Platinum hinaus: dedizierter persönlicher Ansprechpartner, exklusive Hotel-Suiten-Upgrades, Privatjet-Zugang, individuelle Concierge-Wünsche. Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist sie eine Statusvision, keine realistische Option — und das ist von Amex auch so gewollt.
Wenn dich Premium-Plastik fasziniert, findest du in unserem Vergleich der schwarzen Kreditkarten Alternativen, die du tatsächlich beantragen kannst.
Membership Rewards: So funktioniert das Punkte-Programm
Mit jeder qualifizierten Amex-Karte (außer der Blue Card und der PAYBACK Card) sammelst du Membership Rewards-Punkte — typischerweise 1 Punkt pro Euro Umsatz. Was du damit machen kannst:
1. Punkte gegen Guthaben einlösen. 1.000 Punkte = ca. 5-7 € Statement Credit auf deine Rechnung. Klingt wenig — das ist die wirtschaftlich uninteressanteste Variante.
2. Punkte zu Airlines transferieren. Hier liegt der eigentliche Wert. 1.000 MR-Punkte werden 1:1 zu Flying Blue (Air France/KLM), Miles & More (Lufthansa), British Airways Avios oder anderen Programmen. Rechenbeispiel: 10.000 MR-Punkte werden zu 10.000 Miles & More-Meilen — das reicht für einen innerdeutschen Flug in der Economy (Gegenwert ~150-200 € bei normalem Buchungspreis).
3. Punkte zu Hotel-Programmen transferieren. Transfers zu Hilton Honors (typisch 1:2) oder Marriott Bonvoy (typisch 1:1) erzeugen Übernachtungswerte, die je nach Hotel deutlich über dem reinen Punkte-zu-Cash-Wert liegen.
Quick-Win-Tipp Restaurantguthaben. Im Rahmen von „Amex Offers“ gibt es bei vielen Karten regelmäßig Restaurantguthaben oder Statement Credits bei Partner-Restaurants — du aktivierst sie einmal in der App, zahlst dann beim Partner und bekommst einen Teil zurückerstattet.
Wann lohnen sich MR-Punkte? Wenn du sie aktiv für Flüge und Hotels einsetzt und nicht passiv auf dem Konto liegen lässt. Wer „auf den passenden Moment wartet“, verliert oft durch Programmänderungen Wert.
American Express in Deutschland: Wo wird Amex überhaupt akzeptiert?
Die Akzeptanz-Frage ist die wichtigste Frage vor jedem Amex-Antrag. Die ehrlichen Zahlen für 2026:
- Online: ~85 % der deutschen Webshops akzeptieren Amex. Das umfasst praktisch alle großen Player (Amazon, Zalando, Otto, MediaMarkt, IKEA, ASOS). Bei kleineren Online-Shops kann es sein, dass nur Visa und Mastercard angeboten werden.
- Offline: ~72 % der Akzeptanzstellen. Das umfasst alle großen Restaurantketten, Hotels, Tankstellen, Drogerien und Supermärkte. Wo Amex regelmäßig schwächelt: kleine inhabergeführte Restaurants, Bäckereien, Wochenmärkte, ländliche Sparkassen-Geldautomaten.
Quelle: Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik 2024 und Branchenstudien (EHI Retail Institute). Werte sind Schätzungen für DE 2026.
Praktischer Tipp: Trag immer eine zweite Karte (Visa oder Mastercard) im Portemonnaie. Im internationalen Vergleich ist die Amex-Akzeptanz in Deutschland niedriger als in den USA oder Großbritannien — die Servicegebühren für Händler sind höher, weshalb kleine Betriebe verzichten. Was Bestandskunden über Amex sagen, liest du in unserer Erfahrungsbericht-Sammlung.
Antrag: Voraussetzungen und Ablauf
Voraussetzungen:
- Mindestalter 18 Jahre
- Fester Wohnsitz in Deutschland
- Schufa-Auskunft (Amex prüft die Bonität bei jedem Antrag)
- Regelmäßiges Einkommen — die ungefähren Schwellen (Schätzungen, kein offizieller Mindestwert):
- Blue Card / PAYBACK Card: ab ca. 1.000 €/Monat netto
- Green Card: ab ca. 1.500 €/Monat netto
- Gold Card / Gold Card Rosé: ab ca. 2.500 €/Monat netto
- Platinum Card: ab ca. 5.000 €/Monat netto
Ablauf:
- Online-Antrag ausfüllen — 3 bis 5 Minuten
- Bonität wird automatisch geprüft
- Bei Zusage: sofortige virtuelle Karte in der Amex-App nutzbar
- Physische Karte kommt innerhalb von 5-10 Werktagen per Post
Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Bonität, Schufa und Antragsstrecke findest du in unserem ausführlichen Ratgeber Kreditkarte beantragen. Für die generelle Unterscheidung Charge Card vs. Debit haben wir eine eigene Erklärseite.
Fazit: Welche Amex passt zu wem?
Die ehrliche Antwort: Es gibt nicht die beste American Express Karte. Es gibt nur die, die zu deinem Verhalten passt.
Wenn du Amex zum ersten Mal ausprobierst und keinen Gebührenrisiko eingehen willst — Blue Card. Sie kostet nichts, du verlierst nichts und du testest, ob Amex-Service und Akzeptanz für deinen Alltag passen.
Wenn du PAYBACK-Sammler bist und im REWE-/dm-/Aral-Universum unterwegs — PAYBACK Amex. Sie zahlt sich nur aus, wenn du PAYBACK aktiv nutzt — aber dann sehr direkt.
Wenn du regelmäßig reist und Versicherungen schätzt — Gold Card. Du bekommst Reiseversicherungen, die im freien Markt 100-150 €/Jahr kosten, plus eine kostenlose Partnerkarte. Wer 2-4 Mal pro Jahr fliegt, holt die Gebühr indirekt zurück.
Wenn du in der Stadt lebst, SIXT und FREENOW nutzt — Gold Card Rosé. Die 290 € Mobilitätsguthaben gleichen die Jahresgebühr fast aus — wenn du sie tatsächlich abrufst.
Wenn Reisen dein Lebensstil ist und du Lounges, Concierge und Status-Vorteile aktiv nutzt — Platinum Card. Bei 10+ Reisen pro Jahr rechnet sich auch die 720-€-Gebühr.
Eine Amex ist ein bewusst getroffener Vertrag mit klaren Konditionen. Prüf vor dem Antrag die aktuellen Welcome-Boni und Aktionen direkt auf amex.com und vergleiche immer mit Alternativen aus unserem Kreditkarten-Vergleich — gerade wenn Akzeptanz oder Auslandsgebühren für dich wichtig sind.
Häufige Fragen zur American Express Kreditkarte
Welche American Express Karte ist die beste?
Die beste Amex hängt von deinem Profil ab. Im Capitalo Score liegt die Blue Card mit 73/100 vorn — wegen 0 € Jahresgebühr und solider Charge-Mechanik. Für Vielreisende ist die Platinum trotz nur 61/100 oft die wirtschaftlich beste Wahl, weil sie über Lounges, Concierge und Status-Match Werte produziert, die der Score nicht abbildet.
Was kostet eine American Express Kreditkarte?
Zwischen 0 €/Jahr (Blue Card und PAYBACK Card) und 720 €/Jahr (Platinum Card). Die Mitte bilden Green Card (60 €), Gold Card (laut Score 240 €, häufig zu Aktionspreisen günstiger) und Gold Card Rosé (180 €/Jahr).
Wo wird American Express in Deutschland akzeptiert?
Bei rund 85 % der Online-Shops und etwa 72 % der Offline-Akzeptanzstellen. Große Ketten und Hotels akzeptieren Amex praktisch immer. Kleine inhabergeführte Restaurants, Bäckereien und Wochenmärkte oft nicht. Für den Alltag empfiehlt sich eine zweite Karte als Backup.
Ist American Express eine Kreditkarte oder eine Charge Card?
Alle Amex-Karten in Deutschland sind Charge Cards. Das heißt: Der gesamte Umsatz wird einmal pro Monat per Lastschrift vollständig eingezogen — keine Sollzinsen, keine Teilzahlung, keine Schuldenfalle. Du brauchst also disziplinierte Liquidität, dafür bekommst du Zinssicherheit.
Wie viel muss ich verdienen, um eine Amex Platinum zu bekommen?
Amex veröffentlicht keine offiziellen Mindesteinkommen. Erfahrungswerte: Für eine Platinum Card mit 720 €/Jahr werden in der Regel mindestens 5.000 €/Monat netto und eine sehr gute Schufa erwartet. Selbstständige müssen meist mehrere Jahresabschlüsse einreichen.
Wie funktioniert das Membership Rewards-Programm?
Du sammelst pro Euro Umsatz einen Membership Rewards-Punkt (Gold, Gold Rosé, Green, Platinum). Punkte transferierst du im Verhältnis 1:1 zu Flugmeilenprogrammen (Miles & More, Flying Blue, British Airways) oder Hotelprogrammen. 10.000 MR-Punkte ergeben grob den Wert eines innerdeutschen Economy-Flugs oder einer Hotelnacht in der Mittelklasse.
Was ist die schwarze Amex (Centurion Card)?
Die Centurion Card ist die exklusivste Amex-Karte und nicht öffentlich beantragbar. American Express lädt ausgewählte Platinum-Bestandskunden mit sehr hohem Jahresumsatz ein (kursierende Schätzungen: ab 250.000 €/Jahr). Mitgliedsgebühr im fünfstelligen Bereich.
Kann ich mit der American Express PAYBACK-Punkte sammeln?
Mit der PAYBACK American Express Card sammelst du automatisch 1 PAYBACK-Punkt pro 3 € Umsatz weltweit — bei PAYBACK-Partnern doppelt. Die übrigen Amex-Karten sammeln stattdessen Membership Rewards, die du theoretisch in PAYBACK-Punkte tauschen kannst (über das MR-Transferprogramm).
So bewerten wir Kreditkarten: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 100 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 92-100 Punkte: Hervorragend
- 82-91 Punkte: Sehr gut
- 70-81 Punkte: Gut
- 62-69 Punkte: Befriedigend
- 52-61 Punkte: Ausreichend
- 40-51 Punkte: Mangelhaft
- < 40 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
9 Kategorien werden objektiv bewertet
Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.






