Fidelity FondsdepotPlus im Test
Das Fidelity FondsdepotPlus erzielt in unserem unabhängigen Test (Stand: April 2026) einen Score von 69 von 110 Punkten und erhält damit die Note "Gut" (3,5). Wer ein fokussiertes Depot für den Vermögensaufbau sucht, findet hier über 10.000 handelbare Fonds und 1.200 kostenlose ETF-Sparpläne. Laut Stiftung Warentest lassen sich durch die Wahl des richtigen Brokers bis zu 800 Euro pro Jahr an Gebühren sparen. Beim Fidelity-Depot entfällt die reguläre Depotgebühr von 45,00 Euro ab einem Anlagevolumen von 20.000 Euro, womit es sich besonders für mittlere bis größere Portfolios eignet. Ein solches Depot bietet zudem 100 % Rabatt auf Ausgabeaufschläge, was die Rendite bei Einmalanlagen signifikant erhöht.
Vorteile und Nachteile beim Fondsdepot von Fidelity
Wer dieses Depot eröffnen möchte, sollte die spezifischen Stärken und Schwächen genau abwägen. Das Angebot bietet überdurchschnittlich gute Konditionen für ein reines Investment-Depot. Besonders die Gebührenstruktur bei aktiven Fonds sticht im aktuellen Marktvergleich positiv hervor, da Anleger hier von attraktiven Rabatten profitieren können. Im Gegenzug müssen jedoch die laufenden Fixkosten beachtet werden.
Vorteile
- Kostenlose ETF-Sparpläne: Alle 1.200 ETF-Sparpläne sind komplett ohne Ordergebühren besparbar, was die Kosten bei regelmäßiger Anlage minimiert.
- Rabatt auf Ausgabeaufschläge: Anleger erhalten 100 % Rabatt auf die regulären Ausgabeaufschläge bei über 10.000 Fonds.
- Steuereinfachheit: Als deutsche Vollbank führt Fidelity die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab.
- Kostenloses Junior-Depot: Für Minderjährige bis 18 Jahre entfällt die Jahresgebühr komplett.
Nachteile
- Hohe Grundgebühr: Die jährliche Depotgebühr von 45,00 Euro entfällt erst ab einem Depotvolumen von 20.000 Euro.
- Eingeschränkter Handel: Aktien oder Kryptowährungen können in diesem Depot nicht gehandelt werden.
- Keine Guthabenzinsen: Auf dem Verrechnungskonto gibt es aktuell 0,00 % Zinsen für nicht investiertes Kapital.
Das Fidelity FondsdepotPlus im Marktvergleich
Ein detaillierter Depot-Vergleich zeigt, wie sich das Angebot im direkten Marktumfeld positioniert. Dabei vergleichen wir die aktuellen Konditionen (Stand: April 2026) mit drei etablierten Wettbewerbern in Deutschland. Es wird deutlich, dass spezialisierte Anbieter oft andere Kostenstrukturen aufweisen als klassische Direktbanken. Die Wahl des richtigen Produkts hängt stark vom individuellen Anlagevolumen ab.
| Anbieter & Produkt | Depotgebühr p.a. | Guthabenzinsen | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Fidelity FondsdepotPlus | 45,00 € (ab 20.000 € kostenlos) | 0,00 % | 100 % Rabatt auf Ausgabeaufschläge |
| ING Direkt-Depot | 0,00 € | 0,00 % | Breites Handelsangebot inklusive Aktien |
| 1822direkt Wertpapierdepot | 0,00 € | 2,55 % | Direktbank im Sparkassen-Verbund |
| DKB Broker | 0,00 € | 1,00 % | Kostenloses Girokonto kombinierbar |
Dieses Produkt ist in der Regel besser für reine Fondsanleger mit einem Volumen über 20.000 Euro, da hier die Depotgebühr entfällt. Die Alternative ING Direkt-Depot ist hingegen besser für den Handel mit Einzelaktien und kleinere Portfolios ohne Grundgebühr geeignet.
Für wen eignet sich das Fidelity FondsdepotPlus?
Das Wertpapierdepot richtet sich gezielt an Anleger, die ausschließlich in Investmentfonds und ETFs investieren möchten. Für diese spezifische Nische bietet das Produkt maßgeschneiderte Konditionen. Wer hingegen ein breiteres Spektrum an Anlageklassen sucht, wird hier an Grenzen stoßen. Die Zielgruppe ist somit klar umrissen und profitiert von einer spezialisierten Infrastruktur.
Ideal für:
- Vermögende Fondsanleger: Ab einem Volumen von 20.000 Euro entfällt die Depotgebühr von 45,00 Euro, was das Angebot sehr attraktiv macht.
- ETF-Sparer: Mit 1.200 kostenlosen ETF-Sparplänen ab 25 Euro Mindestrate ist es perfekt für den langfristigen Vermögensaufbau.
- Eltern: Das kostenlose Junior-Depot bis zum 18. Lebensjahr eignet sich hervorragend zur Vorsorge für Kinder.
Weniger geeignet für:
- Aktienhändler: Wer Einzelaktien handeln möchte, benötigt ein breiter aufgestelltes Depot, wie beispielsweise das DKB Broker Depot. Hilfreiche Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber Aktien kaufen für Anfänger.
- Kleinanleger mit Einmalanlagen: Unter 20.000 Euro Volumen frisst die Depotgebühr von 45,00 Euro zu viel Rendite auf. Hier sind Neobroker oder Direktbanken häufig die bessere Wahl.
So eröffnest du das Depot
Wenn Sie ein Depot eröffnen möchten, erfolgt dies beim Anbieter vollständig digital und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Der Prozess ist auf maximale Effizienz ausgelegt, sodass Sie schnell mit dem Investieren beginnen können. Halten Sie für eine reibungslose Abwicklung am besten direkt Ihre Steuer-Identifikationsnummer sowie ein gültiges Ausweisdokument bereit.
Antrag starten
Fülle das Online-Formular auf der Fidelity-Website mit deinen persönlichen Daten aus.
Steuerdaten angeben
Trage deine Steuer-Identifikationsnummer ein, damit die Abgeltungssteuer korrekt abgeführt wird.
Legitimation durchführen
Führe das PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren durch. Hierfür benötigst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Zugangsdaten erhalten
Nach der Prüfung erhältst du deine Zugangsdaten per Post und E-Mail.
Einzahlung & Handel
Überweise Geld auf das Verrechnungskonto und richte deinen ersten ETF-Sparplan ein.
Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren (außer beim Junior-Depot) und ein fester Wohnsitz in Deutschland. Die Aktivierung dauert in der Regel 2 bis 3 Werktage, danach können sofort die ersten Sparpläne eingerichtet werden.
Experten-Einschätzung
Solides Depot für fokussierte Fondsanleger
"Das Fidelity FondsdepotPlus ist ein hochspezialisiertes Produkt, das seine Stärken bei größeren Portfolios voll ausspielt", bewertet Alexander Senger, Geschäftsführer von Capitalo (Stand: April 2026). "Wer über 20.000 Euro in Fonds oder ETFs anlegt, profitiert von der Gebührenbefreiung und dem 100-prozentigen Rabatt auf Ausgabeaufschläge. Für reine Aktien-Trader ist das Angebot jedoch ungeeignet, da der Zugang zu internationalen Börsen fehlt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass es als reines Investment-Depot für den langfristigen Vermögensaufbau eine sehr solide Wahl ist, sofern man die Freigrenze für die Depotgebühr erreicht. Wer sich erst in die Thematik einarbeiten möchte, dem empfehle ich unseren Ratgeber Was ist ein Depot?."