Aktuelle Festgeldzinsen im Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
- 💰 Beste Zinsen: Bis zu 2,90 % p.a. bei Top-Anbietern wie Klarna oder Bigbank
- 🏦 Online vs. Filialbank: Online-Banken zahlen 1,0–1,5 Prozentpunkte mehr als Sparkassen
- 📊 EZB-Einfluss: Einlagezins stabil bei 2,00 % – Festgeldzinsen bleiben auf solidem Niveau
- ✅ Sicherheit: Bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt
Du suchst nach den aktuellen Festgeldzinsen? Dann bist du hier richtig. Die Zinssätze für Festgeld bewegen sich in Deutschland derzeit zwischen 1,50 % und 3,00 % pro Jahr – abhängig von Laufzeit, Anbieter und Anlagesumme.
Grundsätzlich gilt: Je länger du dein Geld bindest, desto höher fällt der Zinssatz aus. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Anbietern oft größer als die zwischen den Laufzeiten. Ein genauer Vergleich lohnt sich daher in jedem Fall.
Festgeldzinsen nach Laufzeit
Die folgende Tabelle zeigt die besten Festgeldzinsen aus unserem Vergleich – sortiert nach Laufzeit (Stand: April 2026):
| Laufzeit | Top-Anbieter | Zinssatz p.a. | Capitalo Score |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | Bigbank | 2,50 % | 81/125 |
| 3 Monate | growney | 2,30 % | 75/125 |
| 6 Monate | Bank of Scotland | 2,40 % | 78/125 |
| 6 Monate | NIBC Bank | 2,00 % | 83/125 |
| 1 Jahr | Bigbank | 2,75 % | 81/125 |
| 1 Jahr | Klarna | 2,65 % | 83/125 |
| 1 Jahr | Bank of Scotland | 2,60 % | 78/125 |
| 2 Jahre | Bigbank | 2,85 % | 81/125 |
| 2 Jahre | Klarna | 2,75 % | 83/125 |
| 2 Jahre | Renault Bank direkt | 2,60 % | 76/125 |
| 3 Jahre | Klarna | 2,85 % | 83/125 |
| 3 Jahre | growney | 2,78 % | 75/125 |
| 3 Jahre | Ford Money | 2,70 % | 85/125 |
| 5 Jahre | Bigbank | 2,85 % | 81/125 |
| 5 Jahre | Renault Bank direkt | 2,75 % | 76/125 |
| 5 Jahre | growney | 2,50 % | 75/125 |
Wenn du die Zinsen für verschiedene Anbieter direkt vergleichen möchtest, nutze unseren Festgeld-Vergleich. Für eine genaue Berechnung deiner Zinserträge empfehlen wir den Festgeld-Rechner.
Wie entstehen Festgeldzinsen?
Festgeldzinsen werden nicht willkürlich festgelegt – sie hängen direkt mit dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammen. Der Zusammenhang ist relativ einfach zu verstehen:
Wenn du Geld als Festgeld bei einer Bank anlegst, überlässt du ihr dieses Kapital für eine feste Laufzeit. Die Bank nutzt dein Geld, um Kredite zu vergeben oder Wertpapiere zu kaufen. Die Differenz zwischen den Zinsen, die sie auf dein Festgeld zahlt, und den Erträgen aus ihren Geschäften bildet die sogenannte Zinsmarge.
Der EZB-Leitzins beeinflusst dieses Spiel auf mehreren Ebenen:
- Einlagefazilität (aktuell 2,00 %): Banken können überschüssiges Geld bei der EZB parken und erhalten dafür Zinsen. Dein Festgeldzins muss mindestens in der Nähe dieses Satzes liegen – sonst würde die Bank ihr Geld lieber bei der EZB anlegen.
- Hauptrefinanzierung (aktuell 2,15 %): Banken leihen sich selbst Geld bei der EZB. Je höher der Refinanzierungssatz, desto teurer wird es für Banken, Kredite zu vergeben – und desto mehr sind sie bereit, für deine Einlagen zu zahlen.
- Kapitalmarkt: Langfristige Festgeldzinsen orientieren sich zusätzlich an den Renditen von Staatsanleihen. Steigen die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen, ziehen auch die Festgeldzinsen für längere Laufzeiten an.
Daher gilt: Solange die EZB den Leitzins auf dem aktuellen Niveau hält, bleiben auch die Festgeldzinsen stabil. Senkungen würden die Zinsen nach unten drücken, Anhebungen nach oben.
Zinsentwicklung 2024–2026
Die Geschichte der Festgeldzinsen der letzten Jahre gleicht einer Achterbahnfahrt. Nach über einem Jahrzehnt Nullzins-Politik hat die EZB zwischen Juli 2022 und September 2023 die Zinsen in zehn Schritten auf 4,50 % angehoben – die schnellste Zinsstraffung der Euro-Geschichte.
Für Festgeldsparer war das eine goldene Zeit: Plötzlich gab es wieder über 4 % Zinsen für einjähriges Festgeld. Doch seit Mitte 2024 dreht sich der Wind:
- Juni 2024: EZB senkt den Leitzins erstmals um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 %
- Dezember 2024: Weitere Senkung auf 3,15 % (Hauptrefinanzierungssatz) bzw. 3,00 % (Einlagefazilität)
- Juni 2025: Einlagefazilität erreicht 2,00 % nach weiteren Senkungsschritten
- April 2026: EZB hält den Leitzins stabil – bei 2,00 % (Einlagefazilität) bzw. 2,15 % (Hauptrefinanzierung)
Für Festgeldzinsen bedeutet das: Die Spitzenwerte von über 4 % sind Geschichte. Allerdings zeigt sich seit Anfang 2026 eine interessante Entwicklung: Während kurzfristige Festgeldzinsen stagnieren, bieten die besten Anbieter für längere Laufzeiten attraktive Zinsen von bis zu 2,85 % p.a.
Prognose: Die meisten Experten erwarten für 2026 seitwärts laufende Festgeldzinsen. Solange die Inflation nahe der 2-%-Marke bleibt und die EZB keine weiteren Senkungen vornimmt, dürften sich die Zinsen auf dem aktuellen Niveau stabilisieren.
Sparkasse, Volksbank & Co. – Festgeldzinsen bei Filialbanken
Eine der häufigsten Suchanfragen lautet „Sparkasse Festgeld Zinsen“ – und das aus gutem Grund. Sparkassen und Volksbanken sind mit über 300 Instituten das Rückgrat des deutschen Bankensystems. Allerdings fallen ihre Festgeldzinsen deutlich niedriger aus als bei Online-Banken.
Typische Festgeldzinsen bei Filialbanken (Stand: April 2026):
| Laufzeit | Sparkasse | Volksbank | Online-Bank (Durchschnitt Top 5) |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 1,00–1,70 % | 1,00–1,50 % | 2,30–2,75 % |
| 24 Monate | 1,20–1,80 % | 1,10–1,60 % | 2,30–2,85 % |
| 36 Monate | 1,60–1,80 % | 1,30–1,70 % | 2,40–2,85 % |
Warum zahlen Filialbanken so viel weniger? Die Antwort liegt in der Kostenstruktur: Sparkassen unterhalten ein dichtes Filialnetz mit Mietkosten, Personalkosten und Beratungsaufwand. Online-Banken sparen diese Kosten und können den Vorteil an die Sparer weitergeben.
Allerdings: Sparkassen und Volksbanken bieten mit der Institutssicherung einen Schutz, der über die gesetzlichen 100.000 EUR hinausgeht. Im Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sind Einlagen faktisch unbegrenzt geschützt.
Online-Banken vs. Filialbanken: Wo gibt es mehr Zinsen?
Die Frage „Online oder Filialbank?“ lässt sich bei Festgeld relativ klar beantworten. Hier die wichtigsten Unterschiede:
Vorteile Online-Banken
- Höhere Zinsen (bis 1,5 Prozentpunkte mehr)
- Schnelle Kontoeröffnung (oft 15–30 Minuten)
- Breite Auswahl an Laufzeiten
- Transparente Konditionen ohne versteckte Gebühren
Nachteile Online-Banken
- Kein persönlicher Ansprechpartner vor Ort
- Kundenservice nur per Telefon/Mail/Chat
- Bei EU-Auslandsbanken: Einlagensicherung im Herkunftsland
- Teilweise niedrigere Bekanntheit
Wenn du Wert auf den höchsten Zinssatz legst, kommst du an Online-Banken kaum vorbei. Bei 10.000 EUR für 2 Jahre bedeutet der Unterschied von 1 Prozentpunkt rund 200 EUR mehr Zinsen. Wer hingegen einen Berater vor Ort braucht oder Beträge über 100.000 EUR anlegen möchte, findet bei Sparkassen mit der erweiterten Institutssicherung eine passende Alternative.
Wenn du dich für einen Anbieter entschieden hast, kannst du direkt Festgeld anlegen – die meisten Online-Banken bieten eine vollständig digitale Kontoeröffnung. Suchst du eine flexible Alternative? Dann lohnt sich ein Blick auf Tagesgeld.
Festgeld Zinsen und Steuern
Zinserträge aus Festgeld sind in Deutschland steuerpflichtig. Das musst du wissen:
Abgeltungsteuer: Auf deine Festgeldzinsen fallen 25 % Kapitalertragsteuer an, zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (auf die Steuer) und gegebenenfalls Kirchensteuer. Insgesamt ergibt das eine Steuerbelastung von 26,375 % (ohne Kirchensteuer) bzw. 27,82–27,99 % (mit Kirchensteuer).
Sparer-Pauschbetrag: Die ersten 1.000 EUR an Kapitalerträgen pro Jahr bleiben steuerfrei (2.000 EUR für Ehepaare). Dafür musst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichten. Ohne Freistellungsauftrag wird die Steuer sofort einbehalten – du kannst sie dann erst über die Steuererklärung zurückholen.
Rechenbeispiel: Du legst 20.000 EUR für 2 Jahre zu 2,50 % p.a. an.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Jährliche Zinsen (brutto) | 500,00 EUR |
| Abzüglich Sparer-Pauschbetrag | –500,00 EUR |
| Steuerpflichtiger Betrag | 0,00 EUR |
| Netto-Zinsertrag | 500,00 EUR/Jahr |
In diesem Beispiel bleiben die gesamten Zinsen steuerfrei, weil sie unter dem Sparer-Pauschbetrag liegen. Bei höheren Anlagebeträgen oder wenn der Pauschbetrag bereits anderweitig genutzt wird, fallen Steuern an.
Möchtest du deine Zinserträge genau berechnen? Ausführliche Informationen findest du in unserem Ratgeber Festgeld & Steuern.
Häufige Fragen zu Festgeldzinsen
Wie hoch sind die Festgeldzinsen aktuell?
Die Festgeldzinsen in Deutschland liegen im April 2026 zwischen 1,50 % und 3,00 % p.a. Für 1 Jahr bieten die besten Anbieter bis zu 2,75 %, für 5 Jahre bis zu 2,85 %. Die Zinssätze variieren stark je nach Bank – ein Vergleich lohnt sich.
Wovon hängen die Festgeldzinsen ab?
Festgeldzinsen werden maßgeblich vom EZB-Leitzins beeinflusst, der aktuell bei 2,00 % (Einlagefazilität) liegt. Zusätzlich spielen die Laufzeit, die Wettbewerbssituation zwischen Banken und die Renditen am Kapitalmarkt eine Rolle. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zins.
Sind Festgeldzinsen steuerpflichtig?
Ja, Zinserträge aus Festgeld unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 %). Allerdings bleiben die ersten 1.000 EUR pro Person (2.000 EUR für Ehepaare) durch den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Dafür brauchst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank.
Was ist besser – Festgeld oder Tagesgeld?
Das hängt von deiner Situation ab. Festgeld bietet höhere Zinsen, dafür ist dein Geld für die Laufzeit gebunden. Tagesgeld ist jederzeit verfügbar, bringt aber weniger Rendite. Wenn du Geld hast, das du in den nächsten Monaten nicht brauchst, ist Festgeld die bessere Wahl. Mehr dazu in unserem Vergleich Festgeld oder Tagesgeld.
Wie sicher ist Festgeld?
Festgeld gehört zu den sichersten Geldanlagen. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen bis 100.000 EUR pro Bank und Kunde. Bei deutschen Sparkassen greift zusätzlich die Institutssicherung, die faktisch unbegrenzten Schutz bietet. Achte bei EU-Auslandsbanken darauf, dass die Einlagensicherung des jeweiligen Herkunftslandes gilt.
Wann steigen die Festgeldzinsen wieder?
Aktuell gibt es keine Anzeichen für steigende Festgeldzinsen – der EZB-Leitzins liegt bei 2,00 % (Einlagefazilität) und dürfte 2026 stabil bleiben. Sollte die Inflation unerwartet anziehen, könnte die EZB die Zinsen anheben, was auch die Festgeldzinsen nach oben treiben würde. Bei langen Laufzeiten (5+ Jahre) zeigt sich bereits ein leichter Aufwärtstrend.
Bietet die Sparkasse gute Festgeldzinsen?
Im Vergleich zu Online-Banken fallen die Festgeldzinsen bei der Sparkasse deutlich niedriger aus – typischerweise 1,0–1,8 % für 12 Monate gegenüber 2,3–2,75 % bei Online-Banken. Dafür bieten Sparkassen persönliche Beratung und eine erweiterte Institutssicherung. Wenn du den besten Zinssatz suchst, sind Online-Banken die bessere Wahl. Alle Angebote findest du in unserem Festgeld-Vergleich.
So bewerten wir Festgeldkonten: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 125 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 113-125 Punkte: Hervorragend
- 100-112 Punkte: Sehr gut
- 88-99 Punkte: Gut
- 75-87 Punkte: Befriedigend
- 58-74 Punkte: Ausreichend
- 50-57 Punkte: Mangelhaft
- < 50 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
6 Kategorien werden objektiv bewertet
Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
