Zusammenfassung
Das Postbank Giro pur ist ein klassisches Filialbank-Konto, das ab einem monatlichen Geldeingang von 900 € kostenlos geführt wird (Stand: Juni 2026). Ohne diesen Mindesteingang fällt eine monatliche Kontoführungsgebühr von 5,90 € an. In unserem Test erreicht das Konto einen Capitalo Score von 54 von 100 Punkten (2,1 von 5, Note: Ausreichend). Stärken zeigt das Konto bei den unbegrenzten kostenfreien Bargeldabhebungen im Cash Group-Netzwerk und dem Verzicht auf Fremdwährungsgebühren. Schwächen offenbaren sich bei den fehlenden Inklusivkarten und dem hohen Dispozins von 11,54 %.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Kostenlose Kontoführung: Ab 900 € monatlichem Geldeingang entfällt die Grundgebühr von 5,90 € komplett.
- Keine Fremdwährungsgebühren: Zahlungen in Fremdwährungen sind weltweit ohne Aufschlag möglich.
- Bargeldversorgung: Du hebst an den Geldautomaten der Cash Group unbegrenzt oft gebührenfrei Bargeld ab.
- Filialservice: Kunden haben vollen Zugriff auf die bundesweiten Filialen der Postbank für persönliche Beratung.
Nachteile
- Keine Karten inklusive: Weder eine Girocard noch eine Kreditkarte sind standardmäßig kostenlos enthalten.
- Hoher Dispozins: Mit 11,54 % p.a. liegt der Überziehungszins im oberen Marktdrittel.
- Eingeschränktes Mobile Payment: Moderne Zahlungsarten wie Apple Pay oder Google Pay werden bei diesem Kontomodell nicht vollumfänglich unterstützt.
Marktvergleich
Im direkten Vergleich zeigt sich, dass dieses Kontomodell vor allem für Kunden attraktiv ist, die den Mindestgeldeingang erfüllen und Wert auf Filialservice legen. Wer ein bedingungslos kostenloses Konto sucht, findet bei reinen Direktbanken oft günstigere Alternativen.
| Anbieter & Produkt | Kontoführung | Dispozins | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Postbank Giro pur | 5,90 € (kostenlos ab 900 € Eingang) | 11,54 % | Keine Fremdwährungsgebühr |
Wer einen Girokonto Vergleich durchführt und keine 900 € Geldeingang vorweisen kann, sollte gezielt nach einem dauerhaft bedingungslos kostenlosen Konto suchen (Stand: Juni 2026).
Für wen eignet sich das Konto?
Ideale Zielgruppen
Das Postbank Giro pur eignet sich hervorragend für Angestellte, Beamte und Rentner, die einen festen monatlichen Geldeingang von mindestens 900 € haben. Durch die fehlenden Fremdwährungsgebühren ist es zudem eine solide Wahl für Reisende, die häufig im Nicht-EU-Ausland bezahlen. Wer gerne Bargeld nutzt, profitiert von der dichten Abdeckung der Cash Group.
Weniger geeignet ist das Modell als reines Zweitkonto ohne regelmäßigen Geldeingang. Studenten oder Auszubildende sollten eher prüfen, ob sie ein spezielles kostenloses Girokonto eröffnen können, das keine strengen Gehaltsanforderungen stellt.
Beantragung in 4 Schritten
Wenn du das Konto eröffnen möchtest, kannst du den Prozess vollständig digital abschließen. Die Voraussetzungen sind Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland und eine ausreichende Bonität.
Online-Antrag ausfüllen
Starte den Antrag auf der Website der Postbank und gib deine persönlichen Daten sowie deine Steuer-ID ein.
Legitimation durchführen
Bestätige deine Identität bequem per Video-Ident-Verfahren über das Smartphone oder alternativ über das PostIdent-Verfahren in einer Filiale.
Vertrag digital unterschreiben
Nutze die eSignatur, um den Vertrag für das Girokonto rechtssicher und papierlos abzuschließen.
Zugangsdaten erhalten
Innerhalb von drei bis fünf Werktagen erhältst du deine Kontonummer, die Online-Banking-PIN und (falls separat bestellt) deine Bankkarten per Post.
Experten-Einschätzung
Solides Basis-Konto mit Schwächen bei den Karten
Als Gründer von Capitalo sehe ich das Postbank Giro pur als klassisches Filialbank-Angebot. Es glänzt definitiv bei der Bargeldversorgung und dem Verzicht auf Fremdwährungsgebühren. Wer die 900 € Geldeingang erreicht, bekommt ein solides Basis-Konto ohne Grundgebühr. Allerdings drückt die Tatsache, dass Kunden für eine einfache Girocard oder Kreditkarte extra zahlen müssen, den Capitalo Score auf 54 Punkte. Für reine Online-Nutzer gibt es am Markt deutlich stärkere Alternativen, aber wer den persönlichen Service einer Großbank schätzt, macht hier wenig falsch.
– Alexander Senger, Geschäftsführer Capitalo (Stand: Juni 2026)