Zum Inhalt springen
Capitalo
DE
Robo-Advisor 2025: Offensive Strategien holen 10,2 % vor Gebühren
Studien

Robo-Advisor 2025: Offensive Strategien holen 10,2 % vor Gebühren

Alexander Senger

Robo-Advisor mit offensiven Strategien haben 2025 im Schnitt 10,2 Prozent Rendite vor Gebühren erzielt und damit den globalen Aktienindex MSCI ACWI geschlagen, der in Euro auf 7,9 Prozent kam. Das zeigt die jährliche Auswertung des Beraterhauses Fondsconsult, über die das Handelsblatt berichtet (Stand: Oktober 2026). Die Spreizung zwischen den Anbietern ist allerdings groß.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Durchschnitt offensiv: 10,2 % im Jahr 2025, vor Verwaltungsgebühren
  • Vergleichsindex: MSCI ACWI mit 7,9 % in Euro
  • Beste Strategie: „Global 10“ von Ginmon mit 14,3 %
  • Schwächste Strategie: offensives Portfolio mit nur 0,7 %
  • Datenbasis: gut zwei Dutzend in Deutschland verfügbare Strategien von 17 Anbietern
Kennzahl 2025RenditeAuf 10.000 Euro
Beste offensive Strategie (Ginmon „Global 10“)14,3 %1.430 Euro
Ø offensive Robo-Advisor10,2 %1.020 Euro
MSCI ACWI (in Euro)7,9 %790 Euro
Schwächste offensive Strategie0,7 %70 Euro

Stand: Oktober 2026. Quelle: Fondsconsult-Auswertung (Handelsblatt). Renditen vor Verwaltungsgebühren, nicht direkt mit dem Anlageergebnis eines Kunden gleichzusetzen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einordnung: Gold half, auf lange Sicht reicht es nicht

Fondsconsult unterteilt die Strategien in vier Risikoklassen, vom defensiven Portfolio mit höchstens 40 Prozent Aktien bis zu offensiven Ansätzen, die vollständig in Aktien investieren dürfen. Viele Robo-Advisor profitierten 2025 vom Goldanteil in ihren Portfolios. Hinter Ginmon folgen eine offensive Strategie von Minveo und das nachhaltige Portfolio „Green Chance“ des Commerzbank-Robos Cominvest.

Allerdings relativiert sich das starke Jahr auf längere Sicht. Über drei Jahre gelang es laut der Auswertung weder konventionellen noch nachhaltigen offensiven Strategien, im Durchschnitt den breiten Aktienmarkt zu schlagen. Nachhaltige Robo-Strategien erzielten 2025 in allen Risikostufen zudem weniger Rendite als vergleichbare konventionelle. In der Gesamtbewertung der Jahre 2023 bis 2025 schnitt unter den konventionellen Strategien insgesamt Minveo am besten ab.

Wichtig zu wissen: Die ausgewiesenen Renditen sind Werte vor Verwaltungsgebühren. Nach Kosten fällt dein tatsächliches Ergebnis niedriger aus. Ein einzelnes starkes Jahr sagt zudem wenig über die Zukunft aus.

Was das für dich bedeutet

Robo-Advisor passen zu dir, wenn du automatisiert anlegen möchtest und kein eigenes Portfolio pflegen willst. Bevor du dich entscheidest, hilft diese Orientierung:

  • Risiko prüfen: Die Spanne von 0,7 bis 14,3 Prozent zeigt, wie unterschiedlich offensive Strategien ausfallen. Prüfe Schwankungen und maximale Verluste, nicht nur die Rendite.
  • Kosten vergleichen: Verwaltungs- und ETF-Kosten schmälern die Rendite, die Fondsconsult vor Gebühren ausweist.
  • Mehrere Jahre betrachten: Ein einzelnes Jahr ist kein Qualitätsmerkmal, der Drei-Jahres-Vergleich zum Index fällt ernüchternd aus.
  • Alternative im Blick behalten: Ein Weltaktien-ETF im eigenen Depot kommt ohne Robo-Gebühr aus, verlangt aber Disziplin.

Weniger geeignet sind offensive Robo-Strategien, wenn du kurzfristig planst oder starke Wertschwankungen nicht aushältst.

Fazit

Offensive Robo-Advisor haben 2025 im Schnitt 10,2 Prozent erzielt und den MSCI ACWI mit 7,9 Prozent geschlagen. Der Blick auf drei Jahre, auf Kosten und auf die große Streuung zwischen den Anbietern zeigt aber, dass Auswahl und Geduld wichtiger sind als eine einzelne Jahreszahl.


👉 Selbst anlegen oder automatisieren? Im Depot-Vergleich findest du Broker mit ETF-Sparplänen und ihre Kosten im Überblick.

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.