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EH-55-Förderung aufgestockt: Frist 31.12.2026, Baupreise +5,5 %
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EH-55-Förderung aufgestockt: Frist 31.12.2026, Baupreise +5,5 %

Alexander Senger

Das Bundesbauministerium hat die Mittel für die EH-55-Neubauförderung (EH55 Plus) im Oktober 2026 aufgestockt, die Frist bleibt der 31. Dezember 2026. Gleichzeitig wird Bauen teurer: Die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude lagen im August 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat (Stand: Oktober 2026). Eine konkrete Summe nennt das Ministerium nicht.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Ursprünglicher Fördertopf: 800 Millionen Euro, bis Anfang Oktober rund 52.100 Wohneinheiten mit etwa 4,9 Milliarden Euro Kredit- und Zuschussvolumen gefördert
  • Aufstockung: bestätigt, die vom Wohnungswirtschaftsverband GdW genannte Summe von 250 Millionen Euro ist keine Ministeriumsangabe
  • Frist: solange Mittel verfügbar sind, längstens bis 31. Dezember 2026
  • Förderung: zinsverbilligter KfW-Kredit bis 100.000 Euro je Wohneinheit; Kommunen können stattdessen 7,5 % Zuschuss beantragen
  • Heizung: Wärmeerzeugung zu 100 % erneuerbar, Öl und Gas sind ausgeschlossen
  • Baupreise: +5,5 % im August gegenüber Vorjahr
KennzahlWert
Fördertopf (ursprünglich)800 Mio. Euro
Geförderte Wohneinheiten (bis Anfang Oktober)rund 52.100
Kredit- und Zuschussvolumenrund 4,9 Mrd. Euro
KfW-Kredit je Wohneinheitbis 100.000 Euro
Kommunaler Zuschuss7,5 %
Baupreise August 2026 zum Vorjahr+5,5 %

Stand: Oktober 2026. Quellen: Angaben des Bundesbauministeriums, Berichterstattung zur Aufstockung sowie Statistisches Bundesamt (Baupreise). Alle Angaben ohne Gewähr.

Einordnung: Förderung und Bauteuerung ziehen in verschiedene Richtungen

Die Aufstockung erhöht die Chance, dass die Mittel bis zum Fristende reichen. Allerdings frisst die Bauteuerung einen Teil des Vorteils auf: Kostet ein Neubau 400.000 Euro, entsprechen 5,5 Prozent rund 22.000 Euro Mehrkosten. Ein zinsverbilligter KfW-Kredit von bis zu 100.000 Euro wirkt dem nur teilweise entgegen, weil er ein Darlehen ist und keine Zahlung geschenkt.

Laut Capitalo-Analyse sollten Bauherren die Förderung deshalb als Baustein in der Gesamtfinanzierung sehen, nicht als Ausgleich der Preissteigerung. Wie sich die Bauzinsen entwickeln, bleibt abzuwarten.

Wichtig zu wissen: Bei Antragstellung muss eine gültige Baugenehmigung vorliegen, mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein. Die Mittel sind begrenzt, die Frist endet am 31. Dezember 2026 oder früher, wenn der Topf erschöpft ist.

Was das für dich bedeutet

  • Passt zu dir, wenn du einen Neubau oder Ersterwerb im Standard EH 55 mit erneuerbarer Heizung planst und eine Baugenehmigung hast oder zeitnah bekommst.
  • Weniger passend, wenn du mit einer Öl- oder Gasheizung planst oder schon mit dem Bau begonnen hast.
  • Zeitplan prüfen: Beantrage die Förderung zeitnah, die Frist wird nicht verlängert.
  • Gesamtfinanzierung vergleichen: Kombiniere den KfW-Kredit mit einem Darlehen deiner Bank und vergleiche Zinsbindung und Tilgung.

Fazit

Die EH-55-Förderung ist aufgestockt, aber die Frist zum 31. Dezember 2026 bleibt. Wer bauen will, sollte Genehmigung, Heizung und Finanzierung jetzt zusammenbringen und die 5,5 Prozent Baupreisanstieg in der Kalkulation berücksichtigen.


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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Finanzberatung.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.