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Deloitte Property Index 2026: München teuerste Wohnstadt Europas
Studien

Deloitte Property Index 2026: München teuerste Wohnstadt Europas

Alexander Senger

München ist laut dem Deloitte Property Index 2026 die teuerste Wohnstadt Europas: Für Neubauwohnungen werden im Schnitt 11.200 € pro Quadratmeter aufgerufen, rund 400 € mehr als im Vorjahr. Insgesamt vier deutsche Städte landen unter den zehn teuersten der 71 untersuchten Metropolen. Was die Zahlen bedeuten und wo sie an Grenzen stoßen, ordnen wir hier ein (Stand: Oktober 2026).

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • München auf Platz 1: 11.200 € pro m² bei Neubau-Angebotspreisen, im Vorjahr lag die Stadt noch auf Platz 3.
  • Vier deutsche Städte in den Top 10: München, Hamburg, Frankfurt und Berlin.
  • Bundesweiter Schnitt: Die Neubaupreise stiegen von 4.800 € auf 5.200 € pro m², ein Plus von mehr als 8 %.
  • Mieten: Deloitte erwartet in 19 von 24 untersuchten Ländern weiter steigende Mieten.

So teuer sind die deutschen Metropolen im Vergleich

Die Untersuchung wertet Angebotspreise für Neubauwohnungen aus. Rechnerisch kostet eine 100-m²-Neubauwohnung in München rund 1,12 Millionen €, in Hamburg oder Frankfurt etwa 770.000 €. Der Unterschied liegt damit bei rund 350.000 €, noch ohne Kaufnebenkosten.

StadtNeubau-Kaufpreis pro m²100 m² rechnerischNeuvertragsmiete kalt pro m²
München11.200 €1.120.000 €23,70 €
Hamburg7.700 €770.000 €16,50 €
Frankfurt7.700 €770.000 €17,90 €
Berlin7.500 €750.000 €–

Quelle: Deloitte Property Index 2026 laut Berichterstattung des Handelsblatts, Stand Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

In München kostet eine Neuvermietung kalt 23,70 € pro m². Bei 80 m² sind das rund 1.896 € im Monat, noch ohne Nebenkosten.

Wo das Ranking an Grenzen stößt

Der Index bildet Angebotspreise im Neubau ab und unterscheidet nicht zwischen guten und durchschnittlichen Lagen. Allerdings arbeiten die Daten nicht überall mit denselben Maßstäben: Für einzelne Städte wie London zieht Deloitte tatsächliche Transaktionspreise heran, für München Angebotspreise. Hinzu kommt, dass Bestandswohnungen in historischen Innenstadtlagen deutlich anders bewertet sein können. Die Mietpositionen unterscheiden sich je nach Datensatz zusätzlich. Für deine eigene Kaufentscheidung zählen deshalb Preise im konkreten Quartier, nicht der Städteschnitt.

Wichtig zu wissen: Das Ranking zeigt Angebotspreise für Neubau. Was in deinem Wunschviertel tatsächlich bezahlt wird, kann nach oben oder unten abweichen.

Was das für Eigenkapital und Finanzierung bedeutet

Zehnjährige Baudarlehen kosten aktuell im Schnitt rund 4,4 % (Interhyp, Stand 15.10.2026). Die besten Sollzinsen liegen laut Vermittler Dr. Klein bei 4,01 % (Stand 18.10.2026). Mit diesem Zinsniveau wirken sich die Preisunterschiede direkt auf die Monatsrate aus.

Ein Rechenbeispiel auf Basis von 4,4 % Zins und 2 % Anfangstilgung (6,4 % pro Jahr), jeweils bei 20 % Eigenkapital:

München (1.120.000 €)Hamburg/Frankfurt (770.000 €)
Eigenkapital (20 %)224.000 €154.000 €
Darlehen896.000 €616.000 €
Rate pro Monat (ca.)4.780 €3.285 €

Eigene Modellrechnung, ohne Kaufnebenkosten und Sondertilgung. Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Dazu kommen die Kaufnebenkosten. In Bayern fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer an, hinzu kommen Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerprovision. Grob solltest du mit 5 bis 7 % des Kaufpreises rechnen, in München also etwa 56.000 bis 78.000 €.

Der Preisabstand von rund 350.000 € zwischen München und Hamburg entspricht bei diesen Annahmen etwa 1.500 € mehr Rate pro Monat.

Was das für dich bedeutet

  1. Finanzierung realistisch durchrechnen: Prüfe, welche Rate du dauerhaft tragen kannst, und plane Kaufnebenkosten gesondert ein. Mit dem Baufinanzierungsrechner kannst du verschiedene Szenarien durchspielen.
  2. Zinsbindung und Tilgung anpassen: Eine höhere Anfangstilgung senkt die Restschuld schneller, bindet aber Liquidität. Allerdings gilt: Je höher der Kaufpreis, desto stärker schlägt jede Änderung am Zins durch. Zusätzlich kostet jeder weitere Zehntelpunkt Zins bei einem Darlehen von 350.000 € rund 29 € im Monat.
  3. Suburbane Lagen prüfen: Das Umland größerer Städte ist oft deutlich günstiger. Im Gegenzug fallen Pendelzeit und Fahrtkosten an. Rechne beides gegeneinander.
  4. Als Mieter Spielraum klären: Bei Neuvermietungen liegt München mit 23,70 € pro m² klar vor Frankfurt (17,90 €) und Hamburg (16,50 €). Wer ohnehin umziehen will, sollte Mietpreis und Kaufoption nebeneinanderlegen.
  5. Als Kapitalanleger Renditen analysieren: Hohe Kaufpreise drücken die Mietrendite. Es bleibt abzuwarten, ob steigende Mieten das ausgleichen. Rechne deshalb mit Nettorenditen nach Kosten und prüfe die Wohnlage einzeln.

Fazit

München führt den Property Index 2026 mit 11.200 € pro m² an, und vier deutsche Städte gehören zu den teuersten Metropolen Europas. Laut Capitalo-Analyse sind bei diesem Preisniveau vor allem Eigenkapital, Zinsbindung und Tilgung entscheidend. Wichtig bleibt die Einordnung: Das Ranking bezieht sich auf Neubau-Angebotspreise und ersetzt keine Prüfung deiner konkreten Lage.


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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.