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EY-Studie: Rund ein Viertel der Immobilienfinanzierungen wird bald fällig
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EY-Studie: Rund ein Viertel der Immobilienfinanzierungen wird bald fällig

Alexander Senger

Rund ein Viertel der Finanzierungssummen in den Büchern deutscher Immobilienfinanzierer wird in den nächsten 24 Monaten fällig. Das zeigt eine Erhebung von EY-Parthenon unter 90 Instituten und 70 Restrukturierungskanzleien, die im August und September 2026 stattfand (Stand: Oktober 2026). Besonders betroffen sind gewerbliche Immobilienkredite.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Anteil fälliger Finanzierungen: rund 25 % der Finanzierungssummen in 24 Monaten (gemessen am Volumen, nicht an der Zahl einzelner Kredite)
  • Stichprobe: 90 immobilienfinanzierende Institute und 70 Kanzleien
  • Refinanzierungsbedarf: bei etwa zwei Dritteln der Banken 10 bis 30 % des gewerblichen Bestands in 12 bis 24 Monaten, bei knapp einem Viertel 30 bis 70 %
  • Keine Lösung gefunden: mehr als 40 % der Institute in einzelnen Fällen
  • „Amend & Extend“: 71 % nennen Laufzeitverlängerungen oder Vertragsänderungen als Vorgehen
KennzahlWert
Fällige Finanzierungssummen in 24 Monatenrund 25 %
Banken mit 10 bis 30 % Refinanzierungsbedarfetwa zwei Drittel
Banken mit 30 bis 70 % Refinanzierungsbedarfknapp ein Viertel
Institute ohne tragfähige Lösung in Einzelfällenmehr als 40 %
Institute mit „Amend & Extend“71 %

Stand: Oktober 2026. Quelle: Erhebung von EY-Parthenon (August/September 2026), Berichterstattung Handelsblatt und Börsen-Zeitung. Ein absolutes Gesamtvolumen in Euro wurde nicht veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einordnung: Zinsen, Bewertungen und Illiquidität verstärken sich

Kredite aus der Niedrigzinsphase treffen auf höhere Finanzierungskosten und gesunkene Immobilienwerte. Daraus entsteht eine Risikokette: Höhere Zinsen verteuern die Anschlussfinanzierung, niedrigere Bewertungen erhöhen den Beleihungsauslauf, und schwache Verkaufsmärkte erschweren es, Objekte zu veräußern. Eigentümer müssen dann Eigenkapital nachschießen oder die Finanzierung neu ordnen.

Der Begriff „Marktbereinigung“ ist die Einschätzung von EY-Parthenon und keine quantifizierte Prognose. Hingegen zeigt die Erhebung klar, dass das Thema die Banken beschäftigt. Laut Capitalo-Analyse ist die Lage im Gewerbesektor deutlich angespannter als bei privaten Wohnkrediten, deren Zinsbindungen sich anders verteilen.

Wichtig zu wissen: „Jeder vierte Kredit“ bezeichnet den Anteil am Finanzierungsvolumen, nicht die Zahl einzelner Darlehen. Die Erhebung betrifft vor allem Gewerbeimmobilien, nicht automatisch dein privates Baudarlehen.

Was das für dich bedeutet

Wenn du eine Anschlussfinanzierung planst oder Immobilien vermietest, helfen diese Schritte:

  1. Zinsbindungsende notieren: Prüfe, wann deine Zinsbindung endet, und starte die Suche frühzeitig.
  2. Beleihungsauslauf abschätzen: Vergleiche Restschuld und aktuellen Immobilienwert, damit du Eigenkapitalbedarf früh erkennst.
  3. Angebote vergleichen: Hole mehrere Konditionen ein, auch für Forward-Darlehen, wenn dein Ende der Zinsbindung absehbar ist.
  4. Mit der Bank sprechen: Laufzeitverlängerungen sind laut Erhebung ein verbreitetes Mittel, je früher du das Gespräch suchst, desto größer der Spielraum.

Weniger relevant ist das Thema, wenn deine Zinsbindung noch viele Jahre läuft und du die Immobilie selbst nutzt.

Fazit

Rund ein Viertel der Immobilienfinanzierungen steht binnen 24 Monaten zur Refinanzierung an, vor allem im Gewerbe. Für Privatleute gilt: Früh planen, Beleihung prüfen und Angebote vergleichen.


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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Finanzberatung.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.