
Wero und digitaler Euro: 55 % kennen Wero nicht
55 % der Deutschen haben noch nie von Wero gehört, und nur 7 % würden den digitalen Euro wahrscheinlich nutzen. Das zeigt eine repräsentative Allensbach-Studie im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme (Stand: Oktober 2026). Die Girocard bleibt dagegen das Standardzahlungsmittel: 98 % der Bevölkerung ab 16 Jahren besitzen eine Giro- oder andere Debitkarte.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Wero: 55 % kennen das Bezahlsystem nicht, nur 5 % haben es genutzt, weitere 4 % haben es freigeschaltet.
- Digitaler Euro: 54 % kennen ihn, aber nur 7 % würden ihn wahrscheinlich nutzen. 31 % schließen die Nutzung aus.
- Zeitplan digitaler Euro: Der Start ist frühestens 2029 vorgesehen, ein Pilot ab 2027.
- Girocard mobil: 74 % der Smartphone-Zahler haben ihre Girocard digital hinterlegt.
- Selbsteinschätzung: Nur 5 % sehen Deutschland beim bargeldlosen Bezahlen vorn, 41 % sehen andere Länder klar voraus.
Einordnung: Warum neue Systeme schwer ankommen
Wero ist seit rund zwei Jahren am Markt, trotzdem fehlt der Mehrheit die Bekanntheit. Auch beim digitalen Euro der Europäischen Zentralbank übersetzt sich Wissen kaum in Nutzungsbereitschaft. Laut der Initiative Deutsche Zahlungssysteme suchen Verbraucher beim Bezahlen vor allem Verlässlichkeit. Neue Systeme scheitern demnach weniger an der Technik als an Bekanntheit und einem fehlenden erkennbaren Mehrwert gegenüber der Karte.
| Zahlungsmittel | Erwartete häufige Nutzung in 5 Jahren |
|---|---|
| Karte | 78 % |
| Bargeld | 55 % |
| Smartphone | 49 % |
| Wero und andere Lösungen | 39 % |
| Digitaler Euro | 12 % |
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, 1.039 Interviews (Juli bis August 2026). Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Zur Einordnung: Auftraggeber der Studie ist eine Interessenvertretung aus dem Umfeld der Girocard. Die Zahlen zeigen dennoch deutlich, wie groß der Abstand zwischen neuen Bezahlprojekten und dem Alltag vieler Verbraucher noch ist.
Was das für dich bedeutet
Allerdings musst du dich nicht zwischen alt und neu entscheiden. Mit diesen Schritten bist du in beiden Fällen gut aufgestellt:
- Girocard digital hinterlegen: Mobiles Bezahlen funktioniert bereits mit der Karte, die du ohnehin hast.
- Konditionen deines Girokontos prüfen: Kontoführung, Kartengebühren und Bargeldabhebungen unterscheiden sich je nach Anbieter spürbar.
- Wero bei Bedarf testen: Wenn deine Bank es anbietet, kannst du es ohne Risiko ausprobieren, etwa für Zahlungen unter Freunden.
- Beim digitalen Euro abwarten: Bis zum möglichen Start 2029 bleibt Zeit, Details werden sich noch ändern.
Fazit
Wero und der digitale Euro sind in Deutschland bislang kaum angekommen, die Girocard bleibt mit 98 % Verbreitung der Maßstab. Stand heute spricht wenig dafür, dass sich das kurzfristig ändert. Entscheidend ist deshalb ein Girokonto, das zu deinem tatsächlichen Zahlungsverhalten passt.
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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.