
Wero: Aktionäre schießen 215 Mio. € nach, Verluste steigen
Die Banken und Zahlungsdienstleister hinter Wero haben der Betreibergesellschaft EPI zuletzt 215 Mio. € Kapital zugeführt, bislang flossen insgesamt rund 669 Mio. € in die europäische Bezahllösung (Stand: Oktober 2026). Zugleich zeigt der Jahresabschluss steigende Verluste. Für dich als Bankkunde ändert sich kurzfristig nichts, die Finanzierung zeigt aber, wie lang der Weg zum Massenmarkt noch ist.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Kapitalspritze: Die letzte bekannte Finanzspritze über 215 Mio. € stellten die Eigner im Dezember 2025 bereit.
- Gesamtvolumen: Seit der Gründung haben die EPI-Eigner rund 668,9 Mio. € in die Initiative gesteckt.
- Liquidität: Die liquiden Mittel stiegen dadurch von 73,3 Mio. € auf 320,5 Mio. €.
- Verluste: Laut Medienberichten über den Jahresabschluss wachsen die Verluste der EPI weiter, während Wero zugleich wächst.
- Neue Gesellschafter: Im Juni 2026 stiegen unter anderem die Erste Bank Österreich und die Raiffeisen Bank International ein. Der Start in Österreich ist für 2027 geplant.
| Letzte Kapitalspritze | 215 Mio. € (Dezember 2025) |
| Eingezahlt seit Gründung | rund 668,9 Mio. € |
| Liquide Mittel danach | 320,5 Mio. € (zuvor 73,3 Mio. €) |
| Verfügbar in | Deutschland, Frankreich, Belgien |
| Österreich | geplant für 2027 |
Quelle: Medienberichte zum Jahresabschluss der EPI Company (u. a. t3n, FinanzBusiness). Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung: Geduld der Geldgeber
Wero will eine europäische Alternative zu PayPal und Kartenzahlungen sein und wächst, braucht dafür aber frisches Geld. Positiv ist, dass die Eigner den Dienst weiter stützen und neue Banken hinzukommen. Allerdings bleibt Wero ein Verlustgeschäft, und die Bekanntheit ist begrenzt: Laut einer aktuellen Allensbach-Studie haben 55 % der Deutschen noch nie von Wero gehört.
Zur Einordnung: Wero läuft derzeit über die Banking-Apps der beteiligten Banken und muss dort zuerst freigeschaltet werden. Nicht jede Bank bietet es schon an.
Was das für dich bedeutet
- Prüfen, ob deine Bank Wero anbietet: Schau in der Banking-App nach, ob du es freischalten kannst.
- Ohne Druck testen: Für Zahlungen unter Freunden kannst du Wero risikolos ausprobieren.
- Girocard nicht abschreiben: Sie bleibt im Alltag das Standardzahlungsmittel.
- Konto nach deinem Zahlungsverhalten wählen: Kontoführung, Karten und Bargeld sind wichtiger als die Frage, welche Bezahl-App gerade Schlagzeilen macht.
Fazit
Die Kapitalspritze sichert Wero vorerst die Finanzierung, ändert aber nichts an der Aufgabe, mehr Nutzer und Händler zu gewinnen. Stand heute gilt: Es bleibt abzuwarten, ob sich Wero im Alltag durchsetzt.
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Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.