
Consorsbank erhöht Dispozins erneut auf 9,90 % p.a.
Die Consorsbank erhöht den Dispozins für das Consorsbank! Girokonto zum zweiten Mal in diesem Jahr: Der Sollzins für den Dispositionskredit steigt von bisher 9,65 % p.a. auf nun 9,90 % p.a. – eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Wer seinen Dispo regelmäßig nutzt, zahlt damit erneut etwas mehr.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Neuer Dispozins: 9,90 % p.a. (variabel)
- Bisheriger Dispozins: 9,65 % p.a.
- Änderung: +0,25 Prozentpunkte
- Produkt: Consorsbank! Girokonto
- Anbieter: Consorsbank (BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland)
- Zinslauf: Taggenau, Abrechnung vierteljährlich zum Quartalsende
- Zweite Erhöhung 2026: Nach dem Schritt von 9,40 % auf 9,65 % im Juni zieht der Satz nun erneut an
Konditionen im Vergleich: Alt vs. Neu
| Kondition | Bisher | Neu |
|---|---|---|
| Dispozins (Sollzins eingeräumte Überziehung) | 9,65 % p.a. | 9,90 % p.a. |
| Veränderung | – | +0,25 Prozentpunkte |
Quelle: Konditionsmitteilung Consorsbank. Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Einordnung im Girokonto-Markt
Im Vergleich zu anderen deutschen Direktbanken positioniert sich die Consorsbank mit 9,90 % p.a. im oberen Mittelfeld. Die DKB bietet mit Aktivstatus weiterhin einen der günstigsten Sätze im Markt, comdirect und die ING liegen ebenfalls unterhalb des neuen Consorsbank-Niveaus (Stand: September 2026, im Capitalo-Vergleich).
Allerdings bleibt auch der neue Satz von 9,90 % p.a. unterhalb des deutschen Durchschnittszinses von rund 11,31 % p.a., den die BaFin für eingeräumte Überziehungen ausweist. Wer seinen Dispo nur gelegentlich nutzt, zahlt damit weiterhin weniger als beim typischen Filialbank-Kunden.
| Anbieter | Dispozins p.a. | Besonderheit |
|---|---|---|
| DKB | 7,91 % | Mit Aktivstatus (mind. 700 € Eingang/Monat) |
| comdirect | 8,90 % | Geduldete Überziehung deutlich teurer |
| ING | 9,14 % | Kein Aufschlag bei geduldeter Überziehung |
| Consorsbank (neu) | 9,90 % | Taggenau, Abrechnung quartalsweise |
| Marktdurchschnitt (BaFin) | ~11,31 % | Alle deutschen Banken |
Quellen: Bankdaten.de, BaFin, Capitalo-Analyse. Stand: September 2026.
Die Erhöhung fällt zeitlich mit der jüngsten EZB-Entscheidung zusammen: Der Hauptrefinanzierungssatz liegt seit dem 10. September 2026 bei 2,65 % – eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte. Dass variable Dispokredite kurz danach nachziehen, ist ein Muster, das sich schon bei der vorherigen Zinsrunde im Juni zeigte.
Was das für dich bedeutet
Konkret: Wer 1.000 EUR einen Monat lang im Dispo hat, zahlt bei der Consorsbank künftig rund 8,25 EUR an Zinsen (9,90 % / 12 Monate). Beim bisherigen Satz waren es 8,04 EUR – eine Mehrbelastung von etwa 21 Cent pro Monat je 1.000 EUR Überziehung.
Auch das klingt zunächst gering. Hingegen summiert sich die Mehrbelastung bei dauerhafter oder hoher Disponutzung schneller als gedacht. Wer regelmäßig größere Beträge überzieht, sollte spätestens jetzt prüfen, ob ein günstigerer Ratenkredit die wirtschaftlichere Alternative ist.
Fazit
Die Consorsbank erhöht den Dispozins zum zweiten Mal in diesem Jahr um 0,25 Prozentpunkte auf 9,90 % p.a. – ein Schritt, der im Zuge der jüngsten EZB-Zinsentscheidung wenig überraschend kommt. Im Direktbankvergleich liegt die Consorsbank damit oberhalb von DKB, comdirect und ING, aber weiterhin unter dem deutschen Branchendurchschnitt von rund 11,31 % p.a. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Banken angesichts des gestiegenen Leitzinses in den kommenden Wochen nachziehen.
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Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.