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Altersvorsorgedepot: 0 % der Banken planen Robo-Advisory
Studien

Altersvorsorgedepot: 0 % der Banken planen Robo-Advisory

Alexander Senger

Beim Altersvorsorgedepot, das am 1. Januar 2027 startet, setzen die Banken auf Menschen statt auf Algorithmen. Laut einer Umfrage der DWP Bank unter 88 Instituten plant keines Robo-Advisory oder automatisierte Anlageempfehlungen, 84 Prozent wollen den Abschluss in der Filiale ermöglichen (Stand: Oktober 2026). Einen harten Preiskampf zeigt die Umfrage bislang nicht.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Robo-Advisory: 0 von 88 befragten Instituten planen automatisierte Anlageempfehlungen
  • Abschluss in der Filiale: 84 % wollen ihn anbieten
  • Digitaler Abschluss: 76 % wollen Online oder per App ermöglichen
  • Klassisches Beratungsgespräch vor Ort: 82 %
  • Self-Service ohne Beratung: 58 %, Hybridmodell mit Beratung auf Wunsch: 47 %
  • Kostendeckel Standarddepot: maximal 1 % Effektivkosten pro Jahr
VertriebswegAnteil der Institute
Abschluss in der Filiale84 %
Beratungsgespräch vor Ort82 %
Digitaler Abschluss (Online/App)76 %
Self-Service ohne Beratung58 %
Hybridmodell mit Beratung auf Wunsch47 %
Robo-Advisory0 %

Stand: Oktober 2026. Quelle: Umfrage der DWP Bank unter Entscheidern von 88 Banken und Finanzdienstleistern, Befragungszeitraum 9. Juli bis 7. August 2026 (Berichterstattung DAS INVESTMENT). Mehrfachnennungen möglich. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einordnung: Kostendeckel schafft noch keinen Preiskampf

Für das gesetzliche Standarddepot gilt eine Obergrenze von 1 Prozent Effektivkosten pro Jahr. Bei 10.000 Euro Depotwert wären das höchstens 100 Euro im Jahr. Dass die Banken diese Grenze nutzen, um Kunden über den Preis zu gewinnen, geht aus der Umfrage allerdings nicht hervor. Die Berichterstattung beschreibt den Deckel, aber keinen ausgelösten Preiswettbewerb. Das ist eine Einordnung, keine gemessene Zahl.

Hingegen setzen einzelne Neobroker bereits auf niedrige Kosten. Laut Capitalo-Analyse zeigt sich damit schon vor dem Start eine Zweiteilung: Filialbanken bauen auf Beratung und Kundenbindung, digitale Anbieter auf den Preis. Welches Modell sich durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Wichtig zu wissen: Die Umfrage zeigt Planungen der Institute im Sommer 2026, keine zertifizierten Produkte. Verbindliche Preis- und Leistungsverzeichnisse liegen erst nach dem Start vor.

Was das für dich bedeutet

  • Du willst Beratung: Bei Filialbanken bekommst du sie voraussichtlich, sie kostet im Zweifel mehr als ein Selbstentscheider-Depot. Prüfe die Gesamtkosten, nicht nur den Fondspreis.
  • Du entscheidest selbst: Self-Service und digitale Abschlüsse sind bei den meisten Instituten geplant, hier lohnt der Kostenvergleich besonders.
  • Du hast Riester: Bestehende Verträge laufen weiter, ein Wechsel ist nicht verpflichtend.

Weniger geeignet ist eine beratungsintensive Lösung, wenn du Kosten minimieren und Anlagen selbst auswählen möchtest.

Fazit

Die Banken verzichten beim Altersvorsorgedepot auf Robo-Advisory und setzen auf Filiale, Hybridmodelle und Self-Service. Der Kostendeckel von 1 Prozent ist eine Obergrenze und kein Beleg für sinkende Preise. Vergleiche Konditionen erst, wenn Anbieter ihre zertifizierten Preise vorlegen.


👉 Selbst oder mit Beratung vorsorgen? Im Depot-Vergleich findest du Broker und ihre Kosten im Überblick, im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot die wichtigsten Grundlagen.

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.

Geprüft und freigegeben von

Alexander Senger

Alexander Senger

GründerGeschäftsführerKooperationen & Marketing

Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.