Rechtsschutzversicherung Vergleich Oktober 2020

Auf der Suche nach einer günstigen Rechtschutz­versicherung?

Mit einer Rechtsschutzversicherung können Sie hohe Prozess- & Anwaltskosten sparen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den für Sie besten Rechtsschutz finden.

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Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?

ARAG
Verkehrsrechtsschutz
139,31 € pro Jahr
  • Erweiterter Straf-Rechtsschutz
  • Unbegrenzt Deckungssumme
  • Max. 300 € Selbstbeteiligung
Itzehoer
Privatrechtsschutz
100,59 € pro Jahr
  • Single-Tarif
  • 500.000 € Deckungssumme
  • Max. 500 € Selbstbeteiligung
Ergo
Privat + Beruf
177,51 pro Jahr
  • Single-Tarif
  • 2 Mio. € Deckungssumme
  • Max. 250 € Selbstbeteiligung
Wer sie braucht, was sie leistet und wie viel sie kostet.

Die Rechtsschutzversicherung

Weitersagen:
Das Wichtigste in Kürze

Streit mit dem Nachbarn, dem Arbeitgeber, dem Vermieter oder einem Autofahrer – in vielen Lebenslagen muss ein Anwalt schlichten. Gut beraten ist derjenige, der eine Rechtsschutzversicherung hat.

Nur die Wenigsten denken daran, jemals mit dem Nachbarn, dem Handwerker oder dem Arbeitgeber zu streiten. Eine Versicherung funktioniert jedoch häufig so, dass man sie abschließt, so lange man sie noch nicht braucht. Dazu gehört die Rechtsschutzversicherung.

Ist der Streit erst einmal da, kann die Rechtsschutzversicherung nicht mehr rückwirkend abgeschlossen werden. Zumal es meist noch eine Wartezeit gibt, bis der erste Rechtsschutzfall eingereicht werden kann. Kommt jedoch einmal der Tag X, hilft der Rechtsschutzversicherer bereits am Telefon, gibt Tipps, wie man einem Streit aus dem Weg gehen kann oder leitet eben die richtigen Schritte ein – ohne, dass der Versicherte sich Gedanken um Anwalts- oder Gerichtskosten machen muss.

  • Am häufigsten wird über Verträge oder einen Schadensersatz gestritten.
  • Auch nach Verkehrsunfällen gibt es sehr oft Streit.
  • Versicherer zahlen Milliarden Euro für Rechtsanwälte, Gerichte und Co..

Vorteile und Nachteile

  • Die Rechtsschutzversicherung kann individuell vom Kunden zusammengestellt werden.
  • Die Rechtsschutzversicherung versucht den Gang zum Gericht durch eine Schlichtung zu vermeiden.
  • Die Rechtsschutzversicherung übernimmt mehr als nur Anwaltskosten. Sie zahlt auch die Gerichtskosten oder übernimmt die Kosten der Zeugen.
  • Der Rechtsschutzversicherer zahlt nicht für Auseinandersetzungen im Baubereich oder bei Streit mit dem Baufinanzierer.
  • Die Rechtsschutzversicherung zahlt meist nicht für Unterhaltsansprüche.
  • Rechtsschutzversicherung zahlen meist nicht bei Eheangelegenheiten wie Scheidungen.

Recht haben

Wer sollte eine Rechtsschutz­versicherung abschließen?

Niemand kann vorhersehen, ob er mal Hilfe vom Anwalt benötigt. Wer dennoch einen Rechtsstreit hat, weiß, dass Gerichte und Anwälte sehr teuer werden können. Eine Rechtsschutzversicherung spart viel Geld und Nerven.

  • Streit: Sie scheuen sich nicht, den Anwalt einzuschalten? Egal ob gegen den Arbeitgeber, einen Verkehrsteilnehmer, einen Händler oder das Finanzamt? Dann lohnt sich die Rechtsschutzversicherung in jedem Fall.
  • Rat: Sie wollen kompetente Beratung in Anwaltsfragen immer und jederzeit? Die Rechtsschutzversicherer geben bereits am Telefon kurzfristig Auskunft in anwaltlichen Fragen ohne dafür gesondert Geld zu verlangen.
  • Konfliktlösung: Sie legen Wert auf eine faire Lösung? Die anfallenden Kosten für eine außergerichtliche Lösung, genannt Mediation, übernimmt eine Rechtsschutzversicherung.

So können Sie Ihren Beitrag senken

Die Rechtsschutzversicherung sollte nur mit den Bausteinen versehen sein, die Sie auch benötigen. Wer kein Auto hat, benötigt auch keine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Wer keine Arbeit hat, benötigt keine Berufs-Rechtsschutzversicherung.

  1. Die Rechtsschutzversicherung sollte nur bei größeren Streitigkeiten eingeschalten werden. Um den Beitrag niedrig zu halten, lohnt es sich daher, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Dann müssen Sie zum Beispiel 200 Euro selbst bezahlen, wenn es zu einem Streit kommt.
  2. Beiträge für Versicherungen versuchen immer einmal im Jahr zu bezahlen. Versicherer schlagen für monatliche, vierteljährige und halbjährige Zahlungsweise einen Zuschlag oben drauf, den jeder sich sparen kann, wenn er nur einmal im Jahr bezahlt.

Darauf sollten Sie achten

  • Kosten unterschätzt: Häufig unterschätzen Verbraucher die Kosten für Anwälte und Co. und verzichten auf einen Rechtsstreit. Mit einer Rechtsschutzversicherung senken Sie das Kostenrisiko einer rechtlichen Auseinandersetzung.
  • Gutachten: Wer zum Beispiel seinen Arzt wegen falscher Behandlung auf Schadensersatz verklagen will, muss mit enormen Anwaltskosten rechen. Zudem übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten für ein Gutachten.
  • Berufsunfähigkeit: Immer wieder hört man von Streitigkeiten mit dem Berufsunfähigkeitsversicherer der nicht bezahlen will. Streitigkeiten gehen häufig in die tausende Euros und sind vor allem Existenzbedrohend. Frage danach, ob der Rechtsschutzversicherer auch diese Kosten übernimmt.
  • Arbeitszeugnis: Auch bei Streit mit dem Arbeitgeber wegen eines schlechten Arbeitszeugnisses sollten Sie den Gang zum Anwalt nicht scheuen. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt für dich die Kosten.
  • Straßenverkehr: Achten darauf, dass alle Familienmitglieder in der Verkehrs-Rechtsschutzversicherung versichert sind, die mit dem Auto fahren. Auch ist es sinnvoll Rechtsschutzversicherungen zu wählen, die den Versicherungsnehmer auch dann versichern, wenn derjenige ein fremdes Auto fährt.
  • Airline: Streitigkeiten mit der Airline wegen Flugverspätungen sind meist nicht versichert. Nutze daher Angebote wie flightrigt.de, fairplane.de oder euclaim.de.

Und so funktioniert Rechtsschutzversicherung in der Praxis

Erfahren Sie in unserem Video:

  • Welche Kosten übernimmt die Rechtsschutz-Versicherung?
  • Welche Rechtsschutz-Bereiche kann ich absichern?
  • Welche Ausschlüsse sind zu beachten?

Quelle: blau direkt

Häufige Fragen zur Rechtsschutzversicherung

Eine Auswahl der häufigsten Fragen zur Privat-Rechtsschutzversicherung finden Sie hier.

Wer braucht eine Rechtsschutzversicherung?

Jeder der privat, beruflich, im Verkehr oder in Mietangelegenheiten Streitigkeiten auch vor Gericht verteidigen können möchte. Ohne Rechtsschutzversicherung ist eine Klage nur gegen Vorauszahlung - meist weit über 1000 Euro - oder durch Inanspruchnahme der Prozeßkostenhilfe - wenn man bedürftig ist - möglich.

Wofür braucht man eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtschutzversicherung kann optional für die Bereiche Privates, Beruf, Verkehr und/oder Mietangelegenheiten abgeschlossen werden. Sie greift dann beispielsweise bei Streitigkeiten bezüglich Kaufverträgen (auch online), Nachbarn, Vorgesetzten, Mietern, Vermietern, Kollegen, Straßenverkehr, der Berufsgenossenschaft oder der Rentenversicherung. Es ist auch beispielsweise möglich, dass man nach einem Verkehrs-Schaden die Versicherung des Verursachers verklagen muss, wenn diese die Forderungen ablehnt. Gerade Prozesse gegen Versicherungen können einige Jahre andauern und hohe Kosten verursachen, was den vorherigen Abschluss einer Rechtsschutzversicherung empfehlenswert macht.

Wann springt der Rechtsschutz ein?

Die Rechtsschutzversicherung springt finanziell ein, wenn ein Streit beim Anwalt oder vor dem Gericht landet. Denn streiten kann ganz schön teuer werden: Der Anwalt kostet Geld, das Gericht hält die Hand auf, Gutachten müssen erstellt werden und Zeugen müssen übernachten und anreisen. Für das und vieles mehr bezahlt die Rechtsschutzversicherung. Zudem hat sie noch viele weitere positive Eigenschaften. So bieten alle Rechtsschutzversicherer Hotlines an, die eine Sofort-Hilfe am Telefon garantieren – egal ob beim Streit mit dem Vermieter, bei einem Autounfall oder im Urlaub!

Wie wichtig ist die Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung schützt in vielen, jedoch nicht allen Fällen. Insbesondere teure Streitigkeiten wie Scheidungen, Unterhalt, Bausachen, Erbschaft oder Kapitalanlagen sind häufig nicht oder nur begrenzt versichert. Eine einmalige Rechtsberatung beim Anwalt - der dabei auch über die Erfolgschancen des Prozesses informiert - ist meist günstiger als der Jahresbeitrag einer Rechtsschutzversicherung. Im Erfolgsfall muss dann in der Regel die Gegenseite die Kosten tragen. Ausnahmen bilden hier in einigen Fällen Arbeitsgerichte und Streitigkeiten in Wohnungseigentümergemeinschaften. Wer sich in Rechtsfragen eher defensiv verhält, für den ist eine solche Absicherung eher weniger sinnvoll. Wer hingegen streitbar ist und konsequent auf sein Recht besteht, für den ist die Rechtsschutzversicherung zu empfehlen.

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung ab sofort gültig?

Wie lange muss eine Rechtsschutzversicherung bestehen, bis man von ihr Gebrauch machen kann? Prinzipiell besteht bei der Rechtsschutzversicherung eine Wartezeit. Hierbei werden Kosten erst nach drei Monaten übernommen. Unter Umständen greift der Versicherungsschutz jedoch auch sofort. Das ist z.B. der Fall, wenn eine vergleichbare Vorversicherung bestand. Der ADAC wiederum bietet einen sofort gültigen Verkehrsrechtsschutz an. Vorsicht ist geboten, wenn bspw. im Rahmen der Hausrat- oder Krankenversicherung ein Unfall, gesundheitliches Problem oder Schaden bereits vor Abschluss bekannt war. In diesen Fällen müssen Versicherer ggf. nicht oder nur teilweise die Versicherungsleistung erbringen.

Welche Streitigkeiten übernimmt die Rechtsschutzversicherung?

Die Verkrehr-Rechtsschutzversicherung gehört zu den beliebtesten Rechtsschutzversicherungen. Die Verkehr-Rechtsschutzversicherung kann alleine oder als Baustein in der Rechtsschutzversicherung vereinbart werden. Versichert sind dann alle möglichen Auseinandersetzungen die im Straßenverkehr passieren. Meist sind der Fahrer, sein Auto oder auch alle Familienmitglieder und alle Fahrzeuge versichert.

Tipp: Wählen Sie den sogenannten Familien-Rechtsschutz. Dieser Schutz reicht am weitesten. Er schützt Sie, Ihren Ehegatten bzw. Ihren mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft wohnenden Lebenspartner sowie Ihre mitversicherten Kinder im Straßenverkehr. Dabei ist es egal, mit welchem Auto Sie im Straßenverkehr unterwegs sind. Natürlich werden auch eingetragene, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften bzw. Ehen berücksichtigt. Alternativ können Sie ein Auto versichern. Egal wer damit fährt, ist automatisch versichert. Bei einem Zweitwagen ist also eine zweite Rechtsschutzversicherung notwendig. Singles hingegen sollten eine Fahrer-Rechtsschutzversicherung wählen. Dann sind Sie immer im Straßenverkehr versichert, egal mit welchem Fahrzeug Sie unterwegs sind. Als Fahrer Ihres eigenen Autos oder auch beim Führen eines Mietwagens.

Sie wurden geblitzt und ein Führerscheinentzug droht? Auch hier springt die Rechtsschutzversicherung für Auseinandersetzungen ein. Voraussetzung Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichte sind zuständig. Ein solcher Prozess ist nämlich nicht nur mit einem enormen Zeitaufwand verbunden, für Aussagen bei der Polizei, Zeugenaussagen, Vorladungen und einem Behörden-Schriftwechsel, sondern auch enormen Kosten oder im schlimmsten Fall einem Fahrverbot das es zu vermeiden gibt. Mit dem Verkehrsrechtsschutz ist die Sache nur noch halb so schlimm. Dieser zahlt für Anwalts- und Gerichtskosten plus alle weiteren Kosten des Verfahrens.

Der Verkehrs -Rechtsschutz umfasst zudem:

Schadensersatzforderungen - wenn dich jemand nach einem von dir verursachten Unfall auf Schadensersatz verklagt.
Strafen - wenn dir eine Straftat vorgeworfen wird.
Vertragsverletzungen - wenn ein Kaufvertrag wegen Mängeln am Fahrzeug rückabgewickelt werden muss.
Steuerschulden - wenn das Finanzamt deine Kfz-Steuer falsch berechnet hat.

Zulassung - wenn die Verwaltungsbehörde zum Beispiel bei der Zulassung eines Fahrzeugs Probleme macht.

Bußgeld - wenn du dich wegen einer Ordnungswidrigkeit einen Bußgeldbescheid oder sogar ein Fahrverbot erhältst.

Was tun im Schadensfall?

Nutze direkt die Unfall-Hotline. So erfahren Sie schnell und unkompliziert, was Sie jetzt tun müssen. Wenn Sie einen Anwalt einschalten wollen, kümmert sich die Verkehrsrechtsschutzversicherung um die Kostenübernahme. Außerdem bietet der Verkehrsrechtsschutz in aller Regel die Möglichkeit, eine Mediation einzuleiten. Damit wird versucht, einen Konflikt schnell und unbürokratisch aus der Welt zu schaffen, ohne dass Sie und Ihr Kontrahent sich vor Gericht streiten müssen. In allen Anwendungsfällen ermöglicht der Verkehrsrechtsschutz es Ihnen, auf einen kompetenten Ansprechpartner zurückzugreifen, der im Streitfall Ihre Interessen vertritt.

DIE PRIVAT-RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Ärger mit dem Nachbarn, einem Freund oder einer Bestellung im Internet? Geraten Sie in einen Rechtsstreit, hilft die Privat-Rechtsschutzversicherung. Wichtig sind hier die Ausnahmen in den Informationen im Angebot. Denn Streit beim Hausbau wird nicht für die Kunden übernommen, das wäre auf Dauer zu teuer für die Rechtsschutzversicherer. Auch bei Streitigkeiten im Erbschaftsbereich, bei Scheidungen oder Zwist in der Familie, greift die Rechtsschutzversicherung nicht! Zu teuer. Was sie allerdings bezahlen, sind meist Erstberatungen beim Anwalt.

DIE BERUFS-RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Streit im Job, Kündigungen oder Streit über Abfindungen, beschäftigen häufig die Arbeitsgerichte. Eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung ist von den Rechtsschutzversicherungen im Vergleich abgedeckt, wenn es um Ihre Rechte als Arbeitnehmer geht. Keine Leistungen gibt es dagegen von der Rechtsschutzversicherung, wenn es um allgemeine betriebliche Dinge wie Streiks oder Aussperrungen geht.

DIE STRAF-RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Zusätzlich können Sie zum Beispiel den Baustein Straf-Rechtsschutz wählen, der auch bei Ordnungswidrigkeiten greift. Dazu gehört es im Zweifelsfall Ihre Verteidigung zu organisieren und zu bezahlen oder sogar eine Kaution zu stellen. Steht allerdings der Vorwurf einer vorsätzlichen Tat

begehung im Raum, zahlt die Rechtsschutzversicherung nur, wenn sich am Prozessende herausstellt, dass die Tat nicht vorsätzlich begangen wurde. Überhaupt keinen Schutz gibt es bei Taten, die – wie zum Beispiel Beleidigung oder Totschlag – nur vorsätzlich begangen werden können.

Achtung: Häufig gibt es Streit mit Banken oder einem windigen Finanzberater. Bei Falschberatungen rund um Kapitalanlagen haben viele Versicherer jedoch den Rechtsschutz stark begrenzt, weil die Versicherer häufig mit diesen Banken zusammenarbeiten und sich da nicht in die Nässeln setzen wollen. Kleine Konflikte werden allerdings bezahlt, zum Beispiel wenn es um eine Riester-Rente geht.

Auf die Wartezeiten bei der Rechtsschutzversicherung achten

Als Wartezeit bedeutet, dass Sie nicht einfach eine Rechtsschutzversicherung abschließen können, wenn der Fall bereits eingetreten ist. Denn Sie müssen erst einmal meist bis zu drei Monate warten. Damit wollen Versicherer den Fall vermeiden, dass Sie erst dann abschließen, wenn Sie die Versicherung benötigen – wie es einfach häufig der Fall ist. Die übliche Wartezeit beträgt drei Monate. Erst für Fälle nach dieser Zeit, übernimmt der Rechtsschutzversicherer die Kosten für Anwalt, Gericht, Zeugen oder Gutachten.

Die Wartezeiten bei der Rechtsschutzversicherung können von Anbieter zu Anbieter variieren. In den meisten Fällen gilt:

  • Verkehr-Rechtsschutz – keine Wartezeit
  • Privat-Rechtsschutz - 3 Monate
  • Beruf-Rechtsschutz - 3 Monate
  • Mieter-Rechtsschutz - 3 Monate
  • Vermieter-Rechtsschutz- 3 Monate

Angebote ohne Wartezeit: Manchmal bieten die Rechtsschutzversicherer Aktionen an, in denen sie Rechtsschutzversicherungen ohne Wartezeit im Programm haben. Die sind aber meist sehr teuer. Frage die Profis von Capitalo.de – sie wissen, ob ein Versicherer gerade eine Aktion ohne Wartezeit anbietet und kennen die günstigsten und besten Tarife.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?

Der Preis einer Rechtsschutzversicherung hängt insbesondere davon ab, ob lediglich ein Schutz im privaten Bereich, oder aber ebenfalls für die Gebiete Verkehr, Beruf und Miete abgeschlossen wird. Weitere relevante Aspekte sind die Selbstbeteiligung und die Frage, ob man sich alleine oder auch seine Familie absichern will. Ein Arbeitnehmer ohne Familie und mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro kann sich so beispielsweise bereits für unter 8 Euro monatlich im privaten Bereich schützen. Will ein Arbeitnehmer hingegen sich und seine Familie mit lediglich 250 Euro Selbstbeteiligung in allen vier Bereichen absichern, so verdreifacht sich der Beitrag fast auf circa 21 Euro monatlich im betrachteten Tarif. Wichtig ist bei der Auswahl eines Tarifs, dass man zwischen vielen Versicherungen wählen kann. Oft unterscheiden sich je nach Situation und Präferenzen die Ergebnisse bei der Suche nach dem optimalen Versicherungsschutz immens und Kosteneinsparungen von 100 Euro jährlich aufgrund einer vielfältigen Auswahl sind keine Seltenheit. Eine höhere Selbstbeteiligung kann den Beitrag weiter senken. Das gilt ebenso für eine Tätigkeit im Öffentlichen Dienst oder die Einschränkung des Schutzes auf beispielsweise Privat- und Berufsrechtsschutz, je nachdem welche Schutz-Bausteine benötigt werden. Der einfachste Trick zum Senken der Beiträge ist wohl der Wechsel von monatlicher auf jährliche Zahlweise. Unsere Vergleichsrechner helfen Ihnen dabei, aus einer Vielzahl von Anbietern und Tarifen den passenden zu identifizieren. Sie können ebenfalls berechnen, wie genau sich beispielsweise eine höhere Selbstbeteiligung oder aber ein weiterer Versicherungsbaustein auf die Beiträge auswirkt.

Wen kann ich in meiner Rechtsschutzversicherung mitversichern?

Sobald man sich für den Familienrechtsschutz entscheidet, sind Ehe-/Lebenspartner und minderjährige sowie unverheiratete Kinder mitversichert. Der Versicherungsschutz für die Kinder endet, sobald diese erstmals eine dauerhafte berufliche Tätigkeit ausüben und dafür entlohnt werden. Bei einigen Versicherern besteht zudem für Kinder eine Altersgrenze von 27 bzw. 30 Jahren. In bestimmten Tarifen können auch weitere im Haushalt lebende Familienmitglieder versichert werden.

Wann kann ich meine Rechtsschutzversicherung kündigen?

Eine Kündigung erfolgt in der Regel bis spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres. Haben Sie bspw. einen Vertrag zum 01. Juni des Vorjahres abgeschlossen, so können Sie ihn jedes Jahr bis Ende Februar kündigen. Des Weiteren ergibt sich die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung aufgrund einer Beitragserhöhung. Hier beträgt die Kündigungsfrist in der Regel einem Monat nach Eingang der Erhöhungsmitteilung.

Wann lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?

Ob sich eine Rechtsschutzversicherung lohnt hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Persönlichkeitstyp,
  2. Risikogruppe,
  3. Einkommen und
  4. Familiengröße.

Wer ein streitbarer Mensch ist, der seine Rechte gerne auch vor Gericht vertritt, für den ist ein Versicherungsschutz in diesem Bereich empfehlenswert. Wer hingegen Streitigkeiten vermeidet und selbst bei einer bestehenden Rechtsschutzversicherung kaum von dieser Gebrauch machen wird, dem ist sie nichgt zu empfehlen. Die Risikogruppen wiederum teilen sich in Risiko Arbeitsrecht, Verkehrsrecht sowie Miet- und Wohneigentumsrecht auf. Zu diesen drei Bereichen bietet die Rechtsschutzversicherung jeweils einen Baustein, der optional gewählt werden kann. Grundlegenger Baustein ist der privatrechtliche. Dazu zählen Streitigkeiten bspw. mit den Nachbarn. Da die Rechtsschutzversicherung mit pauschalen Beiträgen - unabhängig vom Einkommen - zu Buche schlägt, lohnt sie sich tendenziell eher für Großverdiener, da diese meist über ein größeres Streitvolumen verfügen. So beträgt der Streitwert für eine 50% Mietminderung im Falle einer 500 Euro-Wohnung 250 Euro, im Falle einer 5000 Euro-Wohnung sind es 2500 Euro. Bei Geringverdienern mit geringeren Streitwerten ist damit oftmals die Selbstbeteiligung höher als der Streitwert.Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Familiengröße. Da in einer Rechtsschutzversicherung meist alle Personen im Haushalt versichert sind, lohnt sich eine solche Absicherung insbesondere bei Großfamilien. Ob zwei oder acht Personen versichert sind spielt bei der Beitragsberechnung keine Rolle. Es wird lediglich zwischen dem Single- und Familientarif unterschieden. Kinder sind in diesem Falle - wenn sie unverheiratet und nicht dauerhaft berufstätig sind - bis zum 27. bzw. 30. Lebensjahr mitversichert. Einige Versicherer verzichten auf die Altersbeschränkung. Für Alleinstehende mit Kind oder aber Senioren werden jedoch häufig günstige Sondertarife angeboten.

Was leistet meine Rechtsschutzversicherung bei Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht?

In solchen Fällen bieten viele Versicherer eine Mediations-Rechtsschutz, der Streitfälle meist kostengünstiger und schneller zum Ziel führt. Ein vollständiger Rechtsschutz ist hier meist ausgeschlossen.

Lesen Sie das Kleingedruckte

Die Rechtsschutzversicherung behält sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen natürlich wie alle Versicherungen etliche Ausnahmen in ihren Tarifen vor, in denen sie nicht zahlen will. Dazu gehören zum Beispiel Ausschlüsse für Enteignungs-, Planfeststellungs-, Flurbereinigungs-, sowie im Baugesetz geregelte Angelegenheiten, Insolvenzverfahren, Patent-, Urheber-, Marken-, Geschmacksmuster-, Gebrauchsmusterrechte oder sonstige Rechte aus geistigem Eigentum, Kartell- oder sonstiges Wettbewerbsrecht, Rechtsstreit aus Spiel- und Wettverträgen, Vergleichsverfahren, einen Streit mitversicherter Personen untereinander oder eine Auseinandersetzung in ursächlichem Zusammenhang mit Krieg, feindseligen Handlungen, Aufruhr, inneren Unruhen, Streik, Aussperrung oder Erdbeben.

Mediation statt Gerichtsverfahren

Häufig wird versucht, den Streit durch Vermittlung beizulegen. Das Prozedere nennt sich Mediation und bedeutet außergerichtliches Schlichtungsverfahren. Denn der Gang zum Anwalt oder sogar vor Gerichtsprozess wird häufig deshalb vermieden, weil man dem Druck eines Gerichtsprozesses nicht standhalten würde. Damit eine Mediation funktioniert, ist Kompromissbereitschaft und Einigungswille von beiden Parteien eine zwingende Voraussetzung. Ziel ist es, in mehreren Gesprächssitzungen konstruktive Lösungen zu erarbeiten die für beide Seiten akzeptabel sind. Einen Gewinner und einen Verlierer gibt es nicht. Der Mediator tritt als unparteiischer Vermittler auf. Das Verfahren eignet sich besonders, wenn die Konfliktparteien auch in Zukunft miteinander auskommen wollen, als Geschäftspartner, als Chef und Angestellter oder als Nachbarn.

Bei Familienstreitigkeiten vor Gericht leisten die Tarife der Rechtsschutzversicherer grundsätzlich nicht - Ausnahmen gibt es aber bei der Mediation.

Einziger Nachteil: Mediator ist keine geschützte Berufsbezeichnung in Deutschland – jeder kann sich so nennen. Viele Mediatoren sind aber in Verbänden organisiert, die Qualitätsmerkmale erarbeitet haben, beispielweise ein bestimmtes Stundenkontingent an Ausbildung.

Mediatoren sind zumeist Juristen, da sie mit den Strukturen von Konflikten vertraut sind. Es sind aber auch Berufssparten vertreten, so treten auch Sozialpädagogen, Psychotherapeuten, Architekten, Ethnologen, Lehrer, Publizisten und Theologen als Mediatoren auf.

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