Festzins

Die meisten Kreditangebote für Privatkunden sind mit einem sogenannten Festzins versehen. Das bedeutet, dass sich der Zinssatz über die gesamte Laufzeit hinweg nicht verändert. Im Grunde ist dieses Merkmal positiv zu bewerten, da Kreditnehmer so von bösen Überraschungen in Form steigender Kreditzinsen verschont bleiben. Auch lässt sich die Rückzahlung des Kredites viel besser in die eigene Budgetplanung integrieren, da in der Regel auch die Raten auf der gleichen Höhe bleiben. Dies gilt zumindest für Annuitätendarlehen, die gerade im Privatkundengeschäft die größte Verbreitung finden.

Festzinsangebote – Vergleich und Vorteile

Bei Kreditangeboten finden sich immer zwei Zinssätze: Sollzinssatz und Effektivzinssatz. Ersterer entspricht dem eigentlichen Preis für das geliehene Geld. Der effektive Zinssatz wiederum beinhaltet auch weitere kostenrelevante Faktoren wie Laufzeit, Bearbeitungsgebühren und Ratenhöhe. Für Vergleiche ausschlaggebend ist der effektive Zinssatz, da dieser folglich einen Eindruck von den Gesamtkosten des Darlehens vermittelt. Dadurch wird auch einer der wichtigsten Vorteile eines festen Zinssatzes offensichtlich: Er verbessert die Vergleichbarkeit verschiedener Kreditangebote ganz enorm. Variable Zinssätze hingegen sind marktbedingten Schwankungen unterlegen. Das kann allerdings auch dazu führen, dass ein Kredit im Endeffekt günstiger wird. Ein Umstand, auf den man nur spekulieren kann und der folglich auch ein entsprechendes Risiko birgt.

Bei welchen Kreditarten wird kein Festzins angeboten?

Ein typisches Beispiel für einen Kredit ohne Festzins (also mit variablem Zinssatz) ist der Dispositionskredit. Dabei handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit, bei dem das Girokonto im Soll (also im Minus) geführt werden kann. Da die Zinssätze hier generell höher angesiedelt sind, sollte der Dispokredit nur zur Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe verwendet werden. Für mittel- bis langfristige Finanzierungen sind Ratenkredite mit Festzins wesentlich günstiger.

Eine Ausnahme können auch Immobiliendarlehen bilden. Hier ist der Zeitraum, über den der Zinssatz festgeschrieben wird, begrenzt. Meist handelt es sich dabei um Zeitspannen zwischen 5 und 15 Jahren. Danach muss eine Anschlussfinanzierung gefunden werden, die sowohl bei derselben als auch bei einer anderen Bank abgeschlossen werden kann. In diesem Zuge wird auch der Zinssatz neu berechnet und ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erneut für einen vorher festgelegten Zeitraum festgeschrieben.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

Autor
Über den Autor Alexander Senger

Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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