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Festgeld Sparkasse

Autor
Friedrich Krautzberger | Aktualisiert am 20. Januar 2021
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Das Wichtigste in Kürze
  • Sparkassen arbeiten regional und bieten deshalb unterschiedliche Konditionen beim Festgeld. Auch die Zinssätze variieren und sind eher niedrig.
  • Dafür ist Ihr Erspartes bei einer Sparkasse doppelt abgesichert. Durch das gesetzlich vorgeschriebene und ein eigenes Sicherungssystem.
  • Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Festgeldkonto bei einer Sparkasse zu eröffnen, empfiehlt es sich, die Konditionen mit anderen Banken zu vergleichen.

Gründe für ein Festgeld bei der Sparkasse

Es gibt zwei Gründe, ein Festgeldkonto bei einer Sparkasse zu eröffnen. Entweder Sie haben bereits ein Girokonto bei einer Sparkasse, oder ein Sparbuch, und möchten nun Ihr Erspartes bei dem gleichen Institut zinsstärker anlegen. Schließlich bieten Sparkassen Ihren längst nicht nur Sparbücher, sondern auch Festgelder an. Der zweite Grund könnte an der besonderen Sicherheit liegen, die Sparkassen ­– eigenen Angaben nach – Ihren Kunden bieten. Beides ist legitim. Dennoch ist es ratsam, die Konditionen der ausgewählten Sparkasse mit anderen Banken zu vergleichen: z. B. über den CAPITALO Festgeld Vergleich. Bei uns erfahren Sie außerdem, was Sie über das Festgeld bei der Sparkasse wissen müssen.

Festgeld-Angebote sind regional unterschiedlich

Die Sparkassen arbeiten nach dem Regionalitätsprinzip. Die einzelnen Institute sind daher dezentral organisiert und bieten unterschiedliche Konditionen bei ihren Anlageprodukten. Das gilt auch für das Festgeld: Zinsen, Laufzeit und der Mindestanlagebetrag variieren zum Teil erheblich.

Viele Sparkasse bieten unterschiedliche Laufzeiten. Von 24 über 36 bis zu 84 Monaten Laufzeit. Je länger Sie Ihr Geld fest anlegen, desto höher ist natürlich der Zinssatz. Manche Institute sind aber deutlich weniger variabel, was die Laufzeit betrifft. Überlegen Sie sich also gut, wie lang Sie den ausgewählten Betrag wirklich anlegen möchten und ob das mit dem Angebot korrespondiert.

Die Mindestanlagesumme kann 1.000 Euro, 2.500 Euro oder mehr betragen. Gut möglich, dass Ihnen Ihre Sparkasse ab höheren Summen mehr Zinsen zahlt. Generell ist es oft schwierig, sich online über die aktuellen Konditionen bei einer Sparkasse zu informieren. Doch dazu gleich mehr.

Der Online-Service: leider mangelhaft

Leider können Verbraucher das gewünschte Festgeldkonto nicht immer online eröffnen. Wenn man sich – und sei es auch nur für Recherchezwecke – zum Beispiel durch das Online-Angebot der Stadtsparkasse München klickt, stößt man durchaus auf das Thema Festgeld. Man erfährt, wie Festgeld funktioniert, dass es verschiedene Laufzeiten gibt und dass Festgeld besonders sicher ist, vor allem bei der Sparkasse. Kein Wort darüber, wie lang die Laufzeiten oder wie hoch die aktuellen Zinssätze sind. Bei Interesse an einem Festgeld liest man lediglich: „Wir beraten Sie gern.“ Man soll also in die Filiale und hat keine Chance, online mehr in Erfahrung zu bringen.

Das ist leider kein Einzelfall und wirkt reichlich antiquiert. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass Direkt-Banken und Online-Banken einen unkomplizierten Onlineabschluss anbieten. Hinzu kommt: Wer derart mit seinen Zinssätzen hinter dem Berg hält, erweckt nicht den Eindruck, besonders hohe Zinsen zu zahlen.

Doppelte Sicherheit für Ihr Festgeld

Sparkasse setzen als öffentlich-rechtliche Unternehmen nicht auf hohe Renditen, sondern auf Sicherheit. Die Gelder der Kunden werden so angelegt, dass sie nicht übermäßig hohen Risiken ausgesetzt sind. Und wenn dennoch ein Institut in Schieflage gerät? Dann sorgen gesetzliche und freiwillige Schutzmaßnahmen dafür, dass die Sparkasse nicht insolvent geht. Ihr Erspartes ist sogar doppelt geschützt.

Zum einen über den Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Dieses Sicherungssystem gibt es seit den 1970er-Jahren und scheint zu funktionieren: Seitdem ist noch kein Mitgliedsinstitut insolvent gegangen. Es haben auch noch keine Kunden Einlagen oder Zinsen verloren, weil eine Sparkasse in finanzielle Notlage geriet.

Zum anderen gilt auch für die Sparkassen das Einlagensicherungsgesetz. Sollten Sie nicht mehr auf Ihr Erspartes zugreifen können, weil eine Sparkasse insolvent ist, greift die gesetzliche Einlagensicherung. Wie gesetzlich vorgeschrieben werden Ihre Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vollständig erstattet – innerhalb von sieben Arbeitstagen. Laut Eigenauskunft sind aber so gut wie alle Einlagen durch die Einlagensicherung der Sparkasse abgedeckt.

Generelle Tipps zu Ihrem Festgeldkonto

Neben einer Mindestanlagesumme gibt es bei Festgeld auch oft eine Höchstanlagesumme. Wird diese überschritten, fallen die Zinsen in den Keller – man spricht von Staffel-Zins. Wichtig sind auch die Zinstermine. Zwar werden meist die Zinsen am Ende der Laufzeit auf das Konto ausgezahlt, doch es gibt auch Banken, die Ihnen jährlich die Zinsen gutschreiben. In dem Fall winkt ein ordentlicher Zinseszinseffekt.

Banken und Sparkassen müssen automatisch Steuern für ihre Kunden abführen. Sie können aber einen Freistellungsauftrag stellen, oder geben Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung ab.

Und denken Sie immer daran: Festgelder können in der Regel nicht vorzeitig gekündigt werden. Beziehungsweise nur mit erheblichen Zins- und Ertragseinbußen. Wenn Sie das hingegen Geld für die vorgesehene Laufzeit nicht benötigen, können Sie gleich anfangen mit: vergleichen.

Autor
Redaktion Friedrich Krautzberger

Seit über 15 Jahren arbeite ich als Texter und bin sehr erfahren in Finanzthemen, vor allem was Geldanlagen und Versicherungen betrifft. In meiner langjährigen Laufbahn habe ich diverse Banken und Versicherer redaktionell betreut.

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