Weltweit investieren ist ganz einfach

Alle Experten empfehlen es: Beim Investieren soll man international anlegen. Eine solche Anlagestrategie dient vor allem dazu unnötige Risiken bei der Geldanlage zu vermeiden. Dennoch sollten Anleger einige wichtige Aspekte beachten.

Besser international anlegen

So mahnt etwa die Stiftung Warentest Anleger ausdrücklich davor, sich allein auf den deutschen Markt zu fokussieren und allein auf den Aktienindex Dax zu setzen: „Der deutsche Markt schwankt stärker als der Welt­aktienmarkt“, schreiben die Experten. (https://www.test.de/Aktienfonds-Deutschland-Welche-Fonds-sich-als-Beimischung-fuers-Depot-eignen-5318581-0/). Die ausdrückliche Empfehlung: „Da der deutsche Aktienmarkt historisch schwankungs­anfäl­liger ist als der Welt­markt, empfehlen die Finanztest-Experten Deutsch­land-Fonds lediglich als Beimischung zum Depot.“

Doch wie lässt sich wirklich gut international Geld anlegen? Die konkrete Auswahl von Einzelaktien ist sehr komplex und zeitaufwendig. Nur die wenigsten Anleger kennen sich mit der Aktien-Auswahl gut genug aus, um sich ein wirklich breit gestreutes internationales Portfolio zusammenzustellen. Der Anspruch an ein solches internationales Depot wäre einfach, dass es nicht nur Aktien aus vielen Ländern enthält, sondern auch unterschiedliche Branchen abbildet.

MSCI World: Vorteile und Nachteile

Viele Anleger orientieren sich deshalb am internationalen Aktienindex MSCI World. Dieser umfasst rund 1.600 Aktien aus mehr als 20 Industrienationen. Wie bei anderen Aktienindizes gibt es ETFs, die die Entwicklung des MSCI World nachzeichnen. So können Anleger von einer weltweiten Börsenentwicklung profitieren, ohne sich ein eigenes Aktien-Depot mühsam zusammenzustellen. Das geht ganz einfach über einen ETF-Sparplan.

Allerdings gilt es, einen weiteren Aspekt bei der Geldanlage zu beachten: Der Aktienindex MSCI World ist nicht ganz unumstritten. In der Süddeutschen Zeitung wurde er bereits als „Schummelindex“ kritisiert (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/etf-geldanlage-msci-world-1.5019539?reduced=true). Die Zusammensetzung des MSCI World orientiert sich vor allem an der Marktkapitalisierung. Das führt im weltweiten Börsenumfeld dazu, dass dort US-Unternehmen ein sehr hohes Gewicht haben. Sie machen rund zwei Drittel im Index aus.

Experten sprechen bei solch einer Konzentration von Klumpenrisiko: Entwickeln sich US-Aktien schlecht, gibt es keine Chance, dass der MSCI World dieser Abwärtsbewegung trotzen könnte. Ein Anleger, der – etwa mit einem ETF-Indexfonds – auf die Entwicklung des MSCI World setzt, ist so in erster Linie von der Entwicklung der US-Börse abhängig. Genau das soll mit einer internationalen Anlagestrategie eigentlich vermieden werden: Eine weltweite Geldanlage sollte so diversifiziert sein, dass sie nicht von der Entwicklung einzelner Märkte abhängig sind.

BIP-Gewichtung und Marktkapitalisierung

Neben der Marktkapitalisierung wird deshalb in vielen Expertenstrategien eine Gewichtung nach der Wirtschaftskraft einbezogen, gemessen am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt BIP. Dieser Mechanismus gilt auch als Schutz vor überhitzten Börsenmärkten. Ein Markt gilt dann als überhitzt, wenn die Kursentwicklung von der tatsächlichen Wirtschaftskraft abgekoppelt ist, dann ist auch oft von einer Spekulationsblase die Rede.

Ist allein die Marktkapitalisierung maßgeblich für die Zusammenstellung eines Depots, so besteht die Gefahr, dass sich darunter auch besonders viele überbewertete Aktientitel befinden. Wird dabei auch die tatsächliche Wirtschaftskraft nach dem BIP betrachtet, gibt es einen zusätzlichen Schutz gegen solche Spekulationsblasen. Dann ist der Anteil von US-Aktien im Wertpapierportfolio an die reale Entwicklung der dortigen Wirtschaft gekoppelt – und eben nicht nur daran, wie stark die Aktien an der Börse gefragt sind.

Eine gute internationale Anlagestrategie ist also sowohl breit diversifiziert und möglichst international angelegt, bietet Anlegern aber auch Schutz gegen die spekulative Entwicklung von einzelnen Märkten, indem nicht nur Marktkapitalisierung, sondern auch die Wirtschaftskraft berücksichtigt werden.

Professionelle ETF-Portfolios     

Kann man all diese Aspekte der Geldanlage auf einmal berücksichtigen? In der Praxis ist das auch für Kleinanleger gar nicht so schwer. Denn es gibt digitale Vermögensverwalter, die diese Arbeit komplett übernehmen. Weil das Investment dann auch regelmäßig überprüft und automatisch angepasst wird, spricht man hier auch von Robo-Advisors. Auf CAPITALO finden Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihr Geld international anzulegen, ohne dass Sie selbst besonders viel dafür tun müssten.

Ein Beispiel sind die professionellen ETF-Portfolios von growney. Das Geld wird dabei nicht in einen einzelnen ETF angelegt, sondern in bis zu neun unterschiedliche ETFs. So ist ein breites internationales Investment sichergestellt – in bis zu 5.000 Aktien aus über 40 Ländern, deutlich mehr also als beim MSCI World. Die Auswahl und regelmäßige Überprüfung erfolgt dabei auch anhand der Wirtschaftskraft – und wird bei Marktveränderungen mindestens jährlich angepasst. Der Anleger selbst muss dafür gar nicht tätig werden, weil der Robo-Advisor notwendige Anpassungen automatisch vornimmt.

Zum Schutz der Anleger wird anhand kurzer Onlinefragen vorab auch eine Risiko-Einschätzung vorgenommen. Wer sehr konservativ anlegen möchte, hat so auch die Möglichkeit eine Aktienquote von nur 20 Prozent zu wählen. Insgesamt gibt es fünf Risikoklassen – bis zu einer Aktienquote von 100 Prozent. Dabei können sich Anleger auch für komplett nachhaltige Anlagestrategien entscheiden – ebenfalls mit ETF-Portfolios. Natürlich gilt auch hier: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden, der Wert der Kapitalanlage kann fallen oder steigen. Durch die Anlage in mehrere ETFs werden mögliche Risiken zwar gestreut, dennoch unterliegen die growney Strategien weiterhin Risiken. Historische Wertentwicklungen, Simulationen und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Investieren schon mit kleinen Beträgen

So eine digitale Vermögensverwaltung ist auch was für ganz normale Kleinanleger. So lassen sich bei growney Sparpläne ab € 25 pro Monat anlegen, eine Einmalanlage ist schon ab € 500 möglich. Da in ETFs investiert wird, ist diese Geldanlage auch besonders flexibel. ETFs sind börsentäglich handelbar, bei growney können Anleger also ohne Kündigungsfristen oder Mindestvertragsdauer jederzeit eine Auszahlung veranlassen.

Außerdem gehört growney zu den größten und bekanntesten digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland und ist bereits mehrfach als bester Robo-Advisor ausgezeichnet worden, u.a. im Test des Handelsblatts, bei ntv und als Top-Robo-Advisor in der Wirtschaftswoche.


Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.