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Renovierungskredit – günstige Finanzierung der Renovierungsarbeiten

Autor
Christian Bammert | Aktualisiert am 19. Juli 2024
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In unregelmäßigen Abständen fallen sowohl in Mietwohnungen als auch innerhalb des Immobilieneigentums Renovierungen an. Kleinere Maßnahmen können Mieter oder Eigentümer meistens problemlos aus der eigenen Tasche zahlen. Geht es allerdings um etwas umfangreichere Modernisierungsmaßnahmen oder Renovierungen, muss häufig eine Finanzierung in Anspruch genommen werden. Die Kreditsumme kann dann durchaus im höheren vier- oder sogar fünfstelligen Bereich liegen.

Was ist eine Renovierung?

Viele Menschen werfen einige Begriffe durcheinander, die im Zusammenhang mit Maßnahmen in oder an einer Immobilie stehen. Dabei handelt es sich in erster Linie um die folgenden Fachbegriffe:

  • Sanierung
  • Modernisierung
  • Renovierung

Während eine Sanierung größere Reparaturmaßnahmen beinhaltet und es bei der Definition vor allen Dingen um die Erneuerung bestimmter Bestandteile geht, wird mit einer Renovierung meistens eine Verschönerungsmaßnahme bezeichnet. Dazu gehören etwa das Anstreichen oder Tapezieren von Wänden sowie Decken, der Anstrich von Böden oder auch das Streichen der Fenster. All diese Maßnahmen führen Mieter oder Immobilienbesitzer durch, damit die Wohnung oder das Haus optisch wieder schön aussehen.

Was ist ein Renovierungskredit?

Ein Renovierungskredit ist ein Darlehen, das von einigen Banken zur Verfügung gestellt wird. Manchmal werden alternativ auch die Bezeichnungen Sanierungskredit, Renovierungsdarlehen oder Modernisierungskredit genutzt. Kennzeichnend für den Renovierungskredit ist, dass mit dem zur Verfügung gestellten Geld entsprechende Renovierungsarbeiten durchgeführt werden können.

Meistens gibt es beim Renovierungskredit keine Zweckbindung, sodass Kreditnehmer den Darlehensvertrag grundsätzlich frei verwenden können. Einige Banken entscheiden sich allerdings dafür, dass ein zweckgebundener Renovierungskredit vergeben wird. Dann darf der Darlehensbetrag tatsächlich nach der Kreditvergabe nur verwendet werden, um davon die Kosten für Renovierungen zu zahlen.

Was fällt unter einen Renovierungskredit?

Es gibt im Wesentlichen drei Kreditarten, die Banken im Zusammenhang mit der Finanzierung von Renovierungsmaßnahmen vergeben, nämlich:

Der allgemeine Ratenkredit ist immer zweckungebunden, sodass der Darlehensbetrag beispielsweise zur Autofinanzierung genutzt werden kann, aber eben genauso gut, wenn Renovierungen finanziert werden sollen. Der speziellere Renovierungskredit hingegen ist meistens ein zweckgebundenes Darlehen. Das Kreditangebot beinhaltet dann, dass mit dem Kreditbetrag ausschließlich Renovierungen bezahlt werden dürfen.

Manche Banken stellen auch einen klassischen Immobilienkredit als Renovierungskredit zur Verfügung. Im Unterschied zu sonstigen Immobiliendarlehen muss allerdings meistens keine Grundschuld als Sicherheit eingetragen werden, weil der Darlehensbetrag sich für gewöhnlich im Rahmen zwischen 10.000 und 50.000 Euro bewegt. Oftmals werden Renovierungskredite heutzutage auch als Sofortkredite vergeben. Das bedeutet, dass der Kreditvertrag nach dem Kreditantrag sehr schnell zustande kommt und der Kunde oft schon binnen 48 Stunden über den Kreditbetrag verfügen kann.

Wie finde ich einen guten Renovierungskredit?

Zwischen den Angeboten der Banken im Bereich Renovierungskredite gibt es insbesondere im Hinblick auf die Zinssätze Unterschiede. Meistens sind spezielle Modernisierungskredite sogar günstiger als allgemeine Ratenkredite, sodass ein Vergleich der Angebote sinnvoll ist. Ein solcher Vergleich kann durch einen Kreditrechner vorgenommen werden, denn so erhalten Sie viele Angebote übersichtlich geordnet. Unter Umständen sollten Sie neben dem Zinssatz auf weitere Konditionen achten, wie zum Beispiel auf die Möglichkeit von Sondertilgungen.

Sind Renovierungskosten von der Steuer absetzbar?

Wenn Renovierungskosten von Mietern getragen werden, dann können in aller Regel 20 Prozent der anfallenden Handwerkerkosten von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings gibt es einen Höchstbetrag zu beachten, der bei 1.200 Euro im Jahr liegt. Vermieter hingegen können die Renovierungskosten für gewöhnlich in vollem Umfang steuerlich geltend machen, sofern es sich um einen sogenannten Erhaltungsaufwand handelt.

Was kann ich als Eigentümer steuerlich geltend machen?

Als Eigentümer einer vermieteten Immobilie können Sie in den meisten Fällen die Modernisierungs- oder Renovierungskosten vollumfänglich steuerlich geltend machen. Das gilt unter der Voraussetzung, dass es sich bei den Renovierungskosten um einen sogenannten Erhaltungsaufwand handelt. Das bedeutet, dass die Wohnung nur dann weiterhin vermietet werden kann, wenn die entsprechenden Renovierungsmaßnahmen durchgeführt worden sind.

Worauf sollte ich beim Renovierungskredit achten?

Zunächst einmal sollten Sie vor der Wahl des Renovierungskredites auf die entsprechenden Zinskonditionen achten und Angebote vergleichen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass Sie vorab einer Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen. Auf diese Weise ermitteln Sie Ihr frei verfügbares Einkommen und wissen damit, welche maximale Darlehensrate Sie sich für den Modernisierungskredit leisten können.

Eine solche Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen Sie, indem Sie Ihre monatlichen Einnahmen (Einkommen) den fixen Kosten gegenüberstellen. Diese bestehen häufig aus:

  • Miete / Kreditrate fürs Immobiliendarlehen
  • Lebensunterhalt (Nahrungsmittel, Kleidung und Hygieneartikel)
  • Mobilitätskosten (Benzin, Kfz-Steuer, Fahrkarte etc.)
  • Telekommunikationskosten
  • Versicherungsprämien
  • Sparraten
  • Kreditraten

Das sich so ergebende, frei verfügbare Einkommen stellt das Limit für die Darlehensrate dar, die Sie später im Zusammenhang mit dem Renovierungskredit zahlen müssen.

Gibt es Förderungen für eine Renovierung?

In den Bereich der Renovierung fallen vorrangig Streichen und Tapezieren, was eine optische Verschönerung zur Folge hat. Andere Maßnahmen, wie zum Beispiel der Austausch von Fenstern oder die Modernisierung der Heizung, fällt hingegen eher in den Bereich der Modernisierungen oder Sanierungen. Dementsprechend gibt es für Renovierungsarbeiten in aller Regel keine Förderungen, die Sie eventuell in Anspruch nehmen könnten.

Wie beantrage ich einen Renovierungskredit?

Einen Renovierungskredit können Sie heute meistens schnell und bequem online beantragen. Sie begeben sich dazu einfach auf die Webseite der entsprechenden Bank und füllen dort den Kreditantrag online aus. Meistens müssen Sie sich zusätzlich nicht nur legitimieren, sondern einige Unterlagen einreichen. Dazu zählen zum Beispiel Einkommens- und Gehaltsnachweise sowie eventuell die Kopien der letzten Kontoauszüge. Nachdem der Kredit genehmigt wurde, erhalten Sie den Darlehensbetrag anschließend auf Ihr Girokonto überwiesen.

Was kostet ein Renovierungskredit?

Die Kosten eines Renovierungskredites hängen vom jeweiligen Angebot der Bank und auch von den allgemeinen Kapitalmarktzinsen ab. In den letzten Wochen sind auch Renovierungskredite teurer geworden, weil die Zinsen an den Finanzmärkten zum Teil deutlich gestiegen sind. Davon betroffen sind nahezu alle Kreditarten, insbesondere Immobiliendarlehen. Aber auch bei allgemein Ratenkrediten und speziellen Renovierungsdarlehen haben die Banken mittlerweile häufig den Zinssatz erhöht.

Im Durchschnitt kostet ein Renovierungskredit momentan zwischen 2,9 und 6,9 Prozent an Zinsen. Dabei kommt es allerdings in erheblichen Umfang auf die Bonität des Kreditnehmers an, welchen Zinssatz die Bank letztendlich anbietet. Im Idealfall verfügen Sie über Eigenkapital, sodass dann ein besonders günstiger Zinssatz auch bei einem Renovierungskredit offeriert werden kann. Auf jeden Fall lohnt sich ein Vergleich der Angebote, denn die Zinsen unterscheiden sich von Bank zu Bank durchaus in größerem Umfang.

Wer bekommt einen Renovierungskredit?

Um einen Renovierungskredit zu erhalten, müssen Sie nicht nur kreditfähig sein, sondern zudem über eine ausreichende Kreditwürdigkeit (Bonität) verfügen. Die Bank will sicherstellen, dass Sie de Kredit auch zurückzahlen können. Die Bonität machen die Kreditgeber in der Regel an den folgenden Faktoren fest:

  • Keine negativen Einträge in der Schufa
  • Ausreichendes Einkommen (aus abhängiger Beschäftigung)
  • Wohnsitz in Deutschland
  • Eventuell Eigenkapital

Wer diese Voraussetzungen erfüllen kann, hat gute Chancen, den passenden Renovierungskredit zu erhalten.

Fazit zum Renovierungskredit

Die meisten Banken vergeben einen Renovierungskredit in Form eines allgemeinen Ratenkredites. Manchmal aber wird auch ein spezielles Renovierungsdarlehen zur Verfügung gestellt. Auf jeden Fall sollten Sie die Zinsen und damit die Angebote der Banken miteinander vergleichen. Die Kreditsummen liegen oft zwischen 5.000 und 10.000 Euro, weil Renovierungskosten oftmals aus Maler- und Tapezierarbeiten bestehen.

Autor
Redaktion Christian Bammert

Christian Bammert verantwortet Marketing & Vertrieb von CAPITALO und unterstützt unsere Kooperationspartner bei der Vermarktung ihrer Produkte. Christian arbeitet seit vielen Jahren in der Finanzbranche und hat sehr gute Kontakte zu Banken und Medien.