Auto abmelden

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Egal, ob Sie ein neues Auto anmelden, das aktuelle Kfz ummelden oder Ihr altes Auto abmelden möchten, Sie müssen stets einige bürokratische Hürden nehmen und mit Kosten rechnen. Damit bei Ihnen alles reibungslos klappt, wenn Sie Ihren PKW abmelden, finden Sie in diesem Ratgeber alle wichtigen Informationen, was bei der KFZ Abmeldung zu beachten ist, welche Unterlagen Sie für die KFZ Abmeldung benötigen und was Sie das ganze kostet.

Wann müssen Sie Ihr Auto abmelden?

Jeder, der mit seinem Auto am öffentlichen Verkehr in Deutschland teilnehmen möchte, muss zunächst seinen PKW anmelden. Im Umkehrschluss heißt das: Man muss das Fahrzeug auch wieder abmelden, wenn man damit nicht mehr fahren möchte. Die Gründe für eine Autoabmeldung können dabei vielfältiger Natur sein:

kfz

Autoabmeldung bei Stilllegung des Fahrzeugs

Fahren Sie ein ganz altes Auto, das irgendwann seinen sprichwörtlichen „Geist“ aufgibt, oder das Sie für längere Zeit nicht mehr benötigen, können Sie dies stilllegen. Die Stilllegung kann auch erfolgen, weil es nicht mehr verkehrstauglich ist, die Begutachtung durch TÜV und Co. gravierende Mängel hervorgebracht hat und daher nicht mehr im öffentlichen Verkehr verwendet werden darf. In jedem Fall müssen Sie das Fahrzeug abmelden.

Abmeldung des Autos wegen Umzug

Wenn Sie Ihren Wohnort und damit den Standort des Autos verlegen, ist eine andere Zulassungsstelle für die Registrierung von Fahrzeug und Halter zuständig. Doch bevor Sie das KFZ bei der neuen Zulassungsstelle anmelden können, müssen Sie es vorher abmelden.
Wichtig: Mittlerweile können Sie Ihr Kennzeichen, das ja geografische Merkmale enthält, bei einem Standortwechsel behalten.

Auto abmelden nach einem Verkauf

In der Regel wechselt ein PKW mehrmals in seinem Leben den Besitzer. Die Abmeldung und anschließende Neuanmeldung durch den nächsten Besitzer bzw. Käufer ist somit der häufigste Grund für die KFZ Abmeldung. Diese ist vor allem aufgrund von Haftungsfragen auch sehr wichtig: Mit der Anmeldung eines Fahrzeugs auf den Namen des Halters wird gleichzeitig auch dessen Verantwortung übertragen, wenn das Auto einen Schaden verursacht.

Verkaufen Sie Ihr Fahrzeug und übergeben es an einen neuen Halter, ohne es vorher abgemeldet zu haben, bleiben Sie in der Verantwortung für das Fahrzeug. Noch wichtiger: Sie haften auch weiterhin, denn alle Schäden, die entstehen, müssen von Ihrer Haftpflichtversicherung als Alt-Halter bis zur Neuanmeldung bezahlt werden.
Wichtig: Wenn es tatsächlich zu einem Schaden kommt und der Käufer dafür nicht die Verantwortung übernimmt, kann dies etwa die Verschlechterung Ihrer aktuellen Schadensfreiheitsrabattstufe der Versicherung führen.

Unser Tipp: Verkaufen Sie Ihr Auto, können Sie gleichzeitig das alte Auto abmelden und ein neues anmelden. So ersparen Sie sich einen weiteren Gang zur Zulassungsstelle.

Kurzfristige Abmeldung eines Kfz

Während die Abmeldung nach einem Verkauf oder einer Stilllegung in der Regel dauerhafter oder zumindest längerer Natur ist, kann es auch Gründe geben, ein Auto nur kurzfristig abzumelden und später wieder anzumelden. Häufig ist dies bei saisonal genutzten Fahrzeugen wie etwa Cabrios, bei Überführungen oder Kurzzeitzulassungen der Fall. Auch längere Auslands- oder Klinikaufenthalte – etwa im Rahmen einer Reha-Maßnahme – können ein Grund sein, das Fahrzeug zeitlich begrenzt abzumelden.

Kennen Sie allerdings den Zeitraum, in dem Sie das Auto nicht nutzen wollen, können Sie ein sogenanntes Saisonkennzeichen beantragen und sich das Prozedere der An- und Abmeldung samt Kosten dauerhaft sparen.

Unser Tipp: Die zeitlich befristete Abmeldung Ihres Kfz können Sie bei jeder Zulassungsstelle in Deutschland durchführen.

Abmeldung des KFZ – welche Unterlagen benötigen Sie?

Ähnlich wie bei der Anmeldung werden einige Unterlagen benötigt, die aber schnell zusammen- gestellt sind. Nehmen Sie zur KFZ Abmeldung folgende Dokumente mit:

  • Gültigen Personalausweis oder Reisepass.
  • Zulassungsbescheinigungen Teil I und II.
  • Beide Kennzeichenschilder, ggf. Berichte zur HU und AU.
  • Bei endgültiger Kfz-Abmeldung zusätzlich Verwertungsnachweis einer zertifizierten Altauto-Annahmestelle.
  • Schriftliche Vollmacht – falls Sie als Besitzer verhindert sind.

Wie läuft eine Abmeldung genau ab?

Wenn Sie Ihr KFZ klassisch bei einer Zulassungsstelle abmelden, wird in Teil I und II der Zulassungsbescheinigungen notiert, dass die Abmeldung erfolgt ist. Teil I verbleibt beim Halter, der das Auto abgemeldet hat. Soll das Fahrzeug von einem neuen Halter neu angemeldet werden, wird der Teil II der Zulassungsbescheinigung erneuert. Zudem werden die bestehenden Kennzeichenschilder entwertet und auf Wunsch ggf. vernichtet.

So funktioniert die Online-Abmeldung

Mittlerweile ist in Deutschland die Abmeldung eines Kfz vielfach auch online möglich. Hierzu sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Sicherheitscodes freilegen (auf Plaketten und Fahrzeugbescheinigung Teil II).
  2. Jeweilige Codes notieren.
  3. Identität nachweisen (mit der online-Ausweisfunktion des Personalausweises)
  4. Fahrzeugkennzeichen eingeben.
  5. Sicherheitscodes eingeben.
  6. Bezahlen mittels angebotenem e-Payment System.

Wichtig: Bei einem Verkauf des Fahrzeugs kann die bestehende Autoversicherung auch nahtlos auf den Käufer übergehen. So ist gewährleistet, dass das Fahrzeug weiterhin versichert bleibt.

Als Käufer eines neuen Fahrzeugs sollten Sie aber keinesfalls auf einen genauen Versicherungsvergleich – beispielsweise bei CAPITALO verzichten. In den allermeisten Fällen ergibt sich dabei eine günstigere Versicherungsprämie. Haben Sie einen neuen Versicherer für Ihre KFZ Haftpflicht gefunden, können Sie als Käufer von Ihrer einmonatigen Kündigungsmöglichkeit bei Fahrzeugwechsel Gebrauch machen. Auf diese Weise ist das neue Fahrzeug nicht nur durchgehend, sondern auch zu den besten Bedingungen versichert.

Unser Tipp: Eine mögliche Übernahme der Versicherung gilt nicht für die Teilkasko- und Vollkasko-Versicherung. Diese müssen individuell vom Altbesitzer gekündigt und ebenso individuell vom neuen Halter abgeschlossen werden.

KFZ-Abmeldung – welche Kosten fallen für Sie an?

Die Gebühren der KFZ–Behörden für eine Abmeldung sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Die genauen Preise erfahren Sie bei Ihrer Zulassungsstelle vor Ort.

In der Regel gilt: Wird das Fahrzeug dort abgemeldet, wo es zugelassen ist, kostet das die geringste Gebühr: aktuell 6,90 €. Für auswärtige Fahrzeuge sind 10 € zu bezahlen. Für die Reservierung des Kennzeichens (Wunschkennzeichen) werden 2,60 € fällig.

Was passiert, wenn der Fahrzeughalter verstirbt?

Stirbt ein Kfz-Halter, kann das Auto von Ihnen als Erbe übernommen werden. Dazu muss die Übernahme der Versicherung erfolgen, das Auto kann dann abgemeldet werden und auf den neuen Halter zugelassen werden. Liegt ein notarielles Testament vor, ist der verantwortliche Nachlassverwalter einzubinden und für das weitere Procedere zuständig.

Wichtig: Bei der Abmeldung des Kfz sollte man den aktuell erreichten Schadenfreiheitsrabatt der Versicherung nicht einfach verfallen lassen – dieser kann auch auf ein neues Fahrzeug übertragen werden. Dazu haben Sie in der Regel bis zu 12 Monaten Zeit. Wenn Sie sich selbst kein Auto mehr anschaffen bzw. das bestehende Kfz zulassen möchten, können Sie den geerbten Schadenfreiheitsrabatt auch auf ein Kind oder Enkelkind problemlos überschreiben.

Unser Tipp: Je höher der FS-Klasse, desto nennenswerter fällt der Rabatt aus. Ab SF 26 zahlen Sie in der Regel nur noch 20 bis 25 % der eigentlichen Versicherungsprämie.

 

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