Als junger Arbeitnehmer für die Zukunft und die eigene Familie vorsorgen – das ist zu beachten

Sie sind gerade erst so richtig in Ihr Berufsleben gestartet und stehen noch ganz am Anfang Ihrer Karriere. Der Job ist sicher und das Einkommen ist geregelt. Beste Voraussetzungen also, um eine Familie zu gründen. Damit Sie das Familienglück unbeschwert genießen können, sollten Sie jedoch darauf achten, dass es gut abgesichert ist. Dazu benötigen Sie entsprechende Versicherungen für sich selbst und natürlich wollen Sie auch Ihre Familie ausreichend versichern. Wir haben die wichtigsten Policen an dieser Stelle für Sie zusammengefasst und was dabei zu beachten ist. So sorgen Sie für sich selbst und Ihre Familie vor.

Gesetzlich oder privat eine Krankenversicherung braucht jeder

Es ist wohl die wichtigste Police, die Sie benötigen. Eine Krankenversicherung benötigt jeder und höchstwahrscheinlich haben Sie bereits eine abgeschlossen, denn ohne können Sie nicht sozialversicherungspflichtig angestellt sein. Von Ihrem Gehalt und Ihrem Beruf hängt es jedoch ab, wie Sie sich absichern. Ab einer bestimmten Einkommensgrenze können Sie sich nämlich als Angestellter auch privat versichern. Allerdings will dieser Schritt wohlüberlegt sein, da ein Wechsel zurück zur gesetzlichen Kasse gar nicht so einfach ist.

Haben Sie Kinder, dann können Sie sie im Rahmen einer gesetzlichen Familienversicherung mitversichern. Der Nachteil bei einer privaten Krankenversicherung ist, dass jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag braucht.

Vor allem für junge Arbeitnehmer und Familien ist eine der gesetzlichen Krankenkassen hier wohl die bessere Wahl. Damit sind Sie nämlich gleichzeitig pflegeversichert. Beides wird vom Bruttoeinkommen einbehalten. 14,6 Prozent gehen dabei an die Krankenkasse und 3,05 Prozent gehen an die gesetzliche Pflegeversicherung.

Ebenfalls ein Muss: Die private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung sichert Sie gegen Ansprüche von Dritten ab, falls Sie fahrlässig einen Schaden an einer Sache oder einer Person verursacht haben. Ohne diese Police können solche Schäden ganz schön ins Geld gehen. Viele Versicherer bieten hier ebenfalls die Möglichkeit direkt die gesamte Familie mit einem Vertrag abzusichern.
Gut zu wissen: Ihre Kinder sind bis zu Ihrem siebten Jahr deliktsfähig. Solange Sie also Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzen und Ihr Kind einen Schaden verursacht, bleiben die Geschädigten auf den Kosten sitzen. Besser ist es jedoch natürlich, wenn solche Schäden gar nicht erst entstehen.

Berufsunfähigkeitsversicherung sichert die Arbeitskraft ab

Im Schnitt wird jeder vierte Angestellte in Deutschland irgendwann in seinem Leben einmal berufsunfähig. Das ist ein Risiko von rund 25 Prozent. Deshalb sollten Sie sich unbedingt gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit absichern. Ist das nicht der Fall, fällt ein komplettes Einkommen weg und die Familie kann in eine finanzielle Schieflage geraten.
Die Versicherungssumme sollte mindestens 75 Prozent des Gehalts abdecken. Damit kann der Lebensstandard gehalten werden. Aktuell sind psychische Erkrankungen übrigens der Hauptgrund für eine Berufsunfähigkeit, dicht gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates.

Für den Ernstfall abgesichert: Lebensversicherungen

Insbesondere wenn es einen Hauptverdiener in der Familie gibt, sollte dessen Einkommen ausreichend abgesichert sein. So stellen Sie bei einem Todesfall sicher, dass die Familie vorerst ohne das fehlende Einkommen auskommen kann. Dabei gibt es zwei Arten, die Risikolebensversicherung und die Kapitallebensversicherung.

Bei beiden wird beim Sterbefall eine Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Im Fall der Kapitallebensversicherung kann das Geld auch ab einem gewissen Zeitpunkt, beispielsweise beim Renteneintritt in monatlichen Abschlägen oder als komplette Summe ausgezahlt werden. Idealerweise sollte die Versicherungssumme etwa drei bis fünf Bruttojahresgehälter betragen.

Die Zukunft gesichert mit einer privaten Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird in den meisten Fällen nicht reichen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte sich die monatliche Rente etwa auf 75 bis 85 Prozent des letzten Nettogehalts belaufen. Allerdings lässt sich das nur erreichen, wenn Sie die gesetzliche Rente mit privaten Möglichkeiten zur Altersvorsorge aufstocken.

Bestes Beispiel ist die staatlich geförderte Riester-Rente. Pro Jahr können je nach monatlicher Sparrate bis zu 175 Euro vom Staat dazukommen. Falls Sie Kinder haben werden zusätzlich noch je 300 Euro zugezahlt. Neben der Riester-Rente können Sie auch noch mit einer betrieblichen Altersvorsorge, privaten Versicherungen oder einer Immobilie Ihre Rente aufbessern.

Hausratversicherung darf nicht fehlen

Zur Absicherung Ihres Hausstands sollten Sie eine Hausratversicherung abschließen. Damit schützen Sie den kompletten Inhalt Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses gegen verschiedene Schäden, wie beispielsweise Feuer, Einbruch, Diebstahl, Wasserschäden sowie Blitz- und Hagelschäden.

Ein sicheres Eigenheim mit der Wohngebäudeversicherung

Wenn Sie ein Haus gekauft oder gebaut haben, dann ist eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Dabei werden ähnliche Schäden abgedeckt wie bei der Hausratversicherung. Dazu können noch weitere Optionen kommen, wie beispielsweise die Elementarversicherung, die gegen Naturkatastrophen absichert. Wer ein Eigenheim besitzt, sollte auf keinen Fall ohne Wohngebäudeversicherung auskommen. Ohne kann bei Schäden nämlich die Existenz bedroht werden, weil sie wohl kaum aus eigener Tasche bezahlt werden können.

Kinder ebenfalls absichern

Bei vielen Versicherungen sind Kinder meist ohnehin mit abgesichert. Um noch einen Schritt weiterzugehen, kann das Kind zusätzlich mit einer Kinderinvalidenversicherung abgesichert werden. Falls es schwerbehindert werden sollte, müssen meist größere Ausgaben gemacht werden und die sind oft zu groß, um sie auf einen Schlag bezahlen zu können.


Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.