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Saisonkennzeichen für Kfz

Saisonkennzeichen für Dein Auto – die Basics

  • Mit Saisonkennzeichen kannst Du Dein Fahrzeug für einen begrenzten Zeitraum zulassen.
  • Den zeitlichen Geltungsbereich Deines Saisonkennzeichens legst Du bei der Zulassung fest.
  • Außerhalb dieser Zeit muss Dein Kfz stillstehen und darf nicht im öffentlichen Raum geparkt werden – sonst drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg.
  • Das Saisonkennzeichen lohnt sich insbesondere für saisonal genutzte Fahrzeuge wie Motorräder, Cabrios, Oldtimer und Wohnwagen.
  • Mit CAPITALO findest Du die Versicherung, die am besten zu Deinen Bedürfnissen und Dein Saison-Kfz passt.

Was ist ein Saisonkennzeichen?

Ein Saisonkennzeichen zeigt an, dass Dein Kfz ausschließlich innerhalb eines festgelegten Zeitraums zugelassen ist. Außerhalb dieses Zeitraums darfst Du es nicht im öffentlichen Raum bewegen oder parken. Es eignet sich daher besonders für Personen, die ihr Kfz immer zu einer festen Saison nutzen, z. B. ein Cabrio im Sommer.

Wie sieht ein Saisonkennzeichen aus?

Das Saisonkennzeichen unterscheidet sich im ersten Moment nicht von einem regulären Kfz-Kennzeichen. Am rechten Rand (der normalerweise frei bleibt) befinden sich 2 Zahlen, die von einem waagerechten Strich getrennt sind. Diese beiden Zahlen bezeichnen den Von-bis-Zeitraum, in dem das Saisonkennzeichen gültig ist.

Der Aufdruck zeigt über dem Trennstrich eine 4 und darunter eine 10. Das bedeutet, dass Du Dein Saisonfahrzeug von Anfang April bis Ende Oktober fahren darfst.

Wie lange ist ein Saisonkennzeichen gültig?

Die Dauer von Saisonkennzeichen muss mindestens 8 Wochen betragen und darf 11 Monate nicht überschreiten. Der Zulassungszeitraum beginnt stets am Ersten und endet am Letzten eines Monats und gilt auch für die Folgejahre. Diese Zeitspanne legst Du fest, wenn Du Dein Auto anmelden möchtest.

Worauf ist bei einem Saisonkennzeichen unbedingt achten?

  • Geltungsbereich: Du darfst das Fahrzeug nur während des eingetragenen Zeitraums auf öffentlichen Straßen bewegen.
  • Ausnahmen: Außerhalb der Zulassungssaison gilt absolutes Fahrverbot. Ausnahme bilden nur direkte Fahrten vom und zum TÜV-Gelände.
  • Abstellplatz: Das Kfz darfst Du außerhalb des Geltungsbereichs nur auf Privatgrund abstellen, nicht im öffentlichen Raum.
  • Zulassungsbescheinigung: Die Angaben zum Saisonkennzeichen müssen in Teil I der Zulassungsbescheinigung eingetragen sein.

Für wen eignet sich ein Saisonkennzeichen?

Ein Saisonkennzeichen eignet sich für alle Personen, die genau wissen, dass sie ihr Fahrzeug nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr fahren. Darum lohnt sich ein Saisonkennzeichen für Dich, wenn Du eins der folgenden Fahrzeuge besitzt:

  • Motorrädern und Mopeds
  • Oldtimer
  • Wohnmobil
  • Cabrio

Bist Du pragmatisch und planst voraus, ist ein Saisonkennzeichen ideal für Dich. Möchtest Du lieber spontan mit Deinem Kfz unterwegs sein, könnte es Dich einengen.

Vorteile von Saisonkennzeichen

Mit einem Saisonkennzeichen sparst Du Zeit und Geld: Wenn Du Dein Kfz immer saisonal fährst, müsstest Du ohne Saisonkennzeichen 2 Mal pro Jahr zur Zulassungsstelle, um es an- und abzumelden. Zudem müsstest Du für jede An- und Abmeldung erneut Gebühren zahlen. Die Gebühren und der Aufwand, die mit der An- und Abmeldung einhergehen, fallen mit einem Saisonkennzeichen einfach weg.

Wie spare ich mit einem Saisonkennzeichen bei der Kfz-Steuer?

Du zahlst mit einem Saisonkennzeichen deutlich weniger Kfz-Steuer als mit einem regulären Kennzeichen. Denn Du brauchst die Steuer nur anteilig zu entrichten. Bei einer Anmeldung von April bis Oktober wären nur sieben Monate des Jahres steuerpflichtig. So würdest Du mit einem Saisonkennzeichen über 40 Prozent der Kfz-Steuern sparen.

Nachteile von Saisonkennzeichen

In spezifischen Situationen können sich mit einem Saisonkennzeichen auch Nachteile ergeben:

  • Zur Verlängerung oder Verkürzung des Zulassungszeitraums brauchst Du ein neues Saisonkennzeichen inklusive Versicherung.
  • Du darfst nur innerhalb des festgelegten Geltungsbereichs unterwegs sein. Sollte beispielsweise bereits im März oder noch im November bestes Wetter sein und Dein Saisonkennzeichen nur von April bis Oktober gelten, darfst Du trotzdem nicht mit Dein Motorrad fahren.
  • Da Du verpflichtet bist, Dein Fahrzeug außerhalb der Saison auf Privatgrund abzustellen, ergeben sich Kosten für einen gesicherten Parkplatz, wenn Du kein Privatgrundstück besitzt.

Verstöße: Wie hoch können Bußgelder für Saisonkennzeichen-Verstöße sein?

Wer außerhalb des Geltungsbereichs mit dem Kfz fährt, verstößt gegen:

  • die Fahrzeug-Zulassungsordnung und
  • das Pflichtversicherungsgesetz

Wen die Polizei dabei erwischt, muss mit einem stattlichen Bußgeld und mehreren Punkten in Flensburg rechnen. Da damit gegen §6 des Pflichtversicherungsgesetzes verstoßen wird, liegt sogar ein Straftatbestand vor. Sollte es unter diesen Umständen auch noch zu einem Unfall kommen, haftet die Kfz-Versicherung nicht, da diese zu diesem Zeitpunkt nicht in Kraft war.

Ausgenommen von dem Verstoß sind direkte Fahrten von oder zum TÜV. Für Fahrten zur Überführung oder zur Werkstatt beantragst Du ein Überführungskennzeichen, um das Kfz bewegen zu dürfen.

Hinsichtlich des Strafmaßes bei Fahrten außerhalb des Geltungsbereichs gibt es Unterschiede zwischen vorsätzlichem und fahrlässigem Handeln:

VergehenStrafmaß
Fahrlässiges Fahren außerhalb des Geltungsbereichs50 € + 3 Punkte
Parken im öffentlichen Raum außerhalb des Geltungsbereichs40 € + 3 Punkte
Grob fahrlässiges Fahren außerhalb des Geltungsbereichs mit Unfallfolge und PersonenschadenFührerscheinentzug
Kfz vorsätzlich nicht versichert und Personen geschädigtFreiheitsstrafe von bis zu einem Jahr

Wie beantrage ich ein Saisonkennzeichen?

Die Beantragung eines Saisonkennzeichens unterscheidet sich nicht großartig von der regulären Zulassung eines Kfz. Du gehst zu Deiner örtlichen Zulassungsstelle und bringst folgende Dokumente mit, wenn Du das Kfz auf Dich zulassen möchtest:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • SEPA-Lastschriftmandat (Bankeinzugsermächtigung)
  • TÜV-Untersuchungsbericht bzw. Prüfbericht zur gültigen Hauptuntersuchung
  • Prüfbericht der gültigen Abgasuntersuchung
  • eVB-Nummer mit Angabe des Saisonzeitraums
  • rund 27 Euro für die Gebühr
  • altes Kennzeichen
  • ggf. die Reservierungsbestätigung Deines Wunschsaisonkennzeichens

Fallen HU- oder AU-Termin in die zulassungsfreie Zeit, kannst Du die Untersuchungen am Anfang der neuen Saison durchführen lassen.

Besonderheiten bei der Beantragung eines Saisonkennzeichens

Unter bestimmten Umständen benötigst Du für die Zulassung eines Saisonfahrzeugs weitere Dokumente – etwa, wenn es sich um einen Neuwagen handelt oder das Kfz nicht auf Dich als Privatperson zugelassen ist.

Saisonkennzeichen fürZusätzlich benötigte Dokumente
Neuwagen (erstmalige Zulassung)COC-Papiere beziehungsweise Datenbestätigung des Herstellers
Unternehmen (GmbH, AG, OHG)Handelsregisterauszug (nicht älter als 3 Jahre)GewerbeanmeldungAnwesenheit des Geschäftsführers beziehungsweise dessen Vollmacht
VereinAuszug aus dem VereinsregisterVollmacht des offiziellen Vertreters
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)GesellschaftervertragVollmacht und Erklärung von der Person, auf die die Zulassung laufen soll.Unterschrift aller aktiven Gesellschafter auf der Erklärung

Du kannst eine andere Person mit der Anmeldung Deines Saisonkennzeichens beauftragen. Dafür braucht Deine Vertretung zusätzlich eine schriftliche Zulassungsvollmacht und eine Kopie Deines Ausweises beziehungsweise Reisepasses.

Saisonkennzeichen und Kosten

Die Kosten für ein Saisonkennzeichen liegen meist zwischen 27 und 30 Euro. Es gibt keinen einheitlichen bundesdeutschen Standard, daher variieren die Gebühren für die Zulassung von Bundesland zu Bundesland – das gleiche gilt für die Abmeldung. Auch ein Saisonkennzeichen ist ordnungsgemäß abzumelden, wenn Du es nicht mehr verwenden möchtest. Ansonsten fallen zusätzliche Kosten für eine Zwangsstilllegung an.

Besonderheiten bei der Kfz-Versicherung für Saisonkennzeichen

Wie hoch die Kfz-Versicherungskosten für Dein Saisonfahrzeug sind, hängt maßgeblich von Deinem Anbieter ab. Reduzieren kannst Du die Prämie mit einem Saisonfahrzeug recht einfach:
Lässt Du Dein Kfz für mindestens 6 Monate zu, belohnen Versicherer unfallfreies Fahren im Folgejahr mit einer besseren Schadenfreiheitsklasse.

Wie viel kostet die Versicherung eines Saisonkennzeichens außerhalb des Geltungsbereichs?

Außerhalb des Geltungsbereichs besteht eine beitragsfreie Ruheversicherung – allerdings nur, wenn Du einen sicheren Garagenstellplatz beziehungsweise ein Privatgrundstück nachweisen kannst. Dein Kfz ist in dieser Zeit gegen Brand und Diebstahl versichert – Haftpflicht, Teil- und Vollkaskoversicherung ruhen.

Wann kann ich bei Saisonkennzeichen die Versicherung wechseln?

Bei den meisten Versicherern kannst Du einen Monat vor Saisonbeginn Deine Kfz-Versicherung kündigen beziehungsweise wechseln. Beginnt Deine Saison beispielsweise am 1. April, gilt der 28. Februar als Stichtag. In Ausnahmefällen läuft die Police bei Saisonkennzeichen wie bei Kfz mit regulären Kennzeichen zum Jahreswechsel ab – Stichtag ist dann der 30. November.

Das ausgefüllte Kündigungsformular muss dem Versicherer fristgerecht vorliegen – es zählt das Eingangsdatum, nicht das Poststempeldatum.

Die beste Versicherung bei Fahrzeugen mit Saisonkennzeichen – Vergleich verschiedener Policen

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Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

Autor
Über den Autor Christian Bammert

Christian Bammert verantwortet Marketing & Vertrieb von CAPITALO und unterstützt unsere Kooperationspartner bei der Vermarktung ihrer Produkte. Christian arbeitet seit vielen Jahren in der Finanzbranche und hat sehr gute Kontakte zu Banken und Medien.

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