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Sparkonto online eröffnen

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Sparkonten aktuell

Online Sparkonten im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze:
  • Unter einem Sparkonto versteht man Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder Sparbuch.
  • Das Sparbuch ist noch recht beliebt, bringt aber weniger Zinsen als Tagesgeld und Festgeld.
  • Für Kinder sind Banksparpläne im Vergleich zu Sparbuch und Tagesgeld die zinsstärkste Option.

Die Deutschen gelten als sehr sicherheitsorientiert. Schwer zu sagen, wie viel an diesem Klischee dran ist, aber in einem Bereich trifft es sicherlich zu: bei der Geldanlage. So erfreuen sich klassisches Sparbuch, Tagesgeldkonto und Festgeldkonto in Deutschland großer Beliebtheit. Diese Anlageformen haben nämlich eines gemeinsam: das geringe Risiko für Sparer.

Welches Sparmodell ist das Richtige für Ihre Geldanlage?

Wer als Kind ein Sparbuch hatte, weiß, dass es sich dabei um eine langfristige Angelegenheit handelt. Im Gegensatz zum Sparschwein, das schnell zertrümmert ist, steht das Sparbuch für langfristiges Sparen. Es ist auf Dauer angelegt – was gut für die Banken ist. Beim Tagesgeld ist es anders: Diese Form des Sparkontos online eröffnen geht ganz einfach und schnell. Fast ebenso schnell kann es wieder gekündigt werden. Auch ein Festgeldkonto können Sie einfach online eröffnen. Jederzeit über das Geld verfügen oder es plötzlich wieder kündigen kann man es nicht – bzw. nur mit finanziellen Einbußen.

In der folgenden Übersicht sehen Sie die Vor-und Nachteile der einzelnen Sparkonten sowie für wen und welche Situationen sie geeignet sind:

Sparbuch Tagesgeld TIPP Festgeld
Leistungen
(Vor- und Nachteile)
+ Sicherheit
+ Physisches Sparbuch schön für Traditionalisten
- Sparbuch birgt jedoch hohes Risiko bei Verlust
- Verzinsung oft unterhalb der Inflationsrate
+ Flexibilität
+ Moderates Zinsniveau
+ Komfort (Online-Banking)
+ Oft attraktive Angebote für Neukunden (→ „Tagesgeld-Hopping“)
- Keine Zinsbindung
+ Zinsbindung
+ Gutes Zinsniveau
- Bei Kündigung drohen Verluste
Kosten für Kontoführung In der Regel kostenfrei In der Regel kostenfrei In der Regel kostenfrei
Mindestkapital Möglich (gering) Möglich (meist gering) Ja (ab etwa 2.500 Euro)
Fristigkeit Konto wegen geringer Zinsen für ernsthafte Anlage nicht zu empfehlen Kurz- bis mittelfristig (Vorteile möglich durch "Tagesgeld-Hopping") Langfristig
Einlagensicherung Bei EU-Banken gesetzliche Garantie: Bis 100.000 Euro, bei deutschen Geldinstituten i.d.R. auch höher möglich Bei EU-Banken gesetzliche Garantie: Bis 100.000 Euro, bei deutschen Geldinstituten i.d.R. auch höher möglich Bei EU-Banken gesetzliche Garantie: Bis 100.000 Euro, bei deutschen Geldinstituten i.d.R. auch höher möglich
Verfügbarkeit Ja, bis zu einem festgelegten monatlichen Höchstbetrag (meist 2.000 Euro) Jederzeit verfügbar (Übertrag auf Referenzkonto kann einen Geschäftstag beanspruchen) Einlage während Vertragslaufzeit nicht verfügbar
Bargeldzugriff Mit SparCard Nach Übertrag auf Referenzkonto Nein
Für wen geeignet? Kinder, die mit dem Sparbuch die Kontoführung kennenlernen möchten Flexible Anleger, die sich auch regelmäßige Anbieterwechsel nicht scheuen Kleinanleger, die langfristig planen und auf einen Teil ihres Geldes verzichten können

Das Sparbuch: Immer noch die Lieblingsgeldanlage der Deutschen?

Man kann sich nur wundern: Immer wieder hört und liest man, dass das Sparbuch die beliebteste Geldanlage der Deutschen sei. Kann das wirklich stimmen? Und das, obwohl es bei jedem Sparkonto-Vergleich am schlechtesten abschneidet? Was ist mit den vielen Artikeln, die vom Sparbuch abraten und eher Tagesgeld oder Festgeld empfehlen? Sind die alle wirkungslos verpufft?

Nein, sind sie nicht. Der Grund, warum sich das Sparbucher so lange hält, liegt vermutlich an seiner physischen Präsenz. Es wird – vielleicht auch aus sentimentalen Gründen – von vielen nicht so einfach aufgelöst. So erklärt es sich, dass das Sparbuch vor einigen Jahren noch die am häufigsten genutzte Anlageform war – z. B. noch vor der Lebens- oder Rentenversicherung und vor dem Tagesgeld. Doch auch das hat sich geändert, wie der Sparerkompass 2016 der Bank of Scotland zeigt. Laut diesem nutzen 50 Prozent der Deutschen ein Tagesgeldkonto, aber nur 44 Prozent ein Sparbuch. Der Sparerkompass zeigt auch: Die Beliebtheit variiert zwar je nach Alter und Geschlecht, doch liegt hier das Tagesgeldkonto noch deutlicher vor dem Sparbuch.    

So funktioniert das Sparbuch: Das Sparbuch existiert in seiner klassischen Form seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Bis heute hat sich an seinem Prinzip kaum etwas geändert: In einem Buch sind alle Einzahlungen, Abhebungen und Zinsgutschriften verzeichnet. 

Das Einzahlen und Abheben erledigen Sie am Bankschalter. Manche Banken bieten auch eine SparCard an, mit der Sie Ihr Sparbuch am Bankautomaten verwalten können. Kontoauszüge ersetzen dabei die Einträge in das Buch.

Sicherheit und damit ein geringes Risiko sind Vorteile des Sparbuchs. Sie haben die Möglichkeit, jederzeit Geld ein- oder auszuzahlen, die Laufzeit ist normalerweise unbegrenzt. Allerdings können Sie bei den meisten Banken nur 2.000 Euro pro Monat abheben.

Höhere Beträge müssen Sie mit einer Frist von üblicherweise drei Monaten vorher kündigen. Sonst erhebt die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung, auch Vorschuss- oder Strafzinsen genannt. Ansonsten ist das Sparbuch in der Regel kostenlos. 

Der größte Nachteil des Sparbuchs ist die niedrige Verzinsung. Oft ist die Inflation höher als die Zinsen, die Sie für Ihr Sparbuch erhalten. Das bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass Sie als Anleger täglich Geld verlieren. Beim Sparbuch werden die Zinsen zudem nur einmal jährlich ausgeschüttet – Sie profitieren von keinen Zinseszinseffekten. 

Vorsicht bei hohen Zinsen: Wenn Sie ein Sparbuch eröffnen, bieten manche Banken bei Sparbüchern vergleichsweise hohe Zinsen. Allerdings gelten diese nur wenige Monate. Es handelt sich um klassische Lockangebote, die es z. B. auch bei Tagesgeldkonten gibt. Nur können Sie bei letzteren leichter wechseln und sogar von den Lockangeboten profitieren. 

Tagesgeldkonto: Moderner und flexibler als ein Sparbuch

Bei Tagesgeld haben Sie als Kunde die volle Flexibilität. Sie können jederzeit Geld abziehen oder den Anlagebetrag erhöhen. Außerdem sind die Zinsen meist höher als beim Sparbuch. Viele Banken schütten die Zinsen jeden Monat oder jedes Quartal aus. Durch diesen Zinseszinseffekt erhöht sich der Zins, den Sie effektiv erhalten. 

Die Sicherheit bei einem Tagesgeldkonto ist ebenso hoch wie bei einem Sparbuch. Auch fallen in der Regel keine Gebühren an – weder für die Eröffnung noch die Kontoführung. Eine Mindesteinlage gibt es meist ebenfalls nicht.

Das Sparkonto mit Tagesgeld hat natürlich auch Nachteile: So steht der Zinssatz nicht fest, sondern ist dem Markt unterworfen. Oft ist er bei der Eröffnung des Tagesgeldkontos höher und sinkt z. B. nach sechs Monaten wieder – Stichwort Lockangebote. Aus diesem Grund und weil die Tagesgeldkonditionen zum Teil recht unterschiedlich sind, ist das „Tagesgeld-Hopping“ entstanden. Die Anleger wechseln dabei von einer Bank zur nächsten und folgen immer dem für sie besten Angebot.

Grundsätzlich orientieren sich die Geldinstitute mit dem Tagesgeldzinssatz am Leitzins der Europäischen Zentralbank(EZB). Weil die Zinsen sich laufend verändern, können Sie als Anleger schwer längerfristig planen.

Wichtig zu wissen: Höhere Anlagebeträge werden oft schlechter verzinst als niedrigere. Die Grenze, ab der der niedrigere Zinssatz gezahlt wird, hängt vom Anbieter ab. Einige reduzieren die Zinsen ab 50.000 Euro, andere ab 500.000 Euro.

Unser Tipp
Da Sie als Neukunde oft einen (höheren) Garantiezins erhalten, lesen Sie bei solchen Angeboten unbedingt das Kleingedruckte: Denn oft müssen Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, etwa eine Mindestsumme anlegen.

Festgeldkonto: Der Zinssatz ist höher und garantiert 

Festgeldkonten eignen sich für mittel- bis langfristige Geldanlagen. Festgeld ist deutlich unflexibler als Tagesgeld, dafür erhalten Sie auch höhere Zinsen. Wie der Name schon verrät, legen Sie den Anlagebetrag für einen festen Zeitraum an – üblich sind Laufzeiten von einem Jahr bis zu fünf Jahren. Häufig verlängert sich der Festgeldvertrag nach Ablauf der Laufzeit, wenn Sie nicht fristgerecht kündigen.

In den meisten Fällen müssen Sie einen bestimmten Betrag (oder mehr) anlegen – den Mindestanlagebetrag. 

Während der Laufzeit können Sie nicht auf Ihr Geld zugreifen, außer Sie kündigen das Konto vorzeitig. Dafür fallen in der Regel recht hohe Gebühren an. Legen Sie also nur Beträge an, die Sie während der Laufzeit nicht benötigen.

Der große Vorteil: Die Zinsen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben – und meistens höher als bei Tagesgeldkonto und Sparbuch. Es gibt keine Zinsschwankungen aufgrund der Zinsbindung. Die Höhe der Zinsen variiert bei den unterschiedlichen Anbietern, orientiert sich aber grundsätzlich am Marktzins. In erster Linie hängen die Konditionen von der Laufzeit und der Höhe des eingezahlten Betrags ab. Je länger Sie sich festlegen und je mehr Geld Sie anlegen, desto besser sind die Zinskonditionen.

Unser Tipp
Passen Sie die Laufzeit an das Zinsniveau an. Bei niedrigen Zinsen empfiehlt sich eine eher kurze Laufzeit, bei hohen eine eher lange. 

Sparkonto eröffnen, managen und kündigen

Ob Tagesgeld oder Festgeld: am einfachsten eröffnen Sie ein Sparkonto bei einer Online-Direktbank. (Zwar bieten auch Filialbanken Tages- und Festgeldkonten an, aber meist zu schlechteren Konditionen.) Über unseren Sparkonto-Vergleich auf CAPITALO können Sie die verschiedenen Anbieter schnell und einfach vergleichen und anschließend das passende Sparkonto online eröffnen.

Für Tages- und Festgeldkonten brauchen Sie in der Regel ein Referenzkonto, z. B. Ihr Girokonto. Von hier können Sie z. B. Geld auf Ihr Tagesgeldkonto überweisen. Tagesgeldkonten sind nur Guthabenkonten – Abbuchungen können Sie darüber nicht vornehmen. Wenn Sie Geld von Ihrem Tagesgeldkonto möchten, müssen Sie es auf das Referenzkonto überweisen. Sie können es nicht bar abheben.

Beim Festgeldkonto zahlen Sie nach Abschluss des Vertrags den Anlagebetrag auf das Konto ein. Diese Summe bleibt über die Laufzeit unberührt, es finden also normalerweise keine Transaktionen statt.

Ein Tagesgeldkonto können Sie jederzeit kündigen. Die passenden Formulare finden Sie oft zum Download auf der Internetseite der jeweiligen Bank. Aber auch ein formloses Schreiben genügt – mit Bankdetails und Kundennummer. Zinsen werden Ihnen von der Bank anteilig angerechnet.

Beim Festgeld ist eine vorzeitige Kündigung nicht vorgesehen und nur in Ausnahmefällen möglich. Auf jeden Fall entstehen Ihnen dabei finanzielle Verluste (s. o.) Beachten Sie: Oft beinhalten Festgeldanlagen eine Prolongation. Die Laufzeit verlängert sich also nach Ablauf der ursprünglichen Laufzeit – häufig noch einmal um die denselben Zeitraum. Es gibt zwei Varianten: 

Bei der zu bestätigenden Prolongation kontaktiert Sie die Bank vor Ablauf der Laufzeit: Sie können die Wiederanlage zum aktuellen Marktzins bestätigen. Falls Sie das nicht tun, wird der Anlagebetrag zum Ende der Laufzeit samt Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen. Eine Kündigung ist nicht nötig.

Bei der automatischen Prolongation ist es wichtig, dass Sie auf die Fristen für die Kündigung achten. Hier müssen Sie nämlich selbst aktiv werden, ansonsten wird Ihr Geld erneut angelegt. Wenn Sie das nicht möchten, widersprechen Sie der Prolongation rechtzeitig vor Ende der Laufzeit. 

Sparkonto für Kinder: Sparbuch, Tagesgeld oder Banksparplan

Bei vielen Familien ist es Tradition, ein Sparbuch für das Kind einzurichten. Der Vorteil liegt darin, dass ein Sparbuch physisch vorhanden und damit anschaulicher für Kinder ist als ein Online-Konto. Der Nachteil sind die niedrigen Zinsen (s. o.). Etwas mehr Zinsen bringen Tagesgeldkonten für Kinder. Als Eltern können Sie hier jederzeit Geld ein- und auszahlen. Auch hier sind die Zinsen nicht übermäßig hoch, aber es lohnt sich die einzelnen Sparkonten zu vergleichen und ein gutes Angebot auszuwählen.

Banksparpläne sind die zinsstärkste Option für Kinder. Hierbei zahlen Sie in fixen Intervallen Sparraten ein. Auch außerplanmäßige Einzahlungen, z. B. von Verwandten, sind meist möglich. Wählen Sie einen variablen Zinssatz, um von Hochzinsphasen zu profitieren. Wichtig: Bei Banksparplänen sollten Sie die vereinbarte Laufzeit einhalten, denn eine vorzeitige Kündigung führt oft zu empfindlichen Verlusten. Außerdem belohnen Banken Ihren langen Atem häufig mit Bonuszahlungen, die den effektiven Ertrag für Ihr Kind erhöhen.

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