Budgetrechner: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Autor
Alexander Senger | Aktualisiert am 15. August 2021
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Kann ich mir meine Wunschimmobilie leisten?

Der Kauf eines Eigenheims ist keine Kleinigkeit. Für die meisten Menschen ist es die größte Anschaffung in Ihrem Leben. Das eigene Haus oder die eigene Wohnung finanzieren Sie in der Regel über viele Jahre. Eine solide Kalkulation ist der Grundstein. Mit dem Budgetrechner ermitteln Sie, wie viel Ihre Wunschimmobilie kosten darf.

Er hilft Ihnen bei grundsätzlichen Fragen, bevor Sie eine Baufinanzierung abschließen: Wie viel Haus kann ich mir leisten? Und wie viel Geld benötige ich monatlich für die Rückzahlung des Kredits? Als Faustregel gilt: Ihre monatliche Rate sollte 35 Prozent Ihres monatlichen Nettohaushaltseinkommens nicht überschreiten

Der Budgetrechner errechnet Ihren maximalen Kaufpreis und Kreditbetrag sowie Ihre maximale monatliche Kreditrate. Ermitteln Sie also jetzt mit dem Budgetrechner, was Ihre Immobilie kosten und wie hoch Ihr Kredit sein darf. 

Das bringt Ihnen der Budgetrechner

Mithilfe eines Budgetrechners kommen Sie Ihrer Traumimmobilie einen großen Schritt näher. Sie gewinnen damit einen Überblick über Ihre finanziellen Möglichkeiten. Da es sich um eine Beispielrechnung handelt, ersetzt sie keine persönliche Beratung. Aber das Ergebnis des Budgetrechners gibt Ihnen eine erste Orientierung. Sie können es nutzen, um eine kostenlose und unverbindliche Finanzierungsanfrage zu stellen. Haben Sie dann ein konkretes Angebot vorliegen, berät Sie einen persönlichen Finanzierungsberater zu Ihren Möglichkeiten und ermittelt mit Ihnen die beste Lösung. 

Online Budgetrechner

Wie hoch ist die monatliche finanzielle Belastbarkeit?

Um die mögliche monatliche Darlehensrate zu ermitteln, hilft Ihnen die Haushaltsrechnung. Um alle monatlichen Kosten des Haushalts, Sonderausgaben und Lebenshaltungskosten zu erfassen, greifen Sie am besten auf eine Vorlage oder Tabelle zurück. So vergessen Sie nichts und können die Aufwendungen den monatlichen Einkünften gegenüberstellen. Die Differenz zeigt die monatliche finanzielle Belastbarkeit Ihres Haushalts an. 

Betriebskosten und Haushaltsrechnung

Als Hausbesitzer sparen Sie die Miete. Sie müssen jedoch Heiz-, Strom-, Wasser-, Abwasser- und Müllkosten bezahlen. Als Richtwert für die Betriebskosten gelten 1,50 bis 2 Euro pro m² Wohnfläche für Eigentumswohnungen oder Häuser. Legen Sie Geld zurück für Instandhaltungen, Reparaturen oder Sanierungen am Haus. Wenn Sie die eingeplante finanzielle Reserve nicht jeden Monat verbrauchen, kann dieser Betrag als Rücklage für zukünftige Ausgaben dienen.

Ihr Eigenkapital bei der Budgetermittlung 

Die wenigsten können ein Haus aus eigener Tasche bezahlen und sind beim Immobilienerwerb auf einen Immobilienkredit angewiesen. Haben Sie einen Baukredit erhalten, müssen Sie die Darlehenssumme in Monatsraten zurückzahlen. Diese bestehen aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto geringer ist die Kreditsumme. Fällt der Kreditbetrag niedriger aus, desto geringer die Belastung bei der Rückzahlung.  Eigenkapital vermindert also die Zinskosten Ihres Immobilienkredits. Darum sollten Sie genau schauen, wo Sie Eigenkapital mobilisieren können.

Unter Eigenkapital versteht man:

  • Barvermögen
  • Guthaben auf Tages-, Termin-, Festgeldern, Sparkonten, Sparplänen
  • auszahlungsreife Kapitalversicherungen
  • zuteilungsreife Bausparguthaben
  • bezahlte Grundstücke

Diese Bestandteile Ihres Vermögens können Sie in voller Höhe als Eigenkapital ausweisen – wenn sie zum Immobilienkauf zur Verfügung stehen. Weitere Mittel sind:

  • Anteile an offenen Investmentfonds
  • festverzinste Wertpapiere
  • Aktien
  • sonstiges Vermögen wie Goldbarren, Goldmünzen, Edelsteine o. ä

Diese Vermögenswerte unterliegen Kursrisiken. Ihr Wert hängt davon ab, zu welchem Preis sie verkauft werden können. Daher werden sie je nach Risiko nur zu 40 bis 80 Prozent in die Eigenkapitalrechnung einbezogen. 

Unter eigenen Geldern sind ebenso zu verstehen: 

  • Eigenleistungen am Hausbau
  • Arbeitgeberdarlehen
  • private Darlehen
  • Beliehene Immobilien als Sicherheit
  • öffentliche Kredite und Fördermittel

Diese Mittel gelten als Eigenkapitalersatz, da sie von Geldinstituten in gewissem Rahmen als Eigenkapital bei der Baufinanzierung anerkannt werden. 

Wie viel Eigenkapital benötige ich?

Ideal ist es, wenn Sie ungefähr 20 bis 30 Prozent Eigenkapitalanteil für die Immobilienfinanzierung mitbringen. 

Eine gute Bonität

Ein höherer Eigenkapitalanteil bedeutet nicht nur eine geringere Darlehenssumme. Als Kreditnehmer mit hohen Eigenmitteln erhalten Sie gewöhnlich bessere Konditionen als andere Darlehensnehmer, sprich niedrigere Sollzinsen für ihren Baukredit. Sie gelten als vertrauenswürdig und diszipliniert, da sie bereits Eigenmittel angespart haben. Das wirkt sich positiv auf Ihre Bonität aus.

Alles andere als Nebensache: die Nebenkosten

Banken finanzieren in der Regel keine Kaufnebenkosten. Diese Kosten müssen Sie aus eigenen Mitteln aufbringen. Rechnen Sie mit einem Betrag zwischen 9 und 16 Prozent des Kaufpreises. Also keine zu unterschätzende Größenordnung, die Sie finanzieren müssen. 

Diese Nebenkosten fallen an:

Grunderwerbsteuerje nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent
Notar- und Gerichtskosten für Grundbucheintragca. 2 Prozent
Maklerprovisionje nach Bundesland 4,76 bis 7,14 Prozent (hälftig aufgeteilt zwischen Käufer und Verkäufer)
 

Fällig mit Abschluss des Kaufvertrags

Die Nebenkosten Ihres Haus- oder Wohnungskaufes werden direkt nach Abschluss des Kaufvertrags beim Notar fällig. Übrigens: Einen Notar müssen Sie einschalten, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Regelung soll Sie als Verbraucher davor schützen, übereilte, nicht durchdachte Kaufentscheidungen zu treffen. Die Notarkosten (Notargebühren, Auslagen und Mehrwertsteuer) sind gesetzlich festgelegt in der Kostenordnung der Notare (KostO). Die übrigen Nebenkosten werden vertraglich vereinbart und können individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

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Über den Autor Alexander Senger

Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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