Ihr Geld im Juni 2021

Überbrückungshilfe III und steuerfreier Bonus für Mitarbeiter

Die bundesweite 7-Tage-Insidenz sinkt seit geraumer Zeit. Die Neuinfektionen nehmen ab. Doch das Virus ist damit nicht überwunden. Nach wie vor gelten die Corona-Maßnahmen und schränken den Alltag vieler Menschen ein. Auch finanziell müssen viele mit Einschränkungen und Einbußen leben. Wichtig zu wissen:

  • Die Überbrückungshilfe III für besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen läuft noch bis Ende Juni 2021. Einzelheiten erfahren Sie hier.
  • Unternehmen können ihren Mitarbeitern bis zum 30. Juni einen steuerfreien Coronabonus von bis zu 1.500 Euro zahlen.
  • Die Bundesregierung hebt trotz Pandemie ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in ihrer Konjunkturprognose deutlich an. Demnach werde das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 3,5 Prozent zulegen. Im Januar hatte die Regierung noch mit 3,0 Prozent gerechnet. Grund für das Plus: boomende Exporte. Für 2022 veranschlagt die Regierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent.

Ausbildungsprämie verdoppelt

Seit Anfang August 2020 können Betriebe eine Förderung der Ausbildungsvergütung beantragen. Die Voraussetzung: Sie erhalten oder erhöhen ihr Ausbildungsniveau. Ziel ist es, die Betriebe und die Auszubildenden selbst vor Kurzarbeit schützen. Die Förderung erhöht sich ab 1. Juni auf 4.000 Euro (Ausbildungsprämie) bzw. 6.000 Euro (Ausbildungsprämie plus), wie die Bundesagentur für Arbeit bekannt gab. Bislang wurden die Unternehmen mit 2.000 bzw. 3.000 Euro bezuschusst. Die Unternehmen können die Förderung nun für 499 Auszubildende beantragen (bisher für 249 Beschäftigte).

Als staatlich geförderter Zuschuss wird die Ausbildungsprämie nach einer erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausbezahlt. Erhöhen Betriebe die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze können sie die Ausbildungsprämie plus beantragen. Der Zuschuss ist für kleine und mittlere Unternehmen gedacht, die „in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen“ sind, so die Bundesagentur für Arbeit.

Impf-Priorisierung ab 7. Juni aufgehoben

Ab 7. Juni soll bundesweit die Impf-Priorisierung aufgehoben werden. Alle Menschen im Alter von über 16 Jahren können sich für einen Impftermin registrieren lassen. „Es war eine moralische Verpflichtung, zu priorisieren, das war keine Bürokratie, sondern hat Menschenleben gerettet. Gleichwohl haben wir jetzt die Möglichkeit, den nächsten Schritt dieser Impfkampagne zu planen und auch vorausschauend zu planen“, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn am 17. Mai in einer Pressekonferenz.

Allerdings habe das nicht automatisch zur Folge, dass nun alle Impfwilligen sofort einen Termin bekämen: „Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis schon zu impfen, die geimpft werden wollen.

Sonderabschreibungen für neuen Wohnraum laufen aus

Wer als privater Bauherr neuen Wohnraum schafft, wird steuerlich gefördert. Private Bauherren dürfen bis zu 5 Prozent der jährlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung gegenüber dem Fiskus geltend machen, und zwar befristet auf vier Jahre. Nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) summiert sich das in den ersten vier Jahren auf 28 Prozent. Die Grundlage ist Paragraph 7b (Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau) des Einkommensteuergesetzes. Damit sollen Anreize für neue Wohnungen geschaffen werden.

Folgende Voraussetzungen gelten:

  • Die Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Quadratmeter Wohnfläche dürfen nicht über einer bestimmten Summe liegen.
  • Die Wohnung ist mindestens zehn Jahre dauerhaft zu vermieten.
  • Bauherren müssen ihre Bauanträge bis zum 31. Dezember 2021 einreichen, da die Förderung zu diesem Datum ausläuft.

Gesetzlicher Mindestlohn steigt minimal

Vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 9,50 Euro. Er wird ab dem 1. Juli um zehn Cent auf 9,60 Euro angehoben und ist bis zum 31. Dezember 2021 gültig. Im Januar 2022 erfolgt eine Erhöhung auf 9,82 Euro. Erst ab 1. Juli 2022 steigt er über die 10-Euro-Marke auf 10,45 Euro.

Spekulationsgewinne sind nicht immer steuerfrei

Der Bund der Steuerzahler weist in einer neuen Broschüre darauf hin, dass Spekulationsgewinne nicht immer steuerfrei sind. Es gilt eine Spekulationsfrist. Bei Immobilien beträgt diese in der Regel 10 Jahre. Bei Edelmetallen, Schmuck oder Kryptowährungen wie dem Bitcoin gilt eine Frist von einem Jahr. Beispiel: Wer Bitcoin kauft und innerhalb eines Jahres wieder verkauft, muss dem Finanzamt den Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft mitteilen. Ein Jahresgewinn unter 600 Euro ist steuerfrei. Bei einem Gewinn über 600 Euro wird eine Steuer auf den gesamten Gewinn fällig.

Adieu, digitale Welt: kein Surfen im Internet mehr

Bevor Sie in Panik verfallen: Das gilt nur für Handybesitzer, die noch im 3G-Netz surfen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica schalten das Netz nämlich ab und läuten damit das Ende des Mobilfunkstandards der dritten Generation ein. Grund dafür ist der Ausbau der LTE-Netze und der neuen 5G-Netzwerke. Nutzer, die ausschließlich über das 3G-Netz mobil surfen, sind raus aus dem Internet. (Selbstverständlich nur was ihr Handy angeht.) Ihre Smartphones verbinden sich künftig über das 2G-Netz. Es sind nur noch ganz wenige Handybesitzer allein auf UMTS angewiesen.

Überbrückungshilfe III und steuerfreier Bonus für Mitarbeiter

Die bundesweite 7-Tage-Insidenz sinkt seit geraumer Zeit. Die Neuinfektionen nehmen ab. Doch das Virus ist damit nicht überwunden. Nach wie vor gelten die Corona-Maßnahmen und schränken den Alltag vieler Menschen ein. Auch finanziell müssen viele mit Einschränkungen und Einbußen leben. Wichtig zu wissen:

  • Die Überbrückungshilfe III für besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen läuft noch bis Ende Juni 2021. Einzelheiten erfahren Sie hier.
  • Unternehmen können ihren Mitarbeitern bis zum 30. Juni einen steuerfreien Coronabonus von bis zu 1.500 Euro zahlen.
  • Die Bundesregierung hebt trotz Pandemie ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in ihrer Konjunkturprognose deutlich an. Demnach werde das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 3,5 Prozent zulegen. Im Januar hatte die Regierung noch mit 3,0 Prozent gerechnet. Grund für das Plus: boomende Exporte. Für 2022 veranschlagt die Regierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent.

Ausbildungsprämie verdoppelt

Seit Anfang August 2020 können Betriebe eine Förderung der Ausbildungsvergütung beantragen. Die Voraussetzung: Sie erhalten oder erhöhen ihr Ausbildungsniveau. Ziel ist es, die Betriebe und die Auszubildenden selbst vor Kurzarbeit schützen. Die Förderung erhöht sich ab 1. Juni auf 4.000 Euro (Ausbildungsprämie) bzw. 6.000 Euro (Ausbildungsprämie plus), wie die Bundesagentur für Arbeit bekannt gab. Bislang wurden die Unternehmen mit 2.000 bzw. 3.000 Euro bezuschusst. Die Unternehmen können die Förderung nun für 499 Auszubildende beantragen (bisher für 249 Beschäftigte).

Als staatlich geförderter Zuschuss wird die Ausbildungsprämie nach einer erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausbezahlt. Erhöhen Betriebe die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze können sie die Ausbildungsprämie plus beantragen. Der Zuschuss ist für kleine und mittlere Unternehmen gedacht, die „in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen“ sind, so die Bundesagentur für Arbeit.

Impf-Priorisierung ab 7. Juni aufgehoben

Ab 7. Juni soll bundesweit die Impf-Priorisierung aufgehoben werden. Alle Menschen im Alter von über 16 Jahren können sich für einen Impftermin registrieren lassen. „Es war eine moralische Verpflichtung, zu priorisieren, das war keine Bürokratie, sondern hat Menschenleben gerettet. Gleichwohl haben wir jetzt die Möglichkeit, den nächsten Schritt dieser Impfkampagne zu planen und auch vorausschauend zu planen“, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn am 17. Mai in einer Pressekonferenz.

Allerdings habe das nicht automatisch zur Folge, dass nun alle Impfwilligen sofort einen Termin bekämen: „Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis schon zu impfen, die geimpft werden wollen.

Sonderabschreibungen für neuen Wohnraum laufen aus

Wer als privater Bauherr neuen Wohnraum schafft, wird steuerlich gefördert. Private Bauherren dürfen bis zu 5 Prozent der jährlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung gegenüber dem Fiskus geltend machen, und zwar befristet auf vier Jahre. Nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) summiert sich das in den ersten vier Jahren auf 28 Prozent. Die Grundlage ist Paragraph 7b (Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau) des Einkommensteuergesetzes. Damit sollen Anreize für neue Wohnungen geschaffen werden.

Folgende Voraussetzungen gelten:

  • Die Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Quadratmeter Wohnfläche dürfen nicht über einer bestimmten Summe liegen.
  • Die Wohnung ist mindestens zehn Jahre dauerhaft zu vermieten.
  • Bauherren müssen ihre Bauanträge bis zum 31. Dezember 2021 einreichen, da die Förderung zu diesem Datum ausläuft.

Gesetzlicher Mindestlohn steigt minimal

Vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 9,50 Euro. Er wird ab dem 1. Juli um zehn Cent auf 9,60 Euro angehoben und ist bis zum 31. Dezember 2021 gültig. Im Januar 2022 erfolgt eine Erhöhung auf 9,82 Euro. Erst ab 1. Juli 2022 steigt er über die 10-Euro-Marke auf 10,45 Euro.

Spekulationsgewinne sind nicht immer steuerfrei

Der Bund der Steuerzahler weist in einer neuen Broschüre darauf hin, dass Spekulationsgewinne nicht immer steuerfrei sind. Es gilt eine Spekulationsfrist. Bei Immobilien beträgt diese in der Regel 10 Jahre. Bei Edelmetallen, Schmuck oder Kryptowährungen wie dem Bitcoin gilt eine Frist von einem Jahr. Beispiel: Wer Bitcoin kauft und innerhalb eines Jahres wieder verkauft, muss dem Finanzamt den Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft mitteilen. Ein Jahresgewinn unter 600 Euro ist steuerfrei. Bei einem Gewinn über 600 Euro wird eine Steuer auf den gesamten Gewinn fällig.

Adieu, digitale Welt: kein Surfen im Internet mehr

Bevor Sie in Panik verfallen: Das gilt nur für Handybesitzer, die noch im 3G-Netz surfen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica schalten das Netz nämlich ab und läuten damit das Ende des Mobilfunkstandards der dritten Generation ein. Grund dafür ist der Ausbau der LTE-Netze und der neuen 5G-Netzwerke. Nutzer, die ausschließlich über das 3G-Netz mobil surfen, sind raus aus dem Internet. (Selbstverständlich nur was ihr Handy angeht.) Ihre Smartphones verbinden sich künftig über das 2G-Netz. Es sind nur noch ganz wenige Handybesitzer allein auf UMTS angewiesen.


Seit über 15 Jahren arbeite ich als Texter und bin sehr erfahren in Finanzthemen, vor allem was Geldanlagen und Versicherungen betrifft. In meiner langjährigen Laufbahn habe ich diverse Banken und Versicherer redaktionell betreut.