Der Begriff Amortisation leitet sich vom französischen Verb „amortir“ ab, was im Deutschen „tilgen“ bedeutet. Im wirtschaftswissenschaftlichen Umfeld wird unter Amortisation zum einen allgemein eine Tilgung vorhandener Schulden verstanden. Zum anderen bezeichnet Amortisation aber auch den Prozess, in dem bei einer Investition die anfänglichen Aufwendungen durch die eintretenden Erträge gedeckt werden. Der Zeitraum in dem sich dieser Prozess vollzieht, wird Amortisationszeit oder auch Amortisationsdauer genannt. Um die Amortisation in einer Formel zu berechnen, wird der Betrag des eingesetzten Kapitals durch den Ertrag pro Jahr dividiert. Während bei dieser statischen Amortisationszeit die Zinsen nicht berücksichtigt werden, fließen bei der dynamischen Amortisationsrechnung in die Formel neben dem jährlichen Ertrag auch zu zahlende Zinsen und Abschreibungen ein. Das heißt, die aufgebrachten Anschaffungskosten werden dividiert durch die Summe aus den jährlichen Abschreibungen, dem durchschnittlichen Gewinn und den kalkulierten Zinsen.

Eine Amortisationsrechnung dient in der Regel dazu, die Risiken von Investitionen einzuschätzen. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine kürzere Amortisationszeit ein kleineres Risiko birgt, weil kurzfristige Prognosen als sicherer gelten als Berechnungen auf lange Sicht.

Im Bereich der Photovoltaik ist der Begriff der energetischen Amortisation gebräuchlich. Bei der Amortisation einer Solaranlage ist die Dauer gemeint bis eine Anlage mehr Energie produziert hat, als bei ihrer Herstellung aufgebracht werden musste.