Finanzierung einer Photovoltaikanlage

In Zeiten von Atomausstieg und historisch niedriger Zinsen müsste sich die Finanzierung einer Photovoltaikanlage doch ganz besonders lohnen? Nun, was spricht unbedingt dafür oder was könnte auch dagegen sprechen, jetzt ein Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach zu installieren und diese durch einen Kredit abzubezahlen? Dieser Frage wollen wir im Verlauf dieser Zeilen einmal nachgehen.

Photovoltaik – Was steckt eigentlich genau dahinter?

Ein Photovoltaikanlage ist grundsätzlich auch nichts anderes als eine Anlage mit deren Hilfe mittels Sonneneinstrahlung Energie gewonnen wird. Der Unterschied bei der Photovoltaikanlage zur Solaranlage begründet sich dabei hauptsächlich in der Besonderheit, dass die aus den mittels auf dem Hausdach installierter Solarzellen gewonnene Solarenergie, nicht für den Eigenbedarf genutzt wird, sondern diese Energie wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Sehr viele Dachbesitzer verfahren nach diesem Prinzip, eine Photovoltaikanlage kann übrigens durchaus auch auf einem Scheunendach oder einer anderen geeigneten Dachfläche installiert werden. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die gewonnene Energie von staatlicher Seite bezuschusst und gefördert wird. Einzelheiten zur Förderhöhe und Förderdauer sind auf der Internetseite der KfW-Mittelstandsbank unter www.kfw.de sehr ausführlich dargelegt und beschrieben.

Wirtschaftlichkeitsberechnung der EnergieAgentur NRW

Eine Photovoltaik Kreditfinanzierung – Machen Photovoltaik Darlehen eigentlich Sinn?

Grundsätzlich muss eine Photovoltaikanlage ja auf jeden Fall zunächst mal bezahlt werden, bevor die Gelder aus der Energiegewinnung sprudeln. Hierzu wird das  Darlehen oft über die KfW-Mittelstandbank als sogenannter KfW Kredit Photovoltaik beantragt. Da die Installation einer Photovoltaikanlage seinen Besitzer fiskalisch gesehen in den Stand eines Unternehmers versetzt, wird selbstverständlich wie bei jedem Selbständigen der etwas herstellt oder erzeugt auch, eine Besteuerung der Erträge vorgenommen. Hierbei handelt es sich um Umsatzsteuer, Meldungen hierzu müssen stets pünktlich beim Finanzamt erfolgen! Durch diese Situation, dass der Energieerzeuger zum Unternehmer wird, kann er aber gleichzeitig auch Schuldzinsen, die aus der Finanzierung einer Photovoltaikanlage anfallen, steuerlich geltend machen. Somit lässt sich durch die Schuldzinsenabzug dem Fiskus aber gleichzeitig auch ein Schnippchen schlagen. Dies hat dann auch Steuereinsparungen zur Folge!

Angesichts der geringen Marktzinsen bietet die Photovoltaik Finanzierung eine interessante Möglichkeit durch Finanzierung der Photovoltaikanlage die Eigenkapitalrendite zu erhöhen. Denn ob die Photovoltaikanlage genug Ertrag abwirft, um die laufende Rate zu bezahlen, ist der Bank egal. Die Photovoltaik Finanzierung stellt auf die Bonität ab, ein Antragsteller muss die Kreditrate aus seinem normalen monatlichen Einkommen zahlen können, auch wenn die Photovoltaik-Anlagenerträge ausbleiben. Daher gilt auch bei der Photovoltaik Finanzierung die Konditionen verschiedener Banken zu vergleichen, damit die langfristige Investition sich rechnet. Bei dem Photovoltaik-Finanzierungsvergleich sollten Sie primär den Effektivzins vergleichen. Der Effektivzinssatz beinhaltet die meisten Kosten einer Photovoltaik-Finanzierung und eignet sich hervorragend für einen Kreditvergleich.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten Ihre geplante Photovoltaik-Anlage zur finanzieren:

  • Kredit der KfW-Bank
  • Solarkredit (spezielles Bankdarlehen)
  • Solarleasing (spezieller Mietkauf)

Photovoltaik KFW-Kredit zur Erlangung günstiger Zinsen?

Nun, ob es ein Photovoltaik KfW-Kredit sein muss, wenn man die Finanzierung einer Photovoltaikanlage anstrebt, hängt einzig und alleine vom für den Kredit zu erhaltenen Zinssatz hat. Hierzu ist es sinnvoll einen umfassenden Photovoltaik Kredit Vergleich durchzuführen. Durch geradezu historisch niedrige Hypothekenzinsen kann eine Photovoltaikanlage auch als Hypothekendarlehen beantragt werden. Vorausgesetzt der Finanzierende sichert das Hypothekendarlehen hypothekarisch ab. In welcher Höhe sich die Zinsen bewegen die er dann von der Bank erhalten kann, hängt zum einen von seinem Verhandlungsgeschick und zum anderen auch von seiner persönlichen Bonität ab. Hier gilt es dann ganz einfach zu vergleichen welche Kondition die Günstigste ist.

Fazit

Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ist also grundsätzlich dann zu empfehlen, wenn die Voraussetzungen der vorhandenen örtlichen Gegebenheiten auch einen entsprechenden Ertrag erwarten lassen. Hierzu empfiehlt es sich auf jeden Fall zunächst vom Fachmann eine Ertragsprognose erstellen zu lassen. Die finanzielle Ausstattung sollte ebenfalls derart sein, dass auch wenn einmal Unregelmäßigkeiten bei der Zahlung der vom Stromversorger zu erwartenden Erlöse vorkommen, nicht sogleich der finanzielle Kollaps zu befürchten ist. Ansonsten ist es sicherlich in diesen günstigen Zinszeiten und der immer noch hervorragenden Fördervoraussetzungen bei der Photovoltaiktechnik, eine gute Entscheidung eine Photovoltaik Anlage auf dem eigenen Dach zu installieren.

Nicht zu unterschätzen sind auch die möglichen Wartungskosten einer Photovoltaikanlange die im Laufe des Gesamtbetriebs anfallen. Hierzu zählen Kosten für Wartung, Steuern (da der Betrieb einer solchen Anlage Gewinne erwirtschaften kann), Solaranlagenreinigung und am Ende der Lebensdauer die Entsorgung der PV-Zellen.


Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet die Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

Der CAPITALO-Newsletter: immer bestens informiert!

Sie können sich jederzeit vom Newsletter abmelden.