Ihr Geld im Februar 2021

Hier bringen wir aktuelle Meldungen aus Deutschland zu den Themen persönliche Finanzen, Sparen, Geldanlage, Versicherung und Steuern.

Lockdown bis 7. März verlängert: die aktuellen Regeln

Lockdown bis 7. März, abgestufte Öffnung von Kitas und Schulen, Impfangebot für alle Bürger bis Ende des Sommers: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben neue Beschlüsse gefasst.

  • Erneute Verlängerung des Lockdowns

Die zuletzt bis 14. Februar befristeten Maßnahmen werden nun bis 7. März verlängert. Restaurants, Kulturbetriebe und viele Geschäfte bleiben geschlossen.

  • Kontaktbeschränkungen bleiben

Treffen jenseits des eigenen Haushalts sind nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Der Kreis der beteiligten Haushalte soll möglichst konstant und klein gehalten werden. Je nach Bundesland gibt es hier jedoch Sonderregeln, vor allem was das Treffen mit Kindern betrifft.

  • Verbesserung der Wirtschaftshilfen

Die Überbrückungshilfe III des Bundes (Zuschüsse zu den Fixkosten bei Corona-bedingtem deutlichen Umsatzrückgang) soll verbessert werden. Vorgesehen sind einfachere Zugangsvoraussetzungen, außerdem sollen die monatlichen Förderhöchstbeträge für Unternehmen und Soloselbstständige deutlich angehoben werden. Zudem will der Bund die Abschlagszahlungen erhöhen.

  • Homeoffice

Das Arbeiten im Homeoffice muss Beschäftigten von ihren Arbeitgebern überall dort ermöglicht werden, wo es die Tätigkeiten zulassen. Das soll bis 15. März gelten. Ist die Präsenz im Betrieb unabdingbar, sollen den Mitarbeitern medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden. Ferner wird auf flexible Arbeitszeiten gedrängt, um die Fahrgäste im Berufsverkehr zu reduzieren.

  • Pflicht zu medizinischen Masken in Geschäften und Nahverkehr 

Die Maskenpflicht wurde verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen medizinische Masken – sogenannte OP-Masken oder Masken mit den Standards KN95/N95 oder FFP2 – getragen werden. Die einfache Mund-Nasen-Bedeckung reicht nicht mehr. 

  • Kitas und Schulen haben Priorität

Die Öffnung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche soll Priorität haben. Dieser Bereich soll schrittweise als erster wieder geöffnet werden. Über Öffnungen entscheiden aber die Länder.

  • Regeln für Gottesdienste

Geistliche Feiern, wie etwa in Kirchen, Synagogen und Moscheen, bleiben zulässig. Allerdings müssen Besucher den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und auch an ihrem Platz eine medizinische Maske tragen. Singen ist nicht erlaubt.

  • Vorkehrungen in Pflege- und Altenheimen 

Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen müssen beim Kontakt zu Bewohnern stärker schützende FFP2-Masken tragen. Pflegekräfte und Besucher sollen zudem konsequent getestet werden.

  • Friseure 

Friseure dürfen vom 1. März an wieder öffnen. Sie müssen die Kundenzahl vor Ort mit Terminen steuern, außerdem müssen OP-Masken oder solche mit FFP2-Standard oder ähnlich getragen werden.

  • Weitere Öffnungen, neue Ziel-Inzidenz  

Erst wenn eine „stabil“” Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist, sollen weitere Öffnungen durch die Länder folgen. Stabil heiße, dass die Inzidenz mindestens drei Tage bei diesem Wert liege

Online einkaufen wird sicherer: Zwei-Faktor-Authentifizierung

Mehr Sicherheit beim Online-Shopping: Wer online mit Kreditkarte zahlen will, muss sich nun doppelt legitimieren – und zwar mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung. Es reichen nicht mehr nur die Kartendaten, um einen Einkauf abzuschließen. Ein zweiter Nachweis muss erbracht werden. Das kann etwa ein Passwort oder eine TAN-Nummer per SMS oder Banking-App sein.

Damit soll sichergestellt werden, dass der Bezahlende auch wirklich der rechtmäßige Inhaber der Kreditkarte ist. Die Kreditkarten-Nummer und Prüfziffern der Karte, die bisher beim Online-Einkauf ausreichten, können relativ leicht ausgespäht werden – zum Beispiel beim Gebrauch im Restaurant.

Diese Fristen gelten:

Eigentlich gelten schon seit September 2019 strengere Sicherheitsvorgaben für Zahlungen im Onlinebanking und beim Einkauf im Internet. Da manche Anbieter jedoch Probleme bei der Umsetzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung hatten, gewährte die Finanzaufsicht Bafin eine Übergangsfrist bis Ende 2020. Zum 1. Januar 2021 sollten die neuen Regeln greifen, doch die Bafin gewährte eine weitere Schonfrist wegen erneuter Schwierigkeiten. Nun gilt: Ab dem 15. Januar 2021 müssen Zahlungen ab 250 Euro mit zwei voneinander unabhängigen Faktoren freigegeben werden, ab 15. Februar greift die Zwei-Faktor-Authentifizierung dann ab 150 Euro. In vollem Umfang sollen die Regeln ab 15. März angewendet werden.

Diese Zuschüsse gibt es für klimaschonende Sanierungen 

Mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ bündelt die Bundesregierung ab 2021 ihre bisherigen Programme, um Energieeffizienz und Erneuerbare Energien an Gebäuden zu fördern.

Finanziell unterstützt werden anteilig an den förderfähigen Kosten:

  • Maßnahmen an der Gebäudehülle (z. B. Außenwände, Dachflächen, der Austausch von Türen und Fenstern) mit 20 Prozent,
  • Anlagentechnik (z. B. Einbau und Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen) mit 20 Prozent,
  • Erneuerbare Energien für Heizungen (z. B. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen) mit 20 bis 45 Prozent,
  • Anschluss an ein erneuerbares Gebäude- oder Wärmenetz mit 30 bis 45 Prozent,
  • Heizungsoptimierung (z. B. hydraulischer Abgleich inklusive Austausch von Heizungspumpen) mit 20 Prozent,
  • sowie Digitalisierung zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home).

Zusätzlich sind folgende Punkte förderfähig:

  • Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent bis zu einem Betrag von 20.000,- Euro pro Antrag und Kalenderjahr
  • Notwendige Maßnahmen für die Umsetzung (z. B. Ausbau und Entsorgung einer Altheizung)

Zur Seite der Bundesregierung

Kommt nach der Corona-Pandemie die Inflation zurück?

Noch im Jahr 2020 wurde ein Anstieg der Verbraucherpreise durch die Corona-Krise stark gebremst. Doch seit 2021 ist die Mehrwertsteuer wieder auf altem Niveau und neue Preistreiber sind hinzugekommen: So verteuerte die neue CO2-Abgabe den Liter Benzin um sieben Cent, Diesel und Heizöl wurden gar um 7,9 Cent teurer.

Erlebt die Inflation ein Comeback? Sicher ist: Zumindest am Anfang des Jahres haben sich die Preise in Deutschland wieder erhöht. Doch für das gesamte Jahr rechnen Volkswirte eher mit einem moderaten Anstieg. Als Gründe nennen Ökonomen der Deutschen Bank unter anderem die Rezession sowie eine allgemeine Lohn- und Kaufzurückhaltung. Sie erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise im Gesamtjahr um 1,4 Prozent – hauptsächlich wegen höherer Energiepreise, aber auch wegen der Rückkehr der Mehrwertsteuersätze auf 7 beziehungsweise 19 Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einer Jahresinflationsrate von 1,6 Prozent. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet 2,6 Prozent.

Apple schließt Sicherheitslücke: Update für iPhone- und IPad-Besitzer

Das BSI warnt schon seit geraumer Zeit vor erheblichen Sicherheitslücken bei iPhone- und iPad-Geräten. Apple hat nun ein Software-Update für iPhones und iPads veröffentlicht.

Besitzer sollten es rasch installieren. Ansonsten könnten anonyme Angreifer die Schwachstellen in Apples Betriebssystemen iOS und iPadOS ausnutzen, um das jeweilige Gerät in ihre Kontrolle zu bringen, warnt das BSI. Nicht nur Apps oder ganze Geräte könnten über die Sicherheitslücken theoretisch zum Absturz gebracht werden. Es sei auch möglich, vertrauliche Informationen auszuspähen oder Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, so die Behörde.

Die meisten Nutzerinnen und Nutzer müssten bereits eine Meldung angezeigt bekommen haben, dass ein Update verfügbar ist. Falls sie noch kommt: einfach auf „Jetzt installieren“ tippen. Wer keine Aktualisierung bekommen hat, kann das iPhone oder IPad ans Ladegerät anschließen, WLAN aktivieren und dann auf „Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate” gehen. Anschließend auf „Laden und installieren“ tippen. Nach der Installation sollte die sichere iOS-Version 14.2 auf dem iPhone beziehungsweise die sichere iPadOS-Version 12.4.9 auf dem iPad laufen.

Befreiung oder Ermäßigung vom Rundfunkbeitrag beantragen

Der Rundfunkbeitrag, früher GEZ-Gebühr, ist immer wieder Gegenstand (öffentlicher) Erregungen. Doch wie auch immer man zu dieser Gebühr für die öffentlich-rechtlichen Medien stehen mag, für Bürger ab 18 Jahren gilt der Grundsatz: eine Wohnung – ein Beitrag. Dieser beträgt aktuell 17,50 Euro. Doch es gibt auch Personengruppen, die einen Befreiungsantrag stellen können:

Befreiung oder Ermäßigung beantragen


Seit über 15 Jahren arbeite ich als Texter und bin sehr erfahren in Finanzthemen, vor allem was Geldanlagen und Versicherungen betrifft. In meiner langjährigen Laufbahn habe ich diverse Banken und Versicherer redaktionell betreut.