Studienkredit: Kredit für Studenten

Autor
Alexander Senger
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Wer studiert, braucht Geld. Die meisten Studenten werden von ihren Eltern finanziell unterstützt oder bekommen BAföG. Wer beides nicht bekommt und sein Studium nicht durch Jobs selbst finanzieren kann, hat die Möglichkeit einen Studentenkredit aufzunehmen.

Verschiedene Banken haben Studentendarlehen im Angebot. Auch wenn sie sich im Einzelfall unterscheiden und sich ein Vergleich auf jeden Fall lohnt, sind ihnen verschiedene Grundlagen gemeinsam.

Anders als beim BAföG ist die Finanzierung des Studiums durch die Banken völlig unabhängig vom eigenen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern. Damit kann jeder einen Studentenkredit beantragen, auch wenn das Geld zum Beispiel nur als zusätzliches Einkommen gebraucht wird.

Monatliche Auszahlung auch ohne Sicherheiten

Beim Bildungskredit wird die Summe nicht auf einmal, sondern in monatlichen Raten ausgezahlt. Einige Banken verlangen dafür Leistungsnachweise oder andere Belege für das Fortschreiten des Studiums, andere verzichten darauf. Gleiches gilt für die Bonitätsprüfung. Einige wenige Banken verlangen Sicherheiten, die meisten anderen stellen sich auf die Situation von Studienanfängern ein und verlangen keinerlei Sicherheiten abgesehen von einer positiven Schufa-Auskunft. Auch hier lohnt sich der Kreditvergleich.

Lange Karenz- und Tilgungsphase für Studentenkredite

Ein weiterer großer Vorteil bei Studentendarlehen ist, dass die Rückzahlung erst einige Monate nach dem Abschluss des Studiums beginnt. Das ist sinnvoll, da nicht jeder Absolvent sofort in den Job starten und das Geld für die Rückzahlung aufbringen kann. Ab dem Eingang der ersten Rückzahlung beträgt die Tilgungsfrist je nach Bank bis zu 25 Jahre mit variablen Beiträgen. Der Mindestbeitrag liegt meistens bei etwa 20 Euro pro Monat, sofern damit die Schuld innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums, zum Beispiel 33 Jahre, gezahlt werden kann.

Keine Vorfälligkeitsentschädigung

Will man einen normalen Kredit vorzeitig zurückzahlen, fallen Vorfälligkeitsgebühren an. Beim Studentenkredit ist das anders. Das Studentendarlehen kann zurückgezahlt werden, ohne dass dabei Kosten entstehen. Allerdings müssen bei den meisten Banken dafür bestimmte Termine eingehalten werden.

Förderung bis zum Master

Wie lange das Studium gefördert wird, ist vom jeweiligen Kreditgeber abhängig. Bei den meisten Banken wird nur das Erststudium innerhalb der Regelstudienzeit gefördert. Normalerweise dauert die Förderung 10 bis 14 Semester. Bei Bachelor-Studiengängen zählt für die Bank erst der Master als Abschluss.

Ausschlussgründe

Wer bei Studienbeginn älter als 34 Jahre ist, bekommt keinen Studentenkredit mehr. Auch schon vorhandene Schulden sind ein Ausschlusskriterium für den Studienkredit.

Um dafür zu sorgen, dass sich Studenten nicht für ihr ganzes Leben verschulden, haben verschiedenen Banken Höchstsummen für den Kredit festgelegt. Die liegen zum Beispiel bei 30.000 oder 45.600 Euro.

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Über den Autor Alexander Senger

Alexander Senger ist Geschäftsführer und verantwortet das Online-Marketing von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 2008 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale.

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