Ihr Geld im November 2020

Hier bringen wir aktuelle Meldungen zu den Themen persönliche Finanzen, Sparen, Geldanlage, Versicherung und Steuern.

🚗 Kfz-Versicherung: November ist Wechsel-Zeit

Wahrscheinlich ist es Ihnen bereits aufgefallen: Die Autoversicherer werben mit günstigen (und zum Teil auch weniger günstigen) Angeboten um Neukunden. Das hat einen guten Grund: Die meisten Autoversicherungen laufen bis zum 31.12. – gekündigt werden müssen sie aber bis zum 30. November 📅. Das ist der Stichtag, an dem Ihre Kündigung bei der Versicherung „eingegangen“ sein muss.

Kfz-Tarife leistungsstärker als je zuvor: falls Sie schon lange nicht mehr gewechselt haben, können Sie bis zu ein paar hundert Euro sparen; selbst dann, wenn die Beitrage insgesamt gesehen eher steigen. Aber auch so lohnt sich der jährliche Kfz-Versicherung Vergleich. Auch deshalb, weil die guten Kfz-Tarife mehr leisten als je zuvor. So bieten alle Top-Tarife eine Neupreisentschädigung für mindestens 24 Monate (statt früher 12 Monate). Auch Eigenschäden sind versichert. Und war früher nur der Zusammenstoß mit Wild im Tarif, so ist diese Leistung seit einiger Zeit weiter gefasst zu „Zusammenstoß mit Tieren“.

Nutzen Sie Vergleichsportale: Da es sehr viele Anbieter am Markt gibt, empfiehlt es sich, beim Autoversicherungs-Vergleich ein Vergleichsportal zu nutzen. Allerdings berücksichtigt kein Portal alle Anbieter. Deshalb empfiehlt der Automobilclub von Deutschland (AvD), mehrere Portale zu nutzen, um so zu einer besseren Einschätzung zu gelangen. Bei der Entscheidungsfindung hilfreich sind natürlich auch Produkttests. Versicherungsjournal.de hat die „Die besten Kfz-Versicherungen“ aufgelistet, die von Franke und Bornberg alle die Höchstnote erhalten haben.

Das Wichtigste zum Wechsel bei CAPITALO: Was Sie bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung beachten müssen, erfahren Sie hier bei uns.

😷 COVID-19: „Lockdown-Light“ – die aktuelle Situation

Die Infektionen steigen: Seit Montag, 2. November sind aufgrund von COVID-19 neue Beschränkungen in Kraft getreten, die von vielen – wie etwa dem bayerischen Ministerpräsidenten – als „Lockdown-Light“ bezeichnet wurden. Ziel der Maßnahmen ist es, den rasanten Anstieg der 🦠 Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen, die sich allmählich auch auf den Intensivstationen bemerkbar machen.

Besonders hart trifft es die Gastronomie und kulturelle Einrichtungen: Bund und Länder haben entschieden, dass Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, bis Ende November geschlossen werden sollen, wie etwa Theater, Kinos, Restaurants, Cafés, Bars, Museen und Schwimmbäder. Vor allem die Gastronomie trifft die neuerliche Schließung hart, denn bereits beim ersten Lockdown durfte sie erst später als der Einzelhandel wieder öffnen, und auch das nur mit Einschränkungen. Doch auch Kinos und Theater, Musiker und auftretende Künstler sind durch den neuerlichen Lockdown in einer schwierigen Lage.

Unterstützung bis zu 75 Prozent des Umsatzes: Die geschlossenen Einrichtungen sollen laut dem Beschluss von Bund und Ländern eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ erhalten. Diese Hilfe soll sich in der Regel am Umsatz vom November 2019 orientieren. Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern erhalten demnach 75 Prozent des Umsatzes – abzüglich anderer Hilfen. Das soll die Fixkosten abdecken. Wie hoch die Hilfe für größere Unternehmen ist, steht noch nicht fest. Auch die bisherige Überbrückungshilfe soll verlängert und verbessert werden, wobei beide Hilfen auch kleine Selbständige erreichen sollen. Das alles muss aber noch konkret umgesetzt werden.

Geschäfte, Schulen und Kitas weiterhin offen: Geöffnet bleiben der Einzelhandel, sowie Schulen und Kitas. Wer Sport treiben möchte, kann das allein, zu zweit oder mit anderen Haushaltsmitgliedern tun. Profisport wie etwa die Fußball-Bundesliga findet nur noch ohne Zuschauer statt.

Laut Bund-Länder-Beschluss gilt:

  • In der Öffentlichkeit sind Zusammenkünfte nur zwischen zwei Hauhalten erlaubt
  • Verzicht auf private Reisen und Besuche
  • Übernachtungsangebote gibt es nur noch für notwendige, nicht touristische Zwecke

Bitte beachten Sie, dass in einzelnen Bundeländern abweichende Regelungen gelten, die zum Teil noch strenger sind. Hinzu kommen Maßnahmen und Regeln in Städten und Gemeinden, in denen die Zahl der Infektionen besonders hoch ist.

💶 Der vollautomatisierte digitale Kredit ist endlich da

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) bietet ihren Kundinnen und Kunden ab sofort einen vollautomatisiertem Online-Konsumentenkredit:

  • Der papierlose „DKB-Sofortkredit“ kann innerhalb weniger Minuten beantragt, bewilligt und ausgezahlt werden.
  • Der Kreditprozess basiert auf Algorithmen und ist in einer Technologiepartnerschaft mit FinTecSystems (FTS) entstanden.
  • Sowohl die DKB als auch ihre auf Ratenkredite spezialisierte Tochter, die SKG BANK, bieten den vollautomatisierten Kredit an.

Die Konditionen: Der Sofortkredit bei der DKB startet ab November mit einem effektiven Jahreszinssatz von 3,19 Prozent bei einem Nettodarlehensbetrag zwischen 2.500 und 30.000 Euro. Die Laufzeit beträgt bis zu 120 Monate.

Vollautomatisiert statt teilautomatisiert: Das Besondere an dem neuen Kredit: Die Prüfung und Freigabe der gesamten Kreditantragstrecke erfolgt vollautomatisiert und maschinell. Bisherige Kreditantragsstrecken sind überwiegend teilautomatisiert und auf die digitale Antragserstellung fokussiert. Die finale Kreditentscheidung treffen immer noch die Kreditberater. Beim DKB-Sofortkredit trifft der Algorithmus die Kreditentscheidung. Darin sind selbstverständlich alle regulatorisch vorgegebenen Prüfungsschritte enthalten.

Enge Partnerschaft: Die Deutsche Kreditbank hat bei der Entwicklung auf eine enge Technologiepartnerschaft mit FinTecSystems (FTS) gesetzt, dem führenden Infrastruktur-Fintech für Open Banking und Kontodatenanalyse.

Mehr dazu in der Pressemitteilung der Deutschen Kreditbank.

⚖️ Bundestag verlängert KapMuG

Das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) war ursprünglich bis Ende Oktober 2020 befristet. Doch nun hat der Bundestag das KapMuG bis Ende 2023 verlängert. Anleger können auf Basis des Gesetzes in Musterprozessen Schadenersatz einfordern. Ziel des Gesetzes von 2005 ist es, Anleger besser zu schützen. Vor Gericht sind sie damit nicht mehr alleine, sondern können mit anderen Geschädigten gemeinsam prozessieren.

Angenommen, Anleger machen mit einem bestimmten Finanzprodukt hohe Verluste. Sind Sie der Auffassung, nicht ordentlich über die Risiken aufgeklärt worden zu sein, ermöglicht es das KapMuG den Geschädigten, gemeinsam vor Gericht zu ziehen.

Auch im Musterprozess zum Dieselskandal gegen Volkswagen spielt das Gesetz eine Rolle.

🔨 Die besten Berufsunfähigkeits-Versicherungen (BU)

Was eine BU bringt und für wen sie sinnvoll ist: Die Berufsunfähigkeits-Versicherung ist neben der Unfallversicherung die Versicherung, wenn es darum geht, sich gegen Invalidität abzusichern. Sie können sie als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung abschließen oder als selbständige Berufsunfähigkeits-Versicherung.

Sinnvoll ist sie für alle, die von ihrem Arbeitseinkommen leben. Reißt Sie ein Unfall, eine Allergie oder eine Krankheit aus dem Arbeitsleben, dann reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente in den meisten Fällen nicht aus. Von Ihrem Gesundheitszustand hängt es wiederum ab, ob Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen und zu welchem Preis. Daher empfiehlt es sich, den Vertrag so früh und gesund wie möglich abzuschließen.

Der Finanzen-Verlag hat Leistungen und Preise verglichen: Die Finanzen Verlag GmbH hat in der Ausgabe 11/20 ihrer Zeitschrift Euro und auf Boerse-online.de einen Vergleich von Berufsunfähigkeits-Policen veröffentlicht. Für vier Beispielfälle hat der Finanzen Verlag das Angebot von bis zu 30 Versicherern miteinander verglichen. Die Bewertung hat die Euro-Redaktion vorgenommen. Die Höchstnote in allen Beispielen haben Alte Leipziger, Canada Life, Hannoversche, HDI, LV 1871 und Stuttgarter erhalten. Welche Anbieter sonst in den Beispielfällen besonders gut abgeschlossen haben, können Sie im Versicherungsjournal nachlesen.

🧒 Das Baukindergeld wird verlängert

Eine eigene Immobilie bleibt auch für Familien mit eher geringem Budget erschwinglich. Ursprünglich sollte das Baukindergeld zum Jahresende auslaufen. Doch die staatliche Förderung wurde durch das Bundeskabinett bis zum 31. März 2021 verlängert. Für Familien bedeutet das: Sie können die staatliche Förderung bei der KfW Bankengruppe bis zu diesem Zeitpunkt online beantragen – sofern sie bis Ende März 2021 eine Immobilie kaufen oder eine Baugenehmigung erhalten.

  • Pro Kind erhalten Familien für ihre Immobilie einen Zuschuss von 1.200 Euro im Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren; ergibt sich also 12.000 Euro je Kind.
  • Bei zwei Kindern liegt der Betrag demnach bei 24.000 Euro, bei drei sind es 36.000 Euro.
  • Anspruch auf das Baukindergeld haben Familien, deren zu versteuerndes Haushaltseinkommen bei einem Kind maximal bei 90.000 Euro pro Jahr liegt. 15.000 dürfen für jedes weitere minderjährige Kind hinzukommen.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

🗳️ Großer Verlierer der US-Wahl

Die Amerikaner haben einen neuen Präsidenten gewählt. Leider stand zum Redaktionsschluss der Sieger amtlich noch nicht fest. Dennoch gibt es für viele Medien in den USA und Deutschland einen klaren Verlierer: die Demoskopie. So wie bei der letzten US-Präsidentschaftswahl hagelt es Kritik an den Wahlforschern, die wieder nicht in der Lage waren, die enge Wahl vorauszusehen. So prognostizierten Umfragen bis zuletzt einen klaren Vorsprung für Herausforderer Joe Biden.

Fairerweise muss man dazu sagen: Wahlinstitute und Medien räumten vor der Wahl ein, dass ein Sieg von Donald Trump eher unwahrscheinlich, aber durchaus möglich ist. Die eigenen Prognosen wurden also wohlweislich relativiert.

Vielleicht müssen wir uns alle daran gewöhnen, dass es auch in unserer durchkalkulierten Welt, in der so vieles vorausberechnet wird, Dinge gibt, die sich nicht vorhersagen lassen. Schließlich haben die Wählerinnen und Wähler bis zum Wahltag Zeit, sich zu entscheiden, wen sie wählen, aber auch, ob sie überhaupt an der Wahl teilnehmen. Bis zum Moment in der Wahlkabine, in der das Kreuz gesetzt wird, ist alles möglich.

Immerhin, eines dürfte schon jetzt klar sein: In vier Jahren, also im Jahr 2024 dürfte der Wahlsieger der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl nicht Donald Trump heißen. Jedenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach.

US-Wahlen
Wen hätten Sie gewählt?

Seit über 15 Jahren arbeite ich als Texter und bin sehr erfahren in Finanzthemen, vor allem was Geldanlagen und Versicherungen betrifft. In meiner langjährigen Laufbahn habe ich diverse Banken und Versicherer redaktionell betreut.